Muttis Junghund treibt alle in den Wahnsinn!
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Hallo zusammen,
ich dachte mir, ich schildere mal die Situation mit dem Wuff meiner Ma, da es meiner Meinung nach so nicht weiter gehen kann - und es inzwischen sogar auch meine Mutter eingesehen hat.
Kurz gefasst:Lupo ist ein inzwischen anderthalb Jahre alter kastrierter Rüde, den meine Ma mit ca. 3 Monaten aus Spanien adoptiert hat. Rasse unbekannt, aber es ist definitiv ein Jack-Russell-Mix.
Nun zu ein paar unserer Problemchen: Lupo ist ABSOLUT nicht in der Lage, auch nur mal 2 Sekündchen zu entspannen oder sich ruhig zu verhalten.
Jedes Mal wenn ich (mit oder ohne meine Hündin) oder jemand anders zu Besuch kommt, dreht Lupo total durch: JEDER Muskel in seinem Körper ist angespannt, er tänzelt hin und her, jault, jankt, quakt und fiept, rast durch die Wohnung - und selbst wenn man ihn eine Viertelstunde lang ignoriert und er auf seinen Platz geschickt wurde, sitzt er dort - jede Faser des Körpers auf Spannung - stiert einen an und quakt.Wenn man ihn dann begrüßen will (wenn er irgendwann mal GANZ kurz Ruhe gibt) gibt's in 9 von 10 Fällen eine ordentliche Portion Freudenpipi.
Ich hab sowas noch nicht erlebt, jede Bewegung dieses Hundes ist PURE Aufregung, Anspannung, "wo-ist-Action-ich-will-mitmachen!!".
An der Leine gehen ist eine Katastrophe. Sobald man sich in Bewegung setzt, prescht Lupo vor, jankt und quakt, tänzelt herum etc.Wir (bzw. ich) haben jetzt mal versucht, dieses Problem anzugehen, da meine Mutter (65) irgendwann zu der beliebten Ruck-an-der-Leine-Methode übergegangen ist
Habe heute mal versucht, die Straße ein paar Meter runterzugehen mit Lupo. Ich bin in 20 Minuten ca. 20 Meter weit gekommen.
Ich denke das Hauptproblem ist einfach, dass er ABSOLUT wuselig und unentspannt ist, als hätte man ihm 20 Energydrinks eingeflößt und ein Hummelnest an seinen Hintern genäht.
Zur Auslastung und Beschäftigung: Meine Mutter geht jeden Tag ca. 5-6 km mit dem Hund durch Freilaufgebiete, oft sind auch ich und meine Hündin dabei. Es wird gerannt und getobt. Einmal die Woche geht's in die Junghundgruppe (dort verhält er sich meist ganz akzeptabel).Nach Aussagen meiner Mutter ist Lupo anders, wenn sie mit ihm zuhause alleine ist. Dann verhält er sich ruhig, liegt auf seinem Platz, beschäftigt sich selbst etc.
Gibt es vielleicht Bachblüten o.ä., um diesen Hund mal ein bisschen runterzufahren?? Oder ist das Ganze vielleicht auch momentan besonders extrem durch die Pubertät? Habe echt das Gefühl, dass es immer schlimmer wird.
Meine Kleine mag auch schon gar nicht mehr mit ihm spielen, weil er so wild und ruppig ist (mit anderen Hunden ist er allerdings meist ziemlich schissig und schüchtern!!).Vielen Dank für's Lesen dieses ellenlangen Posts, ich freue mich über jegliche Tipps!

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Hallo,
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Zitat
Wenn man ihn dann begrüßen will (wenn er irgendwann mal GANZ kurz Ruhe gibt) gibt's in 9 von 10 Fällen eine ordentliche Portion Freudenpipi.Hunde pinkeln nicht aus Freude unter sich, sondern aus Angst und Stress.
