Welpe da und viele Fragen
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Hallo zusammen,
unser Goldie ist ja am Samstag eingezogen. Jetzt ist er neun Wochen alt. Der kleine ist super, nicht ängstlich und sehr ausgeglichen, aber trotzdem kommen jetzt die ersten Frage auf:
1. Der kleine ist ein Staubsauger, er frisst draußen einfach alles, vom Kaugummi bis zum Stein, man muss immer tierisch aufpassen, damit man das ganze noch rechtzeitig aus dem Maul bekommt. Nein und Pfui interessieren ihn da leider null, obwohl das in der Wohnung bei Pflanzen und Möbeln anfressen schon super funktioniert. Wie kann ich ihm das abgewöhnen?
2. Wir wohnen sehr ländlich. Leider donnern genau vor unserem Haus immer in unglaublichem Tempo Traktoren, Mähdrescher und teilweise LKWs vorbei, was verständlicherweise sehr laut ist. Das macht dem Kleinen Angst, normale Autos sind ok. Ich habe mich schon in gebührenden Abstand ganz ruhig mit ihm in die Hofeinfahrt gestellt, damit er sich an alles vorbeifahrende gewöhnt und mache das noch immer, aber er wird ganz panisch. Mit Geschirr geht das aber bei kurzem Pipi mit Halsband muss ich ihn echt festhalten, damit er nicht rausrutscht. Wie kann ich ihm diese Angst nehmen? Er will schon garnicht mehr an den schmalen Gehweg an der Straße, den wir aber brauchen um ans Feld zu kommen.
3. Name rufen und "hier" funktioniert schon super, vor allem in der Wohnung oder im "englischen Golfrasengarten"
der Schwiegereltern. Aber in unserem Garten (eher naturbelassen
) und draußen leider garnicht wegen Punkt 1. Wie kann ich das vertiefen?4. Wir haben schon jetzt fast keine Unfälle mehr im Haus, wir gehen nach jedem Schlafen, Spielen etc. raus. Nachts muss er im Moment so gegen 12, um drei und dann wieder um halb sechs. Er wird dann unruhig macht sich aber nicht deutlich bemerkbar. Wie und wann kann ich diese Abstände verlängern oder kommt das automatisch? Tagsüber geht er schon brav zur Wohnungstür aber im Schlafzimmer nicht.
So, sorry, war etwas länger, ich freue mich auf Eure Antworten.
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Hi,
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Ach ja, 5. beim Autofahren (sitzt noch im Bus zwischen uns angegurtet) macht er noch sehr Theater. Wie gewöhnen wir ihn an die Box?
6. Wann kann man mit dem Alleinbleibtraining anfangen?
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Auch wenn ich mit Welpen echt keine Erfahrung habe, würde ich vom Gefühl her sagen, einfach weiter machen wie bisher.
Das gibt sich mit der Zeit, wenn du dran bleibst. Der Zwerg ist ja erst seit ner Woche bei euch. Habt doch bitte etwas Geduld mit ihm
Leute mit Welpenerfahrung können dir bestimmt noch hilfreichere Tipps geben, aber wie gesagt, gib ihm etwas Zeit.
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Huhu,
also zu 2. Das ist hier genauso. Hier Brettern auch Mähdräscher etc vorbei, mein kleiner (jetzt 11Wochen und auch nicht von der mutigsten Sorte) hatte da Anfangs auch etwas Probleme mit. Ist Euer Hof denn zur Straße hin gesichert? Bei uns ist nach vorne alles gesichert, nur nach hinten (an unser Grundstück Grenzen nur noch Felder^^) haben wir noch nicht umzäunt. Hachiko war die ersten Tage auch nur an der Leine und Geschirr draussen mit mir. Wenn ein "krachmacher" kam bin ich einfach weiter ohne diesen zu beachten. Hachi ist zwar dann auch mal in die Leine gesprungen aber hat schnell gemerkt das ihm ja garnichts passiert außer Lärm. Nach ein paar Tagen hab ich ihn dann ohne Leine in den Garten gebracht. wenns ihm zu laut würde ging er selber zurück zur Haustür. Welpen verlassen ja anfangs generell nicht so gerne "die Höhle". Da fühlte er sich sicher und mit jedem Tag würde es besser

4. Also das er nachts länger durchhalten kann, kam hier von selber. Das Bläschen hält ja noch nicht so viel, aber je größer der kleine wird desto besser gehts mit dem aushalten. Hachiko geht vom ersten Tag an nachts in seine große Box. Die ersten minuten gabs immer Theather, aber da muss man halt durch. Jetzt geht er abends freudig in die Box und schläft auch gleich. Er hatte schon bei der Züchterin nachts nur noch gegen 3 uhr gemusst wenn er um 22:30uhr das letzte mal war, dann morgens um 7Uhr. Nun gehts abends schon um 21Uhr in die Kiste und um 7-8Uhr wird er wach und muss raus.
