Der Mehrhundehalter- Laberthread.

  • Atme erstmal durch. Mit einem Welpen ist einiges erstmal anders.

    Sam hat die älteren Rechte, vergiss das nicht.

    Hier hat es etwa 3 Wochen gedauert bis Rufus eingesehen hat, dass Mio nun dazu gehört. Hinzu kommt, dass der Welpe ja jede Menge neue Eindrücke bekommt. Er ist getrennt von seiner Familie und es ist klar das er erstmal seinesgleichen sucht. Zu dem muss er neue Regeln lernen, auch die Regeln von deinem Altrüden.
    Das wird schon, gib den beiden etwas Zeit. Es ist auch normal, das Rüden die Erziehung der Welpen. Schaut halt das du regulierst, also durchaus auch Sam einen Rahmen vorgibst in dem es für dich ok ist wie er den Welpen massregelt.
    Schau das beide ihre Ruhe voreinander haben wenn sie es brauchen.
    Genieß die Zeit.

    Bei uns war es so, dass Mio die Beziehung zu Rufus noch mal verändert hat. Gib den beiden Zeit.

  • Eigentlich ist das die gleiche Situation, nur eben umgekehrt. Und so wie man den Ersthund vor nem Welpen schützen sollte, so sollte man auch einen Welpen vor dem Ersthund schützen.

    Du könntest versuchen ob es Filou besser geht wenn er mit Sam ruhigen Kontakt aufnehmen kann, dafür muss Sam eben ruhig bleiben. Notfalls an der Leine.
    Anscheinend hat der Kleine ja echt schon Angst sich nur zu bewegen, da wären mir die "älteren Rechte" ehrlich gesagt schnurz und der Ersthund müsste zurückstecken.

  • Danke dir für die Antwort :) Sam maßregelt den kleinen nicht, es gab bisher noch keine Situation wo das auch überhaupt nötig gewesen wäre und selbst wenn würde Sam den kleinen vermutlich nie Maßregeln, so schätze ich ihn zumindest nicht ein (und hätte es auch noch nie so erlebt) . Sam will mit Filou spielen und seine Aufforderung dazu sind eben sehr ruppig,
    Ich hatte Sam vorhin im Arbeitszimmer bei meinem Mann und Filou war bei mir und er ist dann zum ersten mal heute richtig aus sich raus gekommen, ist rumgehopst, hat mit mir gespielt und das alles, als Sam wieder kam hat er sich wieder ins hinterste Eck der Couch verzogen, auch Sam ist mittlerweile nicht sonderlich verzückt von der Situation, zum ersten mal in 2 Jahren sucht er keinen Körperkontakt zu mir sondern liegt auf seinem Kissen, ich hab also den Erwachsenen Ersthund in der einen Ecke und den Verunsicherten und Ängstlichen Zweithund Welpen in der anderen Ecke :( Dass die ersten Tage Aufregend und nicht einfach werden würden war mir schon klar, aber so habe ich mir den ersten Tag nicht vorgestellt :(

    Gut möglich dass ich aus einer Mücke nen Elefanten mache, der Tag war aufregend und ich bin auch schon ein wenig müde. Filou ist ein super lieber kleiner Kerl und ich hab Angst, zum einen davor, dass er hier nicht glücklich werden könnte, weil Sam ihn Angst einjagt zum anderen was die Alternative wäre, wenn sich an der "Chemie" der beiden nicht was ändert. Dazu hab ich auch etwas Sorge, dass Sam vielleicht Eifersüchteleien entwickeln könnte, drängt er sich auch jetzt schon dazwischen wenn er kann, wenn ich mit Filou ein Spiel starten will und Filou verkriecht sich gleich wieder :(

    Ich werde auch gleich Schlafen gehen (hoffe es wird keine all zu kurze Nacht ^^) und dann mal schauen, ob es morgen schon etwas besser ist. Ich hoffe es :(

  • Ein Welpe maßregelt ja auch nicht, sondern nervt nur und davor wird ein Ersthund normalerweise geschützt.
    Hier ist es so das die Spielaufforderungen von Anfang an von euch unterbrochen gehört hätten, denn zu ruppig ist eben ungut. Wenn dir einer eine runterhaut weil das seine Art ist Freude zu zeigen würdest du auch nicht mit dem Freundschaft schließen wollen, oder?

