Ältere Hunde bei Vereinen nicht willkommen?

  • Zitat

    Bonadea:
    Ich habe aber nur Kontakt zu den Vereinen aufgenommen, bei welchen man keine Mitgliedschaft eingehen muss. An einer Mitgliedschaft bin ich ja gar nicht interessiert.
    Richtig. Ich sehe das auch so, dass die Nicht-Mitglieder in der Regel keine Turniere mitmachen wollen. Aber meine Hunde sollen ja schon für das normale Training zu alt sein...
    Teilweise war ich beim Training.

    Grinsekatze:
    Genau das meine ich. Man wird als Neuling mit älterem Mischlingshund oft belächelt von den Herren mit Schäferhund und Co, die spätestens mit 12 Monaten die BH machen...

    Sorry, aber das hat auch ganz viel mit der eigenen Einstellung zutun!!!

    Es gibt wirklich ZIG Vereine, in denen Agi, Obi, Longieren und was weiß ich angeboten wird. Natürlich gehe ich mit meinem achtjähigen Mischling nicht zum nächsten VPG-Verein, in dem seit 20 Jahren eine feste Mannschaft mit gebührendem Ernst nur DSH, Herder und Malis trainiert (nichts gegen den VPG-Bereich, aber da ist es ja zum Teil doch noch krasser, als im Breitensport).

    Was willst du denn GENAU machen mit deinem Hund?
    Agi?
    Obi?
    Longieren?
    THS?
    Unterordnung?

    Hast du überhaupt eine konkrete Vorstellung, in welche Richtung es gehen soll?

    Ich bin vor etwa vier Jahren in den Hundesport eingestiegen ohne jegliche Kenntnisse oder Vitamin B und hatte NIE ein Problem, irgendwo Anschluss zu finden.

    Was genau hast du denn für einen Hund? Wie groß und schwer ist er?
    Wenn er schon acht ist und eine gewisse Größe hat, würde ich dir auch von dem ein oder anderem Sport abraten.

  • Ich glaube es kommt einfach darauf an was man möchte. Teil einer Gemeinschaft zu sein oder lieber einfach nur sein Ding zu machen.
    Ich zahle lieber etwas mehr und nehme eine Dienstleistung in Anspruch.
    Also beim mantrailing bei uns sind Hunde aller Altersstufen und Größen herzlich willkommen, dafür kostet es halt auch etwas mehr.

  • Die "Funktionäre" im Verein sind der Meinung sie müssen sich nicht anpassen - egal ob es um das Angebot für Mitglieder oder Nicht-Mitglieder geht. Da kommt regelmäßig der Mitgliedsbeitrag und gut ist. "Das machen wir schon seit Jahrzehnten so, da bleiben wir bei", egal was da kommen mögen. Wichtig ist, wie man sich nach Außen präsentieren kann, wie viele Prüflingen mit welchen Ergebnissen in der Vereinszeitschrift auftauchen. :sad2:
    Meine Erfahrung.

    Eine Hundeschule könnte mit der Einstellung nicht überleben, deswegen passt sie sich der Nachfrage der Hundehalter an.

    Ich zahle allerdings lieber 120 Euro für eine 10er Karte beim Mantrailing, anstatt 50 Euro im Jahr für Trainingsmethoden aus der Mitte des letzten Jahrhunderts und immer nur dem selben Einheitsbrei.

  • Zitat


    Ich zahle allerdings lieber 120 Euro für eine 10er Karte beim Mantrailing, anstatt 50 Euro im Jahr für Trainingsmethoden aus der Mitte des letzten Jahrhunderts und immer nur dem selben Einheitsbrei.

    Und auch das hängt ja wieder stark damit zusammen, wie ein Verein strukturiert ist. Sehr viele Vereine arbeiten ganz sicher nicht mehr mit diesen veralteten Methoden.

  • Zitat

    Keine Ahnung haben, aber Hauptsache man hat mal gestichelt, nicht wahr Nessi88?

    Es hat nichts mit Elite oder sonst etwas zu tun, sondern damit, dass man als Vereinsmitglied nun Mal keine Lust hat das gratis Unterhaltungsprogramm für andere Hundehalter zu sponsern.
    Denn wenn der einzige Beweggrund für den Gang zum Verein die Kosten sind, dann ist man einfach an der falschen Adresse.
    Irgendwann ist man es einfach leid, sich ausnutzen zu lassen.

