Rückruf, das Problem mit der Belohnung
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Mal ne Frage in die Runde.
Was macht ihr wenn der Hund den Rückruf nicht befolgt?
Einfach gut sein lassen? An der Schlepp ranziehen?Je nach Situation. Wenn es wichtig ist, dass sie sofort kommt, weil z.B. ein Radfahrer im Affenzahn mal wieder anbrettert, dann gibt es ein sehr böses "EY!". Das ist quasi unser Korrekturwort und sie weiß genau, wenn sie jetzt nicht reagiert, ist die Kacke am Dampfen. Dann gibts nen richtigen Anschiss und Leinenknast. Von daher reagiert sie eigentlich spätestens dann.

Wenn keine "Gefahr" droht, drehe ich mich wortlos um und gehe zügig weg. Spätestens dann kommt sie angerast. Dann muss sie auch noch eine Weile neben mir gehen, bevor sie wieder los darf.
Inzwischen reagiert sie aber sehr gut auf den Rückruf und ich muss sie nur noch sehr selten korrigieren. Der Rückruf war bei uns aber auch immer DAS wichtigste Kommando, was ohne Diskussion zu befolgen ist, aber auch immer besonders belohnt wurde und zwar mit Wienerle oder fliegendem Ball.
Vor der ersten Läufigkeit waren die Ohren aber auch bei Hazel komplett dicht. Da habe ich sie natürlich auch mit Schleppi abgesichert. Allerdings ist so ein Aussie ja nicht blöd und merkt genau, dass die dran ist. Die Schlepp habe ich also sehr zügig wieder abgebaut. - Vor einem Moment
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Mal ne Frage in die Runde.
Was macht ihr wenn der Hund den Rückruf nicht befolgt?
Einfach gut sein lassen? An der Schlepp ranziehen?
Hund wenn möglich einsammeln gehen - kann man an der Schlepp gut machen, weil er da nicht abhauen kann. Nie und nimmer ranziehen, man will sich ja den Rückruf nicht versauen. Oder auch, wenn ich die Chancen gut einschätze: Distanz zum Hund halbieren und erneut abrufen unter Zuhilfenahme aller motivierenden Tricks.War der Hund frei und ist abgezischt: warten, bis er zurückkommt..... Höchstens wenn er bereits am Kommen ist nochmal abrufen - meist sag ich aber nichts. Und wichtig: nicht wie eine Donnerwolke dreingucken!
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Ich mache es etwas anders.
Ich clicker, wenn der Hund zu mir guckt (im Aufbau, beim Welpen bis Junghund und dann ab und zu als AUffrischung),
Wenn der Hund einer ist, der das toll findet sich eine Belohnung abzuholen ists am einfachsten, denn dann hab ich ja schon das Ziel erreicht, nun muss ich nur noch das "komando" drauflegen. (PFIFF, HANDZEICHEN, WORT)
Macht Hund das aber nicht, dann clickere ich eben wenn er kommt....die Belohnung ist eben, was er macht....(Absichern tue ich mit einer längeren Leine, die ich entweder halte oder der Hund nachschleift)
Meine Hunde machen möglichst ganz spät oder noch besser nie
, die ERfahrung, dass es einer EIGENEN Entscheidung ihrerseits bedarf, ob sie kommen oder nicht.Passiert das (das wird ja wohl immer irgendwann bei Eintritt der Pubertät passieren) dann ist auf jeden Fall die Leinenzeit gekommen.
Was ich persönlich gut fand beim letzten Hund. Ich habe den "Nachkommtrieb"
ausgenutzt...also den Hund nur in der Vorwärtsbewegung mit dem "Kommando" gerufen.Und wenn ein Hund nur einmal mitmacht beim ÜBEN, dann würde ich mutmassen, dass etwas schief läuft. Oder, dass der Hund jetzt einfach nicht lernen kann (wofür ich grösstes Verständnis habe, wenn ich an meine eigene Pubertät denke
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Ich denke auch das etwas nicht richtig läuft, ich versuche nur herauszufinden was
Also wenn er normal motiviert ist und wir wirklich üben, d.h. ich lege ihn z.B. ab und entferne mich zügig und rufe ihn dann kommt er eigentlich immer. Maximale Übungsanzahl ist dann natürlich sehr begrenzt, sonst wird's ja langweilig
Aber manchmal kommt er auch wirklich ein Mal toll und beim zweiten Versuch trottet er irgendwo hin. Dann lass ich das ganze für den Tag auch lieber bleiben.
Momentan funktionieren ganz viele Kommandos viel viel besser als noch vor ein paar Wochen, er ist aufmerksamer und akzeptiert seine Grenzen viel eher.Zu der Mischung an Rassen: Vater ist ein Gordon Setter und die Mama ein Mischling (Border Collie, Schäfer und Golden Retriever).
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Hund wenn möglich einsammeln gehen - kann man an der Schlepp gut machen, weil er da nicht abhauen kann. Nie und nimmer ranziehen, man will sich ja den Rückruf nicht versauen. Oder auch, wenn ich die Chancen gut einschätze: Distanz zum Hund halbieren und erneut abrufen unter Zuhilfenahme aller motivierenden Tricks.War der Hund frei und ist abgezischt: warten, bis er zurückkommt..... Höchstens wenn er bereits am Kommen ist nochmal abrufen - meist sag ich aber nichts. Und wichtig: nicht wie eine Donnerwolke dreingucken!
Ok dann hatte ich nen falschen Eindruck. Dachte da gibt es keine "Konsequenzen"
Zum Donnerwolkengesicht...wenn man innerlich kocht aber trotzdem ein Lächeln aufsetzt bringt das bei unseren gleich GAR NIX. Verstellen is nich
Aber grad das ist auch das schöne an Hunden. Denen kann man nix vormachen und umgekehrt machen die einem nix vor. -
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Also wenn er normal motiviert ist und wir wirklich üben, d.h. ich lege ihn z.B. ab und entferne mich zügig und rufe ihn dann kommt er eigentlich immer. Maximale Übungsanzahl ist dann natürlich sehr begrenzt, sonst wird's ja langweilig
.Würde ich niemals machen.. Abrufen aus dem Platz in dem Alter....ein NO GO...(für mich)
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Ich sehe den Sinn eines Abrufs aus dem Platz auch nicht ein - es ist eine so gestellte Übung, hat nichts mit dem Alltag gemein. Klar, wenn der Hund so richtig Spass dran hat, aber bei euch tönt das eher mau.... Ruf lieber ab, wenn er sich eh schon in deine Richtung bewegt, und belohne das hochwertig. Hast du mal eine Hitliste erstellt, was dein Hund wo gerne tut? Auch durchaus unerwünschte Sachen aufschreiben, die er gerne tut. Manchmal lässt sich mit den Infos eine gute Belohnung basteln.
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Das war mir nicht bewusst dass das anscheinend dämlich ist… Dann kommt er natürlich (meist) freudig angerast, hmm.
Wieso sollte man das nicht machen?
Ich hatte mehr den Hintergedanken ihm das Signal so beizubringen, da das lustige Geräusche machen wie bei einem Welpen nicht mehr funktioniert…
Was er gern tut:
-Blätter jagen (werde ich niemals als Belohnung einsetzen, da er dadurch fast ums Leben gekommen ist)
-Rehe/Hasen/... "hetzen" (gehe ich jedenfalls stark von aus, da an der Schlepp kann er das nicht unter Beweis stellen)
-schnüffeln
-Pipi lecken und drüber pinkeln
-Vögel aufscheuchen
-buddeln wenn ich eine Stelle interessant machen
-Mäuschen buddeln
-mit mir rumtoben und zergeln ist auch manchmal richtig toll.Die Reihenfolge kann ich nicht 100%ig sagen, das Sprechen hat er noch nicht gelernt

