"Trösten" oder nicht?
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Ich gehe vom naheliegendsten aus: Er hat Schmerzen/ Angst, ist unsicher und sucht Sicherheit bei jemandem, den er vertraut. Dann lehnt er sich an mich, ich lege ihm beruhigend die Hand auf die Schulter, ihm geht es besser. Das ist ein so natürlicher, reflexartiger Vorgang, dass ich keine Zeit damit vertue, über Sinn, Manipulation oder falscher Bestärkung nachzudenken.
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Folgendes:
in der HS wurde Junghund von älterem Rüden gemaßregelt...dieser lief laut schreiend (er hatte aber keine einzige Schramme) zum Besitzer, der ihn tröstete (streichelte,auf ihn einsprach)Daraufhin wurde der HH von der Trainerin ermahnt, er solle das lassen u. ihn ignorieren. Das sehe ich anders...wenn mein Hund schutzsuchend zu mir kommt, dann ignoriere ich ihn doch nicht, oder? Also, bei mir kommen auch "tröstende" Worte oder Streicheln zum Einsatz...kommt halt auch auf die Situation an...wenn Eddy meint, er müsse mal den Larry raushängen lassen u. pöbelt einen anderen an, der dann daraufhin eine Ansage macht...dann ignoriere ich das Ganze auch schon mal... -
Ich denke, es gibt, wie viele es schon implizit geschrieben haben, einen Unterschied zwischen Trösten und Beistehen.
Trösten kann Angst verstärken(nicht unbedingt im Sinne von mehr Angst, aber von Bestätigung, ja, das ist wirklich schlimm), aber Beistehen bedeutet Sicherheit geben, geborgenheit, eine Wohlfühlzone, um die Situation zu ertragen.
Selbst wenn die Angst oder Furcht dadurch nicht gleich weggeht, so ist sie eben leichter zu ertragen, wenn man Glück hat, fährt der Hund runter und kann erkennen, dass die Situation gar nicht so schlimm ist und irgendwann lernen damit umzugehen.Ich hab gerade ein großartiges Buch hier, wo das nochmal super beschrieben ist- in Angstsituationen schüttet der Körper ja Adrenalin(zum fliehen) oder Noradrenalin(zum kämpfen) aus und Cortisol, das Stresshormon.
Es gibt aber ein Hormon, was dagegen wirken kann- Oxytocin. Dies wird z.B. bei nahen sozialen Kontakten ausgeschüttet- es kann den Stresspegel senken. Erreicht man also durch die erlaubte Nähe, dass dieses Hormon ausgeschüttet wird, kann man die Angst, den Stress verringern.
Daher finde ich es richtig und wchtig, für den Hund der Fels in der Brandung zu sein
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ich hör auf mein Bauchgefühl und wenn mein Bauchgefühlt sagt "trösten!" dann tröste ich.
Würde ich bei Kindern doch auch. Und sie dann wieder in die Welt entlassen.
Trost ja, Belohnung für Angst und Schrecken nein. -
Zitat
Folgendes:
in der HS wurde Junghund von älterem Rüden gemaßregelt...dieser lief laut schreiend (er hatte aber keine einzige Schramme) zum Besitzer, der ihn tröstete (streichelte,auf ihn einsprach)Daraufhin wurde der HH von der Trainerin ermahnt, er solle das lassen u. ihn ignorieren. Das sehe ich anders...wenn mein Hund schutzsuchend zu mir kommt, dann ignoriere ich ihn doch nicht, oder? Also, bei mir kommen auch "tröstende" Worte oder Streicheln zum Einsatz...kommt halt auch auf die Situation an...wenn Eddy meint, er müsse mal den Larry raushängen lassen u. pöbelt einen anderen an, der dann daraufhin eine Ansage macht...dann ignoriere ich das Ganze auch schon mal...Wir haben uns durch ein ähnliches Verhalten im Welpen-/Junghundealter das Sozialverhalten unserer Hunde versaut. Beid hatten Angst vor anderen Hunden und haben sich bei uns versteckt. Wir sollten immer wieder weggehen, denn "da muss er durch". Mit dem Ergebnis, dass die Hundis sich eine neue Strategie ausdenken mussten um sich die anderen vom Leib zu halten - Angriff.