5. Auf der ersten FAhrt hatte ich ihn auch auf der Rückbank, da versucht er aber immer auf den Schoß zu kommen. Also fuhr er ab da im Kofferaum mit. Kofferraum ist bei uns recht geräumig (Van), da hat er eine große Decke drin, ein Tau zum kauen und ist mit dem Sicherheitsadapter und geschirr angeschnallt. Die ersten meter fiepst er manchmal, aber dann legt er sich hin und schläft. Er will auch immer selber in den Kofferraum reinspringen (dafür ist er aber noch zu klein^^)
6. Alleinbleiben baut man ja schon auf wenn man nur mal für ein paar minuten den Raum verllässt. Das haben wir von anfang an gemacht. Also war Welpi auch mal allein im Flur wenn Frauchen in den Keller musste um was zu holen, den müll rausbringt etc.
So war/ist es bei uns, das heisst natürlich nicht das es bei euch auch so ist. Es gibt ja kein Patentrezept was für jeden passt^^
Schau auch mal in die Knowledge Base rein https://www.dogforum.de/ratgeber-hund-f105.html
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Ja Zeit lassen wir ihm auf jeden Fall, aber ich will ja keine Fehler reinbringen, sondern alles richtig machen!
Die Traktoren und Mähdrescher sind furchtbar, bei uns ist die Hofeinfahrt groß aber ungesichert, an der Leine ist er da immer. Es wurden in den Letzten Jahren auch schon zwei Hunde von Mähdreschern überfahren, insofern fände ich es gut, wenn er nicht mehr panikt aber Respekt behält. Es laufen auch schon Petitionen, dass Tempo 30 eingeführt wird (unsere Einfahrt ist gleichzeitig eine Schulbushaltestelle), aber bisher leider umsonst....
In die Box will mein Kleiner garnicht, er macht da einen Riesenterz und hat leider auch recht schnell bemerkt dass der Deckel mit Klettverschluss sehr leicht aufgeht und versucht dann immer rauszuklettern. Also lass ich ihn draußen schlafen, wo er will, bevorzugt auf meiner Jogginghose die fürs nächtliche Rausgehen bereitliegt ;-).
Wir haben auch eine ganz liebe Nachbarshündin, die gerne mit ihm spielen will (er auch), aber ich trau mich noch nicht ihn draußen auf einer Wiese etc. freizulassen. Ab wann habt ihr das gemacht?
Das größte Problem ist im Moment sowieso dass er alles frisst!

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Ilaria hat geschrieben:
Zitat1. Der kleine ist ein Staubsauger, er frisst draußen einfach alles, vom Kaugummi bis zum Stein
Welpen sind keine Selbstmörder, darum hätte ich nicht so viel Panik. Meine Welpen waren oft alleine im Garten beim Spielen. Sie haben auch alles mögliche ins Maul genommen.
Obwohl ich hier einige giftige Pflanzen habe (Efeu, Tulpen, Forsythien usw) haben die Kleinen nichts giftiges gefressen.Wenn man ständig alles aus dem Maul reisst, besteht die Gefahr, dass die Welpen ihren Fund schnell runterschlucken, damit man es nicht wegnimmt.
Ich habe meinen Welpen selten etwas aus dem Maul genommen. Sie haben von Anfang an Dinge in meine Hand gespuckt, wenn ich sie heran gerufen und die Hand vor das Maul gehalten habe. Ungefährliche Sachen haben sie dann wiederbekommen -mit einem dicken Lob.Ilaria:
Zitat
2. Wir wohnen sehr ländlich. Leider donnern genau vor unserem Haus immer in unglaublichem Tempo Traktoren, Mähdrescher und teilweise LKWs vorbei, was verständlicherweise sehr laut ist.Wie Du selbst geschrieben hast, ist das lebensgefährlich für einen Hund.
