Unser Zweithund ist da. (...aber wie lange noch?) Hilfe!!!
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Zwischenbericht Fütterung heute Abend...
Es wurde natürlich getrennt gefüttert, aber in Sichtweite. Das spornt unseren Georgie nun mittlerweile zum relativ guten Auffressen an. Das finden wir eigentlich ganz gut, weil er früher immer recht schlecht gefressen hat.
Nach dem Fressen, die Näpfe werden sofort weggenommen, entsteht immer eine gespannte Atmosphäre. Georgie versucht dann Betty zu stellen, visierte Betty wie versteinert an und wartete wohl auf den kleinsten Fehler von Betty...
Ich hab' mich dann zunächst (wie hier angeraten) zwischen beide gestellt und konnte so "Schlimmeres" verhindern. Georgie griff nicht an. Dann ging ich beiseite und Betty hat sich, weil sie von Georgie weiter angestarrt wurde, gaaanz langsam zurückgezogen. Georgie ist dann nicht weiter hinterher... Für heute Abend scheint also alles ruhig zu bleiben, weil Georgie sich zur Nachtruhe zurückzieht und Betty nicht mehr in seine Nähe geht.
Sollte ich z. B. morgen einen Kampf zulassen und mich nicht dazwischen stellen? Kehrt erst nach einem Kampf Ruhe ein? Kann ich durch ständiges Vermeiden einer offenen Auseinandersetzung auch etwas Positives zum Kennenlernprozess der beiden Hunde beitragen, oder verschiebe ich das Unausweichliche nur um jeden weiteren Tag nach hinten?
Ehrlich Leute,...wir sind der totalen Verzweiflung sehr sehr nahe! So einen Kriegszustand haben wir im Traum nicht erwartet...
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Hallo,
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Nein, bitte keinen Kampf zulassen, sondern regeln. Dein Georgie wird es irgendwann schon einsehen. Bis dahin solltest du die Hunde aber nicht unbeaufsichtigt alleine lassen.
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Alles klar, aber da gibt es noch eine weitere Baustelle...
Betty kann augenscheinlich nicht alleine bleiben. Sobald wir mal das Haus verlassen, liegt sie vor und kratzt an der Tür und bellt. Jetzt haben wir nur noch eine weitere Woche Urlaub und dann muss sie mit unserem Georgie mindestens 4 1/2 Stunden am Arbeitstag alleine bleiben können!
Wie sollen wir das jedoch trainieren (was wir bereits die vergangene Woche ohne positives Ergebnis angefangen haben), wenn wir sie nicht unbeaufsichtigt lassen können?
Übrigens, es schien bei den vielen Trainingsweggängen der vergangenen Woche kein Kampf gegeben zu haben. Ein gutes Zeichen....?
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Zitat
Nach dem Fressen, die Näpfe werden sofort weggenommen, entsteht immer eine gespannte Atmosphäre. Georgie versucht dann Betty zu stellen, visierte Betty wie versteinert an und wartete wohl auf den kleinsten Fehler von Betty...Ich würde wirklich getrennt füttern, nicht in Sichtweite des anderen Hundes.
Das nimmt am Anfang viel Spannung raus.Zitat
Sollte ich z. B. morgen einen Kampf zulassen und mich nicht dazwischen stellen? Kehrt erst nach einem Kampf Ruhe ein? Kann ich durch ständiges Vermeiden einer offenen Auseinandersetzung auch etwas Positives zum Kennenlernprozess der beiden Hunde beitragen, oder verschiebe ich das Unausweichliche nur um jeden weiteren Tag nach hinten?Ich glaube gar nicht, dass es zu einem Kampf kommt.
Trotzdem kannst Du eine angespannte Situation entschärfen, durch das Splitten der beiden oder auch, indem Du Deinen Rüden ermahnst. Schicke ihn einfach weg, wenn Du das Gefühl hast, er ist zu angespannt.
Du kannst Dich ja gerne mal einmischen, wenn Du das Gefühl hast, Dein Rüde übertreibt.Das positive Kennenlernen findet meistens draußen beim Spaziergang statt. Ich würde einige nette Dinge mit beiden Hunden unternehmen. Das verbindet.
Zum Alleinebleiben: Es kann gut sein, dass 2 Wochen Eingewöhnung nicht ausreichen, damit sie alleine bleibt. Ich würde mir für alle Fälle eine Betreuung suchen, damit ihr nicht in Zeitstress kommt.
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Okay, muss ich erstmal alles sacken lassen mit dem Alleinsein. Die angesprochenen Dinge mit der Entschärfung von angespannten Situationen dürfte hingegen funktionieren, wenn ich da bin. Georgie hört, trotz Anspannung, schon auf mich und ich kann ihn auch durch verbale Ansprache wegschicken.
Ich hoffe ja darauf, dass wenn sich die beiden einmal verstehen, das Alleinsein für Betty leichter wird bzw. keine Rolle mehr spielen würde.
Jetzt wollten wir soviel Positives erreichen und "alle Bezeiligten" sind unzufrieden, traurig, gestresst und sogar gereizt...
Mit unseren jetzigen Erfahrungen wird meiner Meinung nach das Thema "Zweithund" in der allgemeinen Öffentlichkeit vielzu wenig "ungeschönt" dargestellt. Da wird in unseren Lieblingsfernsehsendungen für die Vermittlung u. a. von Hunden mit blumigen Worten gelobpreist, wie Hund xy der "ideale Zweithund" ist und alle profitieren dann von so einer Symbiose, etc., etc. und in Wirklichkeit muss man ggf. ertragen, wie die Tiere einen wochen- oder gar monatelangen (ggf. blutigen) Machtkampf austragen (müssen) und eigentlich so gar keiner etwas ernsthaft vom Anderen wissen will...
