Probleme beim Alleinbleiben

  • Was ich hilfreich finde: Dem Hund beim Alleinbleiben immer den Radio/Fernseher anmachen. Dann ist es nicht ganz so still in der Wohnung für den Hund und es ist ein Ritual. Das wird aber bestimmt nicht euer grundsätzliches Problem lösen, bitte nicht falsch verstehen. Es ist nicht leicht, gegen solche tief sitzenden Ängste anzutrainieren.

  • Ergänzend zu Sanjoka kann ich auch empfehlen, sowas "auditives" als Signal zu nehmen.
    Wir haben explizit klassische Musik, die grundsätzlich entspannend wirkt und zudem NUR läuft, wenn sie allein bleibt. (Eigentlich hasse ich klassische Musik, deswegen ist die Gefahr, dieses Signal zu "versauen", sehr gering :hust: ).
    Shira kennt das mittlerweile, sie hat einfach Rituale gelernt, die ihr zeigen "Jetzt bleibst du allein, kein Grund zur Panik". Das ist bei uns, wie gesagt, die klassische Musik + ein Nassfutter-Kong (NaFu gibts hier sonst auch nie).
    Da bei vielen Leuten Fernseher/Radio etc doch auch ausserhalb im normalen Alltag oft läuft, und ich die Erfahrung gemacht habe, dass die meisten Hunde den Fernseher komplett ausblenden, finde ich die spezielle Musik besser.

  • Ich möchte gerne helfen, damit Euer Hundi alleine bleiben kann.
    Erstmal braucht Ihr ganz viel Geduld und noch mehr Spucke. Und es wird darauf hinaus laufen, dass Ihr täglich gefühlte 100mal das folgende macht:
    Wenn Hundi entspannt irgendwo liegt, steht Ihr auf, zieht Euch Schuhe und/oder Jacken an und geht für wenige Sekunden vor die Tür. Während Ihr euch anzieht, bitte ganz wichtig: Hundi nicht angucken, nicht ansprechen und nicht anfassen. So, die wenigen Sekunden sind um. Ihr kommt wieder rein und bitte wieder den Hund nicht ansprechen, nicht angucken und nicht anfassen. Das ist ganz wichtig. Der kleinste Blick in ihre Richtung bestätigt sie in ihrem Verhalten. Und so wird sie es nie lernen. Das also gefühlte 100mal im Sekundentakt und immer daran denken, was ich oben geschrieben habe. Und Ihr müsst es wirklich durchziehen. Denn sonst wird Euer Hund den Stress nie los werden. Ihr steigert dann gaaaanz langsam die Zeit, die Ihr vor der Tür steht. Auch wenn sie drinnen jault oder bellt, wenn Ihr reinkommt, immer das oben geschriebene machen. Nie mit ihr schimpfen oder wütelig werden. Denn 1.) Sie macht es nicht, weil sie Euch ärgen will (so ein Verhalten kennen Hunde nicht). Und 2.) Sie macht für sich das einzig richtige. Sie jault und/oder bellt nach ihrem Rudel.

    Kurz Joschi und meine Geschichte. Joschi lebt jetzt gut ein Jahr bei mir. Er ist eine gerettete Hundeseele aus Rumänien, hat arge Probleme mit Artgenossen und kannte und konnte nichts. Die ersten Wochen konnte er wunderbar alleine bleiben. Bis er merkte, dass ich nicht in der Lage war, die Führung zu übernehmen. Und so bekam er jedesmal Panik, wenn ich alleine los wollte. Er sprang wie doof von innen an die Tür und hat Mord und Zeter geschrien. Und dann habe ich es genauso gemacht wie oben beschrieben. Ca. 4 Wochen war das Thema durch und ich kann jetzt alleine los. Wenn ich dann nach Hause komme, kommt mir ein ganz verschlafener Joschi entgegen. Er ist für mich das beste Beispiel, dass es klappt. Wir müssen unseren Hunden nur zu verstehen geben, dass wir wirklich ohne sie klar kommen und das sie sich um nix quälen müssen.
    Haltet durch und Ihr werdet es schaffen, dass Euer Hundi stressfrei alleine bleiben kann.
    Ich wünschen Euch toi toi toi.

