-
-
Hallo Zusammen,
ich habe jetzt schon einiges zum Thema Bellen gelesen, aber find da nicht so wirklich das passende für uns.
Kurz zur Problematik:
Meine Hündin (2 Jahre alt) bellt gern draussen Leute an. Wenn man sie von der Leine lässt (im Wald) und sie gerade in der Laune ist, rennt sie sogar Fahrradfahrern und Joggern bellend hinterher.
Ich glaube sie hat absolut keine Angst vor ihnen, sie pöbelt einfach nur verdammt gern und findet das so richtig schön toll.
Der Kamm steht, die Rute nach oben (manchnal schwanzelt sie sogar) und dann "Gib ihm."
Vorwiegend Männer und wehe die reden dann noch, dann is man gar nicht mehr zu halten.Jetzt hab ich irgendwo gelesen, man soll einfach weiter gehen (Hund an der Leine natürlich) und weder versuchen den Hund zu beruhigen noch zu schimpfen. Einfach weiter gehen als wäre nichts.
Aber irgendwie wirkt das bei ihr nicht so recht. Sie pöbelt trotzdem bis wir weg sind von der Person.Das regt mich langsam schon ziemlich auf, weil ich sie wegen diesem Verhalten fast nie von der Leine lassen kann.
Und was ich scho alles versucht hab:
Schimpfen, bevor jmd kommt sie zu mir rufen, warten bis derjenige vorbei is und dann Leckerli geben, wenn sie brav war. Aber mein Hund gehört leider zu denen die für ein Leckerli eben nicht immer alles stehen und liegen lassen.Vielleicht hat ja noch jmd eine Idee, wäre ich sehr dankbar für.
PS.: bitte nix mit klickern.
Danke :)
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
Noch ein Zusatz:
Wenn sie wegrennt zum Pöbeln und ich sie abrufe, kommt sie meistens sofort wieder. Aber mind einmal angebellt haben muss sie die Person. Dann kommt sie sofort zurück. Das is der einzige Fortschritt den ich bis jetzt machen konnte. Früher hat sie gar nimmer aufhören wollen :/
-
Ah, da bin ich auch schwer interessiert, ich hab nämlich auch so 2, allerdings 2 Jungs, wobei die eher ängstlich sind.
Vor allem bin ich gespannt auf Tipps ohne Clicks, will ich auch nicht.
So, schießt los
-
Also bei einem Hund, der sichtlich Spaß am Pöbeln hat, würde ich zum einen sichern (also nicht ohne Leine laufen lassen, außer sie ist noch abrufbar) und zum zweiten ein Abbruchsignal konditionieren.
Das geht auf vielerei Möglichkeiten, es muss aber zu deiner Hündin durchdringen. Und deshalb würde ich es, und dafür bin ich gleich wieder die Böse, unfaire, trocken üben, also in sehr niedriger Reizlage.
Denn wenn du in einer Situation, wo sie schon am Verbellen ist, mit Strafe durchdringen willst, musst du massiv strafen und das vermutlich auch körperlich. -
Es gibt sehr viele Möglichkeiten wie du an das Problem ran gehen kannst.
Als ersten Schritt würde ich an deinen Hund, wenn er nicht abrufbar ist, eine Schleppleine dran machen. Die kannst du verwenden um den Befehl nochmal zu festigen.
Das allein wird aber wahrscheinlich nicht helfen.Weg 1 wäre zum Beispiel das unerwünschte Verhalten zu verhindern und zu ignorieren und dafür jedesmal gutes Verhalten zu belohnen. Wichtig ist dabei, dass die Belohnung für den Hund auch als solche empfunden wird, d.h. mal Leberwurst o.Ä. und die Leckerlies wechseln. Nicht immer das gleiche Trofu, sonst interessiert es irgendwann nicht mehr. Dieser Weg ist recht lang und du musst sehr konsequent dabei bleiben.
Weg 2 wäre z.B. das unerwünschte Verhalten umzulenken. D.h. wenn ein potenzielles Pöbelobjekt kommt, super Action machen und zum Beispiel einen Futterbeutel/Zergel/Ball werfen und Gaudi machen. Zerrspiele findet meiner toll. Hund soll verknüpfen, ok, wenn ein Feind kommt geh/guck ich zum Frauchen, dann gibts Party.
Weg 3 wäre das unerwünschte Verhalten abzubrechen. Einerseits mit Hilfsmitteln (Wasserspritze, Rütteldose, Schellen usw) oder durch Maßregeln mit körperlicher Einwirkung (ins Fell greifen, in die Seite stupsen).