Ich zitiere hier mal einen Hundetrainer:ZitatImmer wieder sehe ich, dass Menschen mit Ihren Welpen durch die Gegend laufen. Oftmals steht den kleinen Hunden ihre Angst im Gesicht geschrieben, sie setzen sich hin und wollen nicht weiter. Aber die Leine zwingt sie dann doch dazu.
Keine Hundemutter nimmt ihre Welpen mit auf einen Jagdausflug - zu gefährlich, sie könnte sie nicht gegen alles schützen! Daher ist der Hund ein Nesthocker, d.h., er verbleibt in der Nähe der Wurfhöhle, um bei Gefahr blitzschnell darin zu verschwinden. Den Kleinen also mitzunehmen, um ihm die - vermeintlich - benötigte Bewegung zu verschaffen, ist also ein Vertrauensbruch, schließlich bringen wir ihn in seinen Augen in Gefahr. Es ist ihm angeboren in der Nähe der sicheren Höhle zu bleiben, wir verstossen also in seinen Augen gegen ein "Naturgesetz".
Es ist also wichtig, bis zum 5./6. Lebensmonat nicht mit dem Hund spazieren zu gehen!
Hmm, und die Sozialisierung...?
Dazu brauche ich nicht zu laufen, es gibt andere, effektivere Möglichkeiten, dem Hund die Welt zu zeigen.http://www.hundherum-zufrieden.de/ratschlaege/welpenspaziergang.php
Ilaria:
ZitatWir haben auch eine ganz liebe Nachbarshündin, die gerne mit ihm spielen will (er auch), aber ich trau mich noch nicht ihn draußen auf einer Wiese etc. freizulassen. Ab wann habt ihr das gemacht?
Von Anfang an würde ich den Welpen ohne Leine laufen lassen, weit weg von Straßen.
Dein Welpe hat noch den Folgetrieb, er wird Angst haben, Dich zu verlieren.
Also nutze den Folgetrieb, das stärkt eure Bindung. -
Huhu,
Glückwunsch zum Welpen! Fotos????
Ich werde einfach mal erzählen wie es hier war/ist. Bonnie ist jetzt 24 Wochen alt.
1) Das hat Bonnie auch gemacht. Einfach draußen irre aufpassen und es ihm abnehmen oder noch besser tauschen mit Leckerli. Das lässt mit der Zeit nach, dann ist nicht mehr alles so extrem interessant. Ist wie mit kleinen Kindern, die erforschen ja auch erst mal alles indem sie es in den Mund nehmen. Allerdings hast du halt auch einen Retriever, die sind schon sehr verfressen. *gg*
2) Hey, der Kleine ist eine Woche bei euch. Der wird sich dran gewöhnen. Einfach so weiter machen wie bisher und vor allem nicht durchblicken lassen, dass dich das stresst. Das merken die mehr wie man denkt. Aber irgendwann hat er sich daran gewöhnt. Wir wohnen in Frankfurt. Zwar etwas Abseits, aber hier ist auch sehr viel Verkehr, auch viele, viele Busse. Bonnie fand die auch doof am Anfang, jetzt steht die mit mir an der Bushaltestelle wenn ein Bus kommt, Leute aus- und einsteigen und interessiert sich dafür nicht die Bohne. Hab Geduld. Könnt ihr zum Gassi gehen vielleicht irgendwie hinten rum ausweichen?
3) Klar. Umso größer die Ablenkung, umso mehr sind andere Dinge interessant.
Kenne ich. Du bist doch auf einem perfekten Weg. Mach weiter, aber steigere die Ablenkung nicht zu rasant. Nur rufen, wenn du 100 Euro darauf verwetten würdest das er kommt und wenn er kommt gibt es ein "Steak". Bei uns ist das entweder Leberwurst in der Tube oder Nassfutter mit Magerquark aus der Futtertube. :)4) Das kommt automatisch. Irgendwann wirst du mal die Zeit vergessen und erst eine halbe Stunde später dran denken und merken, dass bis dahin gar nichts passiert ist. Wir sind jetzt bei 4 Stunden tagsüber und nachts bei 9.
