Unsere Erziehung und Alternativen gesucht

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    Ich würde vermuten:

    Impulskontrolle = Kontrolle impulsiver Handlungen, wie z.B. das Lospreschen bei Sichtreiz

    Erregungskontrolle = Kontrolle des Erregungszustandes, so dass man ruhig arbeiten kann, ohne zu sehr hochzufahren

    Sollte ich mit 2. recht haben, würde mich aber interessieren, wie das gemacht wird.


    Ja das würde mich auch interessieren.


    LG Manu (vom Handy) mit Bonnie

  • Zitat

    Hier musst du aber nochmal seeeehr stark nach Rasse unterscheiden.
    Ein Vorsteher ist viel besser durch Antijagdtraining zu kontrollieren als z.B ein Podenco. Das sind völlig andere Dimensionen des Jagdverhaltens und absolut nicht zu vergleichen.
    Viele Hunde jagen außerdem, weil sie von ihren Menschen falsch oder gar nicht beschäftigt werden und gar nicht, weil´s wirkliche Jäger sind.
    Man muss halt die Motivation/Gründe für´s Jagen hinterfragen.

    Wieso? Klar muss man die Gründe Hinterfragen um an einem bestimmten Punkt anzusetzen aber Antijagdtraining ist Antijagdtraining! Wieso sollte es bei der einen Rasse funtkionieren und bei der anderen nicht? Klar muss/kann man vielleicht an nem anderen Punkt ansetzen als bei manch anderen Hunden. Man einem unausgelasteten Hund hilft es enorm wenn er vernünftig ausgelastet ist und schon ist die Motivation futsch - in dem Fall wäre es aber kein Antijagdtraining! *gg* (Sondern man hat lediglich die Ursache geknackt wieso der Hund das Symptom z.b. Fährten, gezeigt hat und konnte die Ursache verändern wonmit das Symptom ausbleibt)
    Wäre es aber nicht möglich den Hund VERNÜNFTIG zu Trainieren und dem Hund ein gewisses Maß IK und EK zu vermitteln, wären diese oder jene Rasse NICHT für den Jagdgebrauch zu halten! GAR NICHT! ;)
    Denn auf der Jagd darf der Hund - EGAL in welchem Bereich, nicht einfach losstürzen und unkontrolliert losarbeiten!

    QueenyQ:

    Zitat

    Dem stimme ich ziemlich uneingeschränkt zu, ich bin mir sicher, dass es für meinen Rüden nichts Tolleres gibt, als hinter einem Reh herrennen; er muss es nicht kriegen, das Rennen allein ist toll !

    Das Rennen ist nicht troll, das Rennen setzt Endorphine frei! Ist Selbstbelohnend...

    Zitat

    Diese Jäger arbeiten aber mit ihrem Jagdhund von Anfang an daran, den - ich nenn's jetzt einfach mal - Jagdtrieb zu kontrollieren.... ich gebe zu, dass ich das verpasst habe und nach insgesamt drei blöden Gelegenheiten war mein Hund ein passionierter Hetzer, der monatelang die gegend abgescannt hat, ob nicht irgendwo was auftaucht. Bei jedem etwas schärferen Kommando/Rückruf wurde erst geguckt "Wo ist was, die Alte hat ein deutliches kommando gegeben".
    Inzwischen sind bei uns - dank 2 Jahren Schleppleine - wieder recht entspannte Spaziergänge möglich.
    Aber ich bin mir sicher, ohne Leine wär der Hund beim ersten Sichtkontakt nach wie vor weg :sad2:

    1.Klar arbeiten die von Anfang an und Ja, ist dein Fehler und ja, es passiert so Einigen weil sie damit nicht rechnen.

    2. Bei jedem Schärferen Ruckruf scannt Hund mehr? Das ist doch eine typische Verknüpfung mit dem Rückruf ;)

    3. Jap, hast du nur die schleppleine dran gemacht oder hast auch auch RICHTIG Trainiert?

    Nur weil keine anderen Methoden und Techniken euch bekannt sind, heißt es nicht das es nur durch Starkzwang geht!

