Mr. "ich-hör-dich-nicht"
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Tierli -
10. Mai 2013 um 10:41
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Und ich finde ja auch 70-80% bei jungen Hunden schon ganz okay. Gerade im Doppelpack ist das schon eine Leistung.
Ja.. Nur scheiße wenn Hamilton sich wieder für die anderen 20 - 30% entscheidet und Spaziergänger oder Jogger anspringt...
Bei Arren ist es eben wirklich das.. Ja, das er dumm ist. Ein Volldepp. 3 Gehirnzellen, höchstens!
Der ist auch im Kopf noch kein Jahr, leider. Er ist echt zurückgeblieben. Die Dummheit gepaart mit dem "Ooooh, alles ist so wunderbar!" macht es unglaublich schwer.
Er ist 1 Jahr und kann Sitz, Gib Pfote und ab und zu auch Platz. *seufz* Und selbst das ist eine wahnsinns Arbeit ihm begreiflich zu machen was ich will und es im Hirn zu verankern dauert ewig. (Dabei hat er das Sitz von allein angeboten, hat trotzdem 4 (!!!) Monate gedauert ehe er das "Sitz" von mir damit verknüpft hat das gleichzeitig sein Arsch nach unten ging...)
Er geht auf jeden zu, geht mit jedem mit, steigt in alles ein was offen ist und würde auch in jede offene Haustür spazieren, weil er alles so wunderbar findet und alles liebt und eben meint das auch jeder ihn liebt.
Ich habe noch nie einen Hund gehabt der so dermassen offen ist und gleichzeitig so dämlich.
Und rassebedingt eben noch sturköpfig.Hamilton ist eher ein Arschloch. Er liebt mich, keine Frage, aber so generell ist er mehr der "Guck mal was ich für ne schöne Mittelkralle habe!" Typ.
Er war ja schon 5 Monate alt als er herkam und nun scheint er auch noch in die Pubertät zu sein. Keine gute Kombi, die Whippetsche Unabhängigkeit gepaart mit Arschloch und Pubertät, jeden Tag macht er irgendwas wofür ich ihn gerne aus dem Fenster werfen würde!
Und dann kommt er wieder beim ersten Ruf, stürmt freudestrahlend auf mich zu, oder kuschelt sich ganz dicht an auf dem Sofa, kriecht mir in die Arme und ist einfach ein Herzenshund. *seufz*Einen 100% Abruf werde ich mit beiden niemals hinbekommen, das war mir von Anfang an klar als ich mich für die Rassen entschieden habe. Aber doch wenigstens 90%... Oder gar 95%...
Ich glaube ich warte erstmal ab bis Hamilton durch die Pubertät ist und erarbeite ab da neue Strategien.
Übrigens ist Arren noch nicht mal in der Pubertät. Oder aber ich bemerke es nicht weil er eh immer so ist wie er nunmal ist. - Vor einem Moment
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Ich muss jetzt ma bemerken, dass ich großartig finde, wie du deine Viechers beschreibst
- kann man sich alles gut vorstellen.
Nun ja, Schlepp hätte ich als nächstes auch gesagt, aber das is echt ne Schweinearbeit..., warten, bis sie ruhiger sind und dann richtig loslegen wär wohl angebracht. Bis dahin die Augen überall haben
Zum Trost: Unser Köterlein hat sich heut n richtig dickes Ding geleistet. Waren auf der Wiese und mein Freund musste früher los, so weit, so gut. Köterle spielt noch fein mit anderen Hunden, bestimmt fünf Minuten lang. Dann isser fertig, steht rum und düst ab, quasi Richtung Heimat. Hab mir erst nix bei gedacht, weil er halt immer wieder ma die ganze Wiese erkundet. Er kam dann aber nachm Pfeifen nich zurück...also bin ich hinterher und irgendwann kommt mein Freund mir entgegen, Köter am Halsband...
Da is das Viech ihm echt hinterhergerannt, hat ihn dann aber links liegen lassen und ist einfach so über ne Straße gerannt, weil auf der anderen Seite ein Hund war!! Haben echt Glück gehabt, dass er nicht zu Brei gefahren wurde. Dass er so spät erst hinterherrennt, hätte ich nich erwartet. Im Nachhinein hätte ich ihn viel früher abrufen müssen, aber mit der Aktion hab ich nich gerechnet. Da hab ich seinen IQ auf 3 geschätzt! Sonst is er eigentlich ein cleveres Kerlchen, aber so unglaublich naiv, dass es manchmal wehtut. Köters... -
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Und wie macht man das mit 2 Junghunden die kaum auf einen achten?
Sie kommen zwar ab und zu und werden von mir belohnt, meist mit einem ruhigen "Fein" und Streicheln, aber auch mit kleinen Leckerlies dies drinnen nie gibt, was sie auch alles sehr gerne haben. Aber aktiv auf mich achten ist ihnen einfach nicht möglich, fürchte ich.
