Zusammenführung von 2 Rüden
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Seit Heute ist fix, dass bei meiner Mutter wieder ein Hund einziehen wird.
Es ist ein Eurasier Rüde aus dem Tierschutz, derzeit 1 Jahr alt und unkastriert. Er kennt/kannte bisher von Geburt an nur sein Rudel und hat mit mäßigem Menschenkontakt ausschließlich im Garten gelebt.
Mein Hund ist gut 10 kg schwerer, kastriert, stammt wohl ebenfalls aus Gartenhaltung, allerdings vermutlich ohne ein Rudel oder anderweitigem Hundekontakt. Ich habe ihn erst seit 6 Monaten.
Mit fremden Hunden, insbesondere Rüden, ist er sehr unsicher entscheidet sich im Zweifel für "Angriff ist die beste Verteidigung". Mit Hündinnen kommt er meistens gut aus, mit rüden nur, wenn sie sich eindeutig unterwerfen und nur solange sie nicht an ihm hochspringen (sowohl spielerisch als auch berammeln). Wenn sich der andere Rüde nicht unterwirft, geht er mit (Schein??-) Angriffen auf ihn los, allerdings bisher ohne Verletzungen.Das Kennenlernen erfolgt höchstwahrscheinlich im Garten meiner Mutter kurz nach der Ankunft des Eurasiers, mein Hund kennt den Garten (+Haus) auch noch nicht.
Geplant ist, dass beide ein Geschirr mit 1 Meter Leine dran tragen, damit man schnell eingreifen kann. Maulkorb soll keiner dran, weil Hunde ja auch stark über die gesichtsmimik kommunizieren und diese dadurch ja nur eingeschränkt erkennbar ist.
Ich hatte vor meinen in den Garten zu lassen und danach den Eurasier an der Leine vom Haus in den Garten zu führen. Wenn sich beide vertragen, wird die Leine losgelassen und die Hunde können spielen oder sich ignorieren, wie sie wollen.So..aber wie genau geht's weiter? Was ist, wenn der Eurasier anfängt zu knurren/attackieren, was ist, wenn meiner anfängt? Erstmal trennen....und dann?!
Falls das geknurre bzw die (Schein??-) Angriffe erst im Spiel losgehen, wann ist da der richtige Moment, um einzugreifen? Was ist noch okay, was nicht mehr?
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Ich würde das mit dem Garten sein lassen und mit beiden Hunden zusammen ne Runde spazieren gehen, Hunde gesichert und zunächst ohne direkten Kontakt. Völlig langweilig in einigem Abstand hintereinander, so dass die Hunde die Chance haben, sich langsam kennenzulernen.
Dann kann man ja sehen, wie schnell man den Abstand verringern kann , oder evtl. Freilauf ausprobiert.
Meine beiden haben sich damals auf einer grossen Wiese kennengelernt, die Anton bereits kannte. Da war viel Platz.
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Dein Hund ist "teilweise rüdenaggressiv", das Verhalten des Eurasiers kennt ihr nicht - die beiden Hunde würde ich niemals sofort miteinander freilaufen lassen. Laßt doch den Eurasier erst mal im neuen Zuhause ankommen, nach ein paar Tagen wird man doch mehr über sein Verhältnis zu anderen Hunden beim Gassigang wissen.
Und erst dann mal mit angeleinten Hunden zusammen spazierengehen, zuerst mit großem Abstand, sich langsam nähernd und mal schaun, wie so die Reaktionen sind. -
Moin,
als damals unser Diego kam, sind wir auch an einen neutralen Platz gegangen und haben die Hunde dort zusammen gelassen - ganz ohne Leine - allerdings, Malik hörte sehr gut - darauf war Verlass. Wir haben uns auf dem Weg dorthin getroffen und sind gemeinsam in den Garten gegangen.
Diego war noch sehr jung und bereit, sich unter zu ordnen, so dass es keine großen Probleme gab. die Beiden zankten sich ein bisschen und dann war gut. Malik war dann aber zu Hause einige Tage völlig von der Rolle, gestresst, stark am Hecheln, ständig am Aufreiten...... irgendwann hab ich eingegriffen und ne klare Ansage gemacht und dann war gut.
