Unser Zweithund ist da. (...aber wie lange noch?) Hilfe!!!

  • Ruhig bleiben. Das wird.

    Ich hab meinen Neuzugang seit ca 6 Wochen. Unsere ältere Dame, war am Anfang auch nicht unbedingt fein zu ihm.
    Es gab Grenzen die hatte er nicht zu überschreiten und das hat er auch recht energisch von ihr erklärt bekommen.
    Wenn Du zu viel dazwischen gehst, nimmst Du den Hunden die Möglichkeit ihre Bereiche abzustecken.
    Wenn er nach ein 2-3 Warnschnappern von ihr ablässt und sie gehen lässt, würd ich da noch nicht zwischengehen.

  • Alles klar, so mach' ich's auch.

    Ich habe jetzt auch ein paar Mal "den Mut aufgebracht", ihn "machen zu lassen" und wie von vielen erfahrenen Leuten hier bereits vermutet, er beißt nicht wirklich, er schnappt sie lediglich 2-3 Mal weg. Mittlerweile wäre ich froh, wenn's allein dabei bleibt.

    Sie verharrt dann erstmal und zieht sich langsam zurück.

    Die hoffnungsvolle Frage wäre aber, ob sich das mal legt oder ob so ein "Annäherungsverbot" ein Leben lang bestehen bleiben kann?

    Hinzu kommt leider auch die Sorge, um ihre Sehfähigkeit mit dem einen Auge. Wir vermuten, dass es bei dem verbliebenen Auge auch nicht zum Besten bestellt ist und ich finde es dann um so unfairer und schmerzvoller, wenn sie von unserem Georgie attackiert wird...

    Es stellen sich für uns nun auch die Fragen: Kann man so ein gehandicaptes Tier einem kratzbürstigen Ersthund ruhigen Gewissens gegenüberstellen??? Ist es nicht egoistisch, bei den beiden unbedingt einen Erfolg erzielen zu wollen??? Wäre sie als Alleinhund woanders nicht besser dran???

    Danke und Grüße.

  • Ich würd Dir ja jetzt gerne was Anderes sagen, aber es KANN unter Umständen so bleiben. Bei mir werden meine zwei Mädels auch niemals Freundinnen werden. Allerdings handelt es sich hier um zwei Mädels. Das ist doch eine Nummer anders.
    Ich würde an Deiner Stelle noch Zeit verstreichen lassen. Gib jedem seinen Rückzugspunkt und lass Betty erstmal ihren weiblichen Charme versprühen, ich denke, nach einer Weile schafft das kein Kerl, dem zu widerstehen :D

    Natürlich ist es schlimm, wenn Betty auch auf dem anderen Auge nicht so dolle sieht, wäre aber kein Grund für mich, sie wieder herzugeben. Zumindest nicht in Deinem Fall.

    Du hast eine Rasse, die ihren Dickkopf haben und den auch ne ganze Weile durchziehen. Ich kenne das gut.... ;)
    Meine Peki - Dame hat ihren auch laaaange gehabt. Stellenweise auch heute noch. Gib ihm ein bisschen mehr Zeit. Wir vermenschlichen die Situationen oft gerne. Was für uns dann "nicht lebenswerte Situationen" sind, ist für die Hunde ein ganz normaler Vorgang.

  • Oha... Stop!
    Kein Mitleid. Das ist in dieser Phase einfach schlecht.

    George ist nicht unfair. Absolut nicht. Und er attackiert auch nicht. Der zeigt Betty schon vorher das es zuviel ist, aber ihr seht das nicht.
    Hunde machen das über kleine Gesten, ein Ohr legt sich an, die Lefze wird kurz hochgezogen. Betty sieht das vielleicht nicht mehr, aber dennoch warnt George vor.
    Und das Abschnappen ist dann die ganz deutliche Warnung, worauf Betty mit dem langsamen Rückzug auch richtig reagiert.

    Wenn jemand unfair ist, dann ist es Betty. Denn sie erkennt seine Grenze nicht an und überschreitet sie immer und immer wieder.

    So etwas braucht Zeit. Und zwar nicht 2, 3 Wochen, sondern durchaus 3 Monate.

    Meine Papillonhündin hatte nur noch 1 Auge. Die war alles, aber net gehandicapt. Und wenn ich die so behandelt hätte... Ne ne, bei sowas ist unser Mitleid fehl am Platz.
    Hunde haben viel mehr Möglichkeiten als wir. Sie hören besser, sie riechen Dinge die uns auf ewig verborgen bleiben, da ist ein Auge wirklich kein Handicap!

  • Genau, Mitleid darf nicht sein! Wir bemühen uns weiter und ich werd' natürlich nachberichten...

    Wir glauben, so gaaanz langsam wird's einwenig besser...

    Grüße und wie immer vielen Dank für die Tipps!

