Rückruf, das Problem mit der Belohnung
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Ach das ist natürlich ein Grund, das ist bei Nero glücklicherweise überhaupt nicht so. Erst wenn ich mich zu ihm drehe und ihn anschaue schaut er etwas vorfreudig. Er kann aber auch in der Ferne dann ins Sitz oder vom Sitz ins Platz gehen, also die Erwartungshaltung ist ok würd ich sagen.
Das mit dem Balljunkie ist natürlich irgendwo blöd aber auf der anderen Seite echt praktisch :)Bestimmt klingen meine Schilderungen etwas widersprüchlich, aber ich habe natürlich den worst case beschrieben

Dein Hund ist 9 Monate alt?
Er kann in weiter Entfernung (in der Pubertät!!!) abliegen und guckt dich nur erwartungsvoll an, wenn du dich hindrehst?
Dann kannst du ihn aus dem Sitz ins Platz befördern und nun möchtest du ihn abrufen.....
Puhhh...ich finde das für einen so jungen Hund wirklich viel. Vielleicht ist dir gar nicht bewusst, dass dein Hund schon sehr weit und gehorsam ist?
Du möchtest, dass er fröhlich angelitzt kommt, wie ein alter ausgebildeter...Hund
Das ist eine Übung, die den Hund JETZT überfordert.
Er ist brav und bleibt liegen, nun sagst du ihm, dass das jetzt nicht mehr gilt, sondern dass er kommen soll, was er ja in seinem bisherigem Leben so nicht sollt....Also ist er verunsichert und meidet dich oder beschwichtigt dich.....
Besser ist, du bittest jemand, ihn zu halten und rufst ihn dann ab....
Das sind klassische "Hundeplatzübungen"...
Bei der BH muss der Hund ja aus dem Platz ins Vorsitz abzurufen sein.Das ist eine Übung, die man im Alltag am allerwenigsten benötigt und VIEL VIEL besser ist es so, wie die klassische Jagdthundeausbildung ist. Hund wird im Platz abgeholt...
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Zusatz!
Du sagst, er würde gerne jagen und hetzen.Dann bau lieber ein Platz in allen Situationen auf und das fröhlich.....
So wie du jetzt vorgehts, kann es sein, dass du das TOLLE!!!!!!Platz deines Hundes im verleidst.
Dann "nervt" ihn das kommen und das bleiben und er amüsiert sich lieber gleich mit jagen...
Also pass jetzt sehr gut auf, wie du vorgehst!
Jetzt legst du die Weichen für ein ganzes hundeleben und ob er später brav OHNE Leine gehen kann, oder ob, er jahrlang an der Schleppe läuft...

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Mir war das nicht bewusst dass das so viel ist, ich dachte immer ich bringe ihm recht wenig bei. Das was ich ihm beibringe dafür ganz langsam und geduldig mit Spaß an der Sache
Er würde irgendwann aufstehen wenn ich ihm zu lange keine Beachtung schenke denke ich, und die Entfernung ist so max. 15-20m. Darauf bin ich aber schon ziemlich stolz 
Dann werde ich es mit dem Halten machen, dass habe ich so immer getan wenn ich nicht allein unterwegs war und es hat toll geklappt :) Also kein Platz mehr verderben. Ops…
Er findet Platz machen sowieso ziemlich toll. Viel gemütlicher als irgendwo herum sitzen. -
Zitat
Mir war das nicht bewusst dass das so viel ist, ich dachte immer ich bringe ihm recht wenig bei.
Wenig ist gut...
Was muss das Tier alles lernen im ersten Jahr.... Das ist schon ohne irgendwelche Dressur schon irre viel...
Lass dich nicht verunsichern. Der kann das schon toll, konnte meiner nicht in dem Alter. Da hat er mich noch angekläfft, wenn ich ihm nur PLATZ sagte
Na und?Auf das Ergebnis kommt es an! Nicht wie es aussieht, wenn man anfängt

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-Blätter jagen (werde ich niemals als Belohnung einsetzen, da er dadurch fast ums Leben gekommen ist)
-Rehe/Hasen/... "hetzen" (gehe ich jedenfalls stark von aus, da an der Schlepp kann er das nicht unter Beweis stellen)
-schnüffeln
-Pipi lecken und drüber pinkeln
-Vögel aufscheuchen
-buddeln wenn ich eine Stelle interessant machen
-Mäuschen buddeln
-mit mir rumtoben und zergeln ist auch manchmal richtig toll.
Hast du einige dieser Belohnungen auf ein Signal gelegt?
Ich habe schnüffeln z.B. auf Signal gelegt genau so wie Buddeln oder zergeln. Zumindest sind die Belohnungen ziemlich reichlich aus dem Jagdbereich. Vielleicht kannst du da in Zukunft auch einige Belohnungen aus dem Jagdbereich aufbauen. Ich habe z.B. eine Rückspursuche aufgebaut die ich dann sofort abfragte nachdem mein Hund nach dem Rückruf bei mir angekommen ist (also er braucht nicht anhalten und durfte gleich weiter suchen).Unsere Trainerin hat uns ein Fellzergel mit gebracht (Band mit Kaninchenfell drann) was z.B. für meinen Hund eine tierische Belohnung ist wenn ich das raus hole.
Ich würde zumindest die ganzen Sachen die der Hund gern macht kurzerhand auf Signal legen und schwupps hat man ein paar Belohnungen mehr. -
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Ich finde auch, dass man mit dieser Liste und etwas Fantasie durchaus gute Belohnungen bauen kann. Aber Liv hat auch einen wichtigen Punkt angesprochen: du erwartest sehr viel für einen Junghund in der Pubertät! Der zudem nach Rassemix wohl nie wie ein Schäfer funktionieren wird.
Deine Hitliste zeigt recht schön, welche Anlagen da in deinem Hund vorhanden sind. Hast du dir schon Gedanken gemacht, wie du denen später gerecht werden willst, wie und wo er sie ausleben darf? Nur unterdrücken dieser Neigungen, die dir aus moralisch-ethischen Gründen missfallen wird auf die Dauer eher nicht funktionieren. Aber es gibt ja durchaus Möglichkeiten einer Umlenkung auf Ersatzjagd und -beute.

