Unsere Erziehung und Alternativen gesucht
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Manu
also wäre es einen Versuch wert, ein super tolles Zerrspiel (oder Jagdspiel ?) mit z.B. Beißwurst mit einem Wort zu konditionieren und den Hund, wenn er sich nach dem Reh-gucken wieder was anderem widmen kann, damit ansprechen und fürs "Sitz" zu belohnen ?Ich weiß allerdings nicht, ob er's annimmt, in der UO macht er das super gerne, aber draußen ?
Beim Spazierengehen ist seine Lieblingsbestätigung, dass er weiterlaufen darf, bei gerade passender Gelegenheit auch "Mäusebuddeln"Edit/Ergänzung:
Der Unterschied zu dem, was ich bisher versucht habe, wäre aber nur, dass ein Auslösewort konditioniert wird, auf das er dann (evtl.) "anspringt". Bisher hat ihn draußen ein Spiel nicht wirklich gereizt... - Vor einem Moment
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Manu
also wäre es einen Versuch wert, ein super tolles Zerrspiel mit z.B. Beißwurst mit einem Wort zu konditionieren und den Hund, wenn er sich nach dem Reh-gucken wieder was anderem widmen kann, damit ansprechen und fürs "Sitz" zu belohnen ?Ich weiß allerdings nicht, ob er's annimmt, in der UO macht er das super gerne, aber draußen ?
Beim Spazierengehen ist seine Lieblingsbestätigung, dass er weiterlaufen darf, bei gerade passender Gelegenheit auch "Mäusebuddeln"Was die echte Jagd angeht, bin ich davonüberzeugt, dass man die ohne harte Zwangmittel nicht unter Kontrolle bekommen wird. Ich glaube nicht, dass das geht. Denn die Jagd hat weder was mit Erziehung, Beziehung oder Bindung zu tun. Das ist für den Hund selbstbelohnend und es werden irre viel Endorphine ausgeschüttet. Sie machen den Hund high.
Das hält bis zu sechs Tage. In der Zeit versucht der Hund die Jagd immer wieder noch schneller als vorher. Daher in der Zeit, dem Hund keine Gelegenheit geben. Sprich anbinden. Denn der Hund kann lernen, sein Jagdverhalten zu perfektionieren. Und das will niemand haben.
Auch geht man davon aus, dass bei einem Hund, der bereits zur Jagd losgerannt ist, wie bei der Katze auch, keine Signale von außen mehr im Gehirn ankommen.
Das heißt, nur solange der Hund noch da steht, kannst du was machen. Nur dann, kannst du ihn zurückhalten. Was du aber lernen kannst, ist deinen Hund zu lesen und schneller zu sein als der Hund. Ich erkenne inzw, wenn Wild in der Nähe ist, am Verhalten meiner Hunde. Und dann werden sie angebunden. Aber wenn das Wild vor meinen Hunden wegrennt, hab ich verloren, nur dass ich das Glück habe, dass sie inzw schnell wiederkommen.
Aber bei einem echten Jäger die Jagd abzugewöhnen zu können, daran glaube ich nicht. Selbst mit Zwangmethoden schwierig, da dabei soviel Adrenalin ausgeschüttet wird, dass der Hund Schmerz kaum oder gar nicht wahrnimmt.
Ihr könnt gerne weiterüben, aber ich greife in wildreichen Gegenden zur Schleppleine, da ich an ein Antijagdtraining nicht glaube. Und nur an der Schlepp hab ich überhaupt eine Chance zu üben. Leider weiß der Hund aber, ob er angebunden ist oder nicht und zeigt angebunden ein anderes Verhalten.
Sichtet mein Hund ein Reh und ich kann ihn kontrollieten, muss meiner hinsitzen und mich angucken und dafür gibts was. Als Ersatz kann man auch Leckis oder Spielzeug suchen lassen.
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*Lesezeichen*
(Da ich nicht weiß wie das mit dem Handy geht)LG Manu (vom Handy) mit Bonnie
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Was die echte Jagd angeht, bin ich davonüberzeugt, dass man die ohne harte Zwangmittel nicht unter Kontrolle bekommen wird. Ich glaube nicht, dass das geht. Denn die Jagd hat weder was mit Erziehung, Beziehung oder Bindung zu tun. Das ist für den Hund selbstbelohnend und es werden irre viel Endorphine ausgeschüttet. Sie machen den Hund high.
Kann ich ganz und gar nicht bestätigen!
Zum einen weil Antijagdtraining fantastisch greift - auch ohne Starkzwang und Druckmittel wie das Training von vielen Hundeschulen beweist.
Zum anderen weil immer mehr Jäger ihre Jagdgebrauchshunde auch völlig ohne Starkzwang und druckmittel z.b. mit dem Clicker ausbilden! JA, Jagdgebrauchshunde!
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Kann ich ganz und gar nicht bestätigen!
Zum einen weil Antijagdtraining fantastisch greift - auch ohne Starkzwang und Druckmittel wie das Training von vielen Hundeschulen beweist.
Zum anderen weil immer mehr Jäger ihre Jagdgebrauchshunde auch völlig ohne Starkzwang und druckmittel z.b. mit dem Clicker ausbilden! JA, Jagdgebrauchshunde!
