Ressourcen- und Artgenossenkämpfe - wann und wie eingreifen?
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Ich persönlich würde einem Ressourcenverteidigenden Hund die Triggerobjekte komplett verbieten. Es gibt gar keinen Grund warum ein Hund einen Stock etc durch die Gegend tragen soll.
Selbst bei einem Hund, der das Ding nicht verteidigt, würde ich den Schnuller stark regulieren. Viele Arbeitshunde suchen sich eine Beschäftigung und betreiben diese über alle Maßen, wenn man da nicht eingreift.
Es wundert daher wenig, dass es zu ernsthaften Konflikten kommt, wenn der "Suchtstoff bedroht" wird.
Viele Grüße
Corinna - Vor einem Moment
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Meiner schleppt vor allem am Wasser diverses Treibholz raus. Er bleibt friedlich, solange kein anderer Hund es ihm wegnehmen will, sonst wird zuerst weggedreht, geflüchtet, und wenn das alles nichts nützt wird geknurrt. Er knurrt also nicht sofort, sondern sucht vorher Alternativen.
Er bevorzugt dicke Stöcke, auf denen er dann fleissig rumkaut.Wie unterscheidet sich Ressourcenverteidigung von - weiss auch nicht, rumtrag-Spleen? Ab wann ist es eine zu verhindernde Ressourcenverteidigung? Darf ein Hund nichts 'für sich' rumtragen? (Wegen Konfliktpotential?) Ich finde das immer schwierig einzuschätzen.
Müsste man dann konsequenterweise im Alltag jegliches Aufnehmen von Stöcken unterbinden? Wie verhindere ich dabei Frust? Bzw. wie kanalisiere ich das, was er an den Stöcken abreagiert? -
Nun ist das ja gerade beim Retriever genetisch stark im Vordergrund und es liegt nahe, dass er sich da reinspinnt und ein höheres Bedürfnis hat genau diese Jagdhandlung erheblich stärker auszuführen als so manch andere Rasse. Aber genau da ist für mich der springende Punkt. Meine Border Collies sind jetzt ja nicht die klassischen Schnullerkandidaten, wenn es um Stressabbau geht. Ihr Ding ist dann eher die "Ich-kick-mich-mit-optischen-Bewegungszreizen"-Variante.
Ich lasse das nicht zu bzw. reguliere das, wo ich viel Suchtpotential bei dem entsprechenden Hund sehe sehr stark. Kaut einer meiner BCs mal (und es ist wirklich selten - alle paar Wochen kommt das mal vor) einen Stock, bin ich relativ entspannt, weil sich das eher nicht zur Neurose auswächst. Ich beobachte das aber.
Fangen die allerdings an sich mit optischen Reizen zu kicken, dann greife ich sofort ein.
Beim Retriever würde ich das daher stark regulieren und es dem Hund nur im Rahmen der Auslastung zukommen lassen. Das sollte reichen um diesen Teil des Jagdtriebes im ausreichenden Maß zu befriedigen, so dass man ruhigen Gewissens an anderer Stelle regulieren kann.
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Ich hab auch einen Retriever und der findet Stöcke auch cool.
Aber die gibt es überhaupt nicht, wenn wir mit anderen Hunden unterwegs sind, denn da ist mir allein schon das Verletzungsrisiko viel zu groß.
Wenn wir alleine sind bzw. nur mein Ersthund dabei, darf er mal eines tragen bzw. kriegt es geworfen. Aber ich würde ihr das rigoros verbieten. Und rumtragen schön und gut, aber das muss auch ein Retriever nicht permanent tun. -
Da soll noch einer behaupten, Hundehaltung sei einfach

Corinna Danke für deine Ausführungen. Dann geht das Stöcke fischen in Richtung Sichtreiz, das rumkauen ist dann der Stressabbau. Oder?
Ich zerbreche mir gerade den Kopf, wie man dann das Ganze z.B. am Wasser gestaltet. Spielzeug apportieren lassen und jegliches Stöcke aufnehmen verbieten? Womit ich bei der nächsten Frage bin: das Verhindern von Stöcke aufnehmen im Alltag trainieren. Abrufen? Umleiten auf z.B. Dummy? Ohjeh ich hab gerade den Eindruck ich steh auf dem Schlauch ...
Caron ist ein extremer Schnullertyp. Leute begrüssen nur mit Schnuller, gucken was im Garten los ist nur mit Schnuller etc. Etc.
Corinna, sag mal machst du auch Telefonbetatungen?

