Wie breche ich draussen ruppiges Spiel ab?
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Hallo,
ich habe schon viel hier im Forum über das Thema Junghunde und beissen gefunden, aber noch nichts zu meinem Problem. Mein Hund ist jetzt ca. 8 Monate alt und kommt aus dem Tierschutz und ist gerade voll in seiner Pupertät.
Er ist eigentlich ein Angsthund. Sind wir im Wald unterwegs ist er aber sehr ausgeglichen und fröhlich. Dann passiert aber leider folgendes: beim Spielen dreht er dann so auf das er anfängt zu knurren und mich anspringt und beißt. Erst spielerisch aber dann habe ich das gefühl, wirds für ihn ernster. Ich kann das Spiel leider nicht abrechen, da ich mich ja nicht entziehen kann und aus dem Raum gehen kann. Laufe ich einfach weiter springt er mich von hinten an und beisst in alles was er gerade finden kann und das nicht gerade knapp. Bleibe ich einfach stehen müssen Bluse, Tshirt Jeans und jacke und Hundeleine dran glauben. Gestern hat meine Hand dabei geblutet. Schreien etc. beindruckt ihn gar nicht, im Gegenteil ich habe das gefühl dann geht es erst richtig los. Gestern habe ich Ihn in meiner Verzweiflung versucht ihn runterzudrücken, aber auch das hatte nur Mäßigen Erfolg. Nach 10 minuten ist der Spuk vorbei und er ist wieder der liebste Hund.
Wie soll ich mich im Wald verhalten.

Corinna
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Hi,
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Könnte Stressabbau sein. Dein Hund dürfte ja aufgrund der Vorgeschichte mit neuen Eindrücken mehr zu "kämpfen" haben als andere, die besser vorbereitet wurden.
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Ich denke auch das es mit der Stress ist. Trotzdem wäre ich sehr gerne nicht seine Kaustange... Er macht mir dann auch ein bisschen Angst, von den prognostizierten 40 cm Rückenhöhe sind wir schon 10 cm drüber und er ist noch kein Jahr alt ...
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Hallo!
Was Du da beschreibst, sind Übersprungshandlungen.
Der Hund ist hochgeputscht, weiß nicht, wohin mit seiner Energie, und weiß nicht, was er dann tun soll.Es könnte sein, daß Ihr eventuell etwas zu lang unterwegs gewesen seid,
oder daß der Input vom Wald, in Form von Gerüchen, Geräusche, andere Tiere, und so weiter, etwas zu viel für ihn gewesen ist.Dein Problem ist nun, wenn Du versuchst, das "abzubrechen", indem Du ihn leicht zur Seite schiebst, kann dies auch noch zusätzlich putschen, oder der Hund sogar als "Spiel, Spaß und Action" ansehen.
Er ist eigentlich total kaputt, aber viel zu sehr aufgedreht, als daß er runter kommen kann.Wenn Du einfach so weiter gehst, läßt Du ihn quasi "im Regen stehen".
Er kann ja nicht wissen, daß er grad was falsch macht.
Sollte er es doch irgendwie spüren, so weiß er nicht, was er dann statt dessen machen soll.Auch "hilfst" Du ihm nicht, wenn Du einfach nur stehen bleibst.
Denn er hat ja immer noch keine Vorstellung von dem, was er tun soll.Ich weiß jetzt nicht, wie lange Du generell mit ihm unterwegs bist.
Ich würde mal schauen, ob Du die Zeit etwas reduzieren kannst.
Wenn Du, sagen wir mal, an die 40 min unterwegs bist, schau mal, ob er bei 20 min auch so aufdreht, oder deutlich ruhiger ist.
Wenn er etwas ruhiger werden sollte, würde ich das mal eine Weile so beibehalten.
Später kannst Du die Zeiten wieder etwas dehnen, aber bitte schrittweise.Schöne Grüße noch
SheltiePower -
Hallo Leidensgenossin

Diego verhält sich auch so, allerdings nur wenn man ihn zum spielen auffordert und er nichts in der Schnauze hat. Wir spielen gerne fangen, aber das geht nur, wenn er irgendwas zum festhalten hat...