    Beim Antijagdtraining kommt ja noch mehr als bloss ne Schleppleine dran zu machen und dem Hund zu verbieten hinter dem Karnickel her zu gehen!
    Und ich Stimme Corinna (FlyingPaws) absolut zu wenn sie sagt das zur IK auch immer EK gehört!

    Mir ist im Verlauf auch noch Aufgefallen das hier oftmals Trieb damit erklärt wird das er sich "anstaut". Viele Verhaltensforscher gehen allerdings mittlerweile davon aus das Trieb "so" nicht funktioniert.
    Sondern das ganze ein Reiz - Reaktions-Ding ist. Heißt auf den Reiz hin, wird erst "der Trieb" ausgelöst und die Energie dann freigesetzt. Aus dem Grunde das es absolute Ressourcenverschwendung wäre, wenn Triebenergie immer Vorhanden wäre auch ohne das etwas passiert oder diese Energie gebraucht würde.
    Was umgesetzt eben für das Training bedeutet das der Hund quasi gegenüber den Reizen desensibilisiert werden muss bzw. der Hund nicht nur lernt seinem ersten Impuls nicht direkt nachzugeben sondern sich zurück zu nehmen und gleichzeitig das Erregnungslevel niederiger zu halten bzw. halten zu können. Zeigt der Hund ja dann später von sich aus, weil er gelernt hat mit der Erregnung bzw. mit dem Auslöser der Erregnung um zugehen und es ihn in dem Zuge einfach nicht mehr so erregt.
    (Versteht man das? Ich hab heute Vormittag eindeutig zu viel Sonne abbekommen :-/ )

  • Zitat

    Kann ich ganz und gar nicht bestätigen!
    Zum einen weil Antijagdtraining fantastisch greift - auch ohne Starkzwang und Druckmittel wie das Training von vielen Hundeschulen beweist.
    Zum anderen weil immer mehr Jäger ihre Jagdgebrauchshunde auch völlig ohne Starkzwang und druckmittel z.b. mit dem Clicker ausbilden! JA, Jagdgebrauchshunde! ;)

    Glaube ich nicht, egal welchen Jäger ich treffe und frage, wie er es macht, kommt die Antwort, breche den Hund solange er jung ist, und wenn er dann noch kommt, dann hat er es.

    Bei der Frage, wie er denn das Down beibrachte, riss er einen Zweig ab, rief Platz und Hund legte sich zitternd ins Platz. Das zum Thema ohne Zwang beim Jäger. Habe ich persönlich getroffen, noch kein Jahr her. Danke, das will ich nicht.

    Und ganz ehrlich, ich würde ja gerne Hasen und Rehe clickern, nur treffe ich zu wenig, so zwei bis drei im Jahr, um das üben zu können. Bestellen kann ich sie auch nicht. Also, wie bitte soll ich das üben? Hinterm Zaun? Vergiß es, den Unterschied kennen meine. Meine sind Sichtjäger. Und nur einer ein echter Jäger, der andere rennt nur mit.

    Und wenn ich in Hundeschulen nachfrage, kommt immer nach ner Weile, also, da hätten wir noch das Teletakt. Danke fürs Gespräch.

    Reizangel? Welcher Hund ist so doof, dass er den Unterschied zwischen echt und unecht nicht kennt?

    Echte Jäger kannste nicht heilen, meine Meinung. Der der das behauptet, ich meine Hundeschulen, denke ich, verdienen mit Antijagdtraining ein gutes Geld. Und die, die sie heilen, sind vermutlich keine echten Jäger.

    @ flying-paws

    Bin da völlig anderer Meinung, macht aber nix

  • Zum Thema Triebstau. Die Theorie stammt von Konrad Lorenz und ist inzw im Mülleimer gelandet. Das gibt es nicht.

  • @Schopenhauer:

    Nur weil du keine anderen Jäger kennst, heißt es nicht das es sie nicht gibt...

