Hund gemeinsam erziehen

  • Aus der Richtung kam mein Mann auch,Zwingerhaltung und Co,das hat der ganz fix abgelegt als der mich mit meinem Dobi gesehen hat.Ich habe auch ne tiefere Verwurzelung mit Hunden als er aber einmal gescheit gesprochen,gemacht und die Erfolge sind da.
    Ich handle auch nicht nach nem Buch,ich handle ausm Bauch heraus und immer mit dem Gedanken im Kopf Gewalt,Dominanz mit körperlicher Aktion ,ist keine Lösung.
    Letztendlich will man ja 10-15 Jahre mit seinem 4 Beiner zusammen leben!Man muß ja zusammen gehören und keinem was reinzwingen....vielleicht hab ich aber auch komische Ansichten :smile:

  • Ja klar, irgendwie bekommt mans schon hin. Es sind auch schöne Erfahrungen die man macht, man lernt sich selbst und den anderen besser kennen und es ist schön, gemeinsam Probleme zu bewältigen.

    Man kann sich aber nicht zu 100% aufeinander abstimmen, jeder hat einen individuellen Charakter, und Hunde nehmen sowas ja nochmal viel deutlicher wahr. Jeder hat halt andere Stärken und Schwächen :)

    Wir waren schon in der Welpengruppe gerne zusammen auf dem Platz, was bei unserem ersten Verein auch nur schwer bis nicht geduldet wurde. Klar, die Argumentation war nicht so abwägig. Vieles dauert dadurch vielleicht auch etwas länger, aber irgendwie muss man einen gemeinsamen Weg finden...

    Wir gehen ja auch oft zusammen spazieren- wenn wir einen schlechten Tag haben, oder einen anderen Hund dabei haben, machen wir oft von vorne aus wer (für welchen Hund) über den Spaziergang die Verantwortung übernimmt. Das hilft manchmal auch enorm :)

    Ausserdem haben wir ausgemacht, Kritik erst auszuüben, wenn eine brenzlige Situation vorüber ist. Und in die Leine greifen oder so, ist auch absolutes No-Go...

  • Zitat

    Ja klar, irgendwie bekommt mans schon hin. Es sind auch schöne Erfahrungen die man macht, man lernt sich selbst und den anderen besser kennen und es ist schön, gemeinsam Probleme zu bewältigen.

    Man kann sich aber nicht zu 100% aufeinander abstimmen, jeder hat einen individuellen Charakter, und Hunde nehmen sowas ja nochmal viel deutlicher wahr. Jeder hat halt andere Stärken und Schwächen :)

    Wir waren schon in der Welpengruppe gerne zusammen auf dem Platz, was bei unserem ersten Verein auch nur schwer bis nicht geduldet wurde. Klar, die Argumentation war nicht so abwägig. Vieles dauert dadurch vielleicht auch etwas länger, aber irgendwie muss man einen gemeinsamen Weg finden...

    Wir gehen ja auch oft zusammen spazieren- wenn wir einen schlechten Tag haben, oder einen anderen Hund dabei haben, machen wir oft von vorne aus wer (für welchen Hund) über den Spaziergang die Verantwortung übernimmt. Das hilft manchmal auch enorm :)

    Ausserdem haben wir ausgemacht, Kritik erst auszuüben, wenn eine brenzlige Situation vorüber ist. Und in die Leine greifen oder so, ist auch absolutes No-Go...


    Gut aufn Punkt gebracht :smile:

  • Zitat

    Gut aufn Punkt gebracht :smile:

    Danke =)

    Wobei es sich schon fast zu romatnisch anhört ;-)

    Ich finde es wirklich nicht einfach, aber ich glaube, die Hauptschwierigkeit bei mir ist, dass ich immer mal wieder ein paar Tage komplett weg bin...

  • Bei uns gab und gibt es auch immer wieder die Frage "Wie "erziehen" wir Ashanti, welche Übungen machen wir auf welche Weise" usw.
    Bei uns war die Grundsituation wie folgt:
    Ich hab Hundeerfahrung. Wir hatten immer Hunde, seit meiner Geburt bin ich mit ihnen aufgewachsen und habe später auch Erziehung übernommen, sobald ich alt genug war.
    Mein Freund hatte lediglich mit dem Hund seiner Oma als Kind ab und an mal Kontakt, aber sonst Null Hundeerfahrung, somit auch nicht mit Erziehung.
    Als Ashanti zu uns kam, kannte ich sie schon seit ihrer Geburt (habs sie von meiner Mutter übernommen mit 3,5 J). Mein Freund hat von Anfang an auf einen Hundetrainer bestanden, der uns, und im Speziellen ihm, die Grundlagen der Hundeerziehung, die diversen Methoden und auch Körpersprache der Hunde nahebringt. Also haben wir uns eine Trainerin gesucht, die uns dieses genau erklären konnte.
    Mein Freund hat sich bisher so richtig reingehangen in die Materie, hat Bücher gelesen, Videos und Artikel verschlungen usw. Und ich war überrascht, wie viel ich, trotz jahrelanger Hundeerfahrung von dieser Trainerin noch dazulernen konnte.
    Wir besprechen uns eigentlich immer wieder mal wie wir was angehen im Training. Wichtig ist, dass Ashanti genau abgrenzen kann, wer nun grad der Hundeführer ist. Das ist schwierig, wenn wir gemeinsamm einfach nur gassi gehen, oder anderweitig unterwegs sind. Wir haben uns so nach und nach unsere eigenen Bereiche eingerichtet. Er geht mit Ashanti zum Training zur BH und Unterordnung (wir sind in einem Verein eigetreten), und ich kümmere mich um Nasenarbeit als Auslastung.
    Was die Grunderziehung und das Anti-Jagd-Training angeht, so sprechen wir uns regelmäßig ab, damit wir beide einem roten Faden folgen. Kleinere Unterschiede im Training, ja sogar in Kommandos gibt es durchaus. Aber solange jeder strickt seinem Plan folgt, und es nicht vom roten Faden abweicht, klappt das alles recht gut. Ashanti kann sehr gut zwischen uns unterscheiden, und führt Kommandos auch gut aus, auch wenn sie sich mal ein wenig unterscheiden oder die Übung anders durchgeführt wird, als es der Andere macht.
    Wenn wir gemeinsam unterwegs sind, dann sprechen wir ab wer die ganze Zeit über "das Sagen" hat, und der andere muss die Klappe halten. Meistens bin ich dann am anderen Ende der Leine, weil mein Freund in unbekannten Situationen einfach ab und an mal unsicher ist, was sich schnell auf Ashanti auswirkt und eher Stress verursacht.

