Fahrrad trotz Herzkrankheit?

  • Es geht ja auch nicht darum, dass es ihm aktuell schlecht geht, sondern dass eine hohe körperliche Aktivität schneller zu einer Verschlechterung der Herzleistung führen kann/wird als wenn er permanent geschont wird.
    So habe ich es zumindest verstanden.
    Wenn der Hund rennen und fetzten will, dann würde ich es ihm erlauben. Oder versuchen durch andere Bewegung wie z.B Fahrrad fahren, die ich besser kontrollieren kann, einen Ausgleich zu finden.

    LG Nele

  • Zitat

    Es geht ja auch nicht darum, dass es ihm aktuell schlecht geht, sondern dass eine hohe körperliche Aktivität schneller zu einer Verschlechterung der Herzleistung führen kann/wird als wenn er permanent geschont wird.
    So habe ich es zumindest verstanden.
    Wenn der Hund rennen und fetzten will, dann würde ich es ihm erlauben. Oder versuchen durch andere Bewegung wie z.B Fahrrad fahren, die ich besser kontrollieren kann, einen Ausgleich zu finden.

    LG Nele

    Aber bei normalem Pensum würde es dem Hund doch schlecht gehen, sonst hätten sie doch die körperlichen Aktivitäten nicht drastisch reduziert :???:

  • Also er darf schon rennen, nur nicht mehr so sprinten wie vorher. Drastisch reduziert habe ich es nicht, nur runtergefahren... Normales Pensum, so wie du wahrscheinlich meinst, wäre bei Odin ja das volle Training - auf Zug darf er aber natürlich überhaupt nicht mehr.
    Es geht ihm momentan auch nicht schlecht, er ist "nur" schneller schlapp als vorher.
    Vielleicht habe ich mich auch falsch ausgedrückt...

    Runtergefahren hab ich die Aktivitäten, weil ich irgendwie zu viel Schiss hatte/habe.

    Jetzt ist Fahrrad sowieso erst mal tabu bei der Hitze... im September dann die nächste Untersuchung, bevor das Wetter wieder passender für uns ist. Ich glaube, da entscheide ich das dann.

  • na, so wie ich jetzt meinen Post lese, ist das drastisch reduzieren - aus dem vollen Training raus und nur noch Gassi mit Kopfarbeit.

    sorry!

    Mir geht es einfach darum, ob ich ihm wenigstens noch sein Fahrrad lasse.

  • Ich würd ihm sein Fahrrad lassen. Wenn's soweit ist, reagieren. Ich würde wollen, dass mein Hund ein ganz normales Leben führt und ihn nicht einschränken (mache ich bei Luna ja auch so). Und wenn dann Symptome auftreten, mit Medikamenten einstellen und gut ist.

    Wie gesagt, nur meine Meinung.

  • Ich glaube nicht das dein Hund so an dem Fahrrad hängt. Der ist sicher auch glücklich wenn du die Runden zu Fuß machst. Du solltest das nicht unterschätzen. Mein letzter Hund ist daran gestorben dass ich und auch sie selbst sich überschätzt hat. Da hat bei nem Ausritt mit Pferd das Herz aufgegeben. Lass das mit dem Fahrrad.

  • Das musst du letztendlich selber entscheiden. Wir haben uns bei unserem herzkranken Hund dafür entschieden überhaupt nicht zu schonen, er darf, wie er will. ALLERDINGS kommt bei Finn seine HD dazu, was er inzwischen noch so zusammenturnt unter tags ist vermutlich weniger als andere hier mit ihren Welpies machen :roll:

    Was ich eigentlich schreiben wollte: Unser TA hat uns nach der Diagnose dringend von Schnüffelspielen aller Art oder gar Mantrailing abgeraten, weil die Art der Atmung, wenn der Hund voll auf Nase geht, wohl Herz und Lunge mehr belastet als ein netter kleiner Sprint mit dem Hundekumpel. Kann sein, dass das auf DCM nicht zutrifft, Finn hat die Diagnose Lungenfibrose.

  • Mein Motto ist mittlerweile Qualität statt Quantität, ich glaube Hunden gefällt es besser Dinge zu tun die ihnen wirklich gefallen und ihrer Natur entsprechen als andauernd eingeschränkt und kontrolliert zu werden und dafür vielleicht länger mit "uns" zu leben.
    Das heiß natürlich nicht dass ich jetzt 3h im Vollspeed durch den Wald radeln würde aber wenn seine Leidenschaft einfach Bewegung ist und Fahrrad allen Beteiligten Spaß macht dann würde ich Fahrrad fahren :)

  • Zitat

    Ja das hab ich schon - auch schon mit dem Kardiologen in er Klinik.
    Die Herzleistung ist noch soweit da, dass ich mit ihm Radeln kann, ohne dass er plötzlich einfach umfallen würde.
    Jetzt... eine DCM kann sich aber von heute auf morgen verschlimmern, plötzlich Wasser bilden und dann darf ich sowieso nichts großartiges mehr mit ihm machen.
    Sie sagen eben auch, dass ich mit körperliche Auslastung die Herzleistung schneller verringern würde und die Entwicklung der DCM schneller vorantreibe.

    Und genau da hänge ich eben.

    Der Hund meiner besten Freundin hat einen Herzfehler (und eine vernarbte Lunge) und sie ist ein überdrehter Bordermix. sie braucht ein gewisses Mass an körperlicher Belastung (Auslastung kann man es nicht nennen), sonst dreht sie durch.

    Meine Freund fährt langsam Rad mit ihrem Hund, hektische Sachen wie Discdogging etc gibt es nicht mehr. Sie weiss, dass ihre Hündin nicht so lange leben wird, wie eigentlich normal wäre, aber ganz ohne Sport dreht der Hund komplett am Rad und damit sind dann beide (Hund und Frauchen) nicht glücklich.

  • Mit DCM kenne ich mich nicht aus. Die Langzeitprognose dürfte da anders aussehen. Wirklich raten kann dir da niemand was.

    Aber ich hatte mit Pondi einen Hund, der vor seinem 2. Geburtstag mit Epilepsie und AV-Block diagnostiziert wurde. Beides unabhängig voneinander. Und mir wurde damals gesagt, ich solle jeglichen Streß von diesem Hund fern halten. Streß war für die Jagdsau schon, wenn wir ein Reh/Kaninchen getroffen haben. Ich hätte mich auf den Garten und Straßen im Wohngebiet konzentrieren müssen (in der Hoffnung, dass weder Marder, Igel noch Katze unseren Weg kreuzen).
    Einige Zeit war ich so verunsichert, dass ich mit umgeschnallten Pulsmesser immer nur Runden ums abgestellte Auto gedreht habe :roll: Ein Hundeleben war das nicht. Ich glaube, ich habe etwa 6 Monate gebraucht, bis ich beschlossen habe: Lebensqualität vor -quantität. An Pondi hing wirklich mein Herzblut und die Vorstellung, dass der mir womöglich im Wald tot zusammenbricht, war grauenvoll. Aber ich konnte auch nicht mit anschauen, wie ein junger, aktiver Hund aufs Sofa verbannt wird.
    Also bin ich wieder zu einem normalen Hundeleben übergegangen. Pondi hat viele Radtouren gemacht, war mein bester Intervalltrainer beim Laufen, hat im Hunderennen beste Plätze belegt, hat im Rahmen THS betrieben - alles, ohne den plötzlichen Herztod zu sterben. Pondi ist fast 13 Jahre alt geworden. Wir haben ihn gehen lassen, weil der Knochenkrebs gewütet hat. Sein Herz hätte noch ein paar Jahre geschlagen.

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