Vom Trainer zum Experten...
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Gast41354 -
21. Juli 2013 um 17:29
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Was haltet ihr von Ian Dunbar?
Im Ansatz gut, aber er schwächelt meiner Meinung nach bei sowas:
http://www.canis.no/ekurs/BC-dunbar-eng.html - Vor einem Moment
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Hallo,
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Nope ich weiß ziemlich genau auf was er da hinaus will. Das kann man zwar falsch verstehen aber der hat völlig recht. Ein bekannter deutscher Clickertrainer hat mal irgendwo gemeint das er gar nicht mehr lobt - das ist in meinen Augen Blödsinn.
Es geht hier nicht um Hundehalter die einen Clicker oder ein Markerwort nutzen und dann bedürfnissorientiert belohnen und auch mal nur Loben sondern um die, die einfach nix mehr sagen und nur noch über den Clicker und Co mit dem Hund kommunizieren (wollen). Zumindest verstehe ich das so.
Was mir bei dem gefällt und was halt auch in meinen Augen seinen Expertenstatus unterstützt (um mal bei der Diskussion zu bleiben) ist a) dass er sich und seine Ansichten anscheinend ändert (früher gabs Leinenrucks und Lob + Leckerchen und jetzt wird Fehlverhalten ignoriert und richtiges Verhalten gelobt und Belohnt) und b) das er jede Menge Erfahrung hat was sich in einfachen Trainingskonzepten für jeden wieder spiegelt welche aber auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. -
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Was haltet ihr von Ian Dunbar?

kareki:
Ich finde, er hat in manchem schon recht. Bei sehr ouren Puristen, die nicht nur ihre Session so pur hinter sich bringen, finde ich es auch verschenktes Potential. Allerdings sind die vermutlich eher selten.
Womit er aber recht hat: Wir leben nicht im Labor und einiges ist nur wirklich im Labor machbar.Außerdem benutzt er das Argument, dass Computer, die die Bestärkung übernehmen, verdammt viel schneller ihre Durchschnittswerte etc. berechnen können, was auch was am erfolg ausmacht. Zudem finde ich es schwierig, mit dem Kriterium wirklich konsequent "binär" zu sein. Muss man aber auch nicht unbedingt, wenn man nicht ganz so "pur" clickt - s. KGS, s. IB - und kann man auch kaum meines Erachtens - alleine schon eine kleine Veränderung der Mimik (oder vllt sogar nur Stimmung) kann der Hund evtl. mitbekommen.
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Zitat
Ein bekannter deutscher Clickertrainer hat mal irgendwo gemeint das er gar nicht mehr lobt - das ist in meinen Augen Blödsinn.
Echt?
Also mir fällt nur ein deutscher, bekannter Clickertrainer ein jetzt, das wäre Martin Pietralla. Der hat das aber nicht geasgt, oder?ZitatWas mir bei dem gefällt und was halt auch in meinen Augen seinen Expertenstatus unterstützt (um mal bei der Diskussion zu bleiben) ist a) dass er sich und seine Ansichten anscheinend ändert (früher gabs Leinenrucks und Lob + Leckerchen und jetzt wird Fehlverhalten ignoriert und richtiges Verhalten gelobt und Belohnt)
Naja, also er ist schon auch immer noch für (auch positive) Strafe zu haben, so ist's nun nicht.
Für Strafe überhaupt. Da gibt's auch ein Video von ihm neueren Datums. "How to effectively correct and punish". Das ist von 2007.
Auch in den youtube-Filmchen wurde es schon angesprochen. Ich meine bei dem Teil zu heranwachsenden Hunden.Zitatund b) das er jede Menge Erfahrung hat was sich in einfachen Trainingskonzepten für jeden wieder spiegelt welche aber auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen.
Das ist einerseits ganz nett, aber andererseits ist sein Steckenpferd halt hauptsächlich die Sozialisierung von Welpen. Da fände ich es schön, wenn er auch mal wieder mehr zu second-hand-Hunden veröffentlichen würde.
Es ist halt wenig hilfreich, zu hören, dass das Problem leicht hätte vermieden werden können...
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Kaham: Was sind ouren Puristen?
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Zitat
Echt?
Also mir fällt nur ein deutscher, bekannter Clickertrainer ein jetzt, das wäre Martin Pietralla. Der hat das aber nicht geasgt, oder?
Ich weiß leider nicht mehr wo ich es gelesen habe aber ich habe es mit ihm im Zusammenhang abgespeichert.
Zumindest habe ich ehrlich gesagt noch nie solche Durchschnitte berechnet oder so Kram gemacht. Das ist mir einfach zu blöd. Ich führe auch kein Trainingstagebuch weil das mir auch irgendwo zu weit geht. Allerdings Respekt vor jemandem der das korrekt durch zieht
Das ist aber für niemanden was, der seinen Hund die Grenzen im Haushalt um im sozialen Zusammenleben aufzeigen will. Ich meine für viele ist ein Clicker schon zu viel des Guten. Macht ja nix ... braucht man ja auch nicht.Zitat
Naja, also er ist schon auch immer noch für (auch positive) Strafe zu haben, so ist's nun nicht.
Für Strafe überhaupt. Da gibt's auch ein Video von ihm neueren Datums. "How to effectively correct and punish". Das ist von 2007.
Auch in den youtube-Filmchen wurde es schon angesprochen. Ich meine bei dem Teil zu heranwachsenden Hunden.
Stimmt - das habe ich vielleicht etwas falsch geschrieben. Die Leinenrucks sind nicht mehr. Strafen setzt er immer noch ein. Er stellt die Frage in den Raum ob denn die Strafen wirklich unangenehm und schmerzhaft sein müssen. Das finde ich prinzipiell die richtige Sicht weil sie realistisch ist.Zitat
Das ist einerseits ganz nett, aber andererseits ist sein Steckenpferd halt hauptsächlich die Sozialisierung von Welpen. Da fände ich es schön, wenn er auch mal wieder mehr zu second-hand-Hunden veröffentlichen würde.
Es ist halt wenig hilfreich, zu hören, dass das Problem leicht hätte vermieden werden können...
Joa das muss halt jeder selber entscheiden. Präventiv ist halt auch keine schlechte Sache weil man dann jede Menge Second-Hand Hunde vermeiden kann bzw die Anzahl reduziert. -
Zitat
Kaham: Was sind ouren Puristen?
Tipfehler: pure Puristen
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für mich is dunbar ohne jeden zweifel n experte und n pionier. nich allem stimm ich zu, aber im grunde finde ich bei ihm viel von dem, was ich richtig und wichtig find.
er war zwar nie n hardliner, hat aber aversiv gearbeitet, was schon seit langem vergangenheit is.
sein vorgehen is sicher nich für alle was, weil er intensivere mitarbeit vom halter fordert:
so was wie nothing in life is free - aber eher die light version
mit manchem unerwünschtem verhalten so arbeiten, dass der hund lernt, es nur noch auf befehl zu zeigen.bsp mit dauerbellendem hund:
beibringen, auf befehl zu bellen
beibringen, aus befehl damit aufzuhören
somit problem gelöst.
ich mag sehr, dass ers so mit life rewards hat, weil ich mich da sehr wiederfinde. eigentlich is er wattebausch und streng zugleich.
find ihn also richtig gut und zwar auf fast alle bereiche bezogen, denn wie man welpen zu guten hunden macht, hatte ich mit 10 schon diverse male mitgekriegt (jagdhunde, zuchthunde, familienhunde).
aber auch seine einstellung und seine anleitungen zum thema sozialisation und erziehung von welpen find ich sehr sehr gut!
es stimmt, dass er sich auf prävention am meisten konzentriert, und dass er auch positive strafe einsetzt, aber er straft nich körperlich auch nich mit einschüchterung.
es stimmt auch, dass er iwann aufgehört hat, mit wirklich gefährlichen hunden zu arbeiten, weil die halter oft verantwortungslos waren und es so zu weiteren ernsthaften vorfällen kam.
ich versteh die entscheidung, bin aber froh, dass andre da weiter machen wo er nich mehr mitmacht!
er hat sich öffentlich auf nem seminar entschuldigt, weil er früher bei kursen auch ma angeleitet hat, reaktive hunde derbe u erschrecken und im nächsten moment das alternativverhalten positiv zu verstärken.
hund flippt, mensch wird mittels stimme kurz zum monster, hund ruhig, mensch gibt "keks" oder lob. usw. usw.
ich kenn das von einer seiner dvds.fands aber eigentlich nich schlecht, weils echt effektiv war und der schreck mMn total akzeptabel.

