Wird unser Labbi Junghund überfordert?

  • Ich habe das Gefühl, es ist ein interner Wettstreit zwischen der TS und ihrem Mann...
    Wen hat der Hund lieber? Zu wem hat er die bessere Bindung? Wer macht mehr mit dem Hund?
    Da ist irgendwas anderes im Argen und der Hund ist das Ventil.

    Ich finde beide Aktivitäten zu viel für so einen jungen und spätreifen Hund- es kann gutgehen, muss aber nicht.

  • Ich würde nur zum Rhein wenn man dort hinfahren kann.
    Mit Mira bin ich damals mit der Bahn zur Hundewiese gefahren da war sie ca. 6-9 Monate alt (fahrtzeit ca. 1st) und dann ca. 1-2std auf die wiese und wieder zurück. Sie konnte dann in der Bahn wenigstens schlafen und kannte die Bahn auch somit hat sie sich da total entspannt

  • Das kommt mir irgendwie bekannt vor... mein Freund konnte es auch kaum erwarten, so richtige "Männertouren" mit Alf zu machen. Ich hab ihm dann ganz klar gesagt, dass er das gerne machen kann, wenn er will, dass der Hund dann eben was am Rücken/den Gelenken bekommt und eben leidet und evtl 2 Jahre eher stirbt oder so. Bisschen krass und übertrieben, aber er hat verstanden, was ich meinte.... Und konnte sich dann die paar Monate gedulden. Bei gemeinsamen Spaziergängen haben wir ihm dann immer gezeigt, was wir so gelernt haben zusammen und er hat dann auch mit Alf probiert. Ich hab mich anfangs auch überwiegend um Alf gekümmert, vor allem was die Erziehung angeht und neue Sachen lernen. Mein Freund hatte noch nie nen Hund, ich schon, da lag das nahe. Meinem Freund zeige ich aber immer, was Alf so kann und wie das geht oder wie er ihm Dinge beibringen kann und er macht das dann auch. Dazu braucht es aber ein grundlegendes Interesse....So wurde die Bindung zu uns beiden gleich gut, obwohl Alf sich am Anfang mehr an mir orientiert hat. Aber wenn dein Mann an sowas kein Interesse hat, darf er sich auch nicht beschweren.

    Mit dem Radfahren haben wir mit ca 9 Monaten angefangen, allerdings erst nur geschoben, dann mal 100m gefahren und geübt, dass er am Rad rechts geht, dort auch hin zu kommen, wo er an der Leine am Rad laufen darf, auf welcher Höhe des Rades, Kurven fahren und anhalten. Dann mal mit 11 Monaten ca nen knappen km zur Arbeit, um auch den Straßenverkehr zu üben. Das dauert auch alles so seine Zeit, bis man ne entspannte Tour machen kann mit Hund und Rad. Vielleicht ist das ja was, was die Aufgabe deines Mannes werden könnte. So in 8 Wochen langsam das Training beginnen (aber wirklich nur die Gewöhnung ans Rad, KEINE Touren!!), damit er dann, wenn der Hund ausgewachsen ist, langsam auch längere Touren machen kann. Kondition aufbauen ist da übrigens genauso wichtig wie beim Menschen, gleich 10 km fahren ist da nicht drin.... Wenn er sich da intensiv und regelmäßig (also mehrmals die Woche) mit beschäftigt, ist die Lernphase sicher auch was, wo man etwas Bindung aufbauen kann, er zeigt dem Hund dann ja, dass das Rad nix schlimmes ist, wie man damit umgeht, der HUnd hat Erfolgserlebnisse, aber das macht natürlich die Bindung auch nicht super dicke.... Ist ein kleiner Schritt, nicht mehr und nicht weniger.