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Das buddeln und schnüffeln hat beides ein Signal :)
Ich erwarte nicht das der Rückruf funktioniert, ich würde einfach gerne eine Strategie entwickeln wie ich das gut trainieren kann wenn das Hirn denn mal auf Empfang gestellt ist
Es gibt einige Sachen, die ich gerne machen würde. Am liebsten würde ich ihn zum Rettungshund (und mich natürlich passend dazu) ausbilden. Ob es nun Fährtensuche oder eher Mantrailing wird weiß ich noch nicht sicher, ich möchte gern jemanden fragen der sich damit auskennt und herausfinden was Nero besser liegen würde.
Auch Cani-Cross steht auf der Wunschliste, er lieeeebt es zu ziehen, darf es ja nun leider noch nicht. Dann sind alle jagdlichen Ambitionen weggeblasen, wenn wir zusammen laufen. Ich finde auch ZOS durchaus interessant. Achja und selbst Agility würde ihm gut liegen denke ich. Er ist unglaublich geschickt, verglichen mit gleichaltrigen Hunden.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass er bei der Nachsuche einen guten Helfer abgeben würde, das ist aber erstmal nicht der aktuelle Plan.
Morgen bastle ich mir einen Zergel aus Hirsch oder Rehfell, ich hoffe das hält länger als ich es bis jetzt erwarte...
Wir werden da schon etwas finden, ich wollte gerne einen Hund der gefordert werden will. Den habe ich bis jetzt weniger als erwartet.
Ich merke momentan richtig wie viele Eindrücke auf ein einprasseln, nach einem 20 Minuten Spaziergang schläft er erstmal gaaaaaanz ausgiebig. Er ist wirklich entspannt und ausgeglichen, gefällt mir richtig gut.Nur damit es vielleicht nochmal etwas deutlich wird: ich trainiere nicht auf biegen und brechen den Rückruf, ich merke dass er sich manchmal einfach nicht konzentrieren kann und alles andere viel zu spannend ist um sich mit mir zu beschäftigen. Also lasse ich es. Ich übe es auch echt nicht oft, habe/hatte dadurch aber irgendwie das Gefühl es schleifen zu lassen. So wie ihr das schreibt ist mein wenig üben vielleicht gar nicht so schlecht und ich muss nicht denken ich "verpasse" es ihm das beizubringen.
P.S. das mit den moralisch-ethischen Gründen war z.B. darauf bezogen, dass ich Leute sehe die ihren Hund zur Belohnung Vögel aufscheuchen lassen Oder mal einen Hasen hetzen. Das muss mMn echt nicht sein.
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mal so in den Raum geworfen: Was hälst du von einem doppelten Rückruf? Der Anker motiviert Hunde nochmal ungemein. Mal ganz davon abgesehen, dass der Anker gerne nochmal brenzlige Situationen für den Menschen entscheidet... Ich dachte auch erst: nee sowas brauchen wir nicht! Mittlerweile würde ich nurnoch einen DR einsetzen bzw aufkonditionieren!
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Ich habe mich auch mal dazu schlau gelesen, den Anker soll man aber z.B. nur sagen wenn er wirklich freudig auf mich zugerannt kommt bis er dann das ist? (zack zack zack […] find ich gut :D)
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naja, das wäre der Aufbau.
Der erste Pfiff, bei mir ein geschwungener, langer Pfiff, ist ein Signal "hallo Hund, ich will was von dir", der Anker, Pfiffe bis der Hund da ist, sagt "komm her". Man kann mit dem Anker den Hund auch ein wenig "stressen" in Konfliktsituationen.
Ich habe letztens Roonie vom Futterbeutel abgerufen. Auf den 1. Pfiff blieb sie stehen und guckte mich an *click*. Beim Anker war sie sich unsicher. Erst wollte sie dann doch weiter, da habe ich die Pfiffe verschnellert und sie hat sich doch noch für mich entschieden.
Genauso wenn man sie abruft, und während dem Kommen eine Ablenkung auftrifft sorgt der Anker dafür, dass man im Hundehirn bleibt.
EDIT: Später kannst du den Umorientierungspfiff auch "missbrauchen", z.B wenn du willst dass der Hund stehen bleibt, sich setzt oder was auch immer. Deswegen ist es wichtig die Pfiffe auch einzeln zu üben!
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