Was ich noch hinzufügen muss: ich habe eine relativ engstirnige Einstellung was meine Umwelt betrifft. Ob es dem Hund jetzt Spaß macht oder peng, alles was irgendwie der Natur schadet, vor allem der Tierwelt, möchte ich nicht.
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huhu
ich habe bei meiner Ball und Frisbee verrückten Dame den Hetztrieb ausgenutzt. Einen Ball oder Frisbee oder Tau in eine Richtung geworfen und wenn sie es hatte dann hiiiiiiiiiaaaar gerufen und mit dem zweiten Ball oder Tau etc. gewunken. Wenn sie dann voll Speed in meine Richtung kam und kurz vor mir war, habe ich das Spielobjekt kurz auf meinen Oberschenkel geklopft und in die andere , also Laufrichtung geworfen. Meist war das Timing so gut das sie das erste Objekt direkt bei mir aus dem Maul gelassen hat um den nächsten nach zu hetzen. Und das dann immer ein paar mal hin und her und schon hatte sie mein hiiiiiiiiieaaar mit Ball Tau etc hetzen verbunden.
Ich übe das alle paar Tage mal auf der Wiese oder im Garten oder auch manchmal einfach so wenn Bella hinten im Garten ist und ich vorne dann ruf ich laut unseren Schlachtruf und mein Mädel kommt angerast. Und bei Kontakt bei mir fliegt der Ball etc. Man kann das auch gut mit Beißwurst machen und dann nach ein paar mal hin und her als Abschluss noch zergeln.
Draussen klappt der Abruf auch in schwierigen Situationen. Ich rufe und strecke gleichzeitig meine Arm in die Luft und wedel mit dem Spielerchen und schon sieht man nur noch Staubwolken in meine Richtung kommen
Bisher musste ich allerdings noch in keiner Notsituation etc den Rückruf anwenden hoffe aber natürlich das er dann genaus so gut klappt. Den Ball Tau etc gibt es auch nur für diese Übung. Da sie leider vom Vorbesitzer zum Balljunky gemacht wurde habe ich Spiele dieser Art im Alltag eingestellt. Daher ist es dann nochmal extra was besonderes wenn ich rufe weil dann gibts etwas was es sonst nicht zur freien Verfügung gibt.Was das abrufen in der Ablage betrifft das würde ich auch nicht machen bzw mache ich nicht. Wenn ich den Hund in der Ablage abrufe baut sie immer eine Erwartungshaltung auf so nach dem Motto gleich ruft Fraule gleich gleich gleich und so ist eine entspannte Ablabe einfach nicht möglich. Bei mir heist Ablage ich hole den Hund dort wieder ab wo ich ihn abgelegt habe. Da weiss sie sie braucht nicht hibbeln oder angestrengt auf meinen Ruf warten sondern bleibt liegen bis ich bei ihr bin und die Ablage auflöse.
Liebe Grüße
Jezz -
Ach das ist natürlich ein Grund, das ist bei Nero glücklicherweise überhaupt nicht so. Erst wenn ich mich zu ihm drehe und ihn anschaue schaut er etwas vorfreudig. Er kann aber auch in der Ferne dann ins Sitz oder vom Sitz ins Platz gehen, also die Erwartungshaltung ist ok würd ich sagen.
Das mit dem Balljunkie ist natürlich irgendwo blöd aber auf der anderen Seite echt praktisch :)Bestimmt klingen meine Schilderungen etwas widersprüchlich, aber ich habe natürlich den worst case beschrieben

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