Bin echt verzweifelt- an alle mit Hund und Katz
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Hallo Ihr Lieben,
wahrscheinlich wird das ein etwas längerer Beitrag - also danke schon mal fürs Lesen

Inzwischen läuft es mit Raiko und auch meinem Partner ganz gut, wir wissen jetzt, daß er in ca
4-5 Mon beidseitig neue Hüftgelenke bekommt, weil auch nicht anderes möglich ist für ihn, um
ihm dauerhaft zu helfen, also hat er jetzt sozusagen eine Auszeit.Kopf- bzw Nasenarbeit ist natürlich jederzeit möglich, jedoch aktiv sind uns nur noch täglich
2 Gänge à max. 30 Min erlaubt, ansonsten nur noch kurz raus zum Lösen, damit die Vorderläufe
und Schultern nicht weiter geschädigt werden, er bekommt ja schon tgl 100 mg Carprofen,
weil da ohne kaum noch was geht
Das sind aber nur die Rahmenbedingungen zum besseren Verständnis und nicht das eigentliche Problem:
Inzwischen bin ich wegen etwas ganz Anderem am Verzweifeln und zwar wegen meiner Katzen

Ich hatte immer Katzen, mal mit und mal ohne Hund, mal war der Hund zuerst da und mal die Katze, aber
nie gab es nach einer Eingewöhnungsphase solche Probleme wie jetzt.Raiko ist jetzt schon seit April bei uns und im Zusammenleben mit den Katzen hat sich nichts zum
Positiven geändert...seufz
Es ist nach wie vor immer das selbe...kaum bewegt sich eine Katze von A nach B, ist er hoch und aktiv
hinterher, nicht um sie zu hetzen oder ihnen etwas zu tun, immer nur mit einer deutlichen Spielaufforderung.
Dabei jault und winselt er zum Erbarmen oder verbellt sie, so nach dem Motto "hey du, bleib doch stehen
und spiel mit mir, wenn du schon mal unten bist".
Meine Katzen sind inzwischen schon Seiltänzer-Artisten und bewegen sich kaum noch am Boden, wenn wir
eine hören, die Richtung KaKlo will oder dort bereits scharrt, müssen wir den Hund ranholen, weil er sonst
hinterher ist und der armen Katze buchstäblich am Ar*** klebt, während sie verzweifelt versucht, halbwegs
in Ruhe ihr Geschäft zu erledigen.Gerade mein Kater ist total lieb, ganz locker drauf, kann eigentlich mit jedem und weiß auch genau, daß
ihm das komische große Fellungetüm trotz großer Reißer nichts Böses will. Er ist aber auch ebenso leicht
pflegmatisch auf Ruhe bedacht und immer ganz sinnig in seinen Aktionen, diese hibbelige, ständig jaulende
Krawallkröte nervt ihn auch absolut und er kann verständlicherweise nicht viel damit anfangen.
Bei der Vermittlung hieß es, der Hund sei an Katzen gewöhnt, wobei ich natürlich an Wohnungskatzen
gedacht hatte und nicht daran, daß der Hund es an der Leine auf dem Gelände toleriert, wenn mal eine
Hofkatze im Abstand vorbeizockelt, so wie es tatsächlich war.Zu meinem "festen" Team gehören mein Kater und zwei Mädels, wenn sie von Raiko zu arg bedrängt werden,
schlägt der Kater ohne Krallen, die Mädels schlagen mit, aber das stört den Hund kein bißchen.
Ich habe auch noch eine Mutterkatze aus dem TS mit 4 Jungen hier, natürlich separat, obwohl der Hund
auch die Kleinen nur ableckt und ihnen nichts tut, aber die Mutter dreht am Rad, wenn er so hektisch ist
und jault, bellt, winselt....
Vor wenigen Tagen haben wir wieder eine ausgesetzte trächtige Katze in den TS bekommen, die einfach
an einen Baum gebunden wurde und die Leiterin der Orga hatte gefragt, weil sie ja weiß, daß ich mich
gern der Katzenmütter annehme, aber das kann ich echt derzeit nicht leisten wegen Raiko.Habt Ihr bitte gute Ratschläge für mich, wie ich es erreichen kann, daß der Hund insgesamt ruhiger und
gelassener wird beim Anblick sich bewegender Katzen und daß er nicht mehr so penetrant jault und
winselt
Danke Euch schon malHatte ja anfangs gehofft, daß er und mein Kater Kumpel werden und die anderen dann nachziehen, weil
sie sich viel von ihm abgucken und wenn er etwas ok findet, ist es für alle ok...aber leider...seufz...