5) Da kann ich dir nicht helfen, wir haben keinen Box. Da das Auto zu klein ist für eine Box, hat Bonnie den ganzen Kofferraum.
6) Jetzt. Damit kannst du jetzt anfangen. Wenn er jetzt schon nicht ängstlich ist, gehste einfach mal vor die Tür, so eine Minute und kommst wieder rein wenn er nicht jammert. Nicht loben oder so. Ist ganz normal das du gehst und wieder kommst. Wenn er eher an euch hängt und euch im Zimmer folgt, kannst du schon mal auf die Toilette gehen und die Tür hinter dir zu machen damit er dir nicht folgen kann. Wo du anfängst (gleich raus oder erst nur gesonderter Raum) hängt davon ab wie er so drauf ist.
Viel Spass noch mit dem Kleinen und- FOTOOOOOS!!!!

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Zitat
3. Name rufen und "hier" funktioniert schon super, vor allem in der Wohnung oder im "englischen Golfrasengarten"
der Schwiegereltern. Aber in unserem Garten (eher naturbelassen
) und draußen leider garnichtIch füttere Jack einmal am tag Trockenfutter und einmal am Tag Fleisch.
Das Trockenfutter bekommt er Abends.
Das Fleisch bekommt er beim Rückruf-scheint,
als würde er darauf mehr abfahren, als auf Leberwurst.Jack hat mich nicht mal mit dem Hintern angekuckt.
Mittlerweile kommt er wenn ich ihn rufe.
Und er ist mir seit dem "Fleischtraining" nicht einmal weg gelaufen.
Letztens hatte er mir gezeigt,
dass sich das Fleischtraining gelohnt hat.Wir waren auf einer Wiese.
Jack sah 2 Jogger, rennt zu ihnen.
Er war etwa 6 Meter von ihm entfernt und ich am Rufen.
Er machte einen Bogen und rannte zu mir.Wenn Jack zu mir kommt,
dann lasse ich ihn immer hinlegen oder hinsetzen.
Aufstehen darf er wenn ich "los" sage.
(Anfangs kam er, hatte sich seine Belohnung abgeholt und rannte gleich wieder weg.Das mit dem Fleisch hatte mir echt viel geholfen.
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Gebt euch und dem Welpi Zeit, ihr macht das wunderbar, das wichtigste ist finde ich macht das was euer Bauch euch sagt, damit fühlt euch sicher, und desto sicherer ihr euch fühlt desto besser ist das. Glaubt an euch und euren Welpen, traut das euch zu und eurem kleinen. dann wird das schon, vertrauen gegenseitig ist das wichtigste :)
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Danke für Eure Antworten! Das hilft mir schon viel weiter. Leider kenne ich durchaus Hunde die operiert werden mussten, weil sie einen Stein gefressen hatten und auch Hunde die sich an giftigen Pflanzen vergriffen haben. Leider spukt unser Kleiner nichts von selbst wieder raus, er frisst das meiste eiskalt.

Wir gehen noch nicht großartig mit ihm spazieren, nur bei uns vor der Tür und wenn er dort ein paar Meter weiter will, ist das auch in Ordnung. Einmal am Tag gehen wir mit ihm zu einer großen Wiese für ca. 10 Minuten.
Wie verhalte ich mich, wenn er im Auto winselt? Ignorieren oder mit Nein unterbinden?
Seit diesem Wochenende ist er viel mutiger, die Autos stören ihn kaum noch und zuhause testet er im Moment stark wie weit er gehen kann (beißen, am Sofa knabbern etc.). Leider versucht er auch bei mir am Bein (immer wenn ich nach dem spazierengehen wieder in die Wohnung komme bzw. bei meinem Freund (wenn er auf der Couch schläft) aufzureiten. Wie unterbinde ich dieses Dominanzverhalten am besten? Er ist da teilweise ziemlich penetrant und nur eine scharfe Korrektur bringt ihn zum Aufhören. Ist das normal mit 9 Wochen oder machen wir was falsch?
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