    Ich muss dich leider enttäuschen...
    Erstaunlicherweise ist der Sport- Freizeitverein in dem ich Mitglied bin, seit seiner Gründung um 1890 rum noch nicht Pleite gegangen, obwohl ich dort schon seit Jahren alle ausnutze, genauso wie zwei Drittel der Leute.
    Das was dich am meisten schockieren wird, ist die Tatsache das dort niemandem ein schlechtes Gewissen eingeredet wird, nur weil er keine Werbung für den Verein macht. Und ich fühle mich auch nicht genötigt, Sanitätsdienste zu machen, Hallen vorzubereiten oder beim Turnier zu helfen.

    Es gibt "Vereine" und es gibt "Vereine".

    Und erstaunlicherweise habe ich auch für meinen Hund ohne Turnierambitionen einen Verein gefunden.


    Wo du aber schon wieder mal dabei bist, mich persönlich anzugehen.
    Nachdem was ich von dir gelesen habe, habe ich kein Interesse an einem Dialog mit dir.
    Also unterlasse es bitte mich wegen Verallgemeinerungen blöd anzumachen und deinen Frust an mir abzulassen.
    Ich habe dich nicht persönlich angesprochen und dafür dass du dich angesprochen fühlst kann ich nichts.

  • Zitat

    Die "Funktionäre" im Verein sind der Meinung sie müssen sich nicht anpassen - egal ob es um das Angebot für Mitglieder oder Nicht-Mitglieder geht. Da kommt regelmäßig der Mitgliedsbeitrag und gut ist. "Das machen wir schon seit Jahrzehnten so, da bleiben wir bei", egal was da kommen mögen. Wichtig ist, wie man sich nach Außen präsentieren kann, wie viele Prüflingen mit welchen Ergebnissen in der Vereinszeitschrift auftauchen. :sad2:
    Meine Erfahrung.

    Eine Hundeschule könnte mit der Einstellung nicht überleben, deswegen passt sie sich der Nachfrage der Hundehalter an.

    Ich zahle allerdings lieber 120 Euro für eine 10er Karte beim Mantrailing, anstatt 50 Euro im Jahr für Trainingsmethoden aus der Mitte des letzten Jahrhunderts und immer nur dem selben Einheitsbrei.

    Das ist ja mal ganz vorurteilsfrei geschrieben (Ironie aus) - und ich denke, Du bist mit dieser Einstellung auch
    gut beraten keinem Verein beizutreten!

    Aus meiner Erfahrung heraus kann ich nur sagen, dass sich in der letzten Zeit viel in Punkto Ausbildung getan hat und die Funktionären eines Vereins gemerkt haben, dass man sich ändern muß - und dies auch getan haben.
    Zumindest ist das die Erfahrung in "meinem" Verein!

  • Zitat


    Ich muss dich leider enttäuschen...
    Erstaunlicherweise ist der Sport- Freizeitverein in dem ich Mitglied bin, seit seiner Gründung um 1890 rum noch nicht Pleite gegangen, obwohl ich dort schon seit Jahren alle ausnutze, genauso wie zwei Drittel der Leute.
    Das was dich am meisten schockieren wird, ist die Tatsache das dort niemandem ein schlechtes Gewissen eingeredet wird, nur weil er keine Werbung für den Verein macht. Und ich fühle mich auch nicht genötigt, Sanitätsdienste zu machen, Hallen vorzubereiten oder beim Turnier zu helfen.

    Es gibt "Vereine" und es gibt "Vereine".

    Ein Sportverein ist auch ein bisserl was anderes, als ein Hundesportverein, der sich ganz allein tragen muss und bei dem potentielle neue Mitglieder zahlenmäßig deutlich begrenzter sind, als bei einem Sportverein, der in einer 3000 Seelengemeinde 3000 potentielle Mitglieder hat. Zumindest kenn ich keinen Hundesportverein der für die Sanierung seiner Anlagen Zuschüsse von der Gemeinde bekommt, Schulpraktikanten und Buftis beschäftigen darf :roll:

    Zitat

    Die "Funktionäre" im Verein sind der Meinung sie müssen sich nicht anpassen - egal ob es um das Angebot für Mitglieder oder Nicht-Mitglieder geht. Da kommt regelmäßig der Mitgliedsbeitrag und gut ist. "Das machen wir schon seit Jahrzehnten so, da bleiben wir bei", egal was da kommen mögen. Wichtig ist, wie man sich nach Außen präsentieren kann, wie viele Prüflingen mit welchen Ergebnissen in der Vereinszeitschrift auftauchen. :sad2:
    Meine Erfahrung.

    Eine Hundeschule könnte mit der Einstellung nicht überleben, deswegen passt sie sich der Nachfrage der Hundehalter an.

