Darf sowas passieren?
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Gast70366 -
2. Oktober 2013 um 11:50
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Kareki, wenn der Maulkorb vonnöten ist, um den Hund in diesem Fall am Beißen zu hindern, ist es doch schon viel zu spät!
Der Grundfehler ist doch, dass sich der Hund überhaupt losreißen konnte!! DAS darf meiner Meinung nach nicht sein! Zur Grundvoraussetzung der Hundehaltung gehört für mich, dass man einen Hund in normalen Alltagssituationen (und das war in meinen Augen eine) ohne Gefährdung Dritter führen kann, auch wenn sich der Hund aufführt wie ein Berserker.
Da war kein Glatteis, die anderen Hunde kamen nicht plötzlich leinenlos um die Ecke geschossen oder bauten sich provozierend eine Handbreit vor dem unverträglichen auf... Selbst wenn die Halterin den nutzlos gewordenen Klicker in der Hand hatte, einen kleineren, leichteren Hund hätte sie sicherlich auch mit einer Hand halten können.
Ich hatte jahrelang ein älteres Ehepaar mit Schäferhund in der Nachbarschaft, davon der Mann gehbehindert, und die konnten ihren artgenossenunverträglichen Hund ebenfalls im Ernstfall nicht halten, geschweige denn richtig einschätzen... aber Schuld hatten immer "die anderen", wenn die ihnen zufällig zu nahe kamen...
Und zur Vollkaskomentalität der Halterin, die Trainerin (deren Reaktion mit Sicherheit keine Sternstunde der Hundetherapie war) belangen zu wollen, verkneife ich mir jeglichen Kommentar.
Denn wie schrieb jemand so schön: Was macht die denn, wenn ihr beim normalen Gassi ohne Trainer andere Hunde entgegen kommen?
Caterina
- Vor einem Moment
- Neu
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Zitat
Denn wie schrieb jemand so schön: Was macht die denn, wenn ihr beim normalen Gassi ohne Trainer andere Hunde entgegen kommen?wo ist nur der Like-Button!

Wie geht es denn nu weiter bei der Halterin? Nur mit Maulkorb drum ist es ja nicht getan. Ich würde mich ernsthaft auf die Suche nach Jemanden machen, der die ersten Arbeitsschritte mit diesem Hund übernimmt, bis er für die Dame wieder zu führen ist...
Dass sie sich bis zum Ende ihrer Tage durch die Büsche schlägt, ist ja auch kein Leben und ja: Der eigentliche Halter muss mit dem Hund trainieren, aber mMn auch erst, wenn es überhaupt für diese Person möglich ist. Auch wenn hier Cesar Millan sowieso nicht besonders gut ankommt (und auch ich manchmal Schwierigkeiten mit ihm habe), finde ich seinen Ansatz, den Hund den Haltern erst dann wieder zuzumuten, wenn schwerwiegende Probleme übern Berg sind, nicht verkehrt. Ob das jetzt Show ist oder nicht, ist ja jetzt erstmal egal...
Einen Hund, den ich nicht halten kann, kann ich nicht trainieren. Ob da Doppel- und Dreifachsicherung wirklich helfen, bleibt auch fragwürdig, je nachdem wie viel Kraft der Hund eben hat (wenn ein Hund in Rage wirklich durchstarten will und das Gewicht zu hoch für die Halterin ist, hilft eine andere Gewichtsverteilung doch auch nicht mehr wirklich). Zumal man als Halter dann erst Recht unsicherer ist, wenn man mit dem "gefesselten" Hund unterwegs ist oder immer eine Zweitperson braucht, die bspw. von Hinten mit ner Schlepp nochmal sichert (irgendwie utopisch die Vorstellung)Ich würde mir für meinen Hund auch wünschen, dass ich jemand mit großem ausgeglichenen Rudel finde, indem er eine Zeit verbringen und lernen darf, da ihm im Leben wohl nichts an Kommunikation mitgegeben wurde. Bisher hab ich leider niemanden gefunden.
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Genau den Ansatz von Cesar Millan finde ich da nicht gut. Die bekommen einen angeblich therapierten Hund zurück, haben ihr Verhalten nur halb geändert und wissen nur ein bisschen strafend einzuwirken, wenn doch wieder etwas ist.
Für mich ist Maulkorb überhaupt keine Lösung, aber eine sinnvolle Sicherung, wenn der Hund andere Hunde oder Menschen beißt.
Also, ich hatte meine Probleme einen 12-Kilogramm-Berserker zu halten - da war ich froh, dass es kein großer Hund war.