Selbst verstecken bringt nichts, der Moment ist dann zwar Panik pur, aber es haftet nicht im Hundehirn.Grade in komplett neuen Gebieten sind sie vollauf damit beschäftigt zu schnuppern, zu gucken und zu spielen, wenn ich da nicht rufe und mich total zum Affen mache (hüpfend und beide Arme überm Kopf schwenkend "Huhuuuuuu! Hier bin ich!!" schreien) kriegen sie nicht mit wenn ich weitergehe.
Unterlasse ich das verfallen sie in Panik sobald sie mich nicht mehr sehen oder aber, wenn sie nen anderen Hund sehen, rennen dahin und gehen damit weiter.Ich habe Aufmerksamkeit geclickert. Immer wenn meine kleine sich zu mir umdreht bzw. zu mir hochschaut wird mit click und Belohnung das verhalten bestärkt. Natürlich mache ich das nicht permanent, aber immer mal wieder zur Erinnerung mehrfach hintereinander. Insgesamt ist sie nach einer Erinnerung dieser Art viel aufmerksamer... Vielleicht hilft sowas auch bei euch...
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Keine gute Kombi, die Whippetsche Unabhängigkeit gepaart mit Arschloch und Pubertät, jeden Tag macht er irgendwas wofür ich ihn gerne aus dem Fenster werfen würde!
Und dann kommt er wieder beim ersten Ruf, stürmt freudestrahlend auf mich zu, oder kuschelt sich ganz dicht an auf dem Sofa, kriecht mir in die Arme und ist einfach ein Herzenshund. *seufz*Meine Roxy ist auch ein eher unabhängiger Typ. Sie zieht große Kreise um mich herum und es war ein richtiges Stück Arbeit, sie soweit zu bekommen, dass sie auf mich achtet. Sie ist jetzt seit 4 Jahren und 5 Monaten bei mir. Dazu kommt ein starker Jagdtrieb, der leider so gar nix mit Langeweile zu tun hat, sondern der einfach in ihrem Wesen steckt. Sie ist aber auch wahnsinnig intelligent, was Vor- und Nachteile hat. Vorteil: Sie lernt schnell. Nachteil: Sie lernt schnell, mich zu veräppeln.
Anfangs habe ich es mit Schleppleine versucht, weil mir der Jagdtrieb nicht geheuer war. Hat für uns gar nicht funktioniert. Ich habe mich mit dem großen Abstand angefreundet und lieber an den Basics gefeilt: Andere Hunde und Menschen sind unterwegs uninteressant. Sie hat quasi gelernt, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wie gesagt: Sehr intelligent. Ich weiß nicht, wie ich das bei einem weniger schlauen Hund bewerkstelligt hätte. Damit blieb der Jagdtrieb. Da hatte ich verschiedene Ansätze durch, hab die üblichen Standards abgearbeitet und damit durchschnittlichen Erfolg erzielt. Es war okay, aber glücklich war ich nicht. Dann war ich auf dem Vortrag von Tomasini, habe enige seiner Elemente aufgenommen und für uns angepasst. Und seitdem funktioniert es super. Kein Jagdausflug mehr seitdem, kein Abbruch durch Klappern mit Trainingsdisks mehr nötig. Statt dessen Präsenz und Aufmerksamkeit durch mich.
Ich persönlich glaube, dass jeder Hund - auch einer mit drei Hirnzellen
- mit dem Prinzip von Tomasini "funktionieren" kann. Gerade, weil es nicht so sehr auf Kommandos beruht, die erst gelernt werden müssen, sondern weil alles auf körperlicher Kommunikation mit dem Hund beruht. Modifikationen sind sicherlich für jeden Hund notwendig, weil ja nicht jeder gleich ist.Bei Roxy habe ich angefangen, ihren Freiraum zu verkürzen, wenn sie etwas tut, was ich nicht will. Sprich: Ich stelle mich nicht mehr hin und rufe, sondern ich starte sofort durch, renne auf sie zu bis sie reagiert, dann stoppe ich ab und gehe langsam rückwärts, so dass sie folgen kann. Anfangs dachte ich, dass das niemals funktioniert und sie dann eher noch angespornt wird. Aber es hat sofort funktioniert. Und bisher hatte ich noch keinen einzigen Misserfolg damit. Sogar als sie angesetzt hat, flüchtendem Wild hinterher zu setzen. Sie lief etwa 20 Meter, dann stoppte sie ab, ich stoppte und ging rückwärts und sie folgte mir. Mittlerweile hat sie das auch auf akustische Kommandos umgesetzt: Sie weiß, dass ich aktiv werde, wenn sie nicht reagiert. Deshalb raegiert sie jetzt besser.
