Pflegi ist eingezogen und schon die ersten Fragen/ Probleme

  • Die sind auch nicht alle so. Die anderen drei waren von Anfang an eher unauffällig. Berta war die erste Nacht unruhig, dann hat sie sich an mich gehängt und 7 Jahre nicht mehr losgelassen. Alma war von Anfang an voll integriert - sie war die ersten zwei Tage höchstens etwas unsicher, hat gebellt, wenn sie quietschende Reifen gehört hat. Und Ylvi wollte in der ersten Wochen türme und einfach nur weg. Aber sie war ganz still und ruhig.

    Aber wie ich schon sagte, nach 2 Tagen bis 2 Wochen war immer alles gut. :)

    Ich denke, der Verein hat bei ihm einfach nicht damit gerechnet. Ich male bei solchen Vorgesprächen immer gerne etwas schwarz, auch wenn das Meiste dann nicht eintrifft. Ist mir aber lieber, als andersherum!

    Ich bin sehr gespannt, was du in den nächsten Tagen und Wochen berichten wirst. :smile:

  • Der Thread ist sehr interessant. Ich bekomme nämlich übermorgen eine Pflegehündin aus Griechenland, die abgesehen von ein paar Monaten in der Auffangstation höchstwahrscheinlich nur auf der Straße gelebt hat (dort wurde sie auch mit ihren Welpen gefunden).

    Sie soll eine ganz liebe, ruhige Maus sein, aber der Punkt Futterneid fiel in den Gesprächen mit der Orga auch.
    Ein wenig angespannt bin ich daher schon, da meine Kleine ja aufgrund ihrer geringen Größe einfach viel gefährdeter ist als ein gleichgroßer Hund (die Neue hat um die 20 kg, Abby knappe 3 Kilo). Werde daher ganz besonders aufpassen. Sofa- und Bettverbot gibt es hier (vorerst) auch für den Pflegi.

    Würde sie aber eigentlich dennoch ganz gern die ersten Tage aus der Hand füttern, vielleicht geht das bei ihr ja?

  • Meine eigene Hündin wiegt 24 kg und die leichtesten Pflegehündinnen hatten 5-7 kg. War nie ein Problem, also für die Kleinen. Für meine Hündin schon eher :D, denn diese kleinen Racker können echt frech sein :D Nein, Scherz. Wir hatten wirklich absolut keine Probleme mit den Pflegehunden und schon gar nicht, was den Größen- bzw. Gewichtsunterschied betraf. Wobei ich das nicht einfach so ins Blaue hinein getestet hätte. Ich wusste zuvor aus der Hundeschule, dass meine Hündin mit kleinen Hündinnen klar kommt.

  • Zitat


    Würde sie aber eigentlich dennoch ganz gern die ersten Tage aus der Hand füttern, vielleicht geht das bei ihr ja?

    Ach, ich weiß nicht, ob ich das machen würde. Möglicherweise bedeutet es für sie mehr Stress, sie wird das ja nicht kennen. Ich tendiere dazu, die Hunde anfangs beim Fressen ganz in Ruhe zu lassen (und natürlich getrennt füttern). Ruhe hatten sie beim Fressen vermutlich noch nie.
    Bindung bekommen sie auch so, sie sind ja nicht doof - sie wissen, von wem sie das Futter bekommen.

    Und wenn du so einen Hund hast wie Alma, der das überhaupt keinen Stress bereitet hätte und die in allen Punkten von Anfang an vollkommen unkompliziert war, wäre eine Handfütterung erst recht nicht nötig.

    Also, du kannst es machen, aber überleg dir, ob es so wichtig ist, dass du das Risiko einzugehen willst, ihr zusätzlich Stress zu bereiten. Gerade, wenn Futterneid bei ihr schon ein Thema ist!

  • hallo :rollsmilie2:

    Also was das Verhalten angeht hatte ich bisher scheinbar immer rechtes Glück, ich hatte bisher erst eine Hündin die richtigen Stress hatte bei der Ankunft was aber wohl zum Teil auch daran lag dass ihre Welpen mitgeflogen sind und dann gleich ihr entrissen wurden... Alle anderen waren eher ziemlich ruhig bzw. haben erstmal ne Mütze schlaf nachgeholt....

    So eine enorme Veränderung ist natürlich brutaler Stress womit jeder anderes reagiert, ich würde versuchen ihn evtl. sogar irgendwie zu separieren dass erstmal zur Ruhe kommen kann, wegen dem Futterneid auf jeden Fall getrennt füttern.

    Meine Pflegis waren (bis auf die letzten 2) auch sehr sehr dünn, ich habe dann immer ne ordentliche Portion Rinderfett übers Futter gegeben und damit haben sie super aufgeholt, und natürlich auch von dem generellen "BEsseren" Futter als sie vor Ort bekommen hatten.....

  • Zitat

    Ach, ich weiß nicht, ob ich das machen würde. Möglicherweise bedeutet es für sie mehr Stress, sie wird das ja nicht kennen. Ich tendiere dazu, die Hunde anfangs beim Fressen ganz in Ruhe zu lassen (und natürlich getrennt füttern). Ruhe hatten sie beim Fressen vermutlich noch nie.
    Bindung bekommen sie auch so, sie sind ja nicht doof - sie wissen, von wem sie das Futter bekommen.