Die Reaktion des Hundes kam für mich allerdings sehr überraschend, was die Heftigkeit anbelangt. Nachher blieb ich in seiner Wohlfühldistanz und das Halten war natürlich gar kein Problem.Wenn man dazu völlig überfordert herumclickern muss, kann es gut sein, dass einem die Leine aus der Hand rutscht. Hätte man nun eine Sicherheitsleine und/oder einen Maulkorb, wäre das also nicht passiert.
Und sehe ich als Trainerin eine überforderte Kundin, dann nehme ich ihr die Leine ab und halte sie. -
Da gebe ich dir Recht, die Trainerin hätte in dieser Situation die Leine nehmen müssen und versuchen das schlimmste zu verhindern und nicht zu schauen wie es immer riskanter wird.
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Deshalb sprach ich ja auch davon, dass es mir bei dieser "Idee" nicht um die Sendungen/Show geht. Und nein, einen Hund abzugeben, um einen therapierten Hund zurückzubekommen, ist unmöglich.
Lässt sich der Hund mittels doppelter Sicherung für die Halterin dann führen, braucht man sich diese Frage ja auch gar nicht zu stellen. Dann hat man ja eine Möglichkeit gefunden, um bei der Halterin mit dem Training weiterzumachen. Deshalb fehlt in unserer Internetsituation sowieso zu viel Information. Umso wichtiger ist für mich die Frage, wie die Halterin nun weiter vorgeht, oder ob Labradora zum Beispiel da etwas weiß (da sie ja scheinbar Kontakt gehalten hat). Des Weiteren müsste man wissen, weshalb der Hund aggressiv ist.
Ist er es, weil die Halterin so unsicher ist, würde der Hund (wenn man ihn denn erst von jmd anderen hätte trainieren lassen) wohl wieder damit anfangen, sobald er bei der Halterin ist. Dennoch glaube ich auch da, dass es das Selbstbewusstsein eines unsicheren Halters ungemein aufbauen kann, wenn er bei einem anderen sieht, dass der Hund eben keine Bestie sein muss. So oder so muss einem Halter immer das richtige Rüstzeug mit auf den Weg gegeben werden.
In der Theorie (was er nun macht oder auch nicht macht, spielt jetzt eben keine Rolle hier) therapiert Cesar Millan auch keine Hunde und gibt sie nach 4 Wochen zurück mit den Worten: "Hier, bitte - funktioniert wieder!" Sondern handelt nach "Erst den Hund auf ein gewisses Level bringen, dann den Halter auf ein Level bringen und dann mit beiden gemeinsam arbeiten."
Von mir aus, darf Cesar Millan gerne als Name gestrichen werden - wenn sich jemand des Hundes annimmt und (von mir aus) am Ende des Tages dem Halter ein paar Situationen zeigt, indem der Hund normalerweise gestresst und aggressiv reagiert hätte, gibt das einem Halter die nötige Kraft, um sich dann wieder selbst an den Hund zu wagen. Je nachdem wie massiv ein Problem ist, geht das halt nicht an einem Tag.
Ein Freund von mir, der ab und an meinen Hund betreut, hatte irgendwann mal Angst nochmal mit meinem Hund zu gehen, weil dieser bei einem Spaziergang mit ihm, Panikattacken hatte und sich auf einmal überall draufstürzte. Ich ging ein paar Runden mit ihm, ließ ihn zugucken, wie ich solche Situationen kontrolliere und danach hatte er wieder neuen Mut gefasst (und ich sonst ein arges Problem gehabt :D).Wenn ich so eine Situation erlebt hätte, wüsste ich nicht, ob ich danach nicht noch unsicherer und noch ängstlicher beim Spazieren gehen sein würde... und da kommt man doch in einen Teufelskreis. Wieso also nicht Hilfe suchen, bei jemandem der sich für einen Moment des Trainings annimmt, Halterin kann durchschnaufen, sehen dass alles vllt nicht so schlimm ist beim Hund und danach mit neuem Mut an ihre Aufgabe rangehen?
Ob die Trainerin die Leine hätte nehmen müssen, kann doch nun niemand von außen beurteilen
Das, was ich kritisieren würde, ist die Tatsache, dass die Frau im Moment der Attacke scheinbar nicht eingeschritten ist und DAS sollte für einen Trainer doch nun wirklich erste Priorität sein: "Wie trenne ich Hunde, Teil 1-734" Scheinbar war sie schockiert... DAS hätte sie meiner Meinung nicht sein dürfen.PS: Die Trainerin hat einfach schon viel früher versagt, als bei dieser Situation... aber das steht inzwischen ja schon außer Frage, glaube ich.
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