Umgang von Kindern mit Hund

  • Ich stimme deiner Meinung da völlig zu. Ich habe selber keine Kinder, arbeite aber mit Hund und Kindern. Dort bin ich sehr bemüht, dass die Kinder einen respektvollen Umgang mit Tieren lernen und pflegen.
    Lina muss sich nicht alles gefallen lassen. Sie ist aber wirklich sanft und zurückhaltend bei Kindern. Aus diesem Grund ist's es dann an mir einzugreifen, wenn etwas in die falsche Richtung läuft. Und das tue ich auch konsequent, denn Lina soll ebenso Spaß an der Arbeit haben wie die Kinder daran haben, dass Lina da ist.
    Die Kids lernen übrigens sehr gut und schnell einen wertschätzenden Umgang mit Lina.

    Bei so Situationen wie du sie schilderst bekomme ich Bauchschmerzen und ein sehr ungutes Gefühl. Klar ist es toll, wenn der Hund sich das "Gefallen lässt" die Frage ist eindeutig wie lange und ich bin mir sicher, dass dann der Hund darunter leiden muss, wenn er sich irgendwann wehrt, weil es ihm doch zu viel wird.
    Ich bin selbst auch mit Hunden groß geworden und habe sicher viel Blödsinn gemacht (Futter weg genommen, in den Puppenwagen gesetzt, in Decken eingewickelt, auf den Kopf geküsst). Das ein oder andere Mal hat mich unser Pudel dafür auch ordentlich verwarnt und das völlig zu Recht.

    Ich glaube viele Leute vergessen, dass auch ein Golden Retriever Zähne hat, die ordentlich verletzen können und auch keine ewig währende Geduld.
    Schade auch, dass sie so uneinsichtig waren.

    Das hat übrigens nichts mit Hund über das Kind stellen zu tun sondern geschieht genauso zum Schutz des Kindes und gehört für mich einfach zu einer Erziehung, in der Kinder lernen, dass alle Lebewesen es verdient habe sie respektvoll zu behandeln und zu verstehen, dass auch andere Lebewesen Bedürfnisse und Grenzen haben und man diese akzeptieren soll.

  • Zitat

    Klar ist es toll, wenn der Hund sich das "Gefallen lässt" die Frage ist eindeutig wie lange und ich bin mir sicher, dass dann der Hund darunter leiden muss, wenn er sich irgendwann wehrt, weil es ihm doch zu viel wird.

    Für wen toll? Für die Kinder? Solche Hunde haben wohl die A****Karte, denn bei einem " intoleranteren " Hund käme vermutlich niemand auf die Idee, sowas mit dem zu machen. Also müssen die " Gutmütigen " herhalten.

    Ist wie beim Menschen, diejenigen, die sich alles gefallen lassen, werden ausgenutzt, die , die sich abgrenzen, werden respektiert.

  • Ich bin auch nicht der Meinung, daß das "Wohl" eines Kindes darin besteht, andere Lebewesen nach Gusto piesacken zu dürfen.
    Solche Ansichten sind weder nützlich für die Kinder, die dadurch einfach lernen, daß sie ALLES bezüglich des Hundes dürfen, noch ist das für den Hund ein schönes Miteinander.
    Mein 6 Monate altes Baby fasst die Tiere inzwischen gern an. Klar, sie sind warm und weich. Und selbst mit dem Knirps übe ich "Nein, vorsichtig", wenn er mit den Babyhänden zu fest zugrabscht und am Fell zieht.
    LG von Julie

  • Dass Kleinkinder noch grob sind, ist normal und kann ein Hund verkraften. Meine eigenen Kinder waren als Kleinkinder meistens desinteressiert, meine 2 jährige Nichte ist da schon anders, die findet den Bandit einfach nur coooool :hug:

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    Als Eltern weiss man ja, wie schnell so ne Kröte einem an den Haaren ziehen kann oder die Brille von der Nase haut :hust

    Aber jeder Hund ist anders und hat auch eine andere Toleranzgrenze. Da ist man als Erwachsener in der Verantwortung.


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  • Ich hatte ja gehofft, dass ihr genau das schreibt. Ich dachte schon echt, dass ich irgendwie komisch bin. :headbash:

    Mia (unsere kleinere Hündin) hat so tolle Löckchen an den Ohren...da wurden auch schonmal Zöpfchen gemacht. Und das fand ich nicht sooo dramatisch. Oder die Hunde bekommen mal den Sonnenhut meiner Kleinen aufgesetzt. Sie ist 5 und ist da noch nicht ganz so "reif" wie meine Große. Aber ich finde, das ist nochmal was anderes, als den Hund mit Kraft am Boden zu halten oder sich im Alter von 10 Jahren auf den Golden zu setzten um auf ihm zu reiten.

    Ich setz den armen Hunden zu Weihnachten auch Rentiergeweihe auf den Kopf und findes es süß. Aber: wenn die Hunde aufstehen und gehen, dann dürfen sie dies gern tun und dann werden sie auch in Ruhe gelassen.

