Leinenführigkeit durch Fuss
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@tamy
na ja "länger gedauert" liegt im Auge des Betrachters. Für mich sind 3-4 Monate für diese Übungen völlig normal, eher sogar schon im Bereich "schnell".
Allerdings ist das Ziel auch ein möglichst perfektes Prüfungs-Fuß. Und das erreicht man nicht in 2-3 Monaten mit Leckerlie vor der Nase rumlaufen. Dazu gehört einiges mehr an Training - grundsätzlich kann man für ein wirklich perfektes Prüfungs-Fuß mindestens 1,5 bis 2 Jahre Training rechnen. Kommt natürlich darauf an, wie weit man Perfektion anstrebt.
Allein schon zu trainieren, dass der Hund lernt, wirklich versammelt zu traben, kann u.U. mehrere Monate dauern. - Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
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Hallo,
ich hoffe ich habe nichts überlesen und möchte nur kurz schildern, wie es bei uns läuft (vielleicht bringt es dir ja etwas)
Ein Fuß im Sinne des sportlich korrekten Fußgehens gibt es bei uns nicht. Seit seiner Welpenzeit gibt es AN DER LEINE nach dem Verständnis des Hundes keine andere Art des Vorwärtskommen als neben mir zu bleiben. Er muss nicht die volle Konzentration zeigen (wäre auf langen Wegen an der Leine auch nicht zu leisten), aber "vorgehen" funktioniert nicht. Stehenbleiben und schnuppern klappt manchmal - vorgehen niemals!!! Durch vorgehen od. ziehen ein Ziel zu erreichen sollte ausgeschlossen sein. Das hat über eine längere Zeit dazu geführt dass, sobald ich die Leine anlege der Hund neben mir herläuft ...entspannt aber neben mir. Während dieser Form des Laufens habe ich manchmal "bei mir" gesagt und ihm zeitgleich ein kleines Bröckchen Leckerlie gegeben. Das hat mit der Zeit dazu geführt, dass auch wenn der Hund sehr weit vorläuft ich ihn rufe, sage "bei mir" und er läuft bis zur Freigabe neben mir (als wäre die Leine dran) - ist sehr hilfreich bei Begegnungen mit Mitmenschen von denen man ja nie weiß wie sie so zu Hunden stehen od. bei unerwünschten Hundebegegnungen oder.... Er ist normalerweise ein sehr geschäftiger Hund, unterwegs immer am Suchen, Schnuppern, von einer Stelle zur anderen laufen, fast schon hektisch. Sobald die Leine angelegt wird schaltet er "automatisch" auf immer-schön-nebenherlaufen um
Das Fuß was man z.B. beim Obidence so sieht ist meiner Ansicht nach eher ein Trick, wie "mach das Licht an", "bring mir die Schuhe" od. "drück die Ampel" und macht auch m.M. nach nur als solches einen Sinn. Da kommt es auf exakte Ausführung an und es fördert die Konzentration, wie andere Übungen auch - manche benutzen auch einen clicker um es aufzutrainieren. Dass der Hund in irgendeiner Form bei mir bleibt gehört für mich zur Alltagstauglichkeit.
Warum man das Fuß in der Grundausbildung einer Hundeschule vermittelt weiß ich nicht. Und das ein Leckerlie in der Hand Bestechung und keine Belohnung ist wurde schon gesagt.Tschüss und viele Grüße
Ralf -
Das Leckerli in der Hand kann auch Locken sein, das ist nicht dasselbe wie Bestechung, oder man arbeitet mit Futtertreiben - wieder was anderes.
Ich denke, in den meisten Hundeschulen ist das "Fuss" näher dem Jäger-Fuss als dem Sport-Fuss. Und es ist für viele Hunde leichter verständlich als die reine Leinenführigkeit, weil klarer definiert ist, was der Hund tun soll.
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Im Prinzip wäre ich für den Alltag schon damit zufrieden wenn meine madam anständig nebenher an der Leine laufen würde. Allerdings sieht es derzeit bei uns doch anders aus. Sie muss immer vorraus, kommt jedoch auch gleich hinterher wenn ich eine andere Richtung einschlage. Aber sobald sie bei mir ist, wandert sie sofort wieder nach vorne.
Mann könnte sagen damit sie an der normalen Leine eher mit mir Gassi geht als mit mir. Was ich aber versuche zu unterbinden. -
Hallo,
es ist nicht unbedingt meine Art zu sagen:"Mache dieses od. lasse jenes....!"
