Hund hat Tobsuchtsanfälle
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Langsam wird es ernst.
Hyper (Jack Russel/Beagle Mix - ca. 3 Jahre alt/w), zerstört unsere gemeinsame Wohnung. Hyper wurde schnell dran gewöhnt alleine zu bleiben. Bis vor wenigen Wochen stellte das auch kein Problem da. Man kam nach Hause und sie freute sich. Anschließend ging es raus.
Doch vor wenigen Wochen änderte sich alles. Auf einmal war der Türrahmen aus Holz völlig zerwetzt. Der Korkboden hatte Schrammen. Zusätzlich hat sie sich erstmalig in unseren begehbaren Kleiderschrank gewagt (hat leider nur einen Vorhang, da eigentlich Abstellkammer). Dort hat sie angefangen Kartons zu zerfetzen und Kleiderschutzfolien. Weiterhin hat sie auf Schuhe gepinkelt. Unsere Nachbarin (gute 90 Jahre alt) hat das "Spektakel" auch gehört. Sie schilderte uns, dass sich unserer Hund wohl gegen die Tür geworfen hätte und immer wieder. Sie nannte es einen Tobsuchtsanfall.
Nach den Angaben unserer Nachbarin hat sie das wohl mehrfach zwischen 10:30 Uhr und 12:00 Uhr gemacht. Zu diesem Zeitpunkt war ich gerade einmal 1,5 Std. aus dem Haus.Als Konsequenz haben wir Gemeckert. Ihr die Stelle nochmal verdeutlicht. Laut und deutlich "Verneint".
Dann ging es einige Zeit gut. Und sie wurde für ihr friedliches Verhalten belohnt.Ein paar Tage später, nachdem der Rahmen repariert war, das selbe Spiel. Wieder eine Wutattacke. Seither ist das 4 oder 5 mal geschehen.
Heute Morgen dachte ich mir. Ich verkleinere mal ihren "Wirkungskreis". Also statt Wohnzimmer und Flur (wir wohnen übrigens im DG - also kein "Durchgangsverkehr") - nur noch Wohnzimmer. Das hat sie sofort genutzt um den DSL Router zu zerlegen, auf die Couch zu springen und dort die Krallen im Stoff zu wetzen und die Rückenkissen runter zu werfen.
Was kann ich machen? Sie konnte es doch bereits.
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Ich halte das nicht für Zerstörungswut, sondern für eine Übersprungshandlung durch Verlassensängste.
Hat sich irgendetwas geändert? Das kann schon ein kleiner Auslöser bewirken.
Du solltest das Alleinsein wieder komplett neu aufbauen - in Minischritten. -
Ich vermute, daß es einen Auslöser gibt, den Ihr noch nicht kennt. Hat sie in Eurer Abwesenheit einen großen Schrecken erfahren (Nachbarn?). Oder hat sich etwas in Eurem Tagesablauf/Familienstruktur/Umfeld geändert?
Ohne da tiefer zu graben, kann man nix sagen.
Hat sie in Eurer Abwesenheit etwas zur Beschäftigung? Eine gefüllten Kong zum Beispiel, den sie bearbeiten kann.
Ich fürchte, nachträgliche Mecker führt nur zur Verschlechterung Eures Verhältnisses und zerstört das Vertrauen des Hundes zu Euch, da sie zwar Eure schlechte Laune und gereizte Stimmung wahrnimmt, das aber mit ihren Tätigkeiten nicht in Verbindung bringen kann.
Wäre vielleicht nicht schlecht, über eine Web-Cam o.ä. den Hund mal während der "Tobsuchtsanfälle" von außerhalb der Wohnung zu beobachten, um an die Ursache ranzukommen.
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Nachträgliches Meckern kann ein Hund nicht verstehen. Wie soll er das verknüpfen?
Ich würde das ganze Mal filmen - mit Ton. Vielleicht kommt der Postbote? Die Müllabfuhr? Vielleicht irgendwelchen ungewohnte Geräusche draussen? Sie versucht durch die Tür zu kommen. Das klingt nicht nach Tobsucht sondern extremen Stress und Verlassensängsten.
Vielleicht kann euer Hund doch nicht alleine bleiben nur und hat vorher leise gelitten und jetzt nicht mehr. -
Zitat
Hyper (Jack Russel/Beagle Mix - ca. 3 Jahre alt/w), zerstört unsere gemeinsame Wohnung. Hyper wurde schnell dran gewöhnt alleine zu bleiben. Bis vor wenigen Wochen stellte das auch kein Problem da.Wie lange habt ihr die Hündin bereits?
Was heißt, "wurde schnell daran gewöhnt, alleine zu bleiben"?
In welcher Zeit genau?ZitatDoch vor wenigen Wochen änderte sich alles. Auf einmal war der Türrahmen aus Holz völlig zerwetzt. Der Korkboden hatte Schrammen. Zusätzlich hat sie sich erstmalig in unseren begehbaren Kleiderschrank gewagt (hat leider nur einen Vorhang, da eigentlich Abstellkammer). Dort hat sie angefangen Kartons zu zerfetzen und Kleiderschutzfolien. Weiterhin hat sie auf Schuhe gepinkelt. Unsere Nachbarin (gute 90 Jahre alt) hat das "Spektakel" auch gehört. Sie schilderte uns, dass sich unserer Hund wohl gegen die Tür geworfen hätte und immer wieder. Sie nannte es einen Tobsuchtsanfall.