    Ich zahle allerdings lieber 120 Euro für eine 10er Karte beim Mantrailing, anstatt 50 Euro im Jahr für Trainingsmethoden aus der Mitte des letzten Jahrhunderts und immer nur dem selben Einheitsbrei.

    Und genau da liegt ja der Unterschied.
    Eine Hundeschule ist ein Dienstleistungsunternehmen, das es sich leisten kann, sein Angebot ständig zu ändern, so lange es genug zahlende Kundschaft gibt. Der Trainer macht es für Geld und richtet sich nach den Wünschen der Kunden.

    Und zu den Trainingsmethoden.... da musst du überall genau hinschauen. Wir haben hier sehr fortschrittliche Vereine und Hundeschulen die noch trainieren wie im Mittelalter.... und dann noch die Hundeschule die nach den neuesten Modeerscheinungen trainieren, wo du dir nur an den Kopf greifen kannst...

  • Mal eine Verständnisfrage: was heißt denn, der Verein "lebt" von den Mitgliedern, die Tuniere laufen usw.? Bringt das gesonderte Gelder ein oder wie ist das gemeint? Ansonsten ist es doch eigentlich pupsegal, ob jemand, der seinen Mitgliedsbeitrag bezahlt, zu Tunieren geht oder nur Hundebespaßung betreiben möchte. Er zahlt ja den gleichen Jahresbetrag ein. Oder geht es primär um Prestige?

    Als Laie würde ich ja ansonsten sagen, dass ein "Hundespaßverein" eine viel höhere Zahl potentieller zahlender Mitglieder ansprechen dürfte als ein Hundesportverein. Die Masse der Hundehalter möchte doch einfach nur die Hunde beschäftigen und nicht an Sportveranstaltungen teilnehmen.

  • Zitat

    Mal eine Verständnisfrage: was heißt denn, der Verein "lebt" von den Mitgliedern, die Tuniere laufen usw.? Bringt das gesonderte Gelder ein oder wie ist das gemeint? Ansonsten ist es doch eigentlich pupsegal, ob jemand, der seinen Mitgliedsbeitrag bezahlt, zu Tunieren geht oder nur Hundebespaßung betreiben möchte. Er zahlt ja den gleichen Jahresbetrag ein. Oder geht es primär um Prestige?

    Als Laie würde ich ja ansonsten sagen, dass ein "Hundespaßverein" eine viel höhere Zahl potentieller zahlender Mitglieder ansprechen dürfte als ein Hundesportverein. Die Masse der Hundehalter möchte doch einfach nur die Hunde beschäftigen und nicht an Sportveranstaltungen teilnehmen.

    Nee, geht eher darum, dass Turniere Geld einbringen (Meldegeld, Geld für Essen) - dieses wiederum kann in den Verein investiert werden (Instandhaltung von Gebäuden, sanitären Anlagen, Rasen, Zaun, Beleuchtung, Geräte, Versicherungen).

    Damit solche Turniere ausgerichtet werden können braucht man

    - sehr viele ehrenamtliche Helfer, die ein Wochenende für den Verein opfern (aufbauen, abbauen, Meldestelle, Essen, Küche, Putzen, Organisation)
    - Teilnehmer aus anderen Vereinen, die kommen

    Da läuft viel über "wer kennt wen" und demnach kriegt man selbst oft nur dann einen Platz bei auswärtigen Turnieren, wenn der eigene Verein auch eigene Turniere ausrichtet.

    Mitglieder, die das Angebot von Vereinen nutzen, aber weder bei vereinsinternen Dingen helfen, noch Werbung für den eigenen Verein laufen, spülen somit nichts Nützliches in die Vereinskasse :smile:

    EDIT: Es wird glaube ich auch oft unterschätzt, wie viel Arbeit neben dem eigentlichen Training im Verein geleistet werden muss. Von Rasenmähen, Platzpflege, bis hin zu Angelegenheiten mit Ämtern und Stadt, Instndsetzung etc. ... das wird halt gern vergessen, dass sich diese Dinge nicht von alleine erledigen.

  • Ein HundeSPORTverein braucht Mitglieder, die HundeSPORT machen, und eine HundeSPASSverein braucht Mitglieder, die Hunde beSPASSEN wollen. Ist doch ganz klar, daß ich mich als Schachspieler auch nicht im Fußballverein anmelde? Und wenn es keinen Schachverein gibt - wer hindert mich, Gleichgesinnte zu suchen und selbst einen zu gründen?

    Verstehe das Problem gerade nicht...

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