Ich bin mittlerweile auch über meine offensichtlich vorhandene Naivität bezüglich der Zusammenführung von zwei RAUBTIEREN! enttäuscht und verärgert. Ich hätte mich da wohl vorher viel viel besser drüber informieren müssen.
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Zitat
Jetzt wollten wir soviel Positives erreichen und "alle Bezeiligten" sind unzufrieden, traurig, gestresst und sogar gereizt...
Versuche Dich zu entspannen.
Das überträgt sich auch auf die Hunde. Du bist einfach noch unerfahren mit Zweithund.
Die erste Zeit ist bei vielen Zweithundehaltern erstmal anstrengend.Meistens werden Rüde und Hündin ein gutes Team. Das ist echt selten, dass sich die beiden Geschlechter auf Dauer nicht mögen.
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Oli, ich kann deinen Frust verstehen. Ganz wichtig ist das du durchatmest und dir immer wieder sagst das die 2 das schon lernen werden.
Das nimmt dir einen Teil des Drucks weg.Ich persönlich sehe das etwas anders als meine Vorredner. Ich würd die beiden einfach mal machen lassen.
Sie sind ja in der selben Gewichtsklasse, eigentlich beide verträglich... Ich würd halt aufpassen und notfalls eingreifen, aber ich finde halt das ein Streit durchaus auch die Luft reinigen kann. (Und nichts anderes wäre es in dem Moment, ein Streit zwischen den beiden)Aber da du schreibst das sie sich in Ruhe lassen wenn ihr weg seit denke ich das George eher euch als "seine Ressource" vor Betty verteidigt. Und bei sowas verstehe ich keinen Spaß, das lasse ich nicht zu.
Das hat hier 1 Hund mal versucht, meine Reaktion war laut und deutlich, danach war dann auch Ruhe und es gab keinen zweiten Versuch.Die Zusammenführung von 2 Raubtieren... Naja... Eine Katze ist weit mehr Raubtier als ein Hund.
Du vergisst das George so lange schon als Einzelhund lebt! Stell dir vor du setzt deiner Frau jetzt ne andere Frau vor die Nase "So, die lebt jetzt mit uns."
Da gäbe es ja auch massiv Streit. So ist es jetzt mit George. Er kennt das teilen nicht, das man zu 2 nie allein ist und viel Spaß haben kann, das muss er erst lernen.Ich hatte das Glück das meine 2 noch jung sind, als der zweite hier einzog war der grad mal 6 Monate alt und mein Ersthund war 1 Jahr alt. Da läuft alles einfacher...
Aber als meine alte Hündin noch lebte war es auch nicht so einfach als der Welpe kam. Sie fand es ätzend, so ein nerviges Ding in ihrer Wohnung! Bei ihren Menschen! Und dann wagte das kleine Ding auch noch sie anzuatmen!
Sowas braucht Zeit. -
Vielen Dank Aoleon für die mitfühlenden und informativen Worte. Wir ermitteln natürlich in alle Richtungen, immer in der Hoffnung, es tritt mal irgendwo ein kleiner Fortschritt zu Tage...
Vielen Dank natürlich an alle Forumsbesucher, die sich die Mühe gemacht haben, uns mit Tipps und verschiedenen Sichtweisen ein Stück weit den Rücken zu stärken.
Heute morgen wählte unser Georgie den direkten Weg auf Betty zu, ging an ihr auf der Couch vorbei und ließ sich letztlich 1m neben dran, ebenfalls auf der Couch, nieder. Beide warteten dann auf den Beginn des gemeinsamen Gassi-Ganges. Da wir diese Woche noch Urlaub haben, wollen wir natürlich den hier ebenfalls benannten positiven Aspekt des "Kennenlernens beim gemeinsamen Gang draußen" konsequent praktizieren.
Ansonsten herrscht bei uns mental leider nach wie vor das totale Chaos. Nächste Woche kommt unwiderruflich der Alltag und wir haben leider "externen Sitter", wir müssen alleine zurechtkommen.
Grüße in die Runde und bitte! ...wer noch was weiß oder aus meinen Zeilen irgendwelche Fehler bei uns herauslesen kann, bitte zu Wort melden und uns "einnorden"!
Oli
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...KEINEN "externen Sitter" sollte es natürlich heißen...
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Hallo,
es wurde ja nun schon viel geraten, ich wollte nur noch in den Raum stellen dass die beiden Hunde ja nicht zwingend ZUSAMMEN allein bleiben müssen (vorerst!).
Ich habe auch seit wenigen Wochen einen Zweithund, und wenn wir nicht daheim sind lassen wir sie im Moment noch in getrennten Räumen.
Zwar ist es mittlerweile schon sehr entspannt zwischen den Hunden, aber ab und an treibt der Kleine es doch noch etwas ZU bunt und lässt sich von meiner Hündin schwer beeindrucken. Ab und zu muss ich da noch regulierend eingreifen wenn es zu heftig wird.
Ich denke dass sich das noch einspielt, aber sie bei eurer Abwesenheit erstmal noch nicht im selben Raum zu lassen ist vielleicht eine gute Idee.
So könnt ihr auch das Alleinsein mit Betty üben - lasst Georgie in einem Raum und übt mit ihr in einem anderen.Ein Hund bleibt ohnehin meist nicht "besser" allein nur weil ein weiterer Hund da ist.
Die Menschen sind trotzdem nicht da, das stresst einen Hund der nicht allein sein kann auch in Gesellschaft eines anderen Hundes.Gebt nicht auf, es wird sich sicher einspielen!
Wichtig ist, dass IHR Ruhe rein bringt. Wenn ihr nun permanent gestresst/unglücklich seid, uberträgt sich das nur zusätzlich auf die Hunde.Alles Gute :)
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