Probleme beim Alleinbleiben

  • Wen ich vor die Tür gehe. Und bleib da stehen macht sie nichts Sie bleibt liegen. Deswegen mach ich dann immer größere schritte. Bis um das Eck vom Haus. Und ich höre sie immer noch nicht. Dann geh ich auf die Straße am Briefkasten und ich höre sie auf einmal. Dann geh ich zurück und steh an der Tür. Da seh ich schon das sie wieder Richtung Wohnzimmer läuft. Ich komm rein und sie liegt auf ihrem Platz als sei nicht gewesen.

  • Also ihr solltet bei null anfangen, evtl würde auch eine Kamera helfen um sie aufzunehmen damit du siehst, wann sie unruhig wird!
    Tür zu - 1 Schritt - Tür wieder auf, kommentarlos wieder rein. DAS ist der erste Schritt. Bis ihr so weit seit, dass du um die Ecke oder zum Briefkasten gehen kannst, wird es einige Tage/Wochen dauern.


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  • Hallo! :smile:

    Mein Hund hat leider auch sehr großen Stress beim Alleinebleiben.
    Bisher habe ich ihn immer zu meiner Oma gebracht aber das soll nicht für immer so bleiben.
    Möchte das Alleinebleiben jetzt mit ihm üben - und dabei alles richtig machen.
    Hier stehen ja schon einige super Tipps aber ich habe noch ein paar Fragen...

    Ich möchte es gerne auch so machen mit einer Art Ritual. Also eine entspannende Musik auflegen und den Kong befüllen (mit Babgläschen, die liebt er).
    Ich muss jetzt natürlich erst bei einer Sekunde anfangen, also aus der Eingangstüre raus, Tür kurz zu, wieder rein.

    Soll ich ihm für diese Sekunde auch schon den Kong befüllen und die Musik anmachen?
    Mein Kleiner mutiert ja irgendwann zum Medizinball wenn ich das 50 Mal am Tag üben möchte...
    Habt ihr Rat für mich?

    Wie macht ihr das, euer Hund bekommt den Kong und soll dann auf einen gewissen Platz?
    Hier ist es leider so, ich gebe ihm den Kong und er soll sich auf seinen Platz legen. Wenn ich dann zur Hastüre gehe, nimmt er den Kong mit und möchte natürlich auch mit raus.
    Ich muss mich dann irgendwie rausquetschen und er fängt sofort an zu randallieren. (rumheulen, bellen, leiden...)
    Und ich muss sofort wieder rein. Der Kong interessiert ihn dann auch nicht. Erst wenn ich wieder drin bin.

    Also muss ich erst irgendwie aufbauen dass er auf einem bestimmten Platz bleibt?
    Wenn er aber eben sieht, ich geh zur Haustür geht schon sine Panik los...

    Außerdem bekomme ich es irgendwie absolut nicht hin, ihn zu ignorieren wenn ich reinkomme.
    Ich möchte es, muss ihn dann aber einfach knuffeln wenn er sich so freut und an mir hochspringt... :/

    Liebe Grüße, Favole

  • Favole, bei dir liegt das Problem ja schon bei der Haustür. Das solltest du abbauen. Ich hab das so gemacht, dass ich gefühlt 100x am Tag einfach mal zwischendurch bei der Hausarbeit oder beim Rumlaufen in der Bude schweigend zur Tür Bin, aufgemacht, zugemacht und weitergegangen. Nur um die Tür und as Geräusch der Tür total langweilig zu machen - weil ja nichts passiert außer auf und zu! Dein Hund muss erstmal lernen, dass das öffnen der Tür kein Weltuntergang ist, dann kann man weitermachen. Am besten achtest du mal auf deinen Hund: welche Anzeichen machen ihn sonst noch ängstlich? Schuhe anziehen? Schlüssel klimpern? Jacke nehmen? Handtasche packen? ... Das sind alles Aufbruchsignale und sie solltest du, genau wie die Tür, ganz oft am Tag einfach machen aber NICHT weggehen! Bis dein Hund total entspannt liegen bleibt, wenn du quasi Weggeh-fertig vor der Tür stehst und diese öffnest. Erst DANN geht es weiter :) das geht oft innerhalb von einer Woche, wenn man es wirklich ganz ganz oft, entspannt und total nebenbei macht!

    Glaub mir, du KANNST ihn ignorieren - wenn du willst! Wie gesagt, da das Weggehen selbst erst nach einigen anderen Trainingsschritten kommt, solltest du dir bis dahin überlegen, was dir wichtiger ist: Hund knuddeln oder richtig alleinbleiben lernen. Shira bekommt von mir ein kurzes "Na Maus" und dann geh ich wieder meinen Abläufen nach und ignoriere sie erstmal, bis sie sich beruhigt. Wobei sie, durch viel viel Training, nicht hochspringt sondern nur wedelnd zu mir läuft.
    Je normaler und beiläufiger du alles machst (weggehen und wiederkommen) desto leichter fällt es dem Hund, das als normal zu akzeptieren und ruhiger zu bleiben.

    Schaut doch alle mal im Thread "Lonely Barkers - Alleinbleib-Selbsthilfegruppe" vorbei, wurde glaube ich ein paar Beiträge weiter oben schon der Link gegeben. Da sind ganz viele "Mitleidende" mit Tipps und verschiedenen Methoden.