Ich habe bei meinem Pöbler der 1 zu 1 das gleiche Verhalten wie deine Hündin gezeigt hat alle drei Wege angewendet. War er brav gabs ein Leckerchen. Führte er sich auf, gabs von mir Ärger, z.B. mit einem Griff ins Fell bis er ruhig war, was meist sehr schnell klappte. Und um den Gehorsam zu festigen und eben Spaß mit meinem Hund zu haben gabs Action mit der Beißwurst dem Futterdummy o.Ä.
Hilfreich fand ich sehr die Methode die ich von einer Hundetrainerin gezeigt bekam. Meistens liegt nämlich mehr im Argen als man selber sieht, also wär jemand externes nicht schlecht um das Verhalten wirklich zu beurteilen. Vielleicht ist sie ja doch ängstlich und unsicher, weil sie meint sie muss die beschützen oder es ist nur Jagdtrieb, den sie so auslebt weil ihr langweilig ist. Ein guter Trainer sieht sowas und passt dann das Training danach an.
Ohne den Hund live zu sehen ist es deshalb schwierig etwas zu raten. -
-
Danke schonmal für die Tipps.
Also Jagdinstinkt scheidet bei ihr nahezu aus. Davon hat sie irgendwie null mitbekommen. Sie bewegt sich nie weit von mir weg, ist noch nie abgehauen, bleibt immer in Sichtweite und als mal ein Reh vor ihr stand, stand sie da... das Reh floh und Hund stand immer noch da.
Was ich mir jedoch durchaus denken kann ist Angst. Aber eben so verschleierte Angst, wenn ichs übersetzen müsste dann so:
"Naaa? Komm ruhig her, ich hab keine Angst vor dir. Na?! Traust dich nicht, was? Ha! Du Lusche!.... WAH jetzt hab ich mich erschreckt, aber denke ja nicht vor dir. Na komm hüpf ein bissel für mich. Du reagierst ja gar nicht!"
Klingt lächerlich aber ich hoffe es bringt rüber was ich meine.
Je mehr die Person reagiert, umso geiler findet sie es. Je weniger die Person reagiert umso schneller hört sie auf (wobei sie mittlerweile eh gleich immer nach Abruf wiederkommt, aber geklefft und gepöbelt wird trotzdem erstmal).
Ich denke es is scho ne Art Angst aber eben keine wo sie sich fürs Passiv sein entscheidet. Ich hab manchmal das Gefühl, sie macht das, damit derjenige Angst vor ihr hat.
Aber viell machts ihr auch einfach nur Spass.... -
Hallo!
Also mal ganz ehrlich. Dein Hund ist unsicher und möchte am liebsten seine Ruhe haben, deswegen hält er sich mit seiner Pöblerei alles vom Leib. Ich habe gesehen du kommst aus München. Wenn du Interesse an einer wirklichen Veränderung hast und deinem Hund helfen willst kann ich dir nur empfehlen, einen KOMPETENTEN Hundetrainer aufzusuchen. Ich würde dir PN einen guten Tip dazu abliefern, aber nur wenn Interesse besteht, ich möchte dir nix aufschwatzen :-)
LG -
Hallo!
Ich denke ähnlich wie Smidolon das der Hund unsicher ist, der gestellte Kamm, die Rute eventuell sogar schwänzelnt, ich würde auch zum guten erfahrenen Hundetrainer raten. -
Das Problem beim Hundetrainer ist nicht, dass mich sowas nicht reizen würde, aber wenn ich teilweise lese 120,- für einmal treffen und beraten. Das is mir einfach zu teuer. Vor allem weil die meistens keine Hexerei benutzen sondern auch einfache Techniken und so eine passende suche ich für meine Hündin.
Für daheim habe ich scho super Wege gefunden, ohne Hundetrainer, einfach mit Erfahrungsberichten, Tipps, Bücher u Co.
Wenn die nicht Stundenpreise von 40,- aufwärts hätten, würde ich sogar mal hingehen, und mich beraten lassen.
Und der einzige Hundetrainer der mich mal beriet im Sinne von "mal reinschnuppern" hinderte seine Hunde mit Klapperdosen am Bellen. Was definitiv keine Methode für mich ist.
Wenn ihr Ratschläge u Tipps habt wie ich ihr die Ängstlichkeit nehmen kann, würde ich mich freuen.Viell sollte ich auch einfach auf Dauer erstmal weiter gehen, bis sie merkt dass von den Menschen keine Gefahr ausgeht?
-
Da kann ich dir nur raten, hör dich mal um ob du einen Hundeplatz von einem Verband/Verein in der Nähe hast. Bei uns sind da sehr erfahrene wirklich kompetente Trainer, und die machen oft für einen wirklich deutlich niedrigeren Preis da sie nicht davon leben.
Mit Tips ist das so eine Sache, es ist ja gar nicht genau, aus der Ferne, zu sagen warum sie es macht, pöbeln, Unsicherheit etc. Ohne das Wissen kannst du schlecht den richtigen Weg finden. - Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!