    So halte ich das auch. Pflegehunde bekommen grundsätzlich ihr Futter im Flur. Futter hin, Hund alleine im Flur (Tür zum Wohnraum steht aber offen) in Ruhe fressen lassen. Aus der Hand habe ich noch keinen Hund gefüttert.

  • Ja mach das!

    Ich finde die Tipps meiner Vorschreiber richtig und kann sie nur unterschreiben.

    Nur eins nicht: ich würde keinesfalls 2 Hunde ins Bett/ Sofa lassen und den neuen nicht.
    Das sorgt nur dafür dass sie untereinander in Stress geraten, aus eigener Erfahrung.

    Mir hat ganz viel Ruhe u Struktur für alle 3 Hunde viel mehr geholfen, jeder Hund hat ein eigenes Körbchen (Schlafplatz) die alle im Abstand zum Menschen stehen und KEINER geht NIE in den Korbb des anderen.
    Das habe ich immer ohne Worte u mit viel klarer Körpersprache umgesetzt, das verstehen sie alle.
    So schaffst du klare Rückzugsorte für alle 3, die keiner mehr hinterfragen muss, was Stress mindert.

    Je klarer und konsequenter du bist umso schneller kehrt Ruhe und Alltag ein. Das müssen unter Umständen auch die alten Hunde dann noch mal lernen, sind aber letztendl immer zufrieden.

    Bei mir im 3 er Rudel gilt: Wer sich am ruhigsten und angepasstesten verhält kommt zuerst dran, beim Anleinen, ins Auto, bei Schmuseeinheiten. Ruhe ist das A und O, denn damit kommt bei und die Entspannung und Harmonie untereinander.

    Beim getrennt füttern würde ich auch erstmal bleiben bis sich alles beruhigt hat.

    Heute nutzen alle Hunde alle Schlafplätze, weil hier die Rollem klar verteilt sind, aber anfangs hat ihnen das Vermitteln eines Schlafplatzes, der nur ihnen gehört sehr geholfen.

    Kam es zu Zwist untereinander habe ich das immer ruhig u ohne viele Worte geschlichtet, auch hier hilft das Schicken auf den Schlafplatz um die Situation zu entzerren.

    Ach und TOLL dass du ihm diese Chance auf einneues Leben gibst!!!!

  • Zitat

    Nur eins nicht: ich würde keinesfalls 2 Hunde ins Bett/ Sofa lassen und den neuen nicht.
    Das sorgt nur dafür dass sie untereinander in Stress geraten, aus eigener Erfahrung.

    Würdest du das auch machen, wenn die beiden anderen Hunde bislang jederzeit aufs Sofa durften, wie sie Lust hatten?
    Wenn ich jetzt deren Privilegien wegen dem Pflegehund streiche, ist das sicher auch nicht so toll für die Akzeptanz, oder?

    Mir fehlt da gerade noch so ein bisschen das Gefühl dafür, wie ich das am besten handhaben könnte. Ich denke, ich muss noch ein paar Tage zu warten, und schauen, ob hier ingesamt mehr Ruhe einkehrt. Und dann nochmal schauen wegen Sofa und Bett.

  • Ich hatte hier noch nie ein Problem unter den Hunden wenn ein Hund ein Privileg zugewiesen bekam und der andere nicht. Meine Hunde haben noch nie den anderen Hund dafür verantwortlich gemacht, wenn einer aufs Sofa durfte und der andere nicht. :ka: Das gleiche gilt auch für andere Privilegien. Ich teile sie zu und Punkt. Sollte sich untereinander deswegen irgendwie gestritten werden, hat es für beide Konsequenzen.

    Rosie hat genau einmal versucht Poco vom Bett wegzuknurren. Als Resultat haben beide unten geschlafen. Sie hat es nie wieder versucht.

    Aber das sind Dinge die man händeln kann wenn man die Hunde einigermaßen kennt und die sich an die normale Hausordnung halten.

  • Zitat

    Würdest du das auch machen, wenn die beiden anderen Hunde bislang jederzeit aufs Sofa durften, wie sie Lust hatten?
    Wenn ich jetzt deren Privilegien wegen dem Pflegehund streiche, ist das sicher auch nicht so toll für die Akzeptanz, oder?

    Mir fehlt da gerade noch so ein bisschen das Gefühl dafür, wie ich das am besten handhaben könnte. Ich denke, ich muss noch ein paar Tage zu warten, und schauen, ob hier ingesamt mehr Ruhe einkehrt. Und dann nochmal schauen wegen Sofa und Bett.

    Bei mir dürfen alle Hunde gleichermaßen auf die Couch. Ist aber bei uns vielleicht deshalb anders, weil wir mehrere Sofas im Raum stehen haben und zusätzlich noch eine offene Stoffbox und einen weiteren Schlafplatz. Außerdem können sich unsere eigenen Hunden ins Obergeschoss zurückziehen, wenn sie genervt sind. Ich hatte bislang erst zwei Pflegehunde, die schon am ersten Tag die Treppe gelaufen sind. Einen festen Platz gibt es bei uns für keinen der Hunde, aber dadurch, dass es ausreichend Plätze gibt, war das nie ein Problem.

    Ins Bett kommen unsere eigenen Hunde freiwillig nicht, obwohl sie dürften, vermutlich versuchte es daher bislang auch kein Pflegehund.

    Unser Tagesablauf ist werktags gleich und wir finden immer, dass das für Hunde besser ist zum Eingewöhnen als ständiger Wechsel im Alltag. Gerade bei Angsthunden.

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