Andere Halter machen unser Training zunichte =(
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LieblingPia -
7. August 2013 um 21:04
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Hallo.
Wir haben schon sehr lange das Problem, dass Pia vor diversen Hunden Angst hat. Begonnen hat alles in ihrer Welpenzeit. In dieser wurde sie leider 2-3 x über den Haufen gerannt und ich wusste zu der Zeit noch nichts vom Blocken
Nach diesen Vorfällen mag Pia keine schleichenden, fixierdenden, sich hinlegenden oder steif werdenden Hunde mehr. Pia beschwichtigt sofort, wenn sie solche erblickt. Sie geht einen Bogen, wendet den Blick vom Hund ab und versucht im normalen Tempo mit viel Abstand vorbei zu kommen. Manchmal klappt es, manchmal eben nicht. Wenn die Hunde dann doch mal auf sie zu kommen, kommt bei Pia die Bürste dazu. Kommt er noch näher, knurrt sie, noch näher, sie fletscht die Zähne und noch näher, sie schnappt ab. Abschnappen macht sie kaum noch. Das haben wir gut im Griff. Zumal ich da natürlich auch schon eingreife - nur manchmal geht alles zu schnell.Jedenfalls wurde Pia dann im März oder April angegriffen. Eine große Kangel-DSH-Mixhündin hat sich auf sie gestürzt. Pia war wendig und entkam ihr zwar immer wieder, aber die Mixhündin ging immer wieder auf sie los und hatte sie auch immer wieder zwischen ihren Pfoten und einmal flog Pia auch, weil sich die andere Hündin sich gegen sie geworfen hat. Kurz bevor es der Hündin gelang, Pia zu beißen, bekam ich sie endlich zu packen und zog sie von Pia weg. Pia hat "nur" ein dickes Auge davon getragen. Aber seit dem Tag wurde alles schlimmer. Sie rannte schreiend vor jedem Hund weg, der direkt auf sie zu kam. Oder sie schmiss sich auf den Boden und schrie.
Wir haben ewig geübt und tolle Fortschritte gemacht. Sie nahm wieder von sich aus zu manchen Kontakt auf, auch zu großen Rassen. Es wurde beinahe tagtäglich besser.
Und dann wurde sie wieder fast umgerannt. Wir (mein Mann und ich) haben die Sitation schon erkannt und Pia hinter uns genommen. Aber die Hündin war so fix und kam irgendwie an uns vorbei. Pia rannte erst davon und blieb irgendwann völlig verängstigt stehen und versuchte, die Hündin zu vertreiben. Frauchen stand auch da, aber schaute nur zu. Auf mein Rufen hin reagierte sie nichtmal.
Ca. eine Woche später waren wir mit dem Rad unterwegs und Pia lief offline nebenher. Von vorne kam eine Walkerin mit Samojeden, auch offline. Sie liefen von uns auf der linken Seite, also fuhren wir ganz nach rechts und nahmen Pia zwischen uns. Der Samojede schoss plötzlich los. Erst mir fast ins Rad, dann fast bei meinem Mann und dann auf Pia zu, die panisch weglief. Die Besitzerin lief einfach weiter und achtete gar nicht auf ihren Hund. Ich habe sie, während ich versucht habe, Pia wieder einzusammeln und den anderen zu verscheuchen, auf die Situation aufmerksam gemacht. Sie drehte sich um, sagte: "Oh", und ging einfach weiter

Nochmal ca. eine Woche später kam uns ein Mann mit Schäferhund entgegen. Der Schäferhund legte sich auf den Boden und ich hatte auch noch überlegt, Pia anzuleinen. Aber sie lief so brav außen bei Fuß und da habe ich sie offline gelassen. Ein böser Fehler - von mir, ich weiß. Schäfi stürmte los, schoss auf Pia zu. Es ging alles so schnell und schwupps saß Pia im Gebüsch und schrie vor Angst. Während ich versuchte, Pia zu mir zu holen, bat ich den Besitzer, seinen Hund zu rufen. Dieser motze aber nur rum, das wäre ja Sozialkontakt und blabla. Ende vom Lied: Besitzer zog einfach ab und ließ seinen Schäfi bei uns. Diesen habe ich dann halt selber verscheucht und wurde dafür noch übel beschimpft. Ich wäre ja nicht normal und mein Hund gehöre an die Leine.
