Echte Wölfe und blöde Fragen

  • Naja, der "Normalfall" erklärt sich mMn durch die "Vernichtungsgeschichte" der letzten Jahrtausende.
    Ich glaube aber nicht, dass ein Raubtier, dessen Beutespektrum von der Maus bis zum Wisent reicht, ausgerechnet den Menschen quasi genetisch nicht zu seiner Nahrungsgrundlage zählt.
    Warum sollte es das tun, weil wir die "Krone der Schöpfung" sind?
    Nein, mit Sicherheit nur weil es gelernt hat - und zwar über viele Generationen - , dass es ungesund ist, diese Zweibeiner anzugreifen.
    Und ich glaube nicht, dass das genetisch fixiert ist.
    Trotzdem kann der Mensch mit dem Wolf zusammen leben - wie in zahlreichen Regionen bewiesen wird.
    LG


  • Danke für dieses sachliche Posting! Bei dem Thema sollte man weder in Hysterie verfallen, noch romantisiered verharmlosen. Wölfe sind sehr gelehrige Tiere, sie können lernen, dass von Menschen keine Gefahr ausgeht, und schliesslich auch, dass sie leichte Beute sind - besonders Kinder.


    Aber soweit sind wir hier noch lange nicht. Ich habe aktuell keine Sorge, dass meine Hunde auf Bergwanderungen vom Wolf gerissen werden, da sind andere Risiken wesentlich höher. Aber man kann sich auch nicht einfach auf die angebliche Scheue der Wölfe verlassen, wie das so oft beruhigend verkündet wird. Diese Scheue sollte durch Lernprozesse unterhalten werden, und zwar nicht erst, wenn ein Wolf zum "Problemwolf" geworden ist, und seine Erkenntnisse womöglich schon an seine Nachkommen weitergegeben hat.

  • Hier in der Nähe wurden auch schön Wölfe gesichtet (im Norden von Sachsen-Anhalt). Es werden immer mal so Infoblätter verteilt, nach dem Motto "Kenne deinen Feind".
    Naja das sind so die üblichen Tips, wie: nicht in der Dämmerung in den Wald. Aber auch Sachen wie die Fährte und die Losung erkennen.
    Wenn man allerdings schon eine Fährte findet, ist man wohl schon zu nah dran und sollte schnellstens in die Zivilisation zurück. Mit oder ohne Hund. Auch bei einem eventuellen Riss den man findet, ruhig aber schnell abhauen und dem Jäger melden.
    Eine unerwartete Wolfsbegegnung ist quasi ausgeschlossen. Als Beute sind wir Menschen wohl uninteressant, solange genug fette Schafe und Kühe auf den Wiesen rumstehen.
    Das war so das was ich behalten habe.


    "Keep your friends close but keep your enemys even closer"
    Montgomery Burns


    Das mit dem Geheule würde mich aber auch mal interessieren.


    Ich hab am meisten Angst vor Wildschweinen, und mit Bibern ist auch nicht zu spassen. Und auch Waschbären können verdammt schlechte Laune haben. Ich wusste nichtmal daß es hier welche gibt, bis ich mal fast einen überfahren hätte.

  • Bald kommen ja wieder die Knaller in die Geschäfte .
    Es gibt solche, da muss man nur an einer kleine Schnur ziehen, ohne Feuer , und es knallt .


    Vielleicht hast du zukünftig davon ein paar in der Tasche im Wolfswald , so zur eigenen Beruhigung.


    (Wenn du deine Hunde positv auf den Knall trainierst, also ruhig zu bleiben, könntest du sogar angreifende Fremdhunde damit verjagen...das spukt mir noch so im Hinterkopf, mit den "trektouwtjes" , so heißen diese Knaller hier in Holland ....
    ....seit ich kürzlich einem HSH mein Fahrrad auf den Kopf werfen musste
    weil er ansonsten gerne meinen Hund oder mich gebissen hätte..
    Der Gute macht da, wie im Dorf bekannt, nicht so Unterschiede... :headbash: )

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Zitat

    Hier in der Nähe wurden auch schön Wölfe gesichtet (im Norden von Sachsen-Anhalt). Es werden immer mal so Infoblätter verteilt, nach dem Motto "Kenne deinen Feind".