Momentan ist es mit Hund und Katz leider nur noch voll nervig und gar kein bißchen mehr schön und entspannt,
so wie ich das sonst kenne...danke Euch fürs Zuhören bzw Mitlesen - Vor einem Moment
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Ich weiß nicht, wie alt Dein Hund ist, aber es hört sich nach einem jungen Hund an.
Meine jungen Hunde haben den Begriff "Vorsichtig mit der Katze" gelernt.
Das haben sie eigentlich schnell verstanden, dass sie nicht so stürmisch auf die Katzen zugehen dürfen und die Katzen auch mal in Ruhe lassen müssen.Scheinbar bist Du da nicht deutlich genug. Notfalls muss es auch mal einen verbalen Anschiss geben.
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Mein schwarzer Hüterich sollte auch katzenfest sein - bis mein Kater ihm das 1.Mal im Haus über den Weg lief hab ich das tatsächlich geglaubt....... danach nicht mehr

Ich habe den Kater schöngeklickert und schöngefüttert. Bei mir war das ebenso, daß Hund im Angesicht von Kater total ausflippte - aber leider nicht besonders freundlich!! Nachdem ich meine erste Verzweiflung überwunden hatte, habe ich mir Kater auf den Schoß geklemmt und Hund im Korb abgelegt. Und dann wurde jedes ruhighalten vom Hund mit Fleischwurst und Frikadellenbröckchen belohnt, jeder Blick zum Kater geklickert und jedwede ruhige!!! Aktion des Hundes im Angesicht des Katers überschwenglich gelobt.
Das musste ich einige Wochen durchhalten, die restliche Zeit habe ich dafür gesorgt, daß die beiden sich nicht begegnen um keine unkontrollierbare Situation entstehen zu lassen.
Jetzt kann ich sagen, daß es nicht nur hier gut läuft sondern auch andere Katzen als "Leckerchen-Verknüpfung" generalisiert wurden......... solange sie sich nicht allzu stürmisch bewegen
An Deiner Stelle würde ich die Sache mit Raiko so angehen, daß Du ebenfalls jedes stillehalten in Anwesenheit der Katzen extrem belohnst und ansonsten erstmal versuchst, Hund und Katz soweit wie möglich getrennt zu halten. So lernt er am ehesten, daß ruhiges Verhalten erwünscht ist.
Klickerst Du mit Raiko?? Das wäre doch ein schönes Versuchsfeld, Blickkontakt zu klickern..........
Am Anfang kann das etwas dauern daß er das richtig verknüpft - man braucht Geduld weil sich der Hund naturgemäß durch das enge Umfeld schnell in hohem Reizzustand befindet. Aber bei gleichzeitiger Forderung von "Platz", "Decke" oder so kann man Hund ganz gut runterfahren und eine für den Menschen kontollierbare Situation schaffen.
Sowas sollte natürlich nur in ruhiger Atmosphäre stattfinden - dann kannst Du schnelle Fortschritte erzielen
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Ich find neben dem Belohnen und dem Hund beibringen das eine Katze nichts besonderes ist auch noch wichtig: Ruhe Zonen für die Katzen, Konsequent durchzusetzen.
Bei mir ist es immer das Schlafzimmer, da wird nicht Katzen gestalk, gejagd oder sich gestritten. Da werd ich echt Wütend, das hatte jeder aus meiner Chaostruppe recht schnell drauf.
Auf der Couch bestimme ich auch, mit wem ich gerade Kuscheln will. Wer sich nicht benimmt und das konnte durchaus früher auch mal meine Katze sein, der fliegt raus.Bei meinem Rüden hab ich das Kommando "Lieb sein" eingeführt. Hab es aber nicht geziehlt trainiert, nur während ich es dem Rüden sagte, ihn gestreichelt.
Hmm im Grunde also alles ganz ohne Tricks. Lediglich Katzen fressen ist verboten, aber sich ruhig verhalten wird Belohnt.
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Bei uns hat ein Erziehungshalsband geholfen. Hund sieht Katze und will hin - kurzer Sprühstoß. Nach dem 3. Mal haben wir dann nur noch ab und zu den Piepton gebraucht. Jetzt, 6 Wochen später, geht Ronja an der Katze vorbei. Katze findet es zwar komisch und mitunter macht sie nen Buckel oder knurrt, aber Ronja läßt sie links liegen.
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Zitat
von Ronja01465 » 26.07.2013 10:05
Bei uns hat ein Erziehungshalsband geholfen. Hund sieht Katze und will hin - kurzer Sprühstoß. Nach dem 3. Mal haben wir dann nur noch ab und zu den Piepton gebraucht. Jetzt, 6 Wochen später, geht Ronja an der Katze vorbei. Katze findet es zwar komisch und mitunter macht sie nen Buckel oder knurrt, aber Ronja läßt sie links liegen.