Es ist eine Form Freiraum zu geben und zu nehmen, die von mir sehr viel Aktivität fordert. Man muss den richtigen Augenblick erwischen um abzustoppen, die richtige Körpersprache beim Zurückweichen haben. Es sind einige Dinge, an denen man feilen muss und wo man wissen muss, wie es richtig auszusehen hat. Und ja, es ist auch eine Form, in der man starken Druck ausübt. Aber man nimmt den Druck auch sofort wieder raus. Früher habe ich mich auch entfernt, wenn sie nicht kommen wollte. Sie quasi allein gelassen. Das fand sie super. NOCH mehr Freiraum, klasse! Das hat einfach nicht funktioniert, sie kam dann, wann sie Bock hatte. Freiraum einzukürzen war die Lösung. Nur eben nicht einfach hinschlurfen und Hund einsammeln, sondern mit viel Energie und Präsenz auf den Hund zu bewegen.
Was ich auch sehr schön finde: Über diese Arbeit an meiner Körpersprache und die Einbindung davon in die Erziehung, weiß ich jetzt auch endlich, wie ich mit Roxy spielen kann. Früher habe ich immer versucht, mit ihr zu spielen, so dass sie mit mir rennt und rauft, ohne Spielzeug. Hat sie nie gemacht und ich dachte, das wäre einfach nicht ihr Ding. Jetzt habe ich gelernt, wie ich sie richtig auffordern kann, wie ich ihr Verhalten im Spiel ablesen und darauf eingehen kann. Mittlerweile toben wir zusammen über die Wiesen und sie kommt von alleine an, und fordert mich zu einem Spiel auf. Das ist toll.
Ich finde das eine tolle Sache. Mir ist auch bewusst geworden, dass Körpersprache in der "Standard-Hundeausbildung" einen viel zu geringen Stellenwert hat. Aber es ist definitiv auch eine unbequeme Sache. Stehen, in die Pfeiffe pusten, leckerlie rausholen: Das ist sehr viel einfacher. Ich nehme das Unqueme total gerne in Kauf, weil dadurch die Interaktion mit Roxy so viel schöner geworden ist. Es macht einfach Spaß und lässt Raum, an anderen Dingen zu arbeiten, die beiden Spaß machen.
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Weißer Wolf: Das klappt mit Arren nicht. Damit habe ich angefangen, vor allem um es ihm so wirklich einfach zu machen. "Sieh mich an und es gibt Party!" aber nö, ist nicht möglich. Er schafft es einfach nicht...
Ebenso belohne ich bei beiden von Anfang an jede Kontaktaufnahme zu mir, sei es mit Leckerlie oder Streicheln, besonders Hamilton mag es ordentlich die Rippen geklopft zu bekommen und dann mit "Lauf" wieder losrennen zu dürfen. Das mache ich immer, egal ob ganz draußen, oder im Garten oder drinnen.
Aber bei Arren kommts nicht an im Hirn.
Inzwischen schnippse ich vor seinen Augen, wenn er denn kurz hochguckt isser geistig da, mehr geht nicht.Metatron: Das klingt interessant, körperlich ist zumindest für Arren sehr wichtig. Der braucht Stupser, deutliche Stupser um fokussieren zu können, das ist echt unglaublich wie deutlich man bei ihm werden muss.
Gleichzeitig ist er ein totales Sensibelchen, werde ich im Ton zu hart fällt er in sich zusammen. Aber vom Sofa schmeißen macht ihm garnix.
Leider kann ich das so wie du beschreibst nicht machen, ich habe neben diversen Kleinigkeiten auch starkes Asthma und wenn ich den Deppen übers Feld nachrenne bin ich bei der Pollenbelastung ein Fall für den Notarzt. (Und der Bauer verklagt mich wegen Zerstörung des Feldes)
Oh man, meine Krankheiten machen das alles noch komplizierter als es so schon ist.Clairebear: Danke, danke... Verzweifelter Versuch die Dinge beim Namen zu nennen um die blöden Viecher nicht auszusetzen. (Die würd mir eh jeder wiederbringen)
Ich versuch weiterhin so aufmerksam wie möglich zu sein, bei Arren sehe ich ja langsam was. Der war vor Weihnachten noch nichtmal in der Lage irgendetwas wahrzunehmen außer dem Hund vor seiner Nase. Da hätte man ihn echt am Schwanz hochziehen können, hätte der nicht bemerkt. Er ist diverse Male wirklich massiv umgebombt worden von anderen Hunden, hat er nicht bemerkt. Null, nada!
Inzwischen gehts, er schafft es seine Aufmerksamkeit auf mehrere zu verteilen und es gibt sogar Momente wo er dann sogar mich wahrnehmen kann. Also warte ich weiter bis er gereifter ist. (So in 2, 3 Jahren...)Hamilton testet halt wirklich. Bekommt er einen massiven Anschiss gehts für 1, 2 Tage, er ist dann auch völlig entspannt. Und dann kriegt er wieder dieses Funkeln in den Augen.. *seufz*
Auch hier: Abwarten. Irgendwann...
Bei Hamilton bin ich mir wenigstens sicher das ers lernen wird. Ich muss nur Geduld haben und konsequent bleiben.
(Leichter gesagt als getan wenn der wieder Fangen spielen will.) -
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