"Er lernt es doch Nie...!"

  • Hallo ihr lieben!
    Erst einmal möchte ich mich ganz kurz vorstellen: Ich heiße Nadine (würde aber lieber Nadiie genannt werden),
    bin 13 jahre alt und lebe zusammen mit meiner Ma, meinen Fischen und natürlich meinem Hund in einer Wohnung in
    Landshut.
    Wir haben seit Anfang September einen Zwerg Yorkshire Terrier namens Lucky (10 Monate).
    Er ist eig (meistens) ein total lieber Rüde. So auch beim morgendlichen Toilettenbesuch.
    Aber eben nur meistens.
    Wie haben auf unserem Balkon eine kleine Toilette in die er aber nur morgens geht.
    Doch bevor meine Ma überhaupt dazu kommt ihn aus meinem Bett zu holen (heute morgen seit langen
    mal wieder) p*nkelt er vor lauter Freude sie zu sehen in mein Bett oder auch davor.
    Das ist echt nervig!
    Oder auch wenn wir in Geschäften oder nur im Hausflur sind:
    Er erwachtet es nicht bis wir draußen sind sondern löst sich direkt vor unserem Aufzug.
    Wir sind mit unserem Latain am Ende!
    Wie können wir es dem kleinen Zwack denn beibringen das er entweder wartet bis wir draußen sind
    oder auf die Toilette am Balkon geht?

  • dieses Pippiproblem haben häufig unsichere Junghunde noch gut drauf. es dient der Beschwichtigung.

    Ansonsten würde ich ihn einfach nicht selber bis zur Pippiwiese laufen lassen sondern ihn mir einfach unter den Arm klemmen.

    wenn Unfälle passieren niemals schimpfen oder böse gucken, dass macht es nur noch schlimmer!

  • Hallo Nadine,

    erstmal würde ich diese kleine Toilette auf dem Balkon abschaffen! Sowas braucht man wirklich nicht ;) Das erschwert den meisten Hunden eher, richtig Stubenrein zu werden.

    Und dann würde ich so beginnen, wie man es bei einem ganz kleinen Welpen machen würde: Nach JEDEM Fressen, Spielen und Schlafen und auch zwischendurch spätestens nach 2-3 Stunden raus und auf die Wiese. Wenn er drinnen was macht, nicht schimpfen sondern kommentarlos wegmachen; wenn er draußen was macht, ganz doll loben :)

    Wegen der Pinkelei aus Aufregung...da würde ich persönlich, bis sich das gelegt hat und er ganz stubenrein ist, den Hund ehrlich gesagt nichtmehr aufs Bett/Sofa lassen. Nicht, weil ich böse auf den Hund wäre, sondern schlicht weil Urin so schlecht aus den Polstern raus geht und mir mein Bett dafür zu schade wäre ;)
    Für das Aufregungs/Beschwichtigungspinkeln auf keinen Fall schimpfen, wie Lockenwolf schon schrieb.

    Bei manchen Hunden kann es eben länger dauern, aber da muss man konsequent dran bleiben!

  • Das ist ja das Problem!
    Er hat zwar vor meinem Bett ein Körbchen in dem er eig drinnen bleiben sollte was er auch tut aber nur bis ich fast am schlafen bin.
    Und wenn ich schlafe ist es schwer ihn von meinem Gesicht zu hiefen (das habe ich mal gemerkt als ich wegen eines Traums mal aufgewacht bin).
    Naja und zum Freudenpinkeln ist es so: er ist mittlerweile über 10 Monate alt. Die meisten Hunde legen das nach einer Zeit ab aber...schön langsam haben wir das Gefühl bei dem Hund ist i.was kleines nicht ganz ausgeprägt :headbash:
    Nicht böse gemeint. Könnte es auch gar nicht da er gerade "mitliest" und mir vorwurfsvoll ansieht.
    Dann hätte ich noch eine Frage zu den leichtesten Kommandos die er immernoch nicht draufhat (einer der zig Gründe warum wir das oben genannte denken :headbash: ):
    Sitz und Platz. Sowie Apport. Er kann es einfach nicht und ich muss zugeben ich bin ein recht ungeduldiger Mensch.
    Gibt es eine 'ziemlich' flinke und einfache Art ihm das beizubringen?

  • Dann zwei, nein drei Tipps von mir:

    1. Lass ihn nicht mehr nachts in dein Zimmer ;) ODER kauf einen Kennel (eine Stoff- oder Gitterbox) und gewöhne ihn daran, darin nachts zu schlafen.

    2. Wenn ihr euch bei seinem Freuden-/Aufregungs-/Beschwichtigungspinkeln unsicher seit, würde sicher der erfahrene Live-Blick eines guten Trainers nicht schaden.

    3. Sei geduldiger!!! An manchen Sachen trainiere ich mit meiner Hündin seit ungelogen 3 Jahren ;) Ein junger Hund ist keine Maschine, in die man schnell was reinprogrammieren kann und Ungeduld ist da wirklich das Dümmste. Ich kenn das, ich war früher auch total ungeduldig und hab damit bei meiner damaligen Junghündin viel versemmelt, was ich später mit NOCH mehr Zeit und Geduld wieder ausbügeln musste.
    Lerntechnisch bleiben neue Sachen erst richtig fest im Gehirn nach ca 1.000 Wiederholungen ;) Nur mal so als kleine Randinfo.