Und dann heute: Pia am Rad offline. Wir fuhren unten am Deich entlang und auf einer Bank saß ein Herr mit größerem Mischling, offline. Mein Mann fuhr leider weiter und bemerkte nicht, dass ich langsamer wurde. Ich musste langsamer werden, weil Pia etwas Angst hatte, da vorbei zu laufen. Ich habe sie nach außen genommen und wollte gerade dran vorbei, da kam der Mischling auch schon an. Ich stieg ab und bat den Besitzer ganz freundlich, seinen Hund zu rufen. Klar, er war definitiv freundlich, aber Pia hatte trotzdem Angst und lief mit einklemmter Rute vor ihm Weg. Besitzer ignorierte mich erst und meinte irgendwann, während ich versuchte, den anderen Hund zu verscheuchen, seiner wäre doch ganz lieb. Ich erklärte, dass meine aber Angst hat. Aber unsere wäre doch ein Weibchen und seiner ein Männchen. Ich ihm wieder erklärt, dass sie trotzdem Angst hat. Da motzt der mich an, dass ich nur meckern kann und das mein Hund dann halt an die Leine gehört. Ich meinte dann zu ihm, dass sie ja nicht zu seinem Hund lief, sondern seiner zu meiner. Er meinte, wir wären ja zu ihm gefahren
Wir waren nunmal auf dem Weg, der an der Bank vorbei ging. Wir wollten vorbei, nicht zu ihm hin. Und wir fuhren ja schon extra einen großen Bogen, um nicht zu dicht an der Bank vorbei zu müssen.Ich führe fast 3-8 x die Woche Diskussionen. Wenn Pia nicht gerade am Rad läuft, leine ich sie nun ja schon immer an, wenn wir den Hund nicht kennen. An der Leine kann sie halt nicht weglaufen und außerdem - und das ist für mich entscheidend - hat sie an der Leine weniger Angst und kommt besser mit solchen Situationen klar. Ich nehme sie dann nach hinten und blocke fremde Hunde ab.
Aber egal, wie gut ich es erkläre, so gut wie niemand sieht das ein. Mein Hund braucht doch Kontakte usw. Und egal wie freundlich ich bitte, nie leint jemand seinen Hund an. Obwohl unsere mittlerweile dann ja selber auch schon angeleint ist (außer am Rad heute, aber das mache ich von nun auch anders. Für mich ist es eigentlich unnormal, seinen Hund zu einem am Rad laufenden Hund hinzulassen).
Kann mir irgendjemand Tipps geben, wie ich solche Situationen besser angehen kann?

Hätte ich nen großen Hund, würde ich sagen, sie beißt. Habe ich bei Pia auch schon versucht, aber entweder lachen die Leute oder meinen: "Gut, dann kann sie meinen mal erziehen".
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Mmh, das ist ja von den anderen nicht ok.
Ich denke die meisten Hundebesitzer glauben, wenn ein Hund offline ist, darf der zu jedem und jeder darf zu ihm. Solche Kandidaten haben wir hier auch.
Seitdem leine ich meinen Hund grundsätzlich an, wenn ich keinen Kontakt wünsche und ich muß sagen das hilft.
Aber das wird dein Problem auch nicht unbedingt lösen. Ich verstehe aber die anderen Hundehalter nicht, man kann doch ohne Absprache keinen Hund einfach auf einen anderen rennen lassen.
Ich frage selbst die Besitzer bei denen ich weiß, dass sie mit Jax spielen dürfen, ob es heute ok ist und wann wir sie ableinen.
Leider kann ich dir dazu keine Tipp geben. Aber es kommen bestimmt noch andere die damit mehr Erfahrung haben.
Hast du schonmal versucht mit einer Trainerin das ganze anzugehen, dass deine Hundin das wieder gut verkraftet? Bei uns in der Hundeschule war auch so ein Kandidat und heute spielt er ohne Probleme mit anderen Hunde wieder. Aber ich weiß nicht was da trainiert wurde. sry.
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Einen Hundetrainer haben wir nicht. Wir bekommen/bekamen das ja eigentlich selber in den Griff - mit Clickern. Die Fortschritte waren bis dato echt enorm. Hunde, die sie in der Zeit positiv kennen gelernt hat, mag sie auch heute noch. Darunter auch größere, wie Labrador. Und Labrador stand ganz oben auf ihrer Angstrassen-Liste. Die sind zwar eigentlich immer lieb, aber halt teilweise zu ungestüm für Pia.
Ich habe nur langsam keine Ahnung mehr, was ich noch machen soll, außer meine eigene nun anleinen und andere freundlich zu bitten, ihre Hunde ranzurufen, weil unsere Angst hat.
