Jagdhund auslasten

  • Hallo :)
    Ich habe einen 1,5 Jahre alten Jack Russell Terrier. An sich hört er wirklich gut, Grundkommandos sitzen, und auch das Abrufen klappt, dafür das er den typischen Jacky-Dickkopf hat, recht gut. Also darf er draußen auch ohne Leine laufen, natürlich nur da wo keine Autos fahren.
    Das geistige Auslasten ist kein Problem, da hab ich immer wieder neue Ideen, wir üben gerne Tricks oder machen kleine Intelligenz -und Denkspiele.
    Nur das körperliche auslasten bereitet mir kleine Probleme. Klar, wenn er frei läuft rennt und tobt er über die Wiesen und im Sommer schwimmt er auch gerne, aber das ist ja auch nicht das wahre und wird irgendwann einfach langweilig. Apportieren haben wir schon oft probiert ihm beizubringen, er scheint es einfach nicht lernen zu wollen, und ich zwinge ihn auch nicht etwas zu lernen was er nicht will, sofern es nichts wichtiges ist. Für Hundesport gibt es bei uns leider keine Vereine. Also was kann man machen um die Spaziergänge abwechslungsreicher zu gestalten und ihn ordentlich körperlich auszulasten?
    Kleine Spiele, Übungen und sonstiges, wir sind für jeden Tip offen :)

  • Habt ihr schon mal joggen oder Fahrrad fahren mit ihm probiert? Also ich meine nicht nur frei nebenher laufen, sondern im Sinne von Zughundesport mit entsprechender Leine und Geschirr?

    Ich habe ja auch so ein Jagdhundetier und sie findet das ziehen ganz toll und powert sich dabei auch gut aus. Und für uns ist es auch gerade was das joggen angeht (Canicross) super, so hat man wenigstens entsprechend Motivation dafür :D .

  • Ich finde Fahrradfahren auch sehr gut.. auch ohne Leine. Meiner Hündin tut die gleichmäßige Bewegung in ihrem Tempo auch echt gut.. und wenn sie nebenher noch streunern und mäuseln kann, dann geb ich richtig Gas.. dann flitzt die mir mit voller Eifer hinterher ;-)

    Ausserdem würde ich dir noch Suchspiele empfehlen- kann auch körperlich anstrengend sein. Hast du denn schonmal Futterbeutelspiele gemacht? Kommt bei uns total gut an.

  • Fahrrad fahren klingt schon mal gut :) das müsste ich zwar noch langsam mit ihm üben, weil er bisher noch keine Erfahrungen mit dem Rad hatte, aber selbst das üben lastet ihn ja schon wieder aus :D
    Einen Futterbeutel haben wir leider nicht mehr, den hat Pätrick ihm Fluss versenkt :D aber da findet sich sicher auch noch was anderes dafür, ein altes Wühlmäppchen für die Schule müsste ja auch gehen.

  • Was ich immer gerne mache, ist die Umgebung zum Training nutzen...
    Begrenzungspoller oder engstehende Bäume sind super für Slalom, Baumstämme zum Balancieren,
    Drüberspringen, Durchkriechen. Die Tricks die du zu Hause übst kannst Du auch draussen mit einbinden
    (falls du das nicht eh schon tust ;) ) Kannst ihn auch draussen zb nen Knirps tragen lassen, wenn Regen erwartet
    wird, oder ein Körbchen wenn ihr Brötchen holen geht...
    Kannst auch mal schauen ob er an der Verlorensuche Spaß hat-also kein Dummy,Stöckchen etc suchen sondern
    Gegenstände von dir. Wenn er nicht apportiert kannst Du ihm das Anzeigen beibringen. Dann verlierst du "zufällig" zb deinen Schlüssel, n´Haargummi, Kippenpackung... und Hund findet sie für dich.
    Futterdummy findet meiner auch toll, den apportiert er am liebsten- apportiert Pätrick den denn?
    Das Apportieren bietet viele Variationen, vielleicht versucht ihr es doch noch mal, damit kannst Du ihn
    nämlich echt schön auslasten. Longieren wäre vielleicht auch noch was!

  • Zitat


    Nur das körperliche auslasten bereitet mir kleine Probleme. Klar, wenn er frei läuft rennt und tobt er über die Wiesen und im Sommer schwimmt er auch gerne, aber das ist ja auch nicht das wahre und wird irgendwann einfach langweilig.

    Ich verstehe das Problem ehrlich gesagt nicht. Dein Hund hat Freilauf und kann da seinen Bewegungsdrang ausleben. Warum ist das nicth "das Wahre"?