    Fang mit Sachen wie Sitz, Platz, Apport ruhig in ablenkungsfreier Umgebung an, z.B. im heimischen Wohnzimmer. 2-3x am Tag, nicht länger als 2-5 Minuten und ganz entspannt.
    Wenn es DA klappt, nimm ein kleines Bisschen(!) mehr Ablenkung dazu, z.B. der Hausflur, dann die Wiese vor dem Haus wenn grade keine Ablenkung (Menschen, Tiere) in der Nähe ist...und so weiter. Immer erst die Schwierigkeit durch Ablenkung erhöhen, wenn es vorher auch geklappt hat.

    Ich kann dir auch sehr das Clickern empfehlen. Kennst du das? Wenn nein, such mal bei Google oder hier im Forum, gibt sogar eine eigene Kategorie dafür. Ich empfinde das als große Erleichterung beim Beibringen neuer Kommandos und Tricks.
    Zum Einlesen, falls du Interesse hast: http://www.spass-mit-hund.de/clicker-welt/c…ng-was-ist-das/
    Das macht wirklich Spaß, mir und meiner Hündin, und macht die Kommunikation und das Timing beim Belohnen wirklich einfacher.

  • Also ich schließ mich meinen Vorschreibern in allem an :)
    Nur eins zusätzlich: Hab ich das richtig verstanden? Der Hund darf nichts ins Bett, kommt aber nachts doch rauf, und pinkel wenn du aufwachst rein oder davor?
    Das klingt mir ein bisschen, als hättet ihr ihn mal zu fest geschimpft weil er unerlaubt ins Bett kam, und deshalb pinkelt er wenn du aufwachst als Beschwichtigung. Wäre das möglich?
    Ich wäre jedenfalls auch stark für schlafen im Kennel, in diesem Fall.
    Und was ich auch nochmal betonen möchte: Weg mit dem Klo, vielleicht ist er deshalb so verwirrt. Nimm ihn in der Früh untern Arm und trag ihn raus, wo er pinkeln kann :)

  • Noch ein kleiner Zusatz zum Apport: nicht jeder Hund liebt Apportieren, Yorkies sind dafür auch nicht gerade prädestiniert. Wenn Du ihn beschäftigen willst, was ich toll finde, dann such was, was ihm ganz viel Spaß macht. :)

  • Zitat

    Doch bevor meine Ma überhaupt dazu kommt ihn aus meinem Bett zu holen (heute morgen seit langen
    mal wieder) p*nkelt er vor lauter Freude sie zu sehen in mein Bett oder auch davor.

    Das ist der Punkt: Deine Mutter sollte einfach die Tür aufmachen und ihn nicht!!! ansprechen.
    Das ist kein Freudenpinkeln, sondern ein Beschwichtigungspinkeln.
    Er beschwichtigt, weil sie ihn ruft.
    Das ist in dem Alter normal und kann noch anhalten, bis der Hund 1,5 Jahre alt ist.

    Besser wäre es, sie wartet, bis er von alleine aus Deinem Zimmer kommt.

  • Das stimmt!
    Apportieren ist nicht jederhunds Sache. Mein Rüde hat ewig lang gar nicht apportiert, dann irgendwann nur spezielle Gegenstände, und mittlerweile gehts mit fast allen Dingen, aber weiß Gott nicht professionel :D
    Wohingegen manche Hunde, zb viele Retriever, schon als Welpen automatisch alles bringen.
    Versteif dich nicht darauf. Dein Hund kann nichts lernen, wenn du nur Druck machst. Ich bin auch ein seeehr ungeduldiger Mensch. Das merkt man wenn man einen Hund hat sehr stark^^ Mittlerweile hab ich meine Ungeduld besser unter Kontrolle, weil ich merke, dass gerade wenn der Hund ein wenig sensibler ist, einfach gar nichts mehr weiter geht, wenn man Ungeduldig wird.
    Ich hab gelernt, wenn ich versuche ihm was beizubringen, und ers warum auch immer, einfach nicht checkt :D und ich merke ich werde ungeduldig, dann wars genug für heute. Ich atme dann tiiie durch, um den Druck rauszunehmen, mache noch eine einfache Übung mit ihm, die er gut kann und gerne macht. Und dann lass ich es und starte ein anderes Mal einen neuen Versuch. Bei ihm ist es ganz oft so, dass er dann bei der 4. Trainingssession oder so, auf einmal von Anfang an versteht wie der Trick funktioniert. Irgendwann geht der Knoten auf :)
    Wenn du selbst mit Spaß trainierst und aufhörst wenn es dir oder dem kleinen zu viel wird, dann wird er schnell lernen, du wirst sehen!

  • du schreibst doch es ist ein Mini-Yorkie. Die werden aus sehr sehr kleinen Yorkies gezogen bis sie eben so winzig sind dass da einiges auf der Strecke bleibt ist logisch, wenns nur geistig hapern sollte (das bezweifel ich allerdings) wäre es doch das kleinste Übel. Seid froh das er gesund ist, das ist bei derartigen Qualzuchten nicht unbedingt üblich.
    Übrigens werden viele Kleinhunderassen erst sehr spät stubenrein. 10 Monate und dazu das was du schreibst klingt für mich völlig normal.

    Zu den einfachsten Kommandos. Auch die muss man einem Hund langsam beibringen. Apportieren ist ja nun nicht gerade das Einfachste auf der Welt. Wichtiger ist ein sicherer Rückruf und ein Abbruchkommando.

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