Hund gemeinsam erziehen

  • Ich hab es ja eigentlich schon geschrieben. Im Groben sollte man schon an einem Strang ziehen und sich einigen. In kleineren Dingen können die Hunde aber sehr gut unterscheiden, wie weit sie bei verschiedenen Personen gehen können.

  • Ich,das ist nun nur meine Meinung,finde man sollte da schon ganz strikt den Weg zusammen gehen.
    Wenn ich ein Sitz! erwarte ,bevor ich die Straße überquere,hat mein Mann das auch zu tun.(also den Hund ins sitz bringen)Für den Hund ist es sicherlich nicht förderlich,wenn der einen Tag so und einen Tag so "lebt".

    Wir werden zwei haben,davon hat sich jeder einen ausgesucht.Jeder wird da am Anfang erstmal nur mit"seinem" Hund beschäftigt sein aber,was ist wenn mein Mann wieder arbeiten ist?Dann geh ich mit beiden,muß beide zu umgänglichen Hunden machen usw.

    Das man dann natürlich auf den einzelnen noch Rücksicht nimmt,ist klar,aber sie sollen letztendlich,beide gleich gut erzogen,geprägt und geführt werden können.

    Von dem Gelaber was Ranghöhe und Rudelführer angeht,halte ich nichts.Ich lebe mit den Hunden zusammen,die komplettieren mein Leben und ich möchte nicht jeden Morgen aufstehen und mir selbst sagen,heute dominier ich wieder,runter mit den Viechern von der Couch :lol:

  • Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die gemeinsame " Bildung" was Hundeerziehung angeht enorm förderlich sein kann! Als ich Aika geholt habe gab es.noch meinen ex, der allerdings selbst schon HundeErfahrung hatte. Wir sind gemeinsam in die Hundeschule, haben DVDs angeschaut usw. Zwar lag der meiste Part was Hundeerziehung angeht bei mir, aber mein Ex hat sich damals wirklich sehr bemüht und am selben Strang gezogen.
    Aber wenn mein Freund grob und für den Hund nicht nachvollziehbar handelt, würde ich mit diesem schon mal ein ernstes Wörtchen reden

    Tapatalk Geschreibsel

  • Wir haben uns auch zu zweit vor vier Monaten unseren Lino angeschafft.
    Aber es klappt erstaunlich gut. Wir gehen gemeinsam zur HuSchu und so oft es geht zusammen Gassi.
    Wichtige Sachen beschließen wir zusammen z.B. dass wir keinen Hundekontakt an drr Leine mehr wollen.

    Klar haben wir jeder unsere eigene Art aber zum größten Teil reagieren und handeln wir gleich oder ähnlich.
    Aber ich nehme mir auch das Recht raus ihn zu korrigieren oder zumindest anzusprechen wenn mir was nicht passt.

  • Mal eine Frage in die Runde.

    Hört der Hund auf euren Partner genauso gut wie auf euch?

    Mir fällt manchmal auf, dass mein Freund wenn wir zusammen unterwegs sind dem Hund einen Befehl gibt und sie ihn ignoriert.
    Wenn ich dann den Befehl gebe wird er sofort ausgeführt

  • Als wir unser zwei alten hatten gab es das nicht.Den Rüden hab ich quasi angeheiratet und das hat von anfang an geklappt.Keine Ahnung ob es daran liegt das wir zwei so gleich ticken.

  • Hazel hört schon besser auf mich als auf Bertram. Aber das liegt einfach daran, dass ich wesentlich mehr mit ihr übe und die Haupterziehungsarbeit leiste. Ich hab als Student halt doch mehr Zeit als mein Freund mit Vollzeitjob plus Selbstständigkeit.
    Aber das Wesentliche klappt auch bei ihm. :)

  • Zitat

    Ich finde man sollte sich vorher einigen was man erwartet,wie man es umsetzen möchte und dann absolut an einem Strang ziehen.

    Zitat

    man muß dann aber auch offen sein,wenn man mal doch was anders oder falsch angeht und sich immer einigen.