  • Leider gibt es ein Patentrezept wie du es beschreibst nicht Merlin und ich würde kleinschrittiger Aufbauen, wenn der Hund jauelt oder bellt. Das ist wirklich wichtig!
    Wollte noch den Tipp einbringen, dass es Hunden helfen kann räumliche Begrenzungen zu haben. Also nur ein Zimmer z.b. dann erübrigt sich auch ein Problem wie Müll fressen oder übers Katzenklo herfallen.

  • Zitat

    Leider gibt es ein Patentrezept wie du es beschreibst nicht Merlin und ich würde kleinschrittiger Aufbauen, wenn der Hund jauelt oder bellt. Das ist wirklich wichtig!
    Wollte noch den Tipp einbringen, dass es Hunden helfen kann räumliche Begrenzungen zu haben. Also nur ein Zimmer z.b. dann erübrigt sich auch ein Problem wie Müll fressen oder übers Katzenklo herfallen.

    Hallo Steffi,
    wenn es ein Patentrezept wäre, würde ich es anmelden :roll: . Das ist es gewiss nicht. Aber wenn wir so einem Hund vermitteln, dass er stressfrei wird, ist es super gut. Und es klappt. Und im Sekundentakt ist kleinschrittig aufgebaut. Oder was meinst Du damit? Bin für jeden Hinweis dankbar.

  • Sie meint wohl, dass man das jaulen nicht ignorieren sollte sondern in so kleinen Schritten üben, dass der Hund garnicht erst ANFÄNGT zu jaulen ;)


    Gesendet von meinem iPhone mit Tapatalk

  • Ich danke euch für die ganzen Tipps Ich habe gestern frei gehabt. Und habe mal angefangen mit vor die Tür gehen. Das wie geschrieben im sek. Takt. Klar ich kenn das mit Hunden. Ich bin ja mir ihnen groß geworden und das ist auch nicht mein erster. Den ich habe. Nur kenn ich das von unserem Spike halt nicht. Der leider vor 2 Jahren an einem Giftköder gestorben ist. Er könnte sogar gut alleine bleiben. Lilly ist halt ein Weib [emoji5]️. Nein jetzt mal im ernst. Wir machen das alles. Nur ich höre sie bis auf die Straße weinen. Dann komm ich wieder und sie legt sich sofort auf ihren Platz und ist ruhig. Wen ich den Schlüssel in für Tür Strecke. Dann warte ich 1 stunde und mache das wieder. USW. Gestern Abend war sie fix und alle. Wollte sogar nicht mal ein Leckerlie. [emoji3] wir haben jetzt einen Kong. Bin mal gespannt. Müssen später noch einkaufen. Was die dann macht

  • Ähm, also ihr übt jetzt und sie heult bis auf die Straße, hab ich das richtig verstanden?? Dann macht ihr das zu schnell.
    Ich persönlich steigere erst die Zeit, wenn der Hund mit der vorherigen Zeit RUHIG liegen bleibt! Also aufstehen, zur Tür gehen, hecheln oder andere stresszeichen - wieder ein Schritt zurück! Das Ziel soll ja sein dass der Hund komplett entspannt bleibt und nicht, dass er sich trotzdem aufregt.

    Und was macht ihr, wenn ihr einkaufen geht? Sie alleine lassen? Wenn ihr das wirklich ANSTÄNDIG neu aufbauen wollt, geht das nicht! Sie darf nicht mehr alleine sein, länger als ihr geübt habt. ALSO keine Erfahrungen mehr sammeln, die negativ sind, sonst klappt das nie!

    Das heißt nunmal leider, den gesamten Alltag umkrempeln. Einer kauft ein, einer bleibt zuhause.


    [Tapatalk-Gekritzel]

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!