  • Hallo mal wieder...

    Leider gibt es nicht viel positiv Neues zu vermelden, eher im Gegenteil...

    Es besteht bei unserer Betty mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Blindheit aufgrund PRA. Sie hat ja nur noch ein Auge und die Anzeichen auf dem verbliebenen sind bezüglich der angenommenen Diagnose nahezu untrüglich... Ständig weit geöffnete Pupille, auch bei starker Sonneneinstrahlung und extrem grün leuchtender Augenhintergrund. Hinzu kommt natürlich ihr extrem vorsichtiges Gehen, bei trotzdem stattfindenden "Kollisionen" mit jeglichen Hindernissen im Haus. Beim Gassigang versuche ich ihr erst einmal einwenig Sicherheit und auch Freude durch sanftes Drum-Herum-Führen zu bescheren. Wir müssen ihr allerdings alsbald und auch durch Verspüren lassen eines Hindernis-Anstosses und dem Kommando "Vorsicht" oder "Stopp" die Hindernisbewältigung lernen. Und natürlich noch vieles vieles mehr,... Treppensteigen zum Beispiel.

    Aber als wäre "dieses Paket" nicht schon groß genug, kann unser alter Rüde Georgie unsere blinde Betty, vermehrt nach dem Fressen!?, und nach mittlerweile 3 vergangenen Wochen, immer noch nicht in Ruhe bei uns leben lassen und vertreibt sie, wann und wo immer sich Betty "erlaubt" im Haus herumzuschleichen...

    Jetzt kreisen natürlich viele Fragen in uns...

    Wie soll sich unsere blinde Betty an "Regeln" von unserem Georgie halten können, wenn sie ihn, zumindest optisch, gar nicht mehr recht wahrnehmen kann?

    Leidet sie nicht ggf. mehr unter der Gängelung durch unseren "Hausherren", als wir ihr ausreichend und ausgleichend Geborgenheit und Liebe geben können?

    Ist eine Vergesellschaftung unter solchen Voraussetzungen überhaupt machbar und sinnvoll?

    Unseren Gemütszustand bei den für uns oftmals als unfair empfundenen Attacken von Georgie gegen unsere blinde Betty, möchte ich an dieser Stelle gar nicht erst beschreiben... Gegenüber Betty's Lebenslauf und ihren Problemen fast das geringste Problem, unser Seelenheil...

    Grüße.

    Grüße.

  • Zitat

    Es besteht bei unserer Betty mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Blindheit aufgrund PRA. Sie hat ja nur noch ein Auge und die Anzeichen auf dem verbliebenen sind bezüglich der angenommenen Diagnose nahezu untrüglich...

    Habt ihr das mal von einem Augenspezialisten abklären lassen?

    Ansonsten hätte ich bei den geschilderten Problemen noch Geduld. Noch ist die Kleine ja keinen Monat bei euch.

    Ich würde den Rüden auch mal verbal zusammenfalten, wenn er die Hündin so gar nicht in Ruhe lässt. Wie schon geschrieben, manchmal muss man Grenzen setzen, wenn der Ersthund zu sehr übertreibt.

  • Wir wollen uns allen schon noch weiterhin Zeit geben.

    Allerdings der "Ist-Stand" des Kennenlernens und die bislang nur vermutete Augen-Diagnose von Betty machen schon sehr traurig und hin und wieder auch mutlos...

    Abklären..., sicherlich müssten wir dies noch professionell vornehmen lassen, aber es sieht alles in allem so niederschmetternd eindeutig aus, leider auch für uns Laien.

    ...

  • Zitat

    Wir wollen uns allen schon noch weiterhin Zeit geben.

    Allerdings der "Ist-Stand" des Kennenlernens und die bislang nur vermutete Augen-Diagnose von Betty machen schon sehr traurig und hin und wieder auch mutlos...
    ...

    Mutlosigkeit ist schlecht, das überträgt sich auch auf die Hunde.
    Wenn es hilft, könnt ihr euch ja ein zeitliches Limit setzen von 2-3 Monaten. Wenn ihr dann immer noch das Gefühl habt, der Kleinen würde es woanders besser gehen, könntet ihr nach einem anderen Zuhause suchen.

    Zitat

    Abklären..., sicherlich müssten wir dies noch professionell vornehmen lassen, aber es sieht alles in allem so niederschmetternd eindeutig aus, leider auch für uns Laien.

    Auch wenn man eine PRA nicht heilen kann, kann sie Folgeerkrankungen nach sich ziehen, z. B. einen zu hohen Augendruck. Wenn man den dann nicht gesenkt bekommt, muss man evtl. das Auge entfernen.

    Ich will Dir keine Angst machen, aber ich würde das einfach mal untersuchen lassen, dann wisst ihr, was sie hat. Ein Augenspezialist hat die Erfahrung und entsprechenden Geräte.

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