Du wirst merken, wenn es ernst wird.... vorher würde ich auch nicht eingreifen; ich glaub, das viele Hunde aus dem Tierschutz, zumindest solche, die in Gruppen gelebt haben, äußerst sozialverträglich sind und gar kein Interesse an großen Klopperein haben - kosten viel zu viel Energie - die meiste Auseinandersetzung findet nonverbal statt..... und wenn beide auf neutralem Gebiet sind, gibt es auch nichts zu verteidigen oder zu beschützen. Beide sind sich unsicher... ich glaub, auf eine ernsthafte Prügelei würde ich nicht wirklich warten. Vertrau Deinem Hund, wenn Dir eine kurze Leine Sicherheit verschafft, mach das, ansonsten.... abwarten.
Alles Gute für Euch
Sundri -
Danke für eure Antworten, ich hatte nur beim Garten ein besseres Gefühl, weil mein Hund an der Kurzen Leine Fremdhunde gar nicht ausstehen kann. Ich kann normal vorbeigehen, darf aber keinen Kontakt zulassen. Wenn doch gibts fast immer Theater mit knurren und schnappen. An der Schleppleine ist er wesentlich entspannter, weil er sich freier bewegen kann. Aber auch die ist irgendwann aus, und umso mehr ich mit der Leine auf ihn einwirke, umso gestresster ist er, und umso wahrscheinlicher ist es, dass er auf den anderen losgeht. (Leine loslassen bzw hinterherschleifen lassen will ich wegen dem Jagdtrieb nicht)
Der Eurasier hat bis jetzt keine Eziehung genossen und soweit ich weiß auch das Grundstück noch nie verlassen. Für den ist also die Umwelt auch sicher erstmal total stressig, leinenführig ist er auch nicht und es kann sein, dass er an der Schleppleine nur Starr nach vorne zieht. Wäre also auch von der Seite her irgendwie auch kontraproduktiv, oder?
Der Hund kommt nächsten Montag, also am 9.6. zu meiner Mutter, ich hätte vor, sie am Wochenende danach (13.-15.) zu besuchen, bzw falls es zwischen den beiden nicht klappt je nach Situation/Gefühl schon früher nach Hause zu fahren.
Passt das, oder soll ich schon am 9.6. kommen? Hätte den nachteil, dass der Eurasier nach der langen Fahrt und durch die neue Umgegung ziemlich gestresst sein wird. Aber den Vorteil, dass er sich deswegen eher unterwirft, oder?
Umso länger er sich eingewöhnen kann, umso eher betrachtet er das Haus ja als sein Revier, und umso selbstsicherer er wird, umso weniger wird er sich unterwerfen .... Oder?! -
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Moin,
es geht ja nicht um das Unterwerfen eines der Hunde, sondern darum, das sie einander tolerieren.... Eurasier haben, falls ich mich richtig erinnere, schon ein gewisses Territorialverhalten, das wird umso stärker, je eher er sich dort daheim fühlt, von daher tendiere ich dazu, die beiden Hunde eher früh als spät miteinander bekannt zu machen, so, als gehöre Dein Hund einfach auch dorthin.
Ansonsten würde ich das Ganze abwarten, ihr könnt ja miteinander telefonieren und Deine Mutter kann einschätzen, wie weit ihr Hund ist oder auch nicht. Wie sehr ihn das Ganze stressen wird, ist einfach unvorhersehbar.
Direkt am 9.6. fände ich persönlich zu früh, es sei denn, die beiden lebten in einem Haushalt. Und ich lese aus Deinen Worten, das sie das nicht tun, also soll das zu Hause Deiner Mutter sein zu Hause werden und ich finde, er sollte dort erst einmal ankommen dürfen.
Sundri
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Der vorläufige Plan wäre jetzt folgender:
Meine Mutter holt mich mit dem Auto vom Bahnhof ab und wir fahren ca 5 Minuten zur Donau für einen gemeinsamen Spaziergang, in einer Gegend, die beide Hunde noch nicht kennen.