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Da Kriege ich ja richtig Angst wenn ich das lese. Haben nämlich jetzt festgestellt das Bonnie bei hundesichtungen nicht mit einem leckerli abzulenken ist, dafür aber mit einem spieli/Stock also Schnuller. :/
Da besteht doch dann sicher auch ne Suchtgefahr. Wie gehe ich damit denn am besten um ohne alles zu versauen gleich zu Beginn?Eine telefonberatung hätte ich auch mal gerne.

LG Manu (vom Handy) mit Bonnie
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Also meiner kriegt von mir dann ein Nein + Aus zu hören, in einem Tonfall, bei dem er weiß, gleich gibbet Ärger :aufsmaul:
Das klappt auch recht zuverlässig auf Entfernung und er lässt es dann dort fallen.
Schickst du ihn im Wasser konkret auf ein Dummy? Sonst würde ich das so aufbauen wie bei mehreren Dummies, die Stücke sind dann deine Verleitung und die soll er nicht holen. Geht anfangs natürlich nur, wenn keine Stöcke da sind.
Wobei meiner niemals was anderes holen würde als das Dummy, wenn er im Wasser ist. Und holen geht ja noch, aber danach ist Ausgeben angesagt. -
huhu, hätte noch einen zusätzlichen vorschlag...
meiner trägt auch ganz gerne mal stöckchen, bzw. sind sie für ihn die motivation schlechthin...
er verteidigt sie nicht, im gegenteil, er animiert (wenn ich es denn zulassen würde) andere hunde mit stock im maul zum spielen. wegen verletzungsrisiko soll er das aber nicht.also auch bei uns: keine stöcke im beisein anderer hunde...
mein ansatz ist: stöcke gibts nur, wenn sie von frauchen kommen. selber suchen und aufnehmen gibts bei uns nicht. und wenn frauchen anordnet, dass der stock nun zurück bleibt und wir ohne weiter gehen, dann ist das eben so, auch wenn andere hunde da sind. bin der meinung, dass das vll die einfachere variante für den hund ist, als zu verstehen, dass es was mit den anderen hunden zu tun hat.
so oder so, wirst du um einen haufen training nicht drum herum kommen...was ich oft mache, ist ihn mir den stock bringen lassen, und er kriegt ihn direkt wieder, oder muss ein paar meter neben mir laufen und kriegt ihn dann erst wieder, oder ich schick ihn voraus, leg hund ab, werfe....oder leg hund ab, gehe vor, lasse ihn an den stock springen...oder oder oder....
einfach dass es für ihn ganz normal ist, den stock öfter abzugeben und genauso normal, dass er ihn zurück bekommt oder auch nicht.
wir zumindest haben ne menge spaß dabei :)die von der "stock konsequent verbieten fraktion" haben zwar eigentlich recht...je nach abhängigkeitsgrad mehr oder weniger (ich glaub kein mensch versteht, was ich grad mein^^), aber zumindest bei uns ist das keine option gewesen, weil stöcke einfach so super weit oben auf der prioritätenliste stehen...keine kekse und kein anderes spieli der welt, können damit konkurrieren (leider)...
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Wenn der Hund sich in stressigen Situationen eine Handlungskette mit Schnuller zugelegt hat, dann wäre es sinnvoll das komplett umzutrainieren. Einfach nur Schnuller rausnehmen wird nicht funktionieren, weil der Hund dann noch zusätzlichen Stress bekommt.
Im normalen Alltag mach ich das schlicht über Verbot. Stöcke sind für mich schon allein aufgrund des Verletzungsrisikos Tabu.
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Ich sehe es als kein Problem an, dass Hunde angemessen ihre Sachen verteidigen. Aber den anderen Haltern zuliebe nehme ich die Spielzeuge vorher ab. Umschiffe die Hunde und gebe sie zurück, sofern dann noch Interesse besteht. Spielt mein Hund mit seinem Ball, sieht er die anderen Hunde nicht, weil er sich auf das Spiel konzentriert und ich nehme ihm das Spielzeug so ab, wie ich es auch ohne fremde Hunde täte.
Denn ich kann im Freilauf mir selbst nicht garantieren, dass der andere Hund nich doch zu meinen hinrennt. Meine kennen eh kein Fuß, aber selbst wenn ich sie rannehmen würde, hätte ich persönlich die Sorge, dass der andere Hund doch herkommt.
Gut, ich lasse Akuma dann auch verteidigen, aber die anderen Halter sind dann halt eben entsetzt. Das smit "Hunde laufen uns rein", passiert uns jeden Tag, übrigens. - Vor einem Moment
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