Hautprobleme - Juckreiz - Knabbertick?!

  • Heut ausnahmsweise nicht Sanny, sondern Neuzugang Shira...

    Ganz kurz OT: Shira ist eine 3,5 jährige Old English Bulldoghündin im nicht ganz so gutem Zustand und aus ebenso wenig guter Haltung, die seit Freitagabend bei uns ist. Ob sie bleibt, oder erstmal aufgepeppelt und dann vermittelt wird ist noch nicht 100% klar.

    Nun zu unserem Problem. Die Kleine hat sehr starken Juckreiz, wo wir bisher noch keine zuverlässige Ursache gefunden haben. Wir haben die Info bekommen, sie habe Flöhe und eine Getreideallergie. Allerdings haben wir keinen einzigen Floh gefunden und die letzte Zeit wurde sie mit stark getreidehaltigem Trockenfutter gefüttert. Am ganzem Körper hat sie offene Stellen, die sie am liebsten ununterbrochen kratzen möchte, aber auch den gesamten Rest des Körpers.

    Samstag war natürlich der erste Gang zum Tierarzt. Auch keine Anzeichen von Flöhen gefunden, kein Pilzbefall, evtl Milben - aber eben nichts genaues. Sie (und der Dicke auch) haben erstmal ein Floh und Milben Spot on bekommen. Bin ich eigl gar kein Freund von, aber in dem Fall war ich mir nicht so sicher und das soll erst recht nicht noch auf Sanny übergehen. Getreide bekommt sie vorsorglich erst einmal überhaupt nicht. Dazu hat sie eine starke Ohrenentzündung.

    Habt ihr noch Ideen was das sein könnte? Was ich gegen diesen fürchterlichen Juckreiz machen kann? Die Rute hat sie sich schon blutig gebissen und die Nacht sind wir wegen ständiger Leck, Kratz- und Knabberorgien kaum zur Ruhe gekommen.

    Dazu kommt, dass sie die Vorderpfoten liebend gern "aufkaut", ist schon alles rot und gereizt. Da habe ich aber mehr das Gefühl es ist ein Tick?!
    Im Moment unterbinde ich natürlich alles, aber es muss ja auch eine Lösung hin. Morgen sind wir nochmal zum Kontrolltermin beim TA.

    Hatte den Tipp von Sulfur D6 bekommen. Meint ihr das ist hilfreich? Eine Ursache muss natürlich trotzdem gefunden werden, allerdings möchte ich der Maus auch recht schnell Linderung verschaffen. Evtl ist's ja auch "nur" wegen dem Getreidefutter....

  • Mia hat gegen ihren Juckreiz wegen der Demodikose Cetirizin bekommen. Hat auch gut geholfen.
    Aber unbedingt mit dem Tierarzt absprechen.

    Wurde denn auf Demodex-Milben untersucht? Das würde ich unbedingt abklären lassen. Die sind oftmals nämlich nicht einfach mit nem Spot on zu bekämpfen.
    Bei Mia hat's auch ne Therapie mit Cydectin gebraucht um die verschwinden zu lassen.


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  • Zitat

    Dazu hat sie eine starke Ohrenentzündung.

    Ohrentzüngungen gehen oft mit einer Allergie einher.
    Das du auf getreidehaltiges Futter verzichten willst ist ja schön und gut, und könnte ja auch eine Verbesserung bringen.
    Mein Rat wäre ja, vorübergehend ganz auf Trockenfutter zu verzichten, und eine Weile Naßfutter geben, oder für den Hund kochen.
    Evtl. wäre auch eine Ausschlußdiät hilfreich. :smile:

  • Wie oben geschrieben, hat sie mehr oder wenig Vogelfutter zu fressen bekommen. Selbst einem nicht getreideallergischem Hund würde ich dieses Futter niemalsverfüttern. Das haben wir von heut auf morgen sein lassen und sie wird nun mit unserem Rüden zusammen gebarft. Da erstmall mit Rind und Huhn. Richtig ist natürlich, dass sie auf alles allergisch reagieren könnte. Hier ist von mir schon eine Ausschlussdiät geplant. Allerdings gehts mir aktuell gerade um die aktue Juckreizbekämpfung bzw. Reduzierung. So lang wir die Ursache noch nicht haben, wird es wohl schwer werden ihn ganz wegzubekommen. Aber eine Ausschlussdiät dauert ja etliche Zeit - haben wir bereits beim Rüden durch. Die Ohrenentzündung kann natürlich im Zusammenhang stehen. Da die Haltung aber insgesamt nicht die Beste war und sie auch extrem gestunken hat, dicke Kruste auf der Schnauze, tränende Augen, vieeeel zu lange Krallen und damit leicht verbogene Füßchen hatte, würde es mich nicht wundern, wenn diese nur ein weiterer Punkt ist...:(