Der Eurasier sitzt hinten im Kofferraum, der durch ein Hundegitter von den Rückbänken abgetrennt ist und ich mit Jamie auf der Rückbank. Der Eurasier kennt das Auto noch gar nicht, Jamie ist vor 6 Monaten einmal 1 std lang darin mitgefahren. Jedes Grummeln von Jamie wird unterbunden, sofern er überhaupt damit anfängt. Richtig so? Soll ich interessiertes und freundliches schnuppern durch die Gitter loben oder ignorieren?
Da ich bei einem Spaziergang ein schlechteres Gefühl habe als auf dem Grundstück, wo sie sich frei bewegen könnten, bekommt Jamie jetzt doch einen Maulkorb verpasst. Er ist daran gewöhnt, wir drehen unsere 15 min Abend-Pipi-runde damit (Angst vor Giftködern, wir wohnen in der Großstadt).
Wie gestalten wir das aussteigen? Welcher hund zuerst? Soll Hund A dem Hund B beim aussteigen zuschauen? Wenn ja, wer wäre in diesem Fall hund A und wer Hund B?
Wir wollen (solange es gut geht) schon neben einander laufen und Kontakt zulassen, fixieren, und (Schein-)Angriffe werden mit einem "Nein" in der jeweils angemessenen Tonlage unterbunden. Ebenso zu intensives schnüffeln, hochspringen, berammeln oder bedrängen seitens des Eurasiers - das sind alles Sachen die Jamie nicht Leiden kann.Was wäre sonst noch zu beachten?
(Wann) Kann ich den Maulkorb abmachen, wenn Jamie entspannt ist und sie sich ignorieren?Der Eurasier hat sich bis jetzt gegenüber anderen Hunden eher reserviert/uninteressiert gezeigt und scheint sich auch mit fremden Hunden zu vertragen (kannte vorher ja nur "sein" Rudel), das ist schonmal eine sehr gute/wichtige Grundlage.
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Zitat
Geplant ist, dass beide ein Geschirr mit 1 Meter Leine dran tragen, damit man schnell eingreifen kann. Maulkorb soll keiner dran, weil Hunde ja auch stark über die gesichtsmimik kommunizieren und diese dadurch ja nur eingeschränkt erkennbar ist.
In einigen Studien wurde nachgewiesen, dass sich Hund mit Maulkorb weder anders verhalten als ohne, noch anders gesehen werden. Eine Leine stellt eine viel größere Einschränkung dar!
Wenn es dir also tatsächlich darum geht, würde ich mit Maulkorm und Schleppleinen (um hetzen zu vermeinden) empfehlen. So können sich die Hunde am natürlichsten Verhalten. -
ZitatAlles anzeigen
Der vorläufige Plan wäre jetzt folgender:
Meine Mutter holt mich mit dem Auto vom Bahnhof ab und wir fahren ca 5 Minuten zur Donau für einen gemeinsamen Spaziergang, in einer Gegend, die beide Hunde noch nicht kennen.
Der Eurasier sitzt hinten im Kofferraum, der durch ein Hundegitter von den Rückbänken abgetrennt ist und ich mit Jamie auf der Rückbank. Der Eurasier kennt das Auto noch gar nicht, Jamie ist vor 6 Monaten einmal 1 std lang darin mitgefahren. Jedes Grummeln von Jamie wird unterbunden, sofern er überhaupt damit anfängt. Richtig so? Soll ich interessiertes und freundliches schnuppern durch die Gitter loben oder ignorieren?
Da ich bei einem Spaziergang ein schlechteres Gefühl habe als auf dem Grundstück, wo sie sich frei bewegen könnten, bekommt Jamie jetzt doch einen Maulkorb verpasst. Er ist daran gewöhnt, wir drehen unsere 15 min Abend-Pipi-runde damit (Angst vor Giftködern, wir wohnen in der Großstadt).
Wie gestalten wir das aussteigen? Welcher hund zuerst? Soll Hund A dem Hund B beim aussteigen zuschauen? Wenn ja, wer wäre in diesem Fall hund A und wer Hund B?