    Das ist doch mal was. So was gabs hier noch nicht. Was hier stattfindet, empfinde ich immer mehr als eine Mischung aus Heimlichkeiten... (bloss nicht zu viel sagen) und Sensationspresse (Nutztierrisse werden schliesslich ausfuehrlich mit Bild behandelt). Und das find ich doof und unfair. Unreflektiert romantisch find ich den Wolf hier bestimmt nicht. Aber ich denke, man sollte Wissen vermitteln und nicht nur Aengste schueren. Natuerlich auch die Gefahren und Risiken nennen, klar. Wir koennen nur mit etwas umgehen lernen, was wir kennen und dazu gehoeren eben alle Seiten.


    DSHRottlador:
    Also, nee. Das ist so gar nicht mein Ansatz. Mir liegt eher an friedlicher Koexistenz und da wuerden mir vorher auch im Falle der tatsaechlchen Begegnung wohl noch andere Dinge einfallen. Mangels Erfahrung kann ich natuerlich nicht sagen, was das bewirkt.


    Ausserdem sind das Truppenuebungsplatzwoelfe. Die koennen wahrscheinlich mit Kanonenschlaegen besser umgehen als meine Hunde.
    Und: Woelfe stehen unter hohem Schutz!

  • Wölfe bilden ja ein Rudel und entfernen sich oft, auf der Suche nach neuen Territorien oder auf der Suche nach Futter weiter voneinander, also außer Sichtweite.
    Mittels Heulen verständigen sie sich dann. Wenn ein rudelfremder Wolf oder Hund heult, denke ich nicht, dass die nachschauen kommen, wer das war.


  • Hast du dir das gut überlegt? Meiner Meinung nach ist das eine massive Körperverletzung, für deinen eigenen Hund.

  • Ich romantisiere nicht, aber der Mensch steht nicht auf der Speisekarte im Normalfall. Dass es tödliche Angriffe gab und auch in manchen Ländern gibt, ist nicht abstreitbar, allerdings weiß da auch niemand so genau, was wo und wie und warum (zudem kann man nur schwer ausmachen, ob es ein Wolf oder Wildhund war...):


    "Are wolves dangerous to people?
    In a word, the general answer is no. Wolves typically avoid people. BUT! There are several well-documented accounts of wild wolves attacking people in North America, and although there were no witnesses, a 2007 inquest determined that a young man killed in northern Saskatchewan in 2005 died as a result of a wolf attack. Accounts of wolves killing people persist in India and in Russia and parts of central Asia. It is a fact that when wild animals become habituated to people, they may lose their fear of humans, especially if they are fed or if they associate humans with providing food. Like any large predator, wolves are perfectly capable of killing people. No one should ever encourage a wolf or any other wild animal to approach, and hikers and campers should take all necessary precautions to prevent mishaps involving wildlife."


    -->
    http://www.wolf.org/wolves/learn/basic/faqs/faq.asp




    Hier gibt es einen dokumentierten Fall von "Gefressen werden" ("Harter Winter", aber keiner weiß warum und wieso und weshalb genau):
    --> http://www.aws.vcn.com/wolf_attacks_on_humans.html




    Hier steht etwas sehr Interessantes. Warum Wölfe überhaupt angefangen haben, Menschen zu fressen (wenns stimmt):
    http://listverse.com/2012/04/1…known-facts-about-wolves/



    Wölfe sind wilde Tiere. Deswegen muss man aber keine Angst haben, gefressen zu werden.

  • Zitat


    Ausserdem sind das Truppenuebungsplatzwoelfe. Die koennen wahrscheinlich mit Kanonenschlaegen besser umgehen als meine Hunde.
    Und: Woelfe stehen unter hohem Schutz!


    jo, hier ist auch ein Truppenübungsplatz in der Nähe. Da hängen die Wölfe ab. Scheint doch ruhiger dort zu sein, als man sich vorstellt.

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