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Zum Glück hatten wir die Situation noch nicht oft, aber ich tröste. Wenn er sich draußen verletzt, kommt er zu mir, drängt sich an mich und ich streichle und schaue nach was los ist. Ich würde nicht auf den Gedanken kommen ihn da wegzuscheuchen, weil es mich freut, das er mir so sehr vertraut.
Beim Tierarzt erstarrt mein Hund nur vor Angst, wenn er auf den Untersuchungstisch soll, da streichle ich ihn auch.
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Zitat
Folgendes:
in der HS wurde Junghund von älterem Rüden gemaßregelt...dieser lief laut schreiend (er hatte aber keine einzige Schramme) zum Besitzer, der ihn tröstete (streichelte,auf ihn einsprach)Daraufhin wurde der HH von der Trainerin ermahnt, er solle das lassen u. ihn ignorieren. ...Ich finde das unfassbar. Die Trainerin hätte mein Vertrauen verspielt.
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Zitat
Ich tröste nicht im Sinne von "gutschi gutschi. Ach du armer Kleiner!" Sondern ich halte den Hund fest, geb ihm Nähe und strahle einfach nur Ruhe und "Alles ist ok" aus. Den letzten Satz sage ich vllt auch laut.

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Zitat
Ich finde das unfassbar. Die Trainerin hätte mein Vertrauen verspielt.
bin dort auch nicht mehr...waren einige Situationen die mir nicht gefallen haben., wie z.B. Eddy wurde von 3gr. Hunden attakiert, hatte auch eine kl. Bissverletzung auf dem Rücken. Ich durfte nicht dazwischen gehen...Trainerin hat es aber auch erst einmal nicht für nötig gehalten, einzuschreiten...sie war auch der Meinung...die regeln das unter sich...
ich bin nicht gerade zimperlich...aber das war zuviel des Guten... -
Ich hab hier ja noch einen Welpen, der sich gelegentlich mal gruselt. Am Anfang war es sehr extrem mit anderen Hunden, er hatte so Angst, dass er fliehen wollte und unter sich gemacht hat. Ich bin dann Schritt für Schritt zum anderen (freundlichen!) Hund mit ihm hingegangen, indem ich ihm gut zugeredet hab und hab diesen Hund dann gestreichelt. Dann hat er sich getraut zu schnuppern und dann war alles gut. Jetzt hat er egt gar keine Angst mehr, im Gegenteil, alle Hunde sind toll

So mache ich das heute auch. Wenn eine im Gras liegende Flasche unheimlich ist, geh ich mir das zusammen mit ihm anschauen und quietsche ein wenig rum, nach dem Motto "Na, ist doch nur eine Flasche! Siehst du? Schau mal!" Meist steht er dann neben mir und schaut mich wedelnd an und schnuppert an dem Gegenstand.
Wenn er aber ganz direkt Schutz sucht, lasse ich ihm den natürlich. Meist geh ich dann noch in die Hocke, damit er sich zwischen meinen Knien setzen kann. Kommt dann ein anderer Hund schieb ich den weg, aber ich rede dann nicht auf ihn ein, warum auch. Wenn er bereit ist, kann er wieder loslaufen.
Erschreckt er sich an einem Geräusch, tu ich meist gar nichts. "Hm, war da was? Ist doch unwichtig". Bisher war das gut so, er hat kurz inne gehalten, dann gings ganz normal weiter. Das eine mal ist bei uns was aus dem Regal gefallen, das hat ihn auch echt erschreckt und danach war er wahnsinnig ruhelos und ist fiepsend durch die Wohnung gelaufen. Dann hab ich ihn zu mir gerufen und bisschen auf dem Sofa gekuschelt, schon wars wieder gut.
Denke, das muss man echt der Situation anpassen, und kommt ja auch auf den Hund an wie schreckhaft er ist. Wenn er allerdings schauspielern würde, würde ich wahrscheinlich nicht trösten.
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