Wir wollen (solange es gut geht) schon neben einander laufen und Kontakt zulassen, fixieren, und (Schein-)Angriffe werden mit einem "Nein" in der jeweils angemessenen Tonlage unterbunden. Ebenso zu intensives schnüffeln, hochspringen, berammeln oder bedrängen seitens des Eurasiers - das sind alles Sachen die Jamie nicht Leiden kann.Was wäre sonst noch zu beachten?
(Wann) Kann ich den Maulkorb abmachen, wenn Jamie entspannt ist und sie sich ignorieren?Der Eurasier hat sich bis jetzt gegenüber anderen Hunden eher reserviert/uninteressiert gezeigt und scheint sich auch mit fremden Hunden zu vertragen (kannte vorher ja nur "sein" Rudel), das ist schonmal eine sehr gute/wichtige Grundlage.
Das wäre quasi ein Kennenlernen auf engstem Raum ...
Das geht in die Hose!Was erwartet ihr eigentlich von dem Eurasier? er kennt nix sagst du, und doch wird ein sozial sauber agierender Hund erwartet der sich einem nicht ganz so sauber agierendem am ersten, sehr anstrengendem Tag "unterwirft"?

Ich würde dem hund deiner mutter ein paar Tage Zeit geben, schauen wie er sich allgemein verhält und dann evtl. gemeinsam Gassi gehen.
Auch wenn die Hunde beim gemeinsamen Spaziergang keinen direkten kontakt haben, können sie sich sehen und riechen. sie schnüffeln an den Ausscheidungen des anderen und können sich so langsam aneinander gewöhnen.
Geht mehrmals miteinander spazieren und lasst das ganze langsam angehen. Gerade wenn ihr die Hunde noch nicht wirklich kennt, und/oder sie nich wirklich lenkbar sind würde ich mir da viel zeit nehmen. Je ruhiger ihr das ganze angehen lasst, um so ruhiger sind doch auch die Hunde.
Auf den gemeinsamen Spaziergängen werdet ihr ja sehen ob die zwei sich soweit tolerieren das ein gemeinsamer Freilauf möglich wäre, oder ob ihr das lieber sein lasst.Zwei rüden, von denen einer scheinbar ein paar Ansprüche an sein Gegenüber stellt einfach so laufen zu lassen finde ich nicht optimal. Schon gar nicht wenn sie sich minimum, dauerhaft, tolerieren sollen.
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Zitat
In einigen Studien wurde nachgewiesen, dass sich Hund mit Maulkorb weder anders verhalten als ohne, noch anders gesehen werden. Eine Leine stellt eine viel größere Einschränkung dar!
Wenn es dir also tatsächlich darum geht, würde ich mit Maulkorm und Schleppleinen (um hetzen zu vermeinden) empfehlen. So können sich die Hunde am natürlichsten Verhalten.Danke für die Info, das ist beruhigend. Ich hätte durch die eingeschränkte Kommunikation bzw deren eingeschränkte Sichtbarkeit eher vermutet, dass es leichter schief laufen kann. Wobei man in dem Fall zumindest den Hund gesichert hätte.
Ich glaub das mit der 1 m Leine hast du falsch verstanden. Ich wollte die Hunde frei im Garten laufen lassen, aber an beiden oder zumindest an meinem noch eine 1 m Leine ohne handschlaufe dran machen, die er hinterherzieht. Einfach damit man ihn im Zweifel schneller erwischen kann, ohne dass er nach hinten schnappen kann (wie wenn man ihn nur am Geschirr festhalten würde zb).Aber da jetzt statt Freilauf im Garten ein gemeinsamer Spaziergang geplant ist, haben eh beide Hunde Schleppleinen dran.
Der Eurasier ist seit Montag da, am Freitag würden wir uns treffen. Das ist doch ein angemessener Zeitraum? Zumal er bei den bisherigen Spaziergängen schon mit einigen Hunden Kontakt hatte und da freundlich und zurückhaltend war und die Kommunikation sauber war.
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