Diesel hat mich gebissen

  • Ein Cattle Dog braucht kompetente Führung.

    Jede Schwäche des Menschen und sei es auch nur da kleinste Zögern bei solchen Situationen am Zaun wertet er dahingehend, dass du nicht kompetent bist, das Problem zu lösen, also er diesen Job übernehmen muß.

    Und im Gegensatz zu vielen anderen Rassen ist es beim Cattle nicht damit getan ihm dies einmal oder zweimal (deutlich) klarzumachen, sondern er hinterfragt deine Kompetenz TÄGLICH aufs Neue.

    Hast du einen schlechten Tag, bist krank, nicht gut drauf oder nur abgelenkt, dann meint der Cattle den Job machen zu müssen.

    Ein Cattle Dog bedeutet Arbeit, täglich und dies gerade im Alter von 1-3 Jahren verstärkt.

    Schlendernde Spaziergänge wo man die Seele baumeln lassen kann, sind da eher nicht so wirklich die Regel.

    Und ganz konkret zu der Zaunsituation: stell dich darauf ein, dass dein bisher lieber Cattle den anderen dort gerne "fressen" möchte, austesten würde ich dies an deiner Stelle lieber nicht.

  • Hallo PrinzessinMolly,

    ich habe vor einigen Wochen in Leipzig einen Nothund kennengelernt, dessen mittlerweile Ex-Pflegefrauchen zufällig mobile Hundetrainerin ist, und deren Umgang mit diesem Hund (Border Collie), der auch schon gebissen hatte, fand ich sehr beeindruckend.

    Der Hund ist inzwischen auch gut vermittelt.

    Soll ich Dir per PN ihre Mailadresse schicken?

    Und zur Methode der anderen "Tierquäler":

    Ich singe nicht, ich fasse es so in Worte: "Hund, Du gehst mir sowas von auf den Geist, lass es!!"

    Auch ich habe mit Madame Cattle-Dogge das Problemchen, dass sie genau weiß, wo ihre diversen Feinde wohnen, und auch sie pumpt sich schon gefühlte Kilometer vorher voller Vorfreude auf, egal, ob der jeweilige Hund da ist oder nicht.

    Nur: Ich raunze sie an, wenn es mir zu viel wird, und seit ich sie ein paar Male in voller Absicht und wortlos über den Haufen gelaufen habe, als sie vor mich sprang, weiß sie ganz plötzlich wieder, wie man als bester und klügster aller Hunde gesittet am Verweilort von solch niederen, unwürdigen Kreaturen vorbei geht.

    Und danach bekommt sie sofort Belohnung in den Schlund geschoben und wird angeflötet.

    Mensch, Mädchen, wusstest Du wirklich nicht, was für einen Hund Du Dir da geholt hast? So ein Cattle Dog hat Will to Please ohne Ende, wenn man a) weiß, wie man ihn hervorkitzeln kann, und er b) Lust zu dem hat, was man mit ihm vor hat, und was er nicht tun soll, muss man ihm eben sofort und zur Not knallhart verbieten - Zuckerbrot und Peitsche halt.

    Allerdings muss man auch meinen, was man sagt und tut, die merken den Unterschied.

    Mein Mittel der Wahl wäre es gewesen, zusätzlich zum Halsband Geschirr und/oder Halti dran an den Hund und dann einfach zügig am Grundstück vorbei, zunächst möglichst zu Zeiten, wo kein Hund draußen ist. Ich hätte nach Möglichkeit vermieden, dass sich das Aufpumpen überhaupt erst verfestigt, und durch den 2. bzw. 3. Anhakepunkt der Leine kann man auch Steigen und Herumspringen zumindest reduzieren, wenn nicht sogar ganz unterbinden.

    Ich hätte den Hund nie länger als irgend nötig in dieser Situation gelassen.

    Aber so, wie sich Deine Beiträge lesen, würde ich nichts mehr alleine ausprobieren, sondern mir wirklich eine(n) Trainer(in) suchen, denn evtl. ist das Problem ja wesentlich komplexer als nur das Anprollen bestimmter Hunde, denn irgendwo braucht so ein heranwachsender potenzieller Bullentöter auch die Möglichkeit, durch Reibung mit seiner Umwelt heranzureifen, ohne dass das in pöbelndes Austesten von Grenzen ausartet. Nur Verbieten und Unterdrücken funktioniert auf Dauer nicht, irgendwo muss der Hund auch das dürfen, was ihm die Genetik mitgegeben hat.

    Ob in Deinem Lebensumfeld die Voraussetzungen dafür da sind, die Eigenschaften Deines Hundes sinnvoll zu lenken, kann Dir allerdings keiner sagen, und auch die Möglichkeit, dass Du einen Hund erwischt hast, der sich nicht ganz im Griff hat, würde ich nicht ausschließen, immerhin ist er aus einer Hinterhofproduktion... wobei ich auch VDH-Zuchten nicht von Wesensproblemen ausnehme.