ZitatIch hab sowas noch nicht erlebt, jede Bewegung dieses Hundes ist PURE Aufregung, Anspannung, "wo-ist-Action-ich-will-mitmachen!!".
Hört sich für mich eher danach an, dass er gar nicht mitmachen will, aber sich der Sache ausgesetzt fühlt und er so seinen Stress versucht zu kompensieren.
ZitatAn der Leine gehen ist eine Katastrophe. Sobald man sich in Bewegung setzt, prescht Lupo vor, jankt und quakt, tänzelt herum etc.
Hat er denn gelernt ruhig an der Leine zu laufen? Hat es ihm jemand beigebracht? In allen Situationen?
ZitatDann verhält er sich ruhig, liegt auf seinem Platz, beschäftigt sich selbst etc.
Spricht eindeutig dafür, dass er bei "Störungen" sofort überfordert ist.
ZitatGibt es vielleicht Bachblüten o.ä., um diesen Hund mal ein bisschen runterzufahren?? Oder ist das Ganze vielleicht auch momentan besonders extrem durch die Pubertät? Habe echt das Gefühl, dass es immer schlimmer wird.
In der Pubertät intensiviert sich die Wahrnehmung des Hundes noch mehr. Dinge, die vorher schon ein Problem waren, werden für den Hund jetzt ein Riesenproblem. In dieser Phase erst anzufangen dran zu arbeiten ist sehr, sehr aufwendig. Aber besser jetzt als nie...
Ich denke, ein vernünftiger Trainer wäre hier sinnvoll.
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Erstmal danke für deine Antwort!
An einen guten Hundetrainer habe ich auch schon gedacht, da ich echt denke, dass meine Mutter dieser Aufgabe zusehends weniger gewachsen ist. Lupo ist zwar nicht ihr erster Hund, aber unser alter Familienhund war ein super ausgeglichener, anspruchsloser Golden.
Leinenführigkeit hat er - soweit ich weiß - schon gelernt, aber leider ist meine Mutter der Meinung: Einmal gelernt, immer gelernt, "der kann das jetzt". Davon, dass er in die Pubertät kommt und sowas auch innerhalb von Tagen vergessen und "verlernt" werden kann, wollte sie wohl nichts sehen....aber ich denke, dass er in diesem Stadium, in dem er jetzt ist, schon länger ist. Leider.
Ich habe leider auch keine Ahnung was ich ihr raten soll, wie sie ihm den Stress nehmen kann. Das "Stresspinkeln" beim Begrüßen hat er nicht nur mit Menschen sondern auch mit anderen Hunden, die er sehr mag.
Wenn jemand zu Besuch kommt ist es schon so, dass er auf seinen Platz in einem anderen Zimmer geschickt wird, von dem er die Tür nicht einsehen kann (da er neuerdings auch anschlägt, wenn jemand zu Besuch kommt
) und er erstmal nicht begrüßt wird, sondern erst, wenn er ruhig ist.
Aber egal wie lange man wartet und wie ruhig man auf ihn zugeht, er dreht sofort total auf!Nochmal die Frage: Hat vielleicht jemand Erfahrungen und Tipps bezüglich Bachblüten? Natürlich löst es das Problem nicht, aber ich denke es macht die Arbeit mit ihm definitiv leichter und ist für den Hund auch erheblich angenehmer, wenn er allgemein etwas entspannter ist.
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Ich würde definitiv körperlich und geistige Auslastung empfehlen, und einen guten Hundetrainer oder Hunderverein! Ob Bachblüten da was helfen na ich weiß nicht!
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Ergänzend solltet Ihr mal überlegen, ob Hundi wirklich ausgelastet ist oder er vielleicht noch geistige Auslastung in Form von Suchspielen oder Tricks braucht oder eventuell Talent für eine Hundesportart hat.. Grundsätzlich finde ich aber auch die Idee von Bachblüten nicht verkehrt um den "Unruhezustand" händelbarer zu machen.
