Wie viel Sport kann ich meinem Wolf zumuten?
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Nunja, wenn ich mit meinen so lange gehen würde, dann wären sie vermutlich auch ziemlich heißgelaufen. Oder konkret: Je mehr, desto aufgedrehter werden die. Und ich könnte sie damit töten.
Allerdings ist fraglich wie "gut" eine so dauerhafte Überlastung dem Hund wirklich tut...
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ich versteh es irgendwie grad gar nicht, warum man sich einen hund so zieht, dass er soviel körperliche auslastung braucht. auf lange sicht tut man dem hund nix gutes... ist nur meine bescheidene meinung.
stell dir mal vor, du oder dein freund ihr werdet krank oder sonstwas und es besteht einfach mal wochenlang nicht die möglichkeit ihm diese antrainierte auslastung zu geben... das ist ja frustrierend. -
Ich denke es gibt da sehr verschiedene Hunde, meine liebt es schnell zu rennen, das würde sie öfter machen wenn sie könnte, zu Fuss ist das nicht zu schaffen.
Ich möchte im Frühling auch damit anfangen, so 1-2mal pro Woche. Auch damit man mal woanders hinkommt (sie hasst autofahren) und dort was machen kann. -
Hallo,
ZitatEr (der Hund) kommt aus der Slowakei aus dem Tierschutz und in ihm steckt auf jeden Fall ein Tschechoslowakischer Wolfhund, der allerdings mit irgendeiner Rasse gemixt ist, die ihn etwas kleiner als einen Wolf, aber auch ziemlich schnell macht. Wir nehmen an, es handelt sich um ein Italienisches Windspiel.
Wie kommt ihr auf diese Vermutung? Hast Du ein Bild?
ZitatDeswegen richtet sich meine Frage an Leute, die mit aktiven Hunden viel Erfahrung haben und vielleicht selbst oft mit ihrem Hund Fahrrad fahren.
Ich fahre häufig mit allen meinen Hunden Rad.
ZitatWie viel Fahrrad fahren, kann ich Wolfi zumuten? Ich möchte ihn auf jeden Fall ordentlich auspowern, aber ihn natürlich auch nicht komplett erschöpfen. Es soll uns beiden ja Spaß machen.
Das ist aus der Ferne schwierig zu beantworten. Dein Beitrag klingt aber so, als ob das Tier bereits ordentlich fit ist - wenn dieser Hund tatsächlich täglich 6 Stunden bewegt wird bzw. werden muss, stelle ich mir das sehr anstrengend vor. Am Rad wird das Tier nur noch fitter - macht es Sinn, ihn körperlich noch mehr zu trainieren? Veilleicht würden hier Hund und Mensch davon profitieren, wenn mehr Wert auf geistige anstatt körperliche Arbeit gelegt würde. Mehrere von meinen eigenen Hunden können stundenlang rennen - ganz besonders, wenn sie in ihrem Tempo im Trab laufen dürfen. Das macht die Hunde weder müde, noch lastet es sie aus. Mein Terrier pusht sich dabei sogar so hoch, dass er je länger je aktiver wird.
Wenn der Hund also in seiner "Komfortzone" traben darf (obwohl es durchaus auch Hunde gibt, die lieber galoppieren), dann ist der Ermüdungseffekt fast gleich null - und bei einem Wolfshund erst recht. Wenn Du mit dem Hund am Rad fährst, wirst Du seine "Komfortzone" relativ bald spüren - das ist das Tempo, in dem der Hund von sich aus laufen möchte. Die "Komfortzone" ist da, wo der Hund gleichmässig am Rad läuft, gleichmässig atmet und möglichst "ruhig" in seinem Lauf wird.
Weil einfaches Laufen am Rad kaum einen Hund wirklich auslastet, der einigermassen bei guter Gesundheit ist und eine gewisse Fitness hat, baue ich allerlei kleine Übungen und Manöver in meine Ausflüge ein. Ich fahre streckenweise "Rennen" mit meinen Hunden, d.h. ich radle so schnell ich kann, dann fahre ich furchtbar langsam und verlange, dass sie sich sozusagen in "Formation" an meiner Seite halten, fahre im "Fahrrad-Fuss" mit ihnen Achten, Kreise und andere Figuren, lasse sie die Seite wechseln, etc. Ich sorge also dafür, dass sich die Hunde konzentrieren müssen und auch geistig arbeiten. Lass Dir was einfallen!
