• Macht man das Problem nicht schlimmer wenn man den Hund in der Situation auf den Arm nimmt?

    Ich hatte mal einen Chihuahua Mix zur Betreuung, der absolut keine fremden mochte. Als mein Freund zum Besuch kam wollte ich sie beruhigend auf den Arm nehmen und habe dadurch die ganze Situation verschlimmert. Ich konnte sie nicht runter lassen ohne das sie auf ihn los gegangen ist und ihn angegriffen hat (Zum Glück war es "nur" ein Chihuahua mix). Und auf dem Arm hat sie völlig verrückt gespielt. Das ging das irgendwann so weit das sie auch mich gebissen hat wenn ich sie von ihm weg ziehen wollte. Zu meiner Mutter ins Zimmer ging auch nicht da sie dann die ganze Zeit gejault und gebellt hat. Mein Freund musste gehen.

    Ich finde allgemein auf den Arm nehmen ist keine Lösung. Wenn mein Hund nicht erzogen ist hab ich ihn an die Leine zu nehmen und wenn Jogger kommen hab ich den Weg frei zu machen.

  • Auch wenn ich wollte ( ich will aber nicht :D ) hätte ich ein großes Problem Namens Paula :lachtot:
    Die hat schön auf dem Boden zu bleiben :lol:

    Ausnahme : Sie bricht sich ein Bein oder schneidet sich den Ballen blutig auf, bei solchen Sachen würde ich ungeahnte Kräfte entwickeln und meinen Hund tragen. :elefant:

  • Stell dir mal vor, es ist kein Jogger der da kommt, sondern ein großer Hund, der um die 40kg Kampfgewicht und eine entsprechende Schulterhöhe hat... du hast den kleinen Hund auf dem Arm und der große springt dich an...

    Wenn du Glück hast, passiert nichts, außer das du paar Schritte zurückstolperst... wenn du Pech hast versucht der andere Hund deinen zu packen und runterzuziehen.... erwischt deinen Kleinen oder dich selbst... und wenn du viel Pech hast, fällst du um und begegnest einem fremden, riesigen Hund, der deinem an den Kragen will am Boden liegend...
    Weiß jetzt nicht wies dir geht, aber ich wäre da jetzt persönlich nicht so erpicht darauf, und würde da lieber im Stehen gegen angehen...

    Da ist es die bessere Variante wenn der Zwerg lernt auf dem Boden zu bleiben und lieber zwischen den Beinen Schutz zu suchen, da hat man zumindest die Arme frei und kann was werfen.. mit der Leine zuhaun oder was auch immer.

  • Wenn ein Hund mit 40 kg und unklaren Absichten auf mich zukommt, ohne dass ein Mensch in Sicht ist, nehme ich meinen 4 kg Dackel auch auf den Arm - mal ausprobieren ob sich die zwei verstehen ist da nicht. Wenn so ein großer Hund einmal zubeißt, vielleicht weil er nicht sozialisiert ist, kleine Hund hasst oder sich provoziert fühlt, dann landet da ganz schnell ein Zahn in der Lunge und es wird lebensgefährlich. Sicher abwehren während der eigene Hund auf dem Boden ist ist viel schwieriger. Ich sehe ein, dass es nicht ideal ist weil es natürlich das Selbstbewusstsein des kleinen Hundes stärkt (Frauchen ist ja da und passt auf), aber alles andere ist in so einer Situation einfach zu gefährlich.
    Kommt ein großer Hund den ich kenne, oder einer mit Mensch, bleibt der Dackel natürlich am Boden und verhält sich auch entsprechend souverän - sie hat zwar Angst vor fremden großen Hunden, hat aber gelernt, dass ich aufpasse und sich sich nicht kümmern muss.

  • Ich nehme Mia auch auf den Arm ..... wenn sie abends eingepennt ist und ich es nicht übers Herz bringe, sie hochzujagen nur damit sie im Schlafzimmer ins Bett gehen kann.
    Dann wird die Prinzessin auch einfach mal ins Bett getragen :D :D


    Aber da sie mit 60 cm und 20 kg leicht unhandlich ist, musste sie draußen lernen auch am Boden keine Angst zu haben.