Bachblütenmioschungen und -empfehlungen würde ich aber nur von Leuten annehmen, die einen entsprechenden Fragenkatalog abarbeiten und ausreichend Erfahrungen vorweisen können. Sonst wird das alles nüscht.......Ich bin eine große Verfechterin von Bachblüten, die sollten mMn aber von Aussenstehenden nach vorheriger Anamnese zusammengestellt werden. Einfach so ein paar Vorschläge ins I-net zu werfen kann auch nach hinten los gehen.
Guck Dich doch mal nach einem THP in Deiner Nähe um, oder ein TA der mit Bachblüten arbeitet. Vielleicht gibts in Deinem Umfeld auch HH, die sich damit beschäftigen und eine Idee haben wo Du Dich hinwenden kannst.Viel Glück !!
Editiert: Habt Ihr schon mal über eine eventuelle Futtermittelunverträglichkeit nachgedacht?? Falsches Futter kann einen Hund ebenfalls sehr hibbelig machen (ich hab hier so ein Exemplar). Eine gute Ernährungsberatung könnte da auch Wunder vollbringen......... so als Denkanstoss

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Ich bin eine große Verfechterin von Bachblüten, die sollten mMn aber von Aussenstehenden nach vorheriger Anamnese zusammengestellt werden. Einfach so ein paar Vorschläge ins I-net zu werfen kann auch nach hinten los gehen.Hmm, Recht hast du wohl. Dann werd ich mich mal umhören und meine Mutter überreden, dass sie den Wusel mal einem Tierheilpraktiker vorstellt.
Ich fühl mich echt ziemlich mit verantwortlich, da ich hauptsächlich dafür gesorgt habe, dass sie sich wieder einen Hund geholt hat, nachdem sie nach dem Tod unseres Dicken in eine ziemliche Depression verfallen ist
Jundhundgruppe langweilt Lupo schon lange, denke ich. Ich glaube, sie sollte sich wirklich mal nach Alternativen umsehen....
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Wie alt ist Lupo jetzt? (Sorry, wenn ich das überlesen habe)
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Kein Problem :) Er ist jetzt etwas über anderthalb Jahre alt.
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Editiert: Habt Ihr schon mal über eine eventuelle Futtermittelunverträglichkeit nachgedacht?? Falsches Futter kann einen Hund ebenfalls sehr hibbelig machen (ich hab hier so ein Exemplar). Eine gute Ernährungsberatung könnte da auch Wunder vollbringen......... so als Denkanstoss
Gute Idee, daran hab ich noch gar nicht gedacht! Werd dem mal nachgehen...
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Könnte es eventuell sein, dass es sich bei Lupo um einen Ratonero oder einen Mix davon handelt?
Offenbar gibt es 2 Baustellen: Er ist nicht ausgelastet und er hat nicht gelernt Ruhe zu halten im Haus.
Ein Hund der nicht ausgelastet ist, wird keine Ruhe geben können, selbst wenn er es schon gelernt hat. Deswegen, wenn du die Möglichkeit hast, schnapp dir den Hund und fahr Inliner/Fahrrad mit ihm. Die ersten Meter werden sicher hektisch, aber danach hast du 2 Effekte: Der Hund powert sich körperlich aus, muss aber gleichzeitig anfangen zu denken, weil er an der Leine mitrennt. Es ist kognitiv schwieriger für den Hund an der Leine Schritt zu halten (vorallem wenn der Mensch die Geschwindigkeit vorgibt), als wenn er frei rumrasen darf.
Bei meinen Beiden sehe ich einen großen Unterschied zwischen normalen Freilauf und dem gezielten Mitlaufen am Fahrrad.
Danach, wenn der erste Dampf mal abgelassen ist, wird es auch erst möglich auf den Hund erzieherisch einzuwirken. Wenn man selbst nervös ist, ist man auch nicht in der Lage ein Buch zu lesen. Also ich bin es nicht. Ich schaffe das nur, wenn ich zu Ruhe gekommen bin.
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