Beim Radeln gibt es eine ganz wichtige Regel, die der Hund kennen muss: egal was passiert, er darf niemals, NIEMALS vor die Räder gelangen. Ich verbringe ordentlich Zeit damit meinen Hunden zu zeigen, dass es an den Seiten des Rads ganz toll ist, es vor den Rädern allerdings ziemlich unangenehm werden kann. Meine Hunde wissen, dass der einzige Weg, von einer Seite des Rads auf die andere zu kommen ist hintenrum. Vorne rum ist absolut tabu.
Gruss und viel Erfolg!
Annette
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Frage in die Runde:
Was soll denn, bitte sehr, schlecht daran sein, dem Lauftier Hund mehrere Stunden pro Tag Bewegung in seinem Tempo zu ermöglichen?
(....vielleicht weil's nicht so recht in die modernen Lebensentwürfe von aushäusig Vollzeitberufstätigen passt...??
Annette hat das gut beschrieben mit der "Komfortzone"; beim Laufen in diesem Tempo überdreht kein Hund.
Ich war immer froh und glücklich um jeden Kilometer, die meine bisherigen Hunde in ihrem Trabetempo am Rad liefen. Jeder Tierarzt bescheinigte ihnen zu ihren guten Zeiten Topkondition und gute Bemuskelung, und es war eine Freude, ihnen beim Laufen zuzusehen, wie der Schub aus der Hinterhand kam und die Ruten geschmeidig wippten.
Von einer guten Kondition zehrt ein Hund nämlich noch ein ganzes Weilchen bei Alter und Krankheit, denn wenn die Knochen nicht mehr so recht wollen, sind immer noch Muskeln da, die das Skelett stützen, daher halte ich es für die beste Gesundheitsvorsorge überhaupt.
Radfahren ist alles andere als langweilig, denn je nach Hundegröße - bei mir bisher immer ca. waden- bis kniehoch, Gewicht bis max. 25 kg - kann man wunderschöne, abwechslungsreiche Touren machen, im Sommer z. B. zum Baggersee radeln oder zwischendurch anhalten zum gemeinsamen Nüsse- oder Pflaumennaschen. Meine verwöhnten Viecher gaben mir meist auch ziemlich eindeutig vor, wohin die Herrschaften gerade beliebten zu radeln, und ich ließ sie gewähren und fuhr ihnen hinterher.
Das waren im Regelfall zwischen 10 und 15 km täglich (!), unterteilt in eine kleinere und eine größere Radtour sowie kleinere Spaziergänge zum Einkaufen und/oder Lösen. Insgesamt waren sie pro Tag zwischen 3 und 4 Stunden draußen, bei Badewetter und/oder viel Zeit auch mal mehr. Pro Stunde schafften wir zwischen 3 und 6 km, je nachdem, was so anstand an Programm, ob Baden, Mausen oder Feind- bzw. Wildspuren verfolgen.
Wenn sie dann älter wurden und gesundheitliche Probleme kamen - wie jetzt -, habe ich auch kein Problem damit, den Großteil des Weges zu schieben und erst dann wieder aufzusteigen, wenn irgendein Reiz den Hund seine Beschwerden kurzzeitig vergessen lässt.
Ich führe aktuell einen Hund, der den Großteil seines Lebens reiner Hofhund war und nie richtig Gelegenheit hatte, durch Ausdauerbewegung Kondition aufzubauen und der im Vergleich zu meinen bisherigen Hunden für sein Alter und seine Krankengeschichte relativ schlecht zuwege ist.
Ich schätze mal, dieser "Wolf" ist mindestens kniehoch. Sofern da nicht allzu sehr der Windhund durchschlägt (die sind Sprinter), würde ich mit dem ein Tagespensum in der Größenordnung von 15 - 20 km fahren.
Als problematisch sehe ich bei der angegebenen Mischung allerdings einen eventuellen Jagdtrieb, d. h. dass er Dich vom Rad holen könnte... bzw. nicht am Rad bleibt und stiften geht.
