Hilfe / Erklärung bei Endbefund Bluttest

  • Guten Tag Liebe Hundefreunde,

    ich bin im Moment völlig Ratlos, mein Hund (West Highland White Terrier 12 Jahre 7,5 Kg.) hatte letzte Woche einen Jahrescheck bekommen mit Blutanalyse. Heute ist der Befund gekommen und meine TA meinte bloss der Harnstoffwert sei viel zu hoch; Sie "denkt" es handelt sich um eine Niereninsuffizienz und die Lebenserwartung ist nicht mehr hoch. Ich sollte ab sofort nur noch spezial Futter kaufen (wollte mir gleich einen Karton mitgeben 45€ :headbash: )! Daheim angekommen habe ich mich natürlich sofort an den PC gesetzt und gegoogelt was das Zeug hält aber leider ohne Erfolg... Mein kleiner ist eigentlich quietsch fidel und hat überhaupt keine Anzeichen für eine solche Erkrankung ausser evtl. das Sie viel Trinkt wobei das schon immer so ist. Auch mit dem Endbefund vom Labor kann ich nicht wirklich was Anfangen :gott:
    Ich hoffe Ihr könnt mir hier weiter helfen oder Tipps geben oder Erfahrungsberrichte. Den Befund stelle ich unten mal rein habe aber NUR die Werte die erhöht bzw Grenzwertig sind aufgeführt.

    Vielen Dank schon einmal im Vorraus

    Endbefund

    Anmerkung Serum leicht lipämisch
    Leukozyten 11500 + /mm3 4000-10000
    Thrombozyten 921 + x1000/ul 150-400
    GPT (ALAT) 40 + U/l <36
    Harnstoff 198 + mg/dl <50
    Kreatinin 2.18 + mg/dl <150

  • Eine Erkrankung der Nieren ist sehr ernst zu nehmen.

    Allerdings gehört zu der Diagnose Niereninsuffizienz etwas mehr, als ein erhöhter Harnstoffwert. Der Harnstoff kann auch mal durch Stress oder eine andere Ursache erhöht sein.
    Ich würde den Hund nochmal in einer Tierklinik vorstellen, um die Diagnose zu klären.
    Eine Tierheilpraktikerin kann bei einer Nierenerkrankung sehr hilfreich unterstützen.
    Gerade bei älteren Hunden nutze ich sehr viel die Hilfe meiner Tierheilpraktikerin.

    Wichtig ist auch, dass man bedenkt: Jede Impfung, jedes Medikament kann die Nieren weiter schädigen, darum muss man hier sehr sorgfältig abwägen, auch bei Wurmkuren und Flohmitteln.

    Zur Ernährung bei Nierenerkrankungen:
    http://www.barfers.de/barf_nierenerkrankungen.html

  • Lass noch mal abnehmen und füttere den Hund 24 Stunden vorher nicht mit rohem Fleisch.

    (Und lass es von einem anderen TA machen)

  • Naja, der Kreatininwert ist mit 2,18 mg/dl ja auch erhöht, das spricht zusammen mit dem vermehrten Trinken schon für eine chronische Niereninsuffizienz und nicht nur für proteinreiches Futter.
    Um den aktuellen Zustand der Nieren zu bewerten fehlt auf jeden Fall das spezifische Gewicht des Urins. Darüber kann man sagen, ob dein Hund seinen Harn noch konzentrieren kann.

    Eine insuffiziente Niere ist bei alten Hunden alles andere als selten und es ist kein sofortiges Todesurteil. Allerdings heilt eine Niere nicht mehr, wenn sie wirklich geschädigt ist. Wenn es deinem Hund damit jetzt noch gut geht, heißt das nur, dass er durch vermehrtes Trinken die mangelnde Nierenleistung ausgleichen kann. Irgendwann schafft er das nicht mehr und dann ist er krank.

    Ich würde dem Hund eine Nierendiät füttern und zwar (wenn es ihm schmeckt und es ihm gut bekommt) sein restliches Leben lang. Das muss nicht das teuerste vom Tierarzt sein...

  • Hallo,

    ich habe einen Kater, der 3 x täglich "normales" DoFu versetzt mit Ipakitine, jeden Abend eine Blutdruck-Tablette, Renes Viscum (im Moment jeden 2. Tag) und zum Knabbern ganz kleine Mengen TroFu (angelehnt an die "Werte" von Nieren-TroFu von VetConcept) frisst.

    Die schon geschädigten Nieren sollen so möglichst gut geschont werden... er ist noch jung!

    Wenn Du die verschiedenen Stichworte in die Suchmaschine eingibst kannst Du Dich kreuz und quer zum Thema belesen und Informationen sammeln?!

    Ich würde auch noch mal Blut abnehmen lassen und die "neuen" Werte mit den "alten" vergleichen (lassen).

    Wenn der Hund krank "wirkt" sind die Nieren schon mehr als 70% kaputt und dann ist wirklich nichts mehr zu machen - jetzt kann man das "Kaputt-Gehen" verlangsamen und/oder stoppen!

    So ein kleiner Westie kann doch 15 Jahre oder mehr "schaffen" - Erika!

  • Vielen lieben Dank für eure schnelle und vor allem Informationsreiche Antworten. Werde nächste Woche gleich noch einen Termin in der Tierklinik vereinbaren und mal ein anderes Ergebniss bzw. Meinung eines TA einholen! Ich habe im Internet ein paar homöpahtische Mittel gefunden die den Kreatininwert und angeblich den Harnstoffwert senken, habt Ihr damit auch schon Erfahrungen gemacht oder würdet ihr lieber davon abraten? Ich werde nächste Woche auch mal den TA fragen...
    Das spezielle Futter bzw. DIÄT Futter kann ich damit heute schon anfangen oder sollte man erst noch einmal das 2. Test abwarten?

    LG Westi85

  • Ich würde nicht irgend ein homöopathisches Mittel aus dem Internet geben.
    Das kann man mal bei kleinen Hautproblemen oder Durchfall machen.

    Es bringt viel mehr, wenn eine Tierheilpraktikerin ein spezielles Mittel für Deinen Hund heraus sucht.

  • harnstoff wird durch proteinarmes futter gesenkt.
    den kreatininwert mit irgendwelchen mittelchen zu senken ergibt keinen sinn.
    der wert gibt auskunft über die nierenfunktion. er steigt erst an, wenn mehr als 50% der nierenfunktion eingebüßt sind und ist somit sehr ernst zu nehmen.
    ich würde mich unbedingt fachmännisch beraten lassen und nicht auf eigene faust herum probieren.

    ich wünsche euch alles gute!

  • Ganz ehrlich? Ich würde mir die Blutwerte und den Hund schnappen und in eine gute Tierklinik gehen.
    Heilpraktiker sind bestimmt in vielen Fällen hilfreich, vor allem unterstützend, aber ganz ohne Tierarzt wäre mir die Sache viel zu gefährlich. Und ich würde da auch nicht zu irgendeinem Tierarzt sondern wirklich in eine Klinik gehen.

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