Fahrrad trotz Herzkrankheit?
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Hallo ihr Lieben,
ich brauche irgendwie einen Rat:
bei Odin wurde im März eine beginnende DCM festgestellt. Er zeigt schon leichte Symptome wie Hecheln und schnellere Erschöpfung als sonst, bedarf aber noch keiner medikamentösen Behandlung.
Bisher haben wir Bikejöring (Hobbymäßig) betrieben - nun verzichten wir natürlich darauf, ab und an fahre ich noch bei kühlen Temperaturen (alles unter 20°C) mäßig mit ihm am Rad.
Odin liebt es einfach, es war immerhin "seine Aufgabe" - ich weiß natürlich auch, dass das nicht optimal ist bei seiner Herzkrankhheit. Er ist aber ein Hund, der auch körperlich ausgelastet werden muss/möchte, nicht nur geistig.Soll ich das Fahrradfahren nun wirklich komplett sein lassen, um ihn so gut wie möglich zu schonen?
Oder doch weiterhin fahren (bei angemessenen Temperaturen), um ihm einfach in seinem Element zu lassen?Ich bin mir so unsicher - will ich ihn möglichst lange bei mir haben oder ihm das Schönste geben und ihm dafür evtl. Lebensjahre nehmen?

Danke!
- Vor einem Moment
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Hallo,
das ist eine schwere Entscheidung und ich würde mit dem TA darüber reden. Er kann die Herzleistung Deines Hundes doch sicher gut einschätzenEin moderates Training ist sicherlich nicht total verkehrt, aber ohne tä Rat würde ich das nicht tun
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Ja das hab ich schon - auch schon mit dem Kardiologen in er Klinik.
Die Herzleistung ist noch soweit da, dass ich mit ihm Radeln kann, ohne dass er plötzlich einfach umfallen würde.
Jetzt... eine DCM kann sich aber von heute auf morgen verschlimmern, plötzlich Wasser bilden und dann darf ich sowieso nichts großartiges mehr mit ihm machen.
Sie sagen eben auch, dass ich mit körperliche Auslastung die Herzleistung schneller verringern würde und die Entwicklung der DCM schneller vorantreibe.Und genau da hänge ich eben.
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Puh, diese Entscheidung möchte ich nicht treffen wollen.
tut mir leid, dazu kann ich leider nichts sagen, da ich mich mit dieser Erkrankung nicht auskenne -
Oh je, das ist wirklich eine schwere Entscheidung.
Wenn ich mir meine Digge angucke und mir vorstelle, sie dürfe nur noch im Schongang durch die Welt gehen, damit sie ein bisschen länger bei mir ist, wird mir ganz weh ums Herz. Ich liebe meine Hunde und ich möchte , dass sie uralt werden und irgendwann am besten einfach nicht mehr aufwachen.
Aber sie sollen nicht leiden und sie sollen ihr Leben genießen können. Und da gehört vor allem für meine eine Hündin rennen, toben, ziehen, dem Ball nachjagen, sich ins Wasser stürzen etc. einfach dazu.
Ich glaube, ich würde sie machen lassen. Solange sie noch so sein und leben kann. Auch wenn das heißt, dass sie früher sterben würde.
Aber das sage ich jetzt, ohne direkt betroffen zu sein. Wie es dann wirklich wäre, kann ich auch nicht sagen.
Allerdings muss man, denke ich, im Hinterkopf behalten, dass Hunde im Hier und Jetzt leben. Sie wissen nichts vom Morgen.
Probier doch aus, wie es deinem Hund dabei geht, wengier zu arbeiten. Oder probiere andere, weniger belastende Dinge aus (z.B Nasenarbeit)
Und wenn du merkst, dass es deinem Hund gut damit geht, machst du es so. Und wenn nicht, dann wäre es für mich nicht mehr wirklich eine Frage, wie ich entscheiden würde.Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Mut für diesen schwierigen Weg und die Entscheidung.
LG Nele
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Hm... Luna hat einen leichten Herzfehler und bekam sofort Tabletten ganz niedrig dosiert, obwohl die Symptome auch nur sehr leicht sind (vermehrtes Hecheln und verminderte Ausdauer).
Aber seitdem kann sie alles völlig normal machen und man merkt nur bei ganz viel Belastung noch etwas (leichtes Husten z.B.).
Ich hatte die Wahl: Tabletten ja oder nein? Ich habe "ja" gesagt und mit ihr Herz-Kreislauftraining gemacht. Dafür braucht sie seit ca. 2 Jahren keine Steigerung der Dosis.
Ich ganz persönlich würde den TA noch einmal nach Tabletten fragen und ggf. eine zweite Meinung einholen. Die TÄ, die damals den HUS gemacht hat, sagte auch "keine Tabletten", eine andere TÄ sagte etwas Anderes (siehe oben).
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Wenn ihn das Fahrradfahren nicht zu sehr anstrengt würde ich das weiterhin machen.
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Danke euch!
Ja das mit den Tabletten habe ich mir jetzt von drei TÄ (HausTA, Kardiologe Uniklinik, weiterer TA als Drittmeinung) bestätigen lassen.
Noch hat er keine Herzrythmusstörungen o.ä., deshalb raten mir die TÄ auch von Medikamten ab, da eine prophylaktische Behandlung nicht möglich ist. Erst nach Ausbrechen der "echten" Symptome muss und soll mit Medikamenten behandelt werden..
Die Frage ist halt, zögere ich das Ausbrechen hinaus oder verkürze ich die Zeit, mitsamt der Vor- und Nachteile?Wir haben seit der Behandlung schon die körperlichen Aktivitäten sehr reduziert und machen viel Schnüffelarbeit. Aber es reicht einfach nicht... er will ja rennen, bei normalen Gassirunden hält er kaum noch seinen Radius ein, weil er nur fetzen möchte, egal ob wir 20 Minuten oder 2 Stunden unterwegs sind.
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Na dann kann es ihm aber auch nicht wirklich schlecht gehen, wenn er noch so viel rennt.
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Zitat
Danke euch!
Ja das mit den Tabletten habe ich mir jetzt von drei TÄ (HausTA, Kardiologe Uniklinik, weiterer TA als Drittmeinung) bestätigen lassen.
Noch hat er keine Herzrythmusstörungen o.ä., deshalb raten mir die TÄ auch von Medikamten ab, da eine prophylaktische Behandlung nicht möglich ist. Erst nach Ausbrechen der "echten" Symptome muss und soll mit Medikamenten behandelt werden..
Die Frage ist halt, zögere ich das Ausbrechen hinaus oder verkürze ich die Zeit, mitsamt der Vor- und Nachteile?Wir haben seit der Behandlung schon die körperlichen Aktivitäten sehr reduziert und machen viel Schnüffelarbeit. Aber es reicht einfach nicht... er will ja rennen, bei normalen Gassirunden hält er kaum noch seinen Radius ein, weil er nur fetzen möchte, egal ob wir 20 Minuten oder 2 Stunden unterwegs sind.
Aber ist es dem Hund gegenüber fair, ihn in seinem Bewegungsdrang einzuschränken? Ist es nicht sinnvoller, den Hund so einzustellen, dass er ein normales Leben führen kann?
Ich finde, lieber ein kürzeres glückliches Leben als ein langes, total eingeschränktes, Leben. Zumal, wenn ihr die Aktivität so runter fahrt, kommt ihr doch in einen Teufelskreis. Das Herz ist ein Muskel und ein Muskel muss trainiert werden, damit er funktioniert.
- Vor einem Moment
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