    Wenn er auf ne Tour zum Rhein so Bock hat, kann er das ja unter ein paar Voraussetzungen mal machen (sofern euer Hund schon mal ne Stunde am Stück gelaufen ist, sonst muss man da die Strecken natürlich auch langsam steigern, ich geh ja auch nicht beim Joggen von 5 km direkt auf 10 sondern taste mich langsam ran....)
    Also höchstens einmal die Woche, zwischendrin ein paar Übungen für den Kopf (halt nichts, was körperlich noch oben drauf anstrengt, aber was die beiden zusammen machen können), am Rhein ne ruhige Pause (Biergarten, Cafe, Wiese....), wo der Hund dann auch lernt, dass Ruhe ist und man auch einfach mal rumliegen muss. Und dann locker wieder zurück. Gefährlich ist ja immer nur eine permanente Überlastung des Hundes, ab und an mal ein bisschen Anstrengung fördert nach unseren bisherigen Tierärzten die Kondition und den Muskelaufbau. Nur übertreiben darf man es eben nicht! Könnt ihr aber ja auch nochmal erfragen, was euer Doc dazu sagt.
    Und dabei halt auch gucken, ob der Hund da wirklich Bock drauf hat und so lange laufen mag, wenn nicht, hat dein Mann eben auch Pech gehabt, es ist ein Lebewesen und kein Sportgerät, dass man seinen persönlichen Wünschen anpassen kann.
    So eine gemeinsame Tour für die beiden alleine die Woche und dazu das Fahrradtraining würde vielleicht schon ein wenig was bringen, nur Wunder sollte man nicht erwarten. Und natürlich muss man sich eben dafür auch Zeit nehmen....

  • Ach und was auch wichtig ist: Das Vertrauen, dass die Männer unter sich das schon alles gut machen, auch wenn sie alleine unterwegs sind und vielleicht auch mal was anders läuft als du es dir vorstellst.

    Das war für mich am Anfang schwierig, weil ich Angst hatte, dass da was schief läuft. Aber jeder Beziehungsaufbau braucht so seine Erfahrungen, lass sie die zusammen ruhig machen. Man muss dann nur auch mal den liebgewonnen kleinen "Welpen" loslassen können ;)

  • Achja, das kommt mir teilweise bekannt vor ;) mein Mann liebt den Hund auch über alles, aber hat nichts mit Erziehung am Hut. Manchmal nervt es etwas, wenn ich streng sein muss und Herrchen dann richtig Wild mit ihr spielt.
    Aber gut, da hab ich mich dran gewöhnt und es ist für den Hund auch bestens. Mit ihm kann sie richtig toben und beim spazierengegen auf der Wiese durchs Gras wälzen und wir widmen uns den "ernsten" Themen des Lebens.

    Sieh das alles etwas lockerer, zeig deinem mann, was gut für den Hund ist und was er statt den Mörder-Touren machen kann. Vielleicht legt ihr auch bestimmte Zeiten fest, wann sich dein Mann kümmern "soll"

  • Zitat

    Er will mit unserem Hund 30-40 Minuten zum Rhein laufen , ihn da spielen lassen und dann wieder 30-40 Minuten zurück laufen . Er will, dass wir mit den Fahrrädern fahren und der Hund dann folgt...

    Was mir dazu noch einfällt:

    Frag doch mal Deinem Mann ob er einem 5-7jährigen Kind einen solchen Marsch zumuten würde. Denn das entspricht in etwa dem Alter Eures erst 7 Monate alten Hundes.

    Euer Hund ist noch ein Kind - es will spielen und toben, einfach an der Luft sein, rumschnüffeln und sich trollen - aber nicht "marschieren" ... Überlastung und Erschöpfung sind vorprogrammiert (achtung, erst recht bei warmen oder kalten Temperaturen), sollte man den Junghund in dieser Art überfordern, ihm wird die Zunge bis zum Boden hängen und die Beinchen und Hüften werden ihn schmerzen, noch Tage danach. Weil: er wird mitlaufen - Ihr seid sein Rudel, sein Leben, sein Überleben ...

  • Ich kann sehr gut los lassen, mein Mann muss nur wollen. Einerseits meckert er, aber andererseits macht er auch nichts. Da braucht er sich doch nicht zu wundern. Von nix, kommt nix .....oder wie war das? Aber ich habe gestern noch mal mit meinem Mann gesprochen.....und er hat es eingesehen. :gut: ;) :roll:

  • Und? Will er jetzt täglich was mit dem Hund machen oder will er sich damit abfinden, dass er keine Bindung zu ihm hat?

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!