    Wenn der Kleine ab jetzt nicht mehr ruppig bespielt wird, dann wird er bestimmt bald mehr auftauen.
    Spiele zwischen den beiden würd ich die ersten Tage nicht zulassen, bis Filou sich sicherer fühlt was Sam angeht.

    Ich würd versuchen beide gleichzeitig zu bekuscheln, also sozusagen ein schönes, gemeinsames aber ruhiges Ereignis. Vielleicht baut das die Angst des Kleinen schneller ab.

    Viel Glück und schlaft alle gut, ein neuer Tag bringt immer neue Chancen und Möglichkeiten.

  • Ähähm...

    Was hast Du denn erwartet?
    Freudentänze, weil Du dem Einzelhund plötzlich einen fremden Welpen vorsetzt?

    Ein Welpe, der in das "Revier" von völlig Fremden gebracht wird, aus der Umgebung und von den Menschen und Hunden weg, die er kennt?

    Wie haben die Hunde sich denn kennen gelernt?

    Filou tut gut daran, ganz kleine Brötchen zu backen. Es ist ALLES neu. Dich kennt er nicht, Deinen Mann kennt er nicht, Sam kennt er nicht. Gar nix. Nicht mal die Couch auf die er zum Kuscheln kommen soll.
    Wer keinen Ärger will in so einer ausweglosen und auch verstörenden Kage, der hält sich im Hintergrund, versteckt sich und ist demütig, wenn er doch gesehen wird.

    Und Sam hat nicht ruppig zu sein, auch wenn er das eventuell als "Spiel" meint. Spiel ist, was beiden Spaß macht, und das tut es hier offenbar nicht.
    Selbstverständlich ist es auch für ihn stressig, ungewohnt und neu, dass da gerade ein neuer Rüdenwelpe angebracht wurde, den er nicht kennt und der nicht dazu gehört. Er darf ihn nicht verhauen und nicht als punchingball benutzen, WOZU ist der kleine flauschige Eindringling also da?


    Mach Dir heute einfach noch keine Gedanken darüber, sei authentisch und souverän und schaff entspannte Situationen, beispielsweise gemeinsam auf einer Wiese sitzen, usw. Schöne ruhige gemeinsame Aktivitäten, wo sie "gefahrlos" nebeneinander her leben können.
    Du wolltest den Welpen, es ist Dein Haus und Deine Couch und Deine Entscheidung, und das musst Du ausstrahlen.

    Sam hat kein Mitspracherecht und darf den ängstlichen Welpen nicht anfassen. Und der Welpe muss nichts tun, außer Sicherheit bekommen, dass er nicht in Gefahr ist.
    Vielleicht kannst Du ihm einen Rückzugsort basteln, der ein bisschen nach seiner Familie riecht.

    Nur Geduld, es sind noch keine 24 Stunden um. Kein Grund für Panik.

  • Sam meint es sicher nicht böse, er will einfach nur Spielen und ist dabei halt recht ruppig und Filou ist davon momentan einfach total eingeschüchtert und kann da auch nicht mit oder dagegen halten. Alleine läuft es super mit Filou, er ist so lieb und süß und für einen Welpen auch recht ruhig (da war ich von Sam anderes gewöhnt ^^)


    Für mich hört sich das absolut nicht nach Spiel an.

    Es schein eher so, als ob der alte Hund den Welpen einschränken will und einfach mal austestet, wie der darauf reagiert und vorallem, was du dann machst.