  • Hallo,

    ich würde dringend auf Milben untersuchen lassen. Sarcoptesräude kann mittels Blutbild nachgewiesen werden (Sarcoptesräude ist hochgradig ansteckend!) Demodex mittels Hautgeschnapsel. Wenn der ganze Hund schon so starke Hautprobleme hat, ist es auch nur mit der Gabe von einmal Spot-On nicht getan. Da ist meist eine längerfristige Behandlung angezeigt. Eine Besserung tritt meist auch erst nach einige Zeit ein, da das Abtöten der Milben nur langfristig funktioniert.
    Lass dem Hund auf keinen Fall Kortison verabreichen, wenn nicht klar ist, ob Milben das Problem sind. Kortison ist da kontraproduktiv.

    Auf getreidehaltige Futter würde ich auch verzichten. Sollte das die Ursache sein, wird der Juckreiz wohl aber auch nicht von jetzt auf gleich aufhören. Vielleicht wäre eine Weile Schonkost angezeigt. Auf Reis solltest Du vorerst aber verzichten.

    Ansonsten würde ich auf juckreizlindernde Mittelchen erst zugreifen, wenn die Diagnose gesichert ist.

    Gute Besserung Shira!

    Grüße
    Silke

  • Oh je, das liest sich alles nicht schön.
    Das wird eine Zeit dauern bis sich dieser gesundheitliche Zustand einigermassen zum besseren gewendet haben wird.
    Ich drücke die Daumen das man die Ursache findet, damit dem Hund geholfen werden kann. :smile:

  • Hallo,

    wir hatten früher ein DSH der auch starke Hauptprobleme hatte, leider könnte nie zu 100% festgestellt werden wo es herkam...wir haben alles mögliche ausprobiert und mit Balistol gute Erfolge erzielt aber wie gesagt, da wir nicht wissen wo das ganze herkam weiß auch nicht wieso es geholfen hat. Wäre vllt ein Versuch wert.

    Ich drücke die Daumen dass bald Besserung erfolgt!
    LG

  • Ich hatte schon viele Tierschutzhunde hier in Pflege, die in einem schlechten Zustand waren.

    Erstmal kann alleine der Wechsel zu einem anderen Hundehalter das Kratzen auslösen.
    Das haben die Hunde hier fast alle, wenn sie ankommen, besonders Hunde in schlechtem körperlichen Zustand. Alleine der Stress verursacht schon das Kratzen.

    Der zweite Punkt sind die genannten Flöhe. Selbst wenn sie jetzt keine Flöhe mehr hatte, hält der Juckreiz sehr lange noch an. Der Flohspeichel hält sich wohl ziemlich lange in der Haut.

    Ich würde in der Apotheke Calendula Ur-Tinktur und Calendula D6 Globulis besorgen.
    Von der Tinktur gibt man 20 Tropfen auf einen halben Becher Wasser und tupft die Stellen zweimal täglich ab. Möglichst einen Plastikbecher und Plastiklöffel zum Umrühren verwenden.

    Von den Globulis gibt man 3 mal täglich 3 Globulis direkt in die Lefze. Sobald eine Besserung eintritt, nur noch 2 mal täglich, dann 1 mal täglich.

    Diese Behandlung sollte nach circa 2-3 Tagen eine deutliche Linderung bringen.
    Falls nicht, würde ich eine klassische Homöopathin aufsuchen.

    Auf jegliche Chemie und Spot-Ons würde ich verzichten.
    Diese Hautprobleme geben sich meistens innerhalb einiger Wochen.

    Falls noch nicht geschehen: Ich würde den Hund einmal gründlich duschen.

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