    Dito!
    Bei uns ist der Vorteil, dass ich hundeerfahrung hatte (aber keine welpenerfahrung) und mein Freund gar keine. Also bin ich schon so ein wenig diejenige, die das letzte Wort hat. ;) Wir haben eine tolle Trainerin und orientieren uns sehr daran und gehen auch gemeinsam zum training. Es sind alles Methoden, die sehr schlüssig sind und die uns beiden zusagen. Auch wichtig, dass man da was gemeinsames findet.

    Und ansonsten tauschen wir uns seeeehr viel aus. Vorher wurde besprochen, was wir gar nicht haben wollen, was wir unbedingt haben wollen und wie wirs erreichen können. Dann natürlich auch, welche Kommandos wofür gegeben werden usw. Auch jetzt nach fast 9 Monaten tauschen wir uns regelmäßig aus, denn es haben sich natürlich einige Unterschiede eingeschlichen. Und gerade jetzt in der Pubertät, wos Hundi extrem diskutiert muss man sich absprechen, wie man weiterhin an einem Strang zieht.

    Kommunikation und Kritikfähigkeit sind also absolutes muss. Und es geht ganz gut. Ich kann jetzt nicht sagen, dass der Hund bei einem von uns weniger hört. :)


    Was mir grad noch einfällt: wichtig finde ich, dass man dem anderen nicht während dem training reinpfuscht (es sei denn e ist wirklich was krasses), sondern eben wartet, bis nach dem training oder nach der Lektion. Ich fand es total hilfreich, wenn ein Zuschauer mir sagt, wo mein Fehler lag. Aber bitte nach der Lektion, wo genug Zeit für feedback und Diskussion ist ;)

  • also ich fänds schon wichtig, dass beide an einem Strang ziehen und Kommandos auf die gleiche Weise trainieren!
    Gerade bei einem 3,5 Monate alten Welpen muss man nicht lauter werden und den Po runterdrücken :roll: Lernen sollte ganz viel Spaß machen, also bitte positiv motivieren!
    Ich an deiner Stelle würde auf jeden Fall das alles mit meinem Mann/Freund besprechen und nicht stillschweigend zusehen...
    wir haben, bevor der Kleine einzog, viel darüber gesprochen wie wir erziehen möchten und uns gemeinsam belesen. Zum Glück ziehen wir beide an einem Strang, haben unsere "Philosophie" beibehalten und ersparen dem Hund jegliche Verwirrung :lol:

  • Zitat


    Wenn ich ein Sitz! erwarte ,bevor ich die Straße überquere,hat mein Mann das auch zu tun.(also den Hund ins sitz bringen)Für den Hund ist es sicherlich nicht förderlich,wenn der einen Tag so und einen Tag so "lebt".

    Haha, gut, dass du es nochmal genau erläuterst, ich hatte jetzt schönes Kopfkino wie dein Mann sich neben dich hockt :lachtot:

    Btw. habe ich, als mein Ex noch manchmal auf der Bildfläche war, ihn machen lassen, er ist zwar nicht unbelehrbar, aber muss die Dinge schon nachvollziehen können. Wäre ich dem gekommen mit: Der Hund hat nur auf der linken Seite zu laufen, wäre das eh nix geworden.
    Leinenführigkeit war für ihn eh immer: DER Hund lernt das eh nicht mehr, das ist hoffnungslos.
    Ja, so waren dann eben nach den 6 Wochen meine Fortschritte zunichte gemacht. :muede:

    Sauer war ich nur, als ich gehört habe, dass die große Beschäftigung in der Zeit (diese 6 Wochen, in denen ich weiter weg arbeiten war) das Ballhetzen war (Prinz hat Arthrose, also GIFTIG). Er meinte dann hinterher nur mit einem Achselzucken: "Ja, du hast das doch auch mal auf dem Feld gemacht." Mhm, zwei drei mal (am Tag) Hund abgelegt, geworfen und losgeschickt ist ja das gleiche wie ihn 20x pro Spaziergang auf Asphalt den Ball fangen zu lassen.

    Sowas sollte man definitiv absprechen.

    Naja. Der Hund konnte trotzdem immer gut unterscheiden. Waren wir zusammen unterwegs, konnte er ihn nicht führen, das war immer eine Katastrophe, Hundi wusste genau, wer das sagen hat :headbash:

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