Tipp:
Festhalten. Schnapp dir deinen Hund und halt ihn nah bei dir. (Nicht auf den Boden drücken oder ähnliches!) Halt ihn einfach fest, bis er sich beruhigt hat. Du musst nichts dabei sagen, einfach ganz ruhig festhalten und abwarten.
Bei Diego funktioniert das sehr gut, er kommt zur Ruhe und alles ist super

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Zitat
Er macht mir dann auch ein bisschen Angst ...
Ja, und das empfindet er als Hornsignal für sich selbst :horsedung:

Schluss damit!
Er ist ein Kindergartenkind, dass seine grenzen testet .Stell dir vor, es wäre dein kleiner nerviger Bruder oder deine zickige kleine Schwester , die dich anspringen und beißen...
da würdest du anders reagieren , oder ? Nein, du sollst ihm KEINE SCHEUERN, wie du's mit Brudermonster machen würdest. (Obwohl, wenn ich länger drüber nachdenke und meiner würde das machen, dem würde ich wahrscheinlich schonmal rein reaktiv (!!! ansonsten keine Gewalt in der hundeerzeihung,bitte )
eine scheuern. 10Jahre Karatetraining bleiben doch haften...)
Du sollst nur mal darüber nachdenken, warum ist's bei Hundi "anders"?
Es geht mir um den "Energieausstoss". Und der muss nicht körperlich sein. Hund spüren ALLES... -
Davon ab:
Warum spielst du so lange mit ihm, dass er sich so hochpuscht?

Und was spielt ihr?
Ich finde, es gibt spannendere Dinge, die man ruhiger im Wald erleben kann als etwas, was den Hund so hochpuscht, dass er zu Übersprungshandlungen greift
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Endlich jemand der das selbe Problem hat wie ich.
Hatte schon Angst es geht nur mir so
Ich kann unsere Tamar auch kaum bendigen nur wenn mein man mit dabei ist dann zieht er sie an der Leine zu sich rüber und gut ist.
Aber das macht sie auch nur wenn ich mit ihr durch die Wiese tobe und rennen will dann dreht die voll ab.
Seit dem gehe ich nicht mehr mit ihr in die wiese
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Hallo, vielen Dank für die Tipps. Ich werde das mal versuchen. Gestern hatte er noch so einen zweiten Anfall, aber geistesgegenwärtig habe ich ihm ein Spielzeug geworfen und er ist an mir vorbei, anstatt mich anzuspringen und dem Spielzeug hinterher und dann war wieder gut. Die Länge des Gassigehens war meinem schlechtem Gewissen geschuldet. Ich bekomme ihn gerade morgens und auch abends, wenn "das Rudel" zu Hause ist nicht weiter als 10 m aus dem Haus. Er pullert und kackt und dreht um und will wieder nach Hause.
Wenn die Kinder und Mann dann ausser Haus sind, hat er kein Problem mit mir Gassi zu gehen. Meine Hundeschule meinte, Silas hätte mich ja schon voll im Griff. Zu Hause ist es entspannt (Da kennt er alles) und darf auch noch mit unserem Sohn (6) spielen (Große Liebe zwischen den beiden). Draussen ist alles fremd und anstrengend...
Also heiter weiter...

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Unseren Rüpel habe ich in dieser Phase damit beruhigt, dass ich mich auf die Leine gestellt habe und zwar relativ dicht am Hund, so dass er nicht mehr hüpfen kann. Allerdings muss man dabei aufpassen, dass man die richtigen Schuhe anhat und nicht das Gleichgewicht verliert. Und ich habe demonstrativ in eine andere Richtung geschaut und war ganz entspannt ...
Trotzdem würde ich eine Weile versuchen, nichts zu spielen, was ihn aufdrehen lässt. Unser Hund hat diese "Anfälle" aus heiterem Himmel bekommen.
- Vor einem Moment
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