  • Mmh, denk dran, daß Konditionstraining - wie Fahrradfahren - Kondition schafft. Sprich, heute 5 km, morgen 10 km übermorgen 15 km :roll:

    Dann geht der Schuss nach hinten los und du hast einen dauergestressten muskelbepackten und superfitten JRT :D

    Ist er denn unausgelastet? Unruhig zuhause?
    Wenn er nicht gerade übergewichtig ist, ist doch ein normales Gassipensum + Kopfarbeit - die ich persönlich für fast wichtiger halte - ok.
    Beim Apportieren muss man Geduld haben … aber wenn es klappt, ist es eine tolle Beschäftigung, siehe Dummytraining! Ich habe gerade mein Herz dran verloren …

  • Mit gehts da wie naijra. Unsere Jadghunde haben auch draußen ihren Freilauf und das ist mehr als genug und ich weiß auch nicht, warum das nicht "das Wahre" sein sollte? Mit JRT habe ich zwar keine Erfahrung, aber wir haben immer sehr lauffreudige Vorstehhunde (Setter, Wachtelhund, Münsterländer, DK), die auch nicht grade sparsam sind und auch auf mehrphasigen Treibjagden nicht aus der Puste kommen, wenn die mal von morgens bis abends gehen. Die können auch stundenlang, wenn sie wollen und auch auf Kondition, aber warum sollten sie das?

    Ich kann unseren Münsti entweder 8 Stunden lang durch die Alpen jagen oder eine anspruchsvollere Freiverlorensuche starten. Bei Nr. 2 ist er am Abend wesentlich "geschaffter" als bei Nr. 1! ;-) Ich glaube nicht, dass es bei Hunden darum geht, sie körperlich auszulasten, idR erledigt sich das alles durch angemessene geistige Auslastung. Wenn man eine Stunde spazieren geht und dabei kognitive Leistung fordert in Intervallen, sollte das völlig ausreichend sein. Auch Jagdhunde arbeiten nur in Intervallen, liegen im Revier viel rum, wenn es mehrstündig wird, bis sie zum Gebrauch kommen. Dazu sind sie geschaffen.

    Wenn du trotzdem mehr körperliches mit ihm machen willst, probier es mal mit dem Fahrradfahren, wobei Hunde da auch Kondition aufbauen und dann gerne mal mehr fordern, als man selber bieten möchte. Wenn ihr keinen Verein habt für Hundesport, kauf dir doch z.B. eigenes Agility-Zubehör für den Garten, falls er daran Spaß hat und ihr Fläche zur Verfügung habt. Ansonsten gibt es in manchen Regionen auch Agility-Parcours, die öffentlich sind und nicht zum Verein gehören (ähnlich wie Spielplätze, nur für Hunde). Bei uns in der Gegend gibt es einen Mann mit 2 Borders, der hat auf einem nicht genutzten Feld einen kleinen Parcour zusammengebastelt aus Naturmaterialen!

    Viel Spaß euch beiden!

  • Meine wollte auch ewig nicht apportieren, obwohl sie es mit Futterbeutel gelernt hat. Es hat für sie einfach keinen Sinn/Spaß gemacht. Sie ist höchstens mal die halbe Strecke hinterher gerannt.
    Sehr gute Erfolge haben wir dabei mit dem Aqua Kong erzielt. Mit dem Ding kann man schön zerren (wenn der Hund drauf steht), das war für sie der erste Anreiz, es zurückzubringen. Zudem lässt es sich dank dem Seil schön weit werfen - schon wesentlich interessantere Beute - und dank des Gummikörpers "springt" es ein paar Mal noch schön und schlägt quasi Haken. Seit wir den Kong nehmen, apportiert sie sehr gerne und ich habe auch das Gefühl, dass es eine Ausgleichsbeschäftigung ist, wenn sie dem Hasen nicht hinterher darf oder Hund xy nicht spielen möchte - dann jagt sie noch einmal begeisterter hinterher. :) Ich belohne sie fürs Bringen zusätzlich entweder mit Zerren oder Leckerlie - je nach Situation.
    Sie ist wirklich begeistert von dem Teil. Sie darf auch so mal damit spielen und schleift es dann auf dem Boden neben sich her oder wir spielen fangen. Ich achte aber darauf, dass es keine Überhand nimmt, dass sie auf Befehl das Zerren beendet und den Kong wieder abliefert.

    Ist aber bestimmt nicht für jeden Hund was.
    Hoffe ihr findet eine tolle Auslastungsmöglichkeit. Alles Gute!

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