    Das hochnehmen bei zustürmendem Fremdhund kann ich aber gut verstehen.

  • Hihi, wie sie alle gleich schreien, dass sie ihre Großen doch auch nicht auf de Arm nehmen (können) : Das ist doch purer Neid. :p

    Meinetwegen darf seinen Hund auf den Arm nehmen, wer immer dazu Grund hat. Bei mir ist das z.B. in einer vollen U-Bahn der Fall, wenn ich verhindern möchte, dass jemand drauf tritt. In der Läufigkeit habe ich es auch schon mal gemacht, als mich mehrere Rüden umzingelten.

    Warum soll man beispielsweise ängstliche, kranke, zerbrechliche oder zu junge Hunde nicht auf den Arm nehmen dürfen? Bei meiner spricht dagegen, dass sie es nicht mag. Aber sonst? Was mir am ehesten einleuchtet, ist die Erklärung, dass ich dann nicht mehr beide Arme frei habe aber ich wüsste sowieso nicht, was ich mit meinen Armen gegen einen Angreifer ausrichten sollte, der es wirklich ernst meint.

    Mich interessieren aber jetzt doch sehr die genaueren Umstände bei der Joggersituation aus dem Eingangspost. Ich zweifle nicht daran, dass die Tierärztin einen Grund für diesen Rat hat, aber ich komme nicht dahinter welchen :???:

  • Ich habe mein Kleinteil nie hoch genommen, hätte es aber getan als sie krank war und ein großer Hund in uns hätte reinbrettern wollen. Sie lief einfach immer. Und wenn es ihr mal zu brenzlig wurde, hat sie sich zwischen meine Füße gesetzt.

    Allgemein gesehen ist es mir egal ob andere Menschen ihren Hund auf den Arm nehmen oder nicht. Ist doch deren Sache. (Immerhin besser als ihren Kleinhund am Halsband mit der Leine in der Luft rumzuschleudern, was ich auch schon mal sehen musste, als ein Besitzer in Panik geriet) Wenn sie sich damit wohler fühlen, oder die besseren Erfahrungen gemacht haben, sollen sie doch. Ich kann meine beiden Spinner nicht hochnehmen und beneide sicher auch niemanden darum, dass er es mit seinem Kleinhund kann. Jeder Jeck ist anders. :)

  • Zitat


    Ich finde gerade bei Angsthunden das auf den Arm nehmen gefährlich. Man bestätigt den Hund ja in der Situation und somit für das Verhalten. Er lernt also dass es richtig ist zu kreischen/bellen/wegzurennen etc. Und dann wundert man sich wenn der Hund Probleme bei Hundebegegnungen oder in anderen alltäglichen Situationen hat.

    du hast das falsch verstanden. der hund kommt niemals auf den arm wenn er schon bellt oder pöbelt. es muss vorher passieren. und bei hundebegegnungen nehme ich den hund niemals auf den arm!

    es geht darum dass ich das kreuzen kontrolliert lernen, also intensität, schnelligkeit auch kontrollieren kann. sonst wird der hund ja fürs bellen bestätigt. ich kann ja dem jogger nicht sagen: nun bellt der hund, sie müssen nun warten bis er das bellen abstellt. :D deshalb übe ich das kontrolliert mit freunden.

    und ja: der hund ist extremst unsicher, hat sich aber bereits in 2 monaten schon sehr gut gemacht.

  • Zitat


    Mich interessieren aber jetzt doch sehr die genaueren Umstände bei der Joggersituation aus dem Eingangspost. Ich zweifle nicht daran, dass die Tierärztin einen Grund für diesen Rat hat, aber ich komme nicht dahinter welchen :???:

    weil der hund somit lernt: macht mir etwas angst (jogger) belle ich wenn er nahe kommt (kreuzen), weil die gehen ja immer weg wenn ich belle und mir passiert nichts.

    natürlich nehme ich den hund nicht hoch wenn genug platz da ist um einen angemessenen abstand zu halten. da muss sie sitzen und mich angucken.

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