Hier musst du aber nochmal seeeehr stark nach Rasse unterscheiden.
Ein Vorsteher ist viel besser durch Antijagdtraining zu kontrollieren als z.B ein Podenco. Das sind völlig andere Dimensionen des Jagdverhaltens und absolut nicht zu vergleichen.
Viele Hunde jagen außerdem, weil sie von ihren Menschen falsch oder gar nicht beschäftigt werden und gar nicht, weil´s wirkliche Jäger sind.
Man muss halt die Motivation/Gründe für´s Jagen hinterfragen. -
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Dem stimme ich ziemlich uneingeschränkt zu, ich bin mir sicher, dass es für meinen Rüden nichts Tolleres gibt, als hinter einem Reh herrennen; er muss es nicht kriegen, das Rennen allein ist toll !
Kann ich ganz und gar nicht bestätigen!
Zum einen weil Antijagdtraining fantastisch greift - auch ohne Starkzwang und Druckmittel wie das Training von vielen Hundeschulen beweist.
Zum anderen weil immer mehr Jäger ihre Jagdgebrauchshunde auch völlig ohne Starkzwang und druckmittel z.b. mit dem Clicker ausbilden! JA, Jagdgebrauchshunde!
Diese Jäger arbeiten aber mit ihrem Jagdhund von Anfang an daran, den - ich nenn's jetzt einfach mal - Jagdtrieb zu kontrollieren.... ich gebe zu, dass ich das verpasst habe und nach insgesamt drei blöden Gelegenheiten war mein Hund ein passionierter Hetzer, der monatelang die gegend abgescannt hat, ob nicht irgendwo was auftaucht. Bei jedem etwas schärferen Kommando/Rückruf wurde erst geguckt "Wo ist was, die Alte hat ein deutliches kommando gegeben".
Inzwischen sind bei uns - dank 2 Jahren Schleppleine - wieder recht entspannte Spaziergänge möglich.
Aber ich bin mir sicher, ohne Leine wär der Hund beim ersten Sichtkontakt nach wie vor weg
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je nach Rasse ist da sicherlich einiges möglich
Luna bei Kaninchenkontakt (konditioniert mit Markerwort)Externer Inhalt bafh.orgInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.es geht halt nicht von Jetzt auf Gleich
(und sie war auch Straßenhund und passionierter Jäger, der auch jetzt noch gerne würde) -
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Was die echte Jagd angeht, bin ich davonüberzeugt, dass man die ohne harte Zwangmittel nicht unter Kontrolle bekommen wird. Ich glaube nicht, dass das geht. Denn die Jagd hat weder was mit Erziehung, Beziehung oder Bindung zu tun.Ganz im Gegenteil. Es ist genau das in purer Reinform und es macht nicht nur den Hund, sondern auch den Menschen high, wenn man das zusammen zu beherrscht, dass der Hund einen als echten Jagdpartner betrachtet und nicht als Blödmann, der immer den Spielverderber macht und der der Sache einfach immer im Weg steht.
ZitatIch verstehe es auch nicht - habe es aber schon mehrfach gelesen (Kareki hat auch drauf hingewiesen)
Eine echte Erklärung habe ich dafür noch nicht gefunden...Ich versuche es mir (bildlich) so vorzustellen, dass quasi bei jeder IK (sich Beherrschen des Hundes) etwas "Dampf" entsteht, der sich aufspeichert; irgendwann ist der "Behälter" voll, und der Druck muss raus - aber ob das wirklich so ist ?

Ein Mensch kann sich ja auch nicht immer beherrschen und manchmal "platzt einem einfach der Kragen"
Allerdings sind Menschen und Hunde ja zeitlebens lernfähig - echt, ich weiß es nicht, bin aber deshalb sehr restriktiv mit dem entsprechenden Training (vielleicht grade falsch ?)Vielleicht ist meine Ausbildung zu sehr auf echte Arbeit gemünzt... meine Hunde müssen sie beherrschen, über einen sehr langen Zeitraum - bis hin zur körperlichen und mentalen Erschöpfung - und sie können es auch.
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich die IK bei 80% der Trainingsschritte immer mit Erregungskontrolle kombiniere im Training.
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[Vielleicht ist meine Ausbildung zu sehr auf echte Arbeit gemünzt... meine Hunde müssen sie beherrschen, über einen sehr langen Zeitraum - bis hin zur körperlichen und mentalen Erschöpfung - und sie können es auch.
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich die IK bei 80% der Trainingsschritte immer mit Erregungskontrolle kombiniere im Training.
Könntest Du das bitte etwas näher erklären ?
Und auch den Unterschied zwischen IK und Erregungskontrolle ?
Ich lerne gerne immer weiter dazu
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Ich würde vermuten:
Impulskontrolle = Kontrolle impulsiver Handlungen, wie z.B. das Lospreschen bei Sichtreiz
Erregungskontrolle = Kontrolle des Erregungszustandes, so dass man ruhig arbeiten kann, ohne zu sehr hochzufahren
Sollte ich mit 2. recht haben, würde mich aber interessieren, wie das gemacht wird.
Und was meine Kira angeht, ich mache mir übers WE mal ein Übungskonzept, hab ja nun viele Ideen
dank euch erst mal dafür - Vor einem Moment
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