Die Hunde waren bisher so gut wie alle in freundlicher Absicht unterwegs zu Pia. Aber das bringt ihr nichts. Denn erstens hat sie trotzdem Angst, wenn die so angestürmt kommen und zweitens gab es auch schon Hunde, die nicht mit freundlicher Absicht kamen. Außerdem ist es sehr unhöflich, einen so großen Hund in unsere 3,5 Kilohündin rennen zu lassen. Gefährlich für unsere ist es noch dazu.
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Ich kann zwar nichts zur Lösung beitragen, aber mir geht es genauso.
Ständig nicht abrufbare Hunde die auf meinen drauf Springen, sie wird gejagt und schreit und die Besitzer sagen immer noch 'der macht ja nix' 'bloß nicht den kleinen auf den Arm nehmen, das macht das nur noch schlimmer' (klar 40 Kilo die auf 2 Kg hüpfen sind definitiv besser als den Hund auf den Arm zu nehmen.. die Krönung war: Mein Hund ca 40 Meter von mir entfernt, kommt ein Schäfer um die Ecke Besitzer schreit: hiiiiiiieeer, scheiße der Beißt den Tod. Hund natürlich weiter auf meinen zu, ich es gerade noch geschafft den Hund auf den Arm zu nehmen und hoch zu halten Schäfer hüpft an mir hoch, zerkratzt mir das Dekolletee, Besitzerin schreit weiter bewegt sich aber keinen Meter zu ihrem Hund hin, Hund hört nach ca 3-4 Minuten lüft zur Besitzerin zurück, wird daraufhin mit der Lerderleine ca 6 mal auf die Schnautze gehauen und die Krönung vom ganzen, sagt die Besitzerin zu mir: 'Ja Entschuldigung, aber wie können Sie ihren Hund so nah an meinen ran laufen lassen (50 Meter und ich habe ihn nicht gesehen, und mein Hund IST abrufbar und hat 2 Kg Kampfgewicht) und wie kann man überhaupt hier an den Hundewiesen wo alle mit ihren großen Hunden gehen mit so einem kleinen Hund hingehen, da ist ja klar das irgendwann mal was passiert..
Ich war echt leider zu baff und zu am Zittern und fertig von der Situation um groß was zu sagen. Habe es dann später ein paar anderen Gassi Freunden hier im Dorf erzählt und musste mich darauf hin noch mal von der Frau anscheißen lassen was ich für Lügen über sie verbreiten würde..
Gab auch noch nen Ähnlichen Vorfall mit hüpfenden Hund aber anderem Besitzer-Resultat: ich meide uneinsichtige Gebiete oder gehe bei schlechtem Wetter tief in den Wald da trifft man auch keinen hier..
Ich fühle mit dir.Bei meinem Hund hat es dazu geführt, dass sie alles Schwarze oder Schäferhundmäßige ankläfft, ich mir dann anhören muss 'mein Gott auch so kleine Hunde kann man erziehen schon wieder so ein Kläffer' 'Die macht ein auf Paris Hilton und der Hund kann nur Kläffen etc..' dabei weiß jeder der meinen Hund kennt, dass er gut erzogen ist, aber das wird echt zu nichte gemacht ...
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Laviollina: Ich frage mich auch manchmal, was sich die Leute denken. 3,5 Kilo und 30 Kilo sind ein krasser Unterschied und das kann böse schief gehen. Aber wir Kleinhundhalter sind dann "die Dummen".
Wir gehen nun auch schon oft an Orten, wo wenig Hunde sind. Ein paar Tage die Woche gehen wir auch dort, wo mehrere Hunde laufen, um zu üben.
Ich bin auch so enttäuscht. Warum müssen manche Hundehalter so ignorant sein? :/ Wir sollten doch zusammen halten und uns nicht das Leben gegenseitig so schwer machen.
Und ich kann nun wieder von vorne anfangen. Dabei haben wir wochenlang fleissig geübt

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Hi, was meist abschreckend wirk, ist ein Maulkorb. So einer aus Draht. Obwohl es echt doof ist, wenn Pia einen tragen würde, wenn sie so oft angegriffen wird :/ Aber vllt nehmen andere ihren Hund dann schneller an die Leine...
Sonst weiß ich auch nichts und ich war bisher eher ind er Situation, das andere vor uns geflohen sind. -
Hm, kleine schwarze Dose mitnehmen, in die Hand nehmen und behaupten das sei Pfefferspray?