Caterina
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Zitat
Frage in die Runde:
Was soll denn, bitte sehr, schlecht daran sein, dem Lauftier Hund mehrere Stunden pro Tag Bewegung in seinem Tempo zu ermöglichen?
(....vielleicht weil's nicht so recht in die modernen Lebensentwürfe von aushäusig Vollzeitberufstätigen passt...??
Nein, das ist bei mir wohl eher nicht der Grund. Ich benötige meine Hunde für die Arbeit und achte daher darauf sie nicht geistig und körperlich ans Ende zu bringen, denn dann würde ihre Arbeitsfähigkeit kurz- und langfristig darunter leiden.
Übrigens finde ich Fahrradfahren super. Meine 14jährige Hündin mit schwersten Arthrosen aus der Junghundzeit (Mangelernährung und Überlastung), die nach den Tierärzten mit 9 Jahren schon gelähmt sein sollte, läuft alle zwei Tage eine halbe Stunde am Fahrrad mit, damit die Muskulatur erhalten bleibt. Ich denke aber nicht, dass es gut wäre sie zu überlasten.
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Das meinte ich ja, als ich sagte, ich habe mir mit dem langen Gassi gehen wohl etwas ans Bein gepinkelt. Denn natürlich gewöhnt er sich an den Auslauf und wahrscheinlich macht ihn das irgendwann nicht mehr müde. Allerdings habe ich ihn ja nur drei mal die Woche. Den Rest ist er bei seinem Besitzer, der ihn nicht ganz so auslastet wie ich und wo er eher seine Ruhe findet und auch mal einen Ruhetag einlegt. Zudem habe ich aber auch bis dato nicht das Problem, dass er nicht runterfahren kann. Im Gegenteil, am Ende des Tages liegt er ganz ruhig und entspannt mit allen Vieren von sich gestreckt vor der Couch vor mir.
Das Radfahren soll ihm zusätzlich etwas Abwechslung bieten. Unsere normalen Touren bestehen aus Wanderungen durch Felder (bei mir leider an der Schleppleine, weil ich nicht sein Frauchen bin und ich Angst habe, ihn nicht mehr abrufen zu können wenn der Jagdtrieb einsetzt), kurze Sprints bis mir die Liste ausgeht, Besuchen in verschiedenen Hundeausläufen und die Suche nach Leckerlies, die ich im Gras oder in Baumrinde verstecke. Leider ist er großen Artgenossen über etwas scheu und er tobt trotz seines jungen Alters nicht so viel wie andere Hunde. Deswegen wollte ich ihn gern neben dem Fahrrad rennen lassen, weil ich weiß, dass er das Rennen liebt.
Ich habe schon versucht mit ihm zu klickern. Das klappt aber noch nicht so gut. Weiter als "Sitz" sind wir noch nicht gekommen. Das liegt aber auch teilweise an mir. Ich muss geduldiger sein. Ich hatte davor einen Border Collie und sie lernte viel schneller als Wolfi.
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Vielleicht wäre auch etwas Nasenarbeit bzw. Suchspiele gut?! Nasenarbeit ist für Hunde auch suuuper anstrengend und ermüdend ;-)
Du könntest z.B ein paar Leckereien (ich nehme da Stücke von Trockenfleischzeugs etc) auf den Spaziergang mitnehmen, eine tolle Stelle suchen (Holzstapel, hohes Gras, Bäume mit niedrigen Ästen, Erdhügel, am besten alles zusammen...) den Hund absitzen lassen bzw anbinden wenn er nicht warten kann- und dann ein paar oder ein paar mehr Brocken verstecken.
Dann schickst du den Hund zum Suchen los. Das ist eigentlich ein total einfach Spiel, das aber sehr gut ankommt.
Der Hund muss sich gedulden und dann selbstständig suchen gehen und sich auf seine Nase verlassen.
Mir macht es auch immer unheimlich Spass, den Hundis beim suchen zuzuschauen, den Hundis macht es natürlich auch Spass-und müde sind sie dannach auch! -
Edit: Oh, hab ich ganz übersehen dass ihr Suchspiele macht, sorry.
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Morgen hab ich ihn wieder. Werd das längere Radeln dann mal ausprobieren. Bin gespannt

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