Hund übergibt sich (3 Wochen) - Geschwollene Speiseröhre

  • Hallo,

    wir haben ein großes Problem mit unserem Golden Retreiver. Er ist fünf Jahre alt und erbricht sich seit drei Wochen jeden Tag. Beim Tierarzt hat sich dann herausgestellt, dass seine Speiseröhre angeschwollen ist. Die Tierärztin hat das mit Hilfe von Röntgenaufnahmen und Kontrastmittel herausgefunden, welches er vorher bekommen hat. Zudem hat sie zwei weiße Punkte auf der Speiseröhre entdeckt. Die Ursache konnte aber mit den eingesetzten Diagnosemethode nicht herausgefunden werden. Sie hat dann gesagt, wir sollen in drei Wochen noch einmal kommen und sie vermutet, dass er was falsches gefressen hat und dadurch evtl. eine Verätzung hat. Das ist jetzt eine Woche her und es ist nicht besser geworden. Morgen wollen wir deshalb wieder zum Tierarzt gehen.

    Sein Verhalten ist soweit normal. Er will spielen, freut sich wenn wir kommen und ist, wie immer, äußerst motiviert wenn es ums Fressen geht. Daher haben wir Hoffnung, dass es kein Tumor oder derartiges ist. Dann müsste er ja eigentlich eher träge sein und das Fressen verweigern. Er ist halt relativ schwach auf den Beinen und er liegt die meiste Zeit nur noch in seinem Körbchen. Das ist aber nicht verwunderlich, da er ja seit über drei Wochen einen Teil seiner Portion wieder ausspuckt und er kaum noch Energie hat. Er macht nicht den Eindruck als würde er leiden, hin und wieder zeigt er durch lautes Brummen, dass es ihm schlecht geht. Was mir noch aufgefallen ist, er hat seitdem immer lange und zähe Speichelfäden am Maul hängen, das war sonst nicht der Fall.

    Durch meinen Beitrag erhoffe ich mir, dass es vielleicht Erfahrungswerte im Forum gibt. Was kann bei einer evtl. Verätzung helfen? Was könnte er noch haben außer Verätzung oder Tumor? Wo könnte man sich am besten eine zweite Meinung holen, bzw. kennt jemand einen guten Tierheilpraktiker im Raum Heilbronn? Wir sind ziemlich im Zwiespalt, da er so weitestgehend normal verhält, aber sich das Erbrechen nicht bessert. Mittlerweile wiegt er anstatt 33 nur 27 Kilo und ist ziemlich abgemagert. Da er erst fünf ist, ist seine Zeit eigentlich noch nicht gekommen und wir sind auch nicht darauf eingestellt oder bereit, ohne ihn auskommen zu müssen.

    Sorry dass ich alles so durcheinander schreibe, es ist aber zur Zeit schwer, einen klaren Gedanken zu fassen. Über zahlreiche Antworten und Tippen, würden wir uns sehr freuen.

    Gruß Melanie

  • Du schreibst, er erbricht einen Teil des Futters.
    Bekommt er Nassfutter oder Trockenfutter?
    Wann bleibt das Futter drin?

    Wenn es mein Hund wäre, würde ich auf keinen Fall 3 Wochen abwarten, sondern direkt morgen in eine Tierklinik fahren.

  • Normalerweise bekommt er Trockenfutter. Derzeit bekommt er aber eine Mischung aus Dosenfutter (Diät) und Reis.
    Wir müssen ihn auch aufrecht füttern, damit es besser runter rutscht. Er erbricht meistens einen weißen Schaum, aber nicht unbedingt direkt nach dem Fressen. Beim Spazieren (Wir laufen nur noch sehr kleine Runde, da er kaum noch Kraft hat) macht er aber auch kleine Häufchen. Daher wissen wir, dass er einen Teil seiner Mahlzeit verdauen kann. Das Erbrechen tritt meistens beim Spazieren auf und auch jede Nacht.

    Wir werden auf jeden Fall morgen wieder zum Tierarzt gehen. So kann es auf jeden Fall nicht weitergehen.

  • Ich glaube, ich würde wirklich direkt in eine Tierklinik fahren, die sind einfach besser ausgestattet und haben mehr Erfahrung in der Diagnostik.

    6 Kilo Gewichtsverlust und diese enorme Schwäche würden mir auch wahnsinnige Sorgen machen.

    Haustierärzte tüddeln manchmal einfach zu lange rum.

  • Hallo,

    fahrt nicht morgen zu einem normalen Tierarzt, packt den Hund ins Auto und fahrt in eine größere Tierklinik.
    Den Hund würde ich vorsichtshalber dafür nüchtern lassen.

    Gute Besserung und alles Gute!

  • Solche Symptome hatte ein Pflegehund, der nach Jahren aus der Vermittlung zurück kam. Er hatte einen Dopsball verschluckt..
    Ich würde auch gleich in eine Klinik, die haben meist bessere Methoden oder können gezielter diagnostizieren und das kann unter Umständen auch Geld sparen.

  • Ich möchte Dir wirklich keine Angst machen, aber eine evtl. Verätzung der Speiseröhre muss unbedingt abgeklärt werden.

    Lies mal bitte hier:
    http://www.eesom.com/go/RVOYVJZUFFFL5M40C0XEGOBHK0T1QM91

    Ich kann ehrlich gesagt, nicht verstehen, warum die Tierärztin 3 Wochen abwarten empfiehlt.
    Ich würde den Hund morgen gleich nüchtern lassen, wie Themis es schon geraten hat.
    Vielleicht muss gleich eine Endoskopie gemacht werden.

  • Nur eine ganz vage Idee: http://www.tintenblau.de/dermatomyositis/megaesophagus.htm Könnten die weißen Punkte auf dem Röntgenbild die auf der Homepage genannten "Taschen" sein? Die Speichelfäden könnten passen und auch die Unterernährung.

    Ich würde auch in eine Tierklinik fahren und nicht zu einem normalen Tierarzt.

    Edit: Elekti war schneller, hatte aber auch diesen Gedanken.

  • Guten Morgen,

    zuerst Vielen Dank für die vielen Antworten. Wir werden es auch so machen und jetzt gleich
    in die Tierklinik fahren. Ich meine den Begriff Megaösophagus hat die Tierärztin auch bereits erwähnt. Das wäre nicht unbedingt die beste Diagnose, wenn man nicht viel dagegen ausrichten kann.
    Das hätte der arme Kerle nicht verdient. Jetzt mal schauen, was die Untersuchung bringt.

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