Hat bei uns drei Tage ganz ohne Sprühen gedauert.
Jeglicher Ansatz zur Katze zu stürmen wurde deutlich korrigiert und nach drei Tagen war das Thema durch.
Da war klar, die gehört dazu. -
Zitat
Hat bei uns drei Tage ganz ohne Sprühen gedauert.
Jeglicher Ansatz zur Katze zu stürmen wurde deutlich korrigiert und nach drei Tagen war das Thema durch.
Da war klar, die gehört dazu.Ja, Muecke, Hund ist nicht gleich Hund. Alle Methoden passen nicht zu jedem Hund.
Es wäre aber schön zu wissen, wie Du "deutlich korrigiert" hast. Die TS sucht ja Ansätze, wie sie das in den Griff bekommen kann.Ronja ist kein Hund, den man z.B mit Leckerli kommen brauch. Interessiert sie nicht. Wir wollten es mit Clickertraining versuchen, ist an ihrem behalte-dein-Leckerli gescheitert.
Was die Katze angeht hat ein Zurechtweisen egal ob verbal oder durch abblocken (körperlich) nur ein sofortiges aufdrehen und spielen wollen ausgelöst. -
Zitat
Hat bei uns drei Tage ganz ohne Sprühen gedauert.
Jeglicher Ansatz zur Katze zu stürmen wurde deutlich korrigiert und nach drei Tagen war das Thema durch.
Da war klar, die gehört dazu.Same here.
Und ich war da sehr deutlich.
Einmal flog draußen ne Leine hinterher, weil die so extrem Katzen gejagt hat und die auch eingeholt hat - absolutes No-Go!Im Haus wurde auch sehr stark korrigiert wenn sie den Katzen hinterher wollte.
Klar, die sind nicht best friends.
Aber Kater und Hund stupsen auch schon mal mit der Nase zusammen, mit der Katze geht das so oder so nicht weil die sofort auf Angriff geht.
Allerdings können auch die mittlerweile in einem Raum sein. -
Zitat
Ja, Muecke, Hund ist nicht gleich Hund. Alle Methoden passen nicht zu jedem Hund.
Es wäre aber schön zu wissen, wie Du "deutlich korrigiert" hast. Die TS sucht ja Ansätze, wie sie das in den Griff bekommen kann.Wie sagst du denn deinem Hund, dass er was lassen soll?

Ich hatte den Kleinen im Auge und jedes Aufspringen- Wollen wurde schlichtweg verboten, ruhiges Schauen, Hinlegen oder akzeptierendes Verhalten der Katze gegenüber hab ich fürstlich belohnt.
So war m Grunde schnell klar, welches Verhalten eben erwünscht bzw. unerwünscht ist.
Hilfreich ist es, wenn man das so managed, dass Fehlverhalten gar nicht mehr möglich ist, also, wenn man mal grad nicht aufpassen kann, dann den Hund anleinen oder räumlich trennen oder ähnliches.
Und ich hab aufgepasst, dass die Katze den Hund nicht zusätzlich provoziert. Also dem Hund auch gezeigt, dass ich die Katze ebenfalls manage.
Insgesamt erinner ich mich an zwei Situationen, wo Bandit tatsächlich hinter ihr her ist. Aber da war ich halt zu nachlässig bzw. Hatte sie Situation unterschätzt.
Reagiert dein Hund so dermassen aufgedreht und verweigert er Futter, ist der Stresspegel enorm.
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Hab ich in etwa so gemacht wie muecke. Nur das beide anfangs kein abbruch kannten.
Hatte beide Hunde als sie neu waren ca. eine Woche lang zuhause an der Leine und jeglicher Ansatz die Katzen zu stalken etc. wurde abgebrochen und eine alternative angeboten. Wirklich KONSEQUENT. Kein ran gehen, kein abschnuffeln.. alles fanden die Katzen scheisse und da musste meiner Meinung nach keine Pfoten fliegen.Nach dem man sie nicht mehr abschnufelln wollte, wollte die große die noch zum toben auffordern.. in dem sie ca. 20 cm vor der Katze sich mit den vorder Pfoten auf dem Boden warf.. fand die Katz weniger witzig bei riesen Hund
das wurde dann auch direkt abgebrochen und Hund da weggeholt.War alles relativ zügig erledigt.
EDIT: wenn Viechzeugs alleine zuhause ist, sind aber Hund und Katz getrennt.
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