    Caterina

  • Wenn man Meideverhalten bei sowas anwendet sollte man, egal ob mit Schreckreiz durch Wasser oder Klapperbüchse immer ohne Hund oder Auslöser üben, sonst hat man nämlich diese dummen Fehlverknüpfungen und im besten Falle einen Hund, der den anderen noch viel mehr fressen will.
    Dennoch stimme ich Diensthundefreund zu, ne "Ansage" sollte auch ankommen und während manch Sensibelchen eben schon bei nem strengen Nein zusammenklappt, brauchen andere Hunde (du hast da einen Hund, der sich mit Rindern! anlegen würde, wenn er dürfte) etwas mehr.
    Aber das muss man auch meinen, denn im Grunde ist es egal, ob du deinem Hund mit nem bösen Nein verbietest den Mist zu machen oder ob du es ihm freundlich sagst, solange dein Hund nicht weiß, dass immer noch du die Hosen anhast kannst du auch mit Würstchen um dich werfen.

  • @ Cattledogfan

    Das ganze dient auch eigentlich nur dazu die Erwartungsspannung beim Hundeführer zu lösen
    Am Hund selber macht det erstmal nicht so viel
    Anscheissen tu ich meine Hund auf Althergebrachte Weise ala: Vergissss es und wenn ich nicht vorher eingreife weil gepennt ein : NAAA ( was lauter ^^)

  • Zu dem Beitrag von Nightstalcer

    Bitte ganz vorsichtig - Diesel hat schon nach der Besitzerin geschnappt.

    Wo andere Hunde ins meiden gehen, wenn man härtere Geschütze auffährt, kann es beim Cattle Dog durchaus passieren, dass er in die Konfrontation mit dem Besitzer geht und es dann richtig wissen will. Und dies auch, wenn der Hund ansonsten sensibel ist oder wirkt

    Ich würde der Besitzerin hier wirklich nicht raten alleine irgendwelche Experimente zu machen, dass kann böse in die Hose gehen

  • Zitat

    Zu dem Beitrag von Nightstalcer

    Bitte ganz vorsichtig - Diesel hat schon nach der Besitzerin geschnappt.

    Wo andere Hunde ins meiden gehen, wenn man härtere Geschütze auffährt, kann es beim Cattle Dog durchaus passieren, dass er in die Konfrontation mit dem Besitzer geht und es dann richtig wissen will. Und dies auch, wenn der Hund ansonsten sensibel ist oder wirkt

    Ich würde der Besitzerin hier wirklich nicht raten alleine irgendwelche Experimente zu machen, dass kann böse in die Hose gehen

    Das habe ich auch nicht getan. Ich schrieb in meinem ersten Beitrag bereits, dass Draufhauen oder Mit Rappeldose arbeiten so nichts bringt, und dass ein Trainer ransollte. Ich schrieb das nur als Ergänzung, weil der Tipp mit "probier einfach mal die Dose aus in dieser Situation" kam, und wenn man schon so arbeiten will (mit Trainerunterstützung) dann bitte richtig, nämlich "trocken".

    Aber die Sing-Therapie finde ich auch gut :gut:

  • Zitat

    nein, so richtig weiß ich nicht, was er für ein Problem mit der besagten stelle hat! Denn er macht es ja auch, obwohl gar kein Hund draußen ist! Und ich hab auch das Gefühl, das er nicht unbedingt böse Absichten dem Hund gegenüber hat. Austesten will ich es aber nicht unbedingt.

    Wie gesagt, sonst versteht er sich super mit anderen Hunden.

    Warum ich zu diesem Hundeplatz gehe? Weil ich sonst weit und breit keinen Platz habe um mit meinem Hund zu arbeiten


    Hunde lernen ortsgebunden. Dein Hund hat ein Problem mit dem Hund, der manchmal da steht. Wenn der Hund da steht, eskaliert die Situation. Das ist der schon stattgefundene Lernerfolg.
    Aus der Körperhaltung zeigt dein Hund : Steif werde und starres Gucken. Das ist erstmal wertfrei ein Zeichen von hoher Anspannung /Ärger /Frust oder Aggression.
    Was es auf jeden Fall ist: Für den ANDEREN! ein Zeichen von Agression! Und je nachdem was bei dem anderen los ist, reagiert dieser und dann wiederum deiner und das Endergebnis bei deinem ist GEWALT! Nähmlich ein Biss. Das ist ein teufelskreis aus dem Du deinen Hund herausholen musst.

    Ob dein Hund als ursächliche Emotion Angst hatte oder Frust oder Wut weiss man so aus der Ferne nicht.
    Deshalb ist es wichtig, deinen Hund von einem guten Trainer / Hundeversteher angucken zu lassen und dann zu gucken, wie ihr beide ein Team bilden könnt.

  • Vl ist es auch interessant, wir haben den besagten Hund hinterm Tor noch nie live gesehen! Also wenn dann nur gehört, gesehen hat er ihn noch nie, nicht mal ne schnautze, weil das Tor wirklich dicht ist, so das nicht mal eine Nase vor gucken kann

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