Ich kann nur sagen wie ich es bei meinem so mache bzw. gemacht habe - und da hat es bisher sehr gut gewirkt. Dauert halt mitunter etwas und am Ende gewinnt sowieso immer der Hartnäckigere
- ich mache es aber auch nicht von der Zeit abhängig sondern bei mir gibt es KEINE vernünftige Fortbewegung wenn wir nicht zusammen gehen!
Hast du schon mal versucht stehenzubleiben wenn sie nach vorne geht und erst dann weiterzugehen wenn sie bei dir ist? Du sagst sie folgt dir beim Richtungswechsel. Was ist wenn ihr erneutes nach-vorne-gehen einen erneuten Richtungswechsel provoziert? Ihr also im Grunde genommen nicht richtig von der Stelle kommt, ausser wenn sie neben dir ist?
Ich habe es bei meinem so gemacht, dass ich mich nicht vom Fleck gerührt habe wenn mein Hund vorgegangen ist. Sieht natürlich anfangs etwas bescheuert aus, aber ich mache mir niemals Gedanken was wie aussieht, wenn ich mit dem Hund unterwegs bin
. Geht er an mir vorbei löst er in mir reflexartiges Stehenbleiben bzw. Richtungswechsel aus. Anfangs habe ich bei der kleinsten Reaktion - also einem Blick zu mir od. Umkehr in meine Richtung - also irgendeine Kontaktaufnahme - ihn eingeladen mir in die Richtung zu folgen in die ich gehe, um dann, wenn er neben mir war wieder in die Richtung zu wechseln in der wir ursprünglich unterwegs waren.
Wenn er an mir vorbeigeht gibt es auf keinen Fall ein "nach vorne" sondern immer mindestens kein Weiterkommen eher einen Richtungswechsel. Das wird ihm irgendwie unangenehm weil er sein Ziel nicht erreicht. Er hat "da vorne" in aller Regel irgendein Ziel - eines das wir meistens entweder nicht wahrnehmen (z.B. Schnupperstelle) od. für unwichtig halten. Und wenn nach-vorne-Laufen nicht zum gewünschten Ergebnis führt, dann wird er versuchen einen anderen Weg zu finden ans Ziel zu kommen. Mein Hund hat also irgendwann festgestellt:"Es gibt oft eine Chance zum Ziel zu kommen, aber immer nur dann wenn ich NEBEN diesem Typen an der Leine laufe!" Ich sorge also dafür das er NIE, wirklich NIEMALS durch sein Ziehen od. in unserem Fall durch nach-vorne-laufen (ich achte selbst bei entspannter Leine darauf!) zum Erfolg kommt. Ich rede dabei nicht mit ihm - das Sprechen halte ich, gerade draussen, für nahezu überflüssig - natürlich abgesehen von reinen Kommandos od. Lob nach der "Arbeit". Jede Form der Bestätigung findet an der Leine nur dann statt wenn er neben mir ist. Und dadurch dass er seine Ziele sehr häufig erreicht indem er neben mir geht bestätigt und festigt er sein Verhalten selbst. Wenn der Trieb sehr hoch ist, dann ist ab und zu mal eine Korrektur nötig...ein leichtes Antippen reicht normalerweise aus dass er sich selbst korrigiert!
Jemand aus unserer mantrailing-Gruppe hat ihn letztens zum Auto zurückgeführt und meinte es wäre eine echte Wohltat gewesen einen Hund nicht ziehend sondern einfach neben sich zu haben
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Wie gesagt, das ist alles kein Patentrezept und sicher auch nicht für jeden geeignet. Bei uns hat es so funktioniert, das heißt nicht, dass es bei jedem klappt!
Sorry für den langen Text ...Tschüss und viele Grüße
Ralf -
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Hy Ralf
Das mit stehen bleiben hab ich auch schon versucht. Nix für ihren dickkopf, den wir sind gefühlt ne Std gestanden ohne das sie sich gerührt hätte. Als es mir dann selbst zu doof wurde, habe ich dann eine andere Richtung eingeschlagen.
Wenn ich beim vor gehen einen richtungswechsel mache kommt sie zwar nach, aber geht auch gleich wieder vor.
Oder sie versucht nach ein paar Schritten selbst die Richtung wieder in die ursprüngliche zu wechseln. Allerdings versperr ich ihr da durch stures gerade aus laufen den weg durch mein bewegendes Bein -
Ich muss ja zugeben, dass ich die Leinenführigkeit immer sehr vernachlässigt hab. Auf dem Weg zum Spaziergang dreht sie ziemlich hoch und zieht ordentlich an der Leine. In der Stadt usw geht das aber auf einen leichten Zug von daher passts, dachte ich mir. Was solls.. Nach ein paar halbherzigen Versuchen hatte ich aufgegeben und mich damit abgefunden, dass mein Hund ansonsten super hört und ich halt einfach zu blöd bin ihr das laufen an lockerer Leine beizubringen.