    Nur weil du keine anderen techniken weißt wie man damit umgeht, heißt es auch nicht das es sie nicht gibt!

    Nur weil du keine Hundeschulen kennst oder Trainer die vernünftig traineiren, heißtes auch nicht das es sie nicht gibt.

    Zum Triebstau: Nichts anderes habe ich geschrieben... und zwar das wiederlegt ist!

  • Zitat

    Diese Jäger arbeiten aber mit ihrem Jagdhund von Anfang an daran, den - ich nenn's jetzt einfach mal - Jagdtrieb zu kontrollieren.... ich gebe zu, dass ich das verpasst habe und nach insgesamt drei blöden Gelegenheiten war mein Hund ein passionierter Hetzer, der monatelang die gegend abgescannt hat, ob nicht irgendwo was auftaucht. Bei jedem etwas schärferen Kommando/Rückruf wurde erst geguckt "Wo ist was, die Alte hat ein deutliches kommando gegeben".
    Inzwischen sind bei uns - dank 2 Jahren Schleppleine - wieder recht entspannte Spaziergänge möglich.
    Aber ich bin mir sicher, ohne Leine wär der Hund beim ersten Sichtkontakt nach wie vor weg :sad2:

    Jagdersatztraining greift auch bei Hunden, die man nicht von Anfang "erzogen" hat (denn ich bin der meinung, dass man aus einem Jäger keinen Nicht-Jäger erziehen kann... man kanns unterdrücken und wenn man es nicht bis and Lebensende so beibehält... dann!)... sonst müsste ich mich erhängen, denn ich würd emir keinen Welpen (vom Züchter) holen.

    Ich habe fast die Befürchtung, dass du sehr viel... missverstanden hast... oder so Tipps bekommen hast, wie "Du musst dss Hetzen abbrechen, NUR DANN hast du eine Chance!" und dies so interpretiert hast, wie es gemeint war: Der Hund scannt und kommst mit ein paar strengen Kommandos an.

    Wie flying paws geschrieben hat... arbeite MIT dem Hund, statt gegen ihn.

  • Zitat

    Wie flying paws geschrieben hat... arbeite MIT dem Hund, statt gegen ihn.

    Danke für das schöne Zitat! Genau so ist es!
    Und deswegen haben so einige Jäger schon umgeswitched... weil sie MIT dem Hund arbeiten, statt gegen ihm.
    Weil sie dem Hund beibringen das es SINN macht sich so oder so zu verhalten, weil.
    Nicht das er sich so Verhalten muss, sonst...

    Mit dem Hund und mit "dem Trieb" und den Anlagen des Hundes arbeiten, nicht gegen ihn. Denn es ist ein Teil des Hundes!

  • Zitat

    @Schopenhauer:

    Nur weil du keine anderen Jäger kennst, heißt es nicht das es sie nicht gibt...

    Nur weil du keine anderen techniken weißt wie man damit umgeht, heißt es auch nicht das es sie nicht gibt!

    Nur weil du keine Hundeschulen kennst oder Trainer die vernünftig traineiren, heißtes auch nicht das es sie nicht gibt.

    Zum Triebstau: Nichts anderes habe ich geschrieben... und zwar das wiederlegt ist!

    Ja, dann sag uns wie es geht? Wie bauen Hundeschulen das auf?

    Haben die Rehe und Hasen, wo sie dran üben lassen? Was ja eigentlich dann Mißbrauch der Tiere wäre.

    Oder ist alles blanke Theorie oder Trockenübungen? Wer da ne Patentlösung hat, müsste ja stinkereich damit werden.

    Und jetzt bitte nicht mit keinen Ball werfen und Impulskontrolle kommen. Ich kann 100 Bälle werfen und meine liegt im Platz, ich kann auch Ball holen ganz verbieten, ich kann vom Ball hinrennen abrufen, aber vom Hasen krieg ich sie deswegen nicht weg. Also, bitte andere Ansätze, und kein, ja die gibt es, die kennst du nur nicht.

    Ja, wo sind die denn, die das können?

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