Nach den Angaben unserer Nachbarin hat sie das wohl mehrfach zwischen 10:30 Uhr und 12:00 Uhr gemacht. Zu diesem Zeitpunkt war ich gerade einmal 1,5 Std. aus dem Haus.Ein sehr verzweifelter Hund, der Ventile sucht, um den enormen Stress abzubauen, den er offensichtlich hat.
ZitatAls Konsequenz haben wir Gemeckert. Ihr die Stelle nochmal verdeutlicht. Laut und deutlich "Verneint".
Dann ging es einige Zeit gut. Und sie wurde für ihr friedliches Verhalten belohnt.Einen Hund zu bestrafen oder mit ihm zu meckern, kann er nicht mit den Taten einordnen, die längst geschehen sind.
Auch bei eurer Rückkehr nicht, ihr meckert aus Sicht des Hundes quasi für euer Wiedersehen.
Unabhängig davon, macht der Hund das Ganze aus Verzweiflung und nicht, um euch zu ärgern.ZitatWas kann ich machen? Sie konnte es doch bereits.
Wie lange konnte sie es bereits?
Wie lange muss sie alleine bleiben?
Wie habt ihr das geübt, in welcher Zeit?
Wie sieht der Tagesablauf mit Hund aus?Viele Grüße
Themis -
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Ich hab sie seit mehr als einem Jahr und 3 Monaten. Hyper war ein Findelkind aus Spanien. Hatte sie auch da aus dem Heim geholt.
Ich bin freiberuflich unterwegs. Und anfänglich hatte ich es so gehandhabt, dass ich bis zum Maximum zu Hause geblieben bin und dann schnellst möglich nach meinem Termin zurück bin. Diese Zeitfenster hab ich gesteigert. Da meine Freundin und ich meist zeitversetzt arbeiten, ist sie selten mehr als 5 Std alleine.Unser Tagesablauf sieht so aus, dass ich nach dem Aufstehen mit ihr rausgehe. Mindestens 20-30 Minuten. Wie gesagt Wald und Wiesen. Viele andere Hunde. Alle Sinne werden also gefordert. Am Abend noch einmal das selbe Spiel.
Es hat vor 2 Monaten angefangen. Von einem Schrecken gehe ich nicht aus. Wie gesagt. Wir wohnen ganz oben. Somit kommt neben uns nur ein einziger Nachbar vorbei. Dieser ist aber kaum zu Hause. Post lasse ich mir nur ins Büro liefern. Und wenn dann gab es ein zwei Mal klingeln, durch einen Boten, der uns nicht angetroffen hat.
Mit einer Kamera haben wir sie auch schon 2 Mal beobachtet. Aber als ob sie es wüsste, tapst sie nur durch die Wohnung. Die meiste Zeit aber liegt sie im Korb.
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Also wenn mein Hund immer und immer wieder gegen die Haustür springen würde, dann würde ich mir wirklich Sorgen machen, was sie für unheimlichen Stress/Angst haben muss. Wie kommst du darauf, das als Tobsuchtsanfälle anzusehen?
Das sind alles Anzeichen von Stress. Und zwar extrem.
Sicher, dass sie es vorher konnte? Oder hat sie vielleicht nur leise vor sich hin gelitten, war unruhig, ist umher gelaufen, hat vielleicht nur leise gefiept etc., sodass man es von draußen nicht hören konnte? Falls nicht, muss irgendetwas passiert sein, dass sie nun nicht mehr alleine sein kann. Dazu wurde hier ja schon viel geschrieben.
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Ich könnte mir vorstellen, dass die Hündin schon lange still leidet und ihre Angst vorm Alleinebleiben früher nicht so auffällig gezeigt hat. Das Problem bestand also schon von Anfang an, zeigt sich aber jetzt erst in dem geschilderten Verhalten.
ZitatUnser Tagesablauf sieht so aus, dass ich nach dem Aufstehen mit ihr rausgehe. Mindestens 20-30 Minuten. Wie gesagt Wald und Wiesen. Viele andere Hunde. Alle Sinne werden also gefordert. Am Abend noch einmal das selbe Spiel.
Mit einer Kamera haben wir sie auch schon 2 Mal beobachtet. Aber als ob sie es wüsste, tapst sie nur durch die Wohnung. Die meiste Zeit aber liegt sie im Korb.
Verstehe ich das richtig, dass ihr am Tag 40min-1h mit eurer Hündin raus geht? Ist sie vielleicht nicht genug ausgelastet? Jack Russell-Beagle-Mix ist doch ein richtiges Powerpaket das viel Bewegung und geistige Auslastung braucht. Für Langeweile würde auch sprechen, dass eure Hündin nicht jedes Mal die Wohnung zerlegt (so habe ich deinen Beitrag verstanden)?
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Zitat
Also wenn mein Hund immer und immer wieder gegen die Haustür springen würde, dann würde ich mir wirklich Sorgen machen, was sie für unheimlichen Stress/Angst haben muss. Wie kommst du darauf, das als Tobsuchtsanfälle anzusehen?
Unsere Nachbarin hat es so genannt. Es klang wie "Tobsucht", darüber, dass wir nicht da sind.
Wenn wir rausgehen, dann haben wir auch immer einen Ball oder ähnliches dabei. Einer versteckt sich. Sie sucht und findet.
Die Frage die aber grundsätzlich im Raum steht..wie lässt sich das Dilemma lösen?
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Gefiept hat sie nur ganz am Anfang. Als sie gemerkt hatte, dass ich/wir wiederkomme/n war alles ganz normal
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