Jetzt ändert sich die Situation aber, da ich Mitte des Jahres ein zweites Herderlein bei mir aufnehme. Ein ziehender Hund von 25 kg ist in Ordnung und händelbar.. zwei möchte ich allerdings auf keinen Fall. Also übe ich jetzt das erste Mal konsequent mit ihr, dass Leine am Halsband heisst das sie nicht zu ziehen hat.. Stehen bleiben bringt bei ihr auch nichts, da sie durch die Erwartungshaltung irgendwann explodieren würde. Wir arbeiten jetzt über Richtungswechsel.. VIELE Richtungswechsel. Bis wir an die Stelle kommen, an der sie abgeleint wird dauerte es anfangs durchaus eine halbe Stunde. Und das sind vllt.. 30 Meter oder so? Ich mach das jetzt noch nicht so lange.. vllt 1,5 Wochen in die Richtung.. mittlerweile brauchen wir nur noch 10 Minuten. Ich geh aus der Haustür, Hund angeleint und los geht’s.. Erstmal in die entgegengesetzte Richtung zwei Meter.. in die geplante Richtung zwei Meter, rechtsum zwei Meter, linksum zwei Meter usw usf… Ja man kommt ins Schwitzen, da wirklich dauerhaft in Bewegung und auch nicht eben im Schleichgang. Mittlerweile konzentriert sie sich immer schneller auf mich, korrigiert sich teilweise schon gut selbst und ich bin guter Dinge, dass wir es bis zum Welpeneinzug geschafft haben.
Habe ich mal keine Zeit zu üben, bekommt sie das Geschirr drauf. Da darf sie ziehen, wie sie mag.
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Das Geschirr bekommt meine nur für den Schutzdienst oder für die schlepp an.
Wusste zwar damit es schwieriger ist einem hund das schlechte abzugewöhnen, als ihm Neue Dinge beizubringen. Aber damit es so unterschiedlich ist war mir am Anfang glaub gar nicht so bewusst. Nur gut damit ich selbst so stur bin und es selbst nicht akzeptieren kann wenn hund meint einen größeren zu haben

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Zitat
Er muss nicht die volle Konzentration zeigen (wäre auf langen Wegen an der Leine auch nicht zu leisten), aber "vorgehen" funktioniert nicht. Stehenbleiben und schnuppern klappt manchmal - vorgehen niemals!!! Durch vorgehen od. ziehen ein Ziel zu erreichen sollte ausgeschlossen sein. Das hat über eine längere Zeit dazu geführt dass, sobald ich die Leine anlege der Hund neben mir herläuft ...entspannt aber neben mir. Während dieser Form des Laufens habe ich manchmal "bei mir" gesagt und ihm zeitgleich ein kleines Bröckchen Leckerlie gegeben. Das hat mit der Zeit dazu geführt, dass auch wenn der Hund sehr weit vorläuft ich ihn rufe, sage "bei mir" und er läuft bis zur Freigabe neben mir (als wäre die Leine dran) - ist sehr hilfreich bei Begegnungen mit Mitmenschen von denen man ja nie weiß wie sie so zu Hunden stehen od. bei unerwünschten Hundebegegnungen oder.... Er ist normalerweise ein sehr geschäftiger Hund, unterwegs immer am Suchen, Schnuppern, von einer Stelle zur anderen laufen, fast schon hektisch. Sobald die Leine angelegt wird schaltet er "automatisch" auf immer-schön-nebenherlaufen um
wie hast du das genau trainiert denn genau daran arbeite ich auch.
aber unser 6 monate alter hund läuft immer einen halben meter vor statt neben mir und bekomme ihn irgendwie nicht neben mir trainiert.
er will auch immer zu bäumen, laternen, ....wie hast du das genau abtrainiert oder liegt es am alter das er sich durch alles ablenken lässt ?
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Bei uns werden die Phasen durch das verschallen der Leine gekennzeichnet. Ist die Leine lang eingestellt, darf sie an der lockeren Leine gehen wohin sie will, rechts, links, schnuppern, lösen etc. Hole ich sie ran, setze sie neben mich, Leine ganz kurz gestellt und wir gehen los, dann bleibt sie neben mir bzw.leicht dahinter. Vergisst sie es zwischendurch mal, halte ich an, hole sie wieder neben mich und wir gehen erneut los.
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