Echte Wölfe und blöde Fragen

  • Soviel zum Thema: einfach nen HSH holen.

    https://m.facebook.com/story.php?stor…100011443145537

    Wie ist denn da eure Meinung zu?

    Fahrlässige Hundehaltung (so viele Todesfälle machen mich doch sehr stutzig)? Oder sind Tierschutzhunde dafür pauschal eher nicht geeignet?

    Ich habe zu wenig Wissen, um wirklich drüber urteilen zu können. Kenne keine HSH, weder als Mischlinge als Tierschutzhund vermittelt noch Aktive an der Herde.

  • Da spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Zum einen, dass der Bedarf an HSH in Deutschland massiv in die Höhe geschossen ist und fleißig vermehrt wird, um ihn zu decken. Da wird dann eben alles mögliche verpaart oder rangeholt ... was halt den HSH-Stempel drauf hat. Egal, ob das nun genetisch so "perfekt" ist ... dann kommt dazu, dass die Hunde nicht ausreichend betreut werden können. Es sind Hunde, die für eine behirtete Beweidung gemacht sind. Das heißt: Eigentlich ist immer ein Mensch da, der die Hunde anleitet und mitregelt. Das geht in Deutschland eben auch nicht, weil die Schäfer und Schafhalter die Schafe mitsamt den Hunden immer wieder über lange Zeit allein lassen müssen um Geld zu verdienen. Dann kommt sicher noch hinzu, dass die meisten von Hundeerziehung im Grunde keine Ahnung haben. Das konnte man schon all die Jahre vor den HSH eindrücklich im Bezug auf ihre Hütehunde sehen ...

  • Soviel zum Thema: einfach nen HSH holen.

    https://m.facebook.com/story.php?stor…100011443145537

    Wie ist denn da eure Meinung zu?

    Fahrlässige Hundehaltung (so viele Todesfälle machen mich doch sehr stutzig)? Oder sind Tierschutzhunde dafür pauschal eher nicht geeignet?

    Ich habe zu wenig Wissen, um wirklich drüber urteilen zu können. Kenne keine HSH, weder als Mischlinge als Tierschutzhund vermittelt noch Aktive an der Herde.

    Das passiert, wenn Tierhalter gezwungen sind, sich da eigenständig um den Herdenschutz zu kümmern.

    Die dort zitierten Pyris, die hochgradig scheu, semi-depriviert und Angstbeisser sind, sind eine Folge davon, dass die deutsche Bevölkerung mit einem normal agierenden HSH nicht klar kommt.

    Entsprechend wurde weniger Wert auf gut funktionierende, selbstbewusste HSH gelegt, sondern das Hauptaugenmerk lag auf "umfeldverträglichen Hunden" - und das sind Pyris, die so scheu sind, dass sie Schiss vor Menschen haben, nun mal, denn wenn da Wanderer am Zaun lang laufen, verstecken sich die Hunde in der Herde.

    Mit Herdenschutz hat das nix mehr zu tun, das wird in dem Bericht ja auch eindrücklich beschrieben.

    Nein, Tierschutzhunde sind nicht pauschal geeignet.

    Aber eben auch sonst nicht automatisch alles, was einen Zettel "HSH" um den Hals hängen hat.

    Der Einsatz von HSH ist ein ganz extremes Beispiel für Mehrhundehaltung, wo die Tierhalter ganz besondere Kenntnisse in Bezug auf die Gruppendynamik haben müssten. Oft sind diese leider nicht vorhanden. Es gibt aber auch nur wenige bis keine Institutionen, die einem diese Kenntnisse vermitteln können.

    Ich halte von vielen Todesfällen unter Weidetieren und Hunden auch genau überhaupt nix, aber man darf bitte auch nicht vergessen, dass diese Hunde letzlich nur Kanonenfutter in Sachen Wolf sind, dass Kämpfe Wolf-Hund explizit gewollt zu sein scheinen und dass von der Gesellschaft, die Wölfe haben will und Herdenschutz fordert, somit billigend der Tod dieser Hunde in Kauf genommen wird. DAS den Tierhalten dann vorzuwerfen, ist bigott.


    Hier bei mir sind 2 Kangal-Rüden aus junger deutscher Arbeitslinie im Einsatz und vor einem Jahr habe ich mit grossen Aufwand eine Kangalin aus dem Tierschutz integriert, die mittlerweile einen hervorragenden Job macht. Den Zeitaufwand dafür kann ein beruflicher Tierhalter i. d. R. schlichtweg nicht leisten. Meine Hunde sind hervorragend auf Menschen sozialisiert, die kuscheln bei von mir mitgebrachten Besuchern auch mit Kleinstkindern, so wie gestern auf dem Wanderstammtisch HSH, den wir für bayerische Tierhalter durchgeführt haben, da hier erst im April die Herdenschutzförderung gestartet ist und der Informationsbedarf entsprechend hoch ist: (Foto ist von allen erlaubt)

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  • Der Einsatz von HSH ist ein ganz extremes Beispiel für Mehrhundehaltung, wo die Tierhalter ganz besondere Kenntnisse in Bezug auf die Gruppendynamik haben müssten. Oft sind diese leider nicht vorhanden. Es gibt aber auch nur wenige bis keine Institutionen, die einem diese Kenntnisse vermitteln können.

    Ich halte von vielen Todesfällen unter Weidetieren und Hunden auch genau überhaupt nix, aber man darf bitte auch nicht vergessen, dass diese Hunde letzlich nur Kanonenfutter in Sachen Wolf sind, dass Kämpfe Wolf-Hund explizit gewollt zu sein scheinen und dass von der Gesellschaft, die Wölfe haben will und Herdenschutz fordert, somit billigend der Tod dieser Hunde in Kauf genommen wird. DAS den Tierhalten dann vorzuwerfen, ist bigott.

    Ich nehme gar nichts billigend in Kauf, ich bin der Meinung entweder man macht was richtig oder läßt die Finger davon.

    Was da im Text beschrieben wird ist schlichtweg verantwortungslos sowohl den Hunden als auch den Weidetieren gegenüber. Dafür, daß er so handelt wie er handelt ist ganz allein der Herr Mennle verantwortlich, wenn er's nicht richtig machen will oder kann, dann sollte er's gar nicht machen.

  • War klar. Aber es gibt sicher andere Möglichkeiten, als einfach irgendwelche Hunde in die Herde zu schmeißen, das ist unverantwortlich...

    Ich beziehe mich zum Beispiel auf: "In der ersten Nacht töteten die drei gelieferten, hochzertifizierten Pyris ,3 Ziegen und frassen sie ziemlich auf." Anscheinend ohne großartige Gewöhnung einfach mal in die Herde. Da muß man sich nicht wundern...

  • irgendwelche Hunde

    Du hast den Bericht tatsächlich gelesen?

    Die Pyris waren teuer vom Land Brandenburg geförderte, zertifizierte Herdenschutzhunde. Nach brandenburgischen Kriterien zertifizierte Hunde.

    Da hat doch wohl kaum der Tierhalter was falsch gemacht, wenn er dem vertraut, was offizielle Stellen ihm raten.

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