    Für mich liest sich das auch so, als ob dein Ersthund im Allgemeinen nicht so richtig von deiner Kompetenz überzeugt ist, dass der Welpe jetzt dazu gehört und dass du das auch wirklich so meinst.

    Hier kann ich alles Viehzeug anschleppen und die Hunde wissen einfach, dass das jetzt dazu gehört und fertig. Der neue Mitbewohner wird nicht gegessen, wird nicht geärgert und es gelten für alle die selben Regeln.

  • Hier kann ich alles Viehzeug anschleppen und die Hunde wissen einfach, dass das jetzt dazu gehört und fertig. Der neue Mitbewohner wird nicht gegessen, wird nicht geärgert und es gelten für alle die selben Regeln.


    Jaaaa aber nur weil wir das können sind wir nicht das Maß aller Dinge, sondern wohl eher die Ausnahme.
    Ich kenne zumindest mehr Leute, deren Hunde sich bei Zuwachs so daneben benehmen, wie Sam zB, als solche, deren Hunde das, was man anschleppt, sofort akzeptieren.

    Also: alles ganz normal, idR normalisiert es sich, wenn beide Regeln (der Althund) und Sicherheit (der Welpe) haben.

  • Hier wird auch alles sofort akzeptiert als "gehört zu uns". Allerdings gehört dazu ein Bespielen um herauszufinden was das Neue denn so mag...
    Ist echt nicht bös gemeint von beiden, grad Arren kann einen mit Liebe schier erdrücken, aber wenn hier mal was neues einzieht würd ich genau das erstmal unterbinden.
    Einfach damit das neue Wesen sich erstmal klar darüber werden kann wo es gelandet ist und das die beiden wilden Kerle wirklich keine bösen viecher sind, sondern nur totale Knalltüten.

  • Ich bekomme ja in den nächsten Wochen auch einen Neuzugang, die erste Kontaktaufnahme hat ruhig zu erfolgen, in der Wohnung fangen die großen keine Spiele an, wenn der Zwerg anfangen will wird sehr genau geschaut ob die Großen wollen oder nicht. Draußen dürfen sie Aufforderungen machen, wenn es einer Seite unangenehm wird, dann unterbinde ich das sofort...

  • Ich sorge dafür, dass der Welpe mich als sicheren Hafen kennenlernt. In meiner Nähe wird er geschützt vor anderen Hunden, bespielt, gekuschelt, gefüttert und ich begleite und unterstütze ihn in seinem neuen Umfeld.
    Ich halte absolut gar nichts davon dem ersthund irgendwelche älteren Rechte bzw. irgendwelche entscheidungsgewalt dem babywelpen einzurichten.
    Das ist mein Welpe und der wird weder eingeschüchtert, noch als Blitzableiter oder Prügelknabe missbraucht. Und Vor allem nicht als lebendes Spielzeug.

    Deinen ersthund würde ich eiszackig an die Regeln des respektvollen Umgangs miteinander erinnern und den kleinen Welpen würde ich zeigen, dass er in meiner Nähe Sicherheit, Wärme und Geborgenheit erfährt, wenn er diese braucht.

    Bei meinen Hunden gilt, mit ganz kleinen Welpen wird erstmal nicht gespielt, die lässt man ankommen, ist vorsichtig und hält erstmal die Pfoten still. (Außer der neue Welpe ist welpzillar, strotzt vor Selbstbewusstsein und Aktivität, dann dürfen meine Hunde sie selbst sein). Unsichere, sanfte, zurückhaltende welpies werden vorsichtig und mit viel Zeit langsam kennen gelernt. Fürs überrollen bekommt der althund ein paar aufs Dach. Ich kann von meinen Erwachsenen, gestandenen, erzogen Hunden verlangen, sich angemessen zu verhalten und zu kontrollieren. Wer meint das nicht hinzubekommen, wird eben mal aus der Gruppe entfernt für einige Zeit.

    Lg

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!