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selbst souverän auftreten und andere hunde blocken, sich positive hundebekanntschaften zum üben suchen und hoffen, dass es so besser wird und dem eigenen hund mehr sicherheit gibt.
ich weiß, dass das mit der souveränität manchmal schwer ist, wenn einem eine dampfwalze entgegen gerannt kommt und der besitzer meilenweit dahinter läuft, aber meine eigenen hunde reagieren am entspanntesten, wenn ich selbst total entspannt bin und mich nicht aus der ruhe bringen lasse, auch wenn eigentlich gerade alles schief läuft.mehr hilfreiche sachen fallen mir leider auch nicht ein, da du ja wenig an der sturheit anderer hundebesitzer ändern kannst...
mein mücke ist auch so ein losrenner und früher hat der auch hunde über den haufen gerannt, mittlerweile geht er einen bogen und/ oder bremst ab. wenn er einen ängstlichen hund nervt oder anfängt zu mobben, hole ich ihn allerdings sofort da weg, dass sollte ja eigentlich selbstverständlich sein :/
aber wenn mir angeleinte hunde begegnen, leine ich sowieso an, dass ist für mich so eine goldene regel, die da wo ich spazierengehe zum glück von fast allen befolgt wird, abgesehen von hunden die eh einfach vorbeilaufen und sich nicht interessieren.
ich wünsche euch auf jeden fall viel erfolg beim training und in zukunft bessere erfahrungen mit anderen hundehaltern... :)
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RoxyLaila: Die lachen mich ja schon aus, wenn ich sage, sie würde beißen. Über den Maulkorb würden sie eventuell auch lachen. Hm, ich denke mal drüber nach. Danke für deinen Tipp

Andrea: Das werde ich mal probieren. Vielleicht wiegen die Leute dann mal ihren eigenen Hund in Gefahr und rufen doch lieber ab. Danke

@Frederique: Ob ich souverän bin, weiß ich nicht sicher. Ich bin selber leider ein sehr unsicherer Mensch. Durch Pia bin ich zwar selbstbewusster geworden, aber vielleicht noch nicht genug. Hunde blocke ich ganz gut ab, wenn ich denn schnell genug bin.
Ja, leider kann man sture Menschen nicht wirklich ändern. Meine Versuche, unsere Situation zu erklären, bringt ja überhaupt nichts :/Es kann auch immer mal passieren, dass ein Hund mal losstürmt zu einem anderen. Aber dann hole ich den wenigstens ab oder rufe ihn danach zurück und entschuldige mich. Passieren kann sowas. Pia macht auch manchmal "Blödsinn", weil ich nicht schnell genug war. Ich hole sie dann ab und entschuldige mich. Pia ist ja z. B. im Dunkeln sehr wachsam und knurrt gerne mal. Wir arbeiten dran. Ich gebe auch nie einem Hund die Schuld. Mich ärgern wirklich nur diese ignoranten Besitzer.
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Ich denke du musst sowohl an dir als auch an Pias Verhalten arbeiten.
Es hört sich ein wenig so an (korrigier mich, wenn ich das falsch interpretierte), als würdest du in eine Art Angst-Schreckstarre verfallen, wenn du andere vornehmlich große Hunde siehst. Auf einem Radweg hat man natürlich nur wenig Möglichkeiten einem anderen Hund grossräumig aus dem Weg zu gehen. Das ist auf einem weiten Feld etc. natürlich einfacher. Insofern meine Frage ob solche frontal Begegnungen für Euch das richtige sind.
Was andere Hundebesitzer angeht. Es ist sehr nett und sympathisch von Dir, aber hör auf Dich zu erklären. Sag "Ich möchte bitte keinen Hundekontakt!" und dann setz es durch. Basta. Kein "der will doch nur spielen" oder "der braucht doch Kontakt"... Du hast dein Bedürfnis klar artikuliert. Ich habe (leider) die Erfahrung gemacht, dass andere HH leider keine Rücksicht nehmen. Insofern sehe ich es als meine Verantwortung an das dann für meinen Hund durchzusetzen. Dann wird direkt geblockt, umgedreht oder sonst was. Ich kann dich gut verstehen, aber sei einfach etwas abgebrühter. Andere HH denken bestimmt oft, dass ich harsch, unfreundlich oder was weiß ich bin. Aber im Ernst - das ist mir egal.
Viel Durchsetzungsvermögen weiterhin :-) - Vor einem Moment
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