    Passend zum Thema hat meine Große nächste Woche Projektwoche und am Dienstag ist sie beim Thema "Tierschutz". Generell muss mal sagen, dass bei anderen oftmals der Respekt vorm Tier fehlt. Da werden Katzen ist Schrankschubladen eingesperrt, in Säcke gestopft und durch die Gegend gezogen. Ich versteh sowas einfach nicht.

  • Zitat

    Für wen toll? Für die Kinder? Solche Hunde haben wohl die A****Karte, denn bei einem " intoleranteren " Hund käme vermutlich niemand auf die Idee, sowas mit dem zu machen. Also müssen die " Gutmütigen " herhalten.

    Ist wie beim Menschen, diejenigen, die sich alles gefallen lassen, werden ausgenutzt, die , die sich abgrenzen, werden respektiert.

    :???: Das hab ich doch gar nicht geschrieben.

    Ich habe auch einen Hund mit einer hohen Reizschwelle, die sich viel gefallen lassen würde und sehr gutmütig ist . Das finde ich toll. Ich habe sogar bewusst einen Hund gesucht, der so ist.
    Das heißt aber noch lange nicht, dass das ausreize und mein Hund so übergriffige Aktionen ertragen müsste. Ich schreite wie geschrieben konsequent ein, sollte sich ein Kind nicht an die Regeln halten, die wir vorher gemeinsam besprechen und zu den Regeln gehört als aller erstes Gebot, dass wir respektvoll mit Lina umgehen.

  • Zitat

    Ich hatte ja gehofft, dass ihr genau das schreibt. Ich dachte schon echt, dass ich irgendwie komisch bin. :headbash:

    Mia (unsere kleinere Hündin) hat so tolle Löckchen an den Ohren...da wurden auch schonmal Zöpfchen gemacht. Und das fand ich nicht sooo dramatisch. Oder die Hunde bekommen mal den Sonnenhut meiner Kleinen aufgesetzt. Sie ist 5 und ist da noch nicht ganz so "reif" wie meine Große. Aber ich finde, das ist nochmal was anderes, als den Hund mit Kraft am Boden zu halten oder sich im Alter von 10 Jahren auf den Golden zu setzten um auf ihm zu reiten.
    Das ist ja nichts schlimmes, aber das mit dem Goldie geht gar nicht. Ich glaube, ich hätte die Eltern drauf angesprochen, warum sie es zulassen, dass das Tier so drangsaliert wird.
    Ich setz den armen Hunden zu Weihnachten auch Rentiergeweihe auf den Kopf und findes es süß. Aber: wenn die Hunde aufstehen und gehen, dann dürfen sie dies gern tun und dann werden sie auch in Ruhe gelassen.
    Das ist doch alles okay.
    Passend zum Thema hat meine Große nächste Woche Projektwoche und am Dienstag ist sie beim Thema "Tierschutz". Generell muss mal sagen, dass bei anderen oftmals der Respekt vorm Tier fehlt. Da werden Katzen ist Schrankschubladen eingesperrt, in Säcke gestopft und durch die Gegend gezogen. Ich versteh sowas einfach nicht.


    Was machen die? Schreitet da niemand ein? :hilfe: :explode:
    Ob die das wohl toll fänden, wenn man sie auch mal in den Schrank sperren würde?

  • Ich sehe das auch so, und das sind dann genau die Leute deren Hunde "ohne Vorwarnung" deren Kind beisst und die das dann völlig unverständlich finden...

    Leider ärgert und tritt mein Kind auch Hunde, ich bin jetzt quasi 3 Jahre dran dass er das unterlässt, und ganz langsam wird es besser.
    Bei meinem Kurzen gestaltet sich Alles etwas schwieriger...

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  • Wir haben hier ja auch einen Labrador und einen fast 4 jährigen.

    Unser Hund sucht seine Nähe und es gibt auch Momente da spielen sie wunderbar zusammen. Aber im allgemeinen muss ich schon viel ermahnen und auch mal trennen. Auch wenn mein Kind natürlich vorgeht, ermahne ich meinen Sohn 1000 mal öfter als meinen Hund. Er soll einfach lernen, dass man mit Hunden respektvoll umgeht und sie in gewissen Situationen nicht anfassen soll usw..

    Es kann auch sein, dass ich zu oft ermahne, aber ich denke mir auch, lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Ich habe unseren Hund noch nie nie nie knurren gehört oder sonstiges. Er ist da wirklich ein Schaf. Dafür ist er aber Labbi like ungestüm, so dass es auch für unseren Sohn oft unangenehm ist, auch wenn unser Hund gar nichts machen wollte.

    Wir haben uns die Rasse eben auch deswegen ausgesucht. Kinderlieb, nicht misstrauisch oder sonstiges.

    Aber das heißt eben nicht, dass Kinder alles mit ihm machen dürfen, von unserer Seite aus nicht, von seiner Seite aus vielleicht schon und das finde ich genau gut so.

    LG

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