was das heute angeht: grad seine kritik daran, unerwünschtes verhalten grundsätzlich zu ignorieren und positive strafe grundsätzlich abzulehnen, find ich gut, und die tatsache, dass er an den einsatz unsrer stimme erinnert!
und er is sehr tolerant, diskutiert gesittet mit hardlinern - das find ich auch enorm wichtig.
dass er sich verändert und zu fehlern steht, find ich zwar selbstverständlich aber auch deshalb gut, weils nich usus is.
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ja das stimmt trummler hat auch mit "problematischen" hunden gearbeitet.
ich hab alle bücher von trummler und das buch der unverstandene hund von brunner. brunner war iwie auch ein experte und pionier, weil er seiner zeit total voraus war.
hab aber bei beiden auch genügend sachen gelesen, wo das riesige kopfschütteln kam.
warn andre zeiten, man wusste viel weniger - das darf man nich untern tisch fallen lassen.es is der wahnsinn wie viel von dem, was noch gar nich so lang an der tagesordnung is, man bei trummler und auch brunner finden konnte.
dass da heutzutage einiges widerlegt wurde etc., is selbstverständlich und gibt keinen anlass, denen ihr großes schaffen abzusprechen, find ich.
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Zitat
es stimmt, dass er sich auf prävention am meisten konzentriert, und dass er auch positive strafe einsetzt, aber er straft nich körperlich auch nich mit einschüchterung.Findest Du?
Ich finde dass heute noch zumindest auch Einschüchterung bis zu nem gewissen Grad dabei ist. Ist aber vermutlich Definitionssache wie so oft.Zitat
er hat sich öffentlich auf nem seminar entschuldigt, weil er früher bei kursen auch ma angeleitet hat, reaktive hunde derbe u erschrecken und im nächsten moment das alternativverhalten positiv zu verstärken.hund flippt, mensch wird mittels stimme kurz zum monster, hund ruhig, mensch gibt "keks" oder lob. usw. usw.
ich kenn das von einer seiner dvds.Die Sequenzen kommen auch in neueren DVDs noch vor. Ich denke nicht, dass er das da reinnehmen würde, wenn er es total ablehnen würde. Oder?
Zudem beschreibt er auf der neuen (Titel müsste ich nachgucken) zu aggr. Hunden auch immer noch, dass die Halter sich um die Streihähne rumstellen und "im Chor" Sitz schreien und dass die Hunde da eben von beeindruckt werden.Zitatfands aber eigentlich nich schlecht, weils echt effektiv war und der schreck mMn total akzeptabel.

:)
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