    Im Großen und Ganzen klappt das Zusammenspiel also recht gut. Und wenn mein Freund doch mal auf komische Ideen kommt, die mir so gar nicht passen (auch er ist irgendwann mal auf Oldschool-Rückendrehen-Schnauzengriff-Methoden gestoßen), dann gibts ne klare Ansage meinerseits, mit ausführlicher Diskussionsrunde *lol*. Zum Glück gab es bisher nur zwei mal eine solche Situation, die sich aber schnell wieder verflüchtigt haben, nachdem man weiter recherchiert und beim Trainer hinterfragt hat.

    Wichtig ist eben, dass beide Partner an einem Strang ziehen und sich auf eine Linie einigen.

  • Zitat

    Jepp :sad2:


    Jaja.. das kenn ich gut :roll:

    Ich arbeite da mit positiver Bestärkung und lobe ihn immer für gute Trainingsfortschritte :tropf:

    Immer schön das Sandwich "Positive Kritik - negative kritik - Positive Kritik" anwenden^^

  • Ich finde es wirklich spannend, daß hier quasi alle der Meinung sind, sie seien derjenige, der alles richtig macht und dem Partner erklären müsse, wie der Hase in der Hundeerziehung läuft.
    Ich habe auch mehr Hundeerfahrung als mein Partner und ich würde auch einige Sachen anders machen, aber es käme mir kaum in den Sinn, meine Erziehung "richtig" und seine als "falsch" zu sehen und ihm das auch noch unter die Nase zu reiben.
    Der Hund ist nicht blöd, bei uns z.B. weiß jeder der Hunde, was bei mir und was bei meinem Mann geht.
    LG von Julie

  • Also unser Hund kam auch in eine schon bestehende Beziehung trotzdem war bei uns klar das es mein Hund ist und sollten wir uns mal trennen nehm ich sie mit. Auch das die ganze "Arbeit" bei mir liegen wird war von Anfang an klar und auch von meinem Freund so gewollt.

    Trotzdem muss man irgendwo auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Wenn man die Erziehung wirklich zusammen machen will erst recht.(finde ich)

    Bei uns läuft es auch so, dass mein Freund nix "wichtiges" bei bringt. "Rolle" oder so was zum Beispiel.
    Er spielt und kuschelt und geht mit ihr raus wenn ich nicht da bin (wobei sich das meist auf Garten beschränkt)

    Da wir eher gegensätzlich sind und er sich vorher auch nie wirklich mit Hunden auseinander gesetzt hat stelle ich mir das auch recht schwer vor sollten wir zusammen erziehen.
    Da gibt es zu viel "Unkonsequenz" seiner seits. (Hundi braucht nur traurig gucken und hat ihn um Finger gewickelt und traurig gucken hat sie wirklich drauf)
    Wir lassen uns beide ungerne was sagen von daher kommen von ihm dann schon mal so Sätze wie: "Jajaa du bist eh die einzige die was von Hunden versteht" wenn ich mal was anmerke... :fear:

    Zitat

    Mal eine Frage in die Runde.

    Hört der Hund auf euren Partner genauso gut wie auf euch?

    Mir fällt manchmal auf, dass mein Freund wenn wir zusammen unterwegs sind dem Hund einen Befehl gibt und sie ihn ignoriert.
    Wenn ich dann den Befehl gebe wird er sofort ausgeführt

    Kann ich ganz klar mit Nein beantworten. Alleine schon weil er von seiner Art und Körpersprache manchmal missverständlich ist. (momentan aber eh Trotzphase auf seiten des Hundes da hab ichs auch ein bissel schwerer)
    Männer sind ja eh nicht ihre Favoriten.
    Trotzdem hört sie auf meinen Vater (der sich mit Hunden schon auskennt) auf anhieb recht gut und den sieht sie selten mal, also keine Bezugsperson. Der kommt aber alleine von seiner Körpersprache auch ganz anders rüber.

  • Also ich für meinen Teil meinte nicht, dass ich alles richtig und mein Freund alles falsch machen würde :ops:

    Er hat ja auch mehr Hundeerfahrung als ich. Und er kann super mit Hunden, das merkt man einfach total wenn man welche trifft. Die meisten lieben ihn sofort, auffällig oft Hüdinnen. :smile: Und das finde ich total schön.

    Trotzdem finde ich, beließt er sich zu wenig. Darauf hat er so gar keinen Bock. Das mache dann ich und erkläre ihm, wieso seine Ansicht/Methode nicht die beste ist und bisher lässt er sich das gern sagen, solange es Sinn ergibt. Aber die fehlende Eigeninitiative kritisiere ich schon und das weiß er auch.

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