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  • Zitat

    Hallo! :smile:

    Außerdem bekomme ich es irgendwie absolut nicht hin, ihn zu ignorieren wenn ich reinkomme.
    Ich möchte es, muss ihn dann aber einfach knuffeln wenn er sich so freut und an mir hochspringt... :/

    Liebe Grüße, Favole

    Hallo Favole,

    das grosse Problem des Menschen ist es immer wieder (bitte nicht persönlich nehmen), dass er leider nicht erkennt, was einem der Hund damit sagen will.
    Wenn Dein Hund Probleme mit dem Alleinsein hat, Du gehst und wiederkommst und der Hund an Dir hochspringt, ist es keine Freude. Dieser Hund gibt Dir ganz klar zu verstehen, dass er es absolut Sch...... findet, dass Du gegangen bist. Das hochspringen ist in dem Fall keine Freude, sondern er maßregelt Dich körperlich.

  • Hallo ihr lieben. Also wir bekommen es nicht hin. Und mir fehlt langsam auch die kraft. Auch das mit dem Futter Kong bringt nix der ist in 2 min. Leer und nach 10 Minuten fängt sie an zu pinkeln.und noch nicht mal 20 min später an zu koten. Das bellen geht ja und jaulen ist auch nicht mehr so schlimm. Nur sie ist den ganzen Tag im Garten. Ich bin 1 Stunde eben weg gewesen. Und kam heim und es waren 2 pinkeln flecken und 2 Kot häufen. Ich brech zusammen. Wen das so weiter geht und wir es nicht in Grief bekommen müssen wir uns leider trennen. So weh es auch tut.

  • Das wird auch wohl weiter nicht funktionieren, wenn ihr sie eine Stunde alleine lasst, obwohl sie noch nicht einmal 10min alleine sein kann...
    Ich kann mir vorstellen, dass es echt schwierig ist bei jedem Einkauf oder ähnlichem eine Betreuung zu organisieren, aber anders werdet ihr es höchstwahrscheinlich nicht hinbekommen... Habt ihr mal bei den Nachbarn gefragt, ob jemand ab und zu auf sie aufpassen könnte? Oder Zettel im Supermarkt aufgehängt? Gerade Jugendliche, die selbst gerne eine Hund hätten, machen sowas total gerne.

  • Na irgendwo hört es ja auch auf. Wir hatten noch nie Probleme mit einem Hund. Also so extrem. Und sorry ich kann ihr doch kein Puderzucker in den Popo pusten. Ich bin hier der Chef und nicht Lilly. Und ich war jetzt zwei Wochen am Stück zuhause. Habe mein Mann nach der Arbeit einkaufen geschickt. Was für ihn auch schon nervig war. Nur das ich mit ihr üben kann klar 2 Wochen ist zu kurz. Aber ich habe auch noch Kinder. Und mit über 1 Jahr sollte sie so langsam ihren Darm und Blase halten können 1 stunde.

  • Natürlich kann sie Darm und Blase länger als eine Stunde halten (ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass das beim TA gecheckt wurde oder das Problem nur beim alleine bleiben auftritt). Sie pinkelt und kotet weil sie einfach Panik und massiven Stress beim alleine bleiben hat...
    Mein letzter Hund konnte auch ohne Probleme 7 oder 8 Stunden alleine bleiben. Bei meiner jetzigen sind wir bei drei Stunden und ich glaube nicht, dass das nochmal viel mehr wird... Und der nächste kann vielleicht gar nicht alleine bleiben. Hunde sind nun mal unterschiedlich...
    Mir fällt keine andere Möglichkeit ein, außer es langsam aufzubauen mit Hilfsmitteln, in dem dir empfohlenen Thread. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass hier groß andere Ratschläge kommen. Ein Wundermittel gibt es hier nun mal nicht.
    Ich sehe nur drei Möglichkeiten:
    1. alles bleibt wie es ist, wobei mir der Hund sehr leid tun würde
    2 ihr arbeitet weiter dran, müsst dafür aber eine Betreuung suchen
    3. ihr sucht neue Menschen für euren Hund, die wissen worauf sie sich einlassen und breit sind an dem Problem zu arbeiten.

  • Lillysmama

    Mein Rüde hat fast 4 Jahre gebraucht um mir nicht mehr in die Bude zu machen wenn er alleine gelassen wird.

    Stress wird komplett unterschätzt und dem Hund wird alles mögliche angehängt wenn man heim kommt und er hat wieder rein gemacht. Das es aber einfach nur Angst und sehr großer Stress ist, der ihn dazu verleitet, wird oft nicht ernst genommen.

    Mein Rüde ist jetzt 8 Jahre alt und er kann mittlerweile auch mal mehr als 4 Stunden (damals unsere "magische Grenze" nach der er grundsätzlich in die Bude gemacht hat) alleine bleiben. Aber nur weil wir nun eine Hündin dabei haben, die es zu 100% locker sieht wenn ich aus der Tür gehe. Noch dazu hat es geholfen, dass er mit zur Arbeit darf und dort dann in Hörweite alleine bleibt. Das hat die Situation zu Hause zusätzlich verbessert.

    Aber: Ein Hund der jetzt schon so massive Probleme hat, wird nie zu wirklich entspannt allein zu Hause bleiben. Man kann den Stresslevel reduzieren, aber nicht weg bekommen. Mit Hau Ruck und sie muss jetzt wird es absolut in die Hose gehen. Das kannst du also gleich lassen. Du solltest dir auch überlegen was du tun willst, wenn es mit dem Allein sein trotz Training niemals was wird.

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