Fragen zur Schleppleine
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Bei mir werden die Hunde rangezogen, wenn sie nicht direkt hören, denn ich möchte, dass sie sofort auf das erste Kommando kommen, eine Belohnung gibt es dann übrigens nicht, aber dafür kurz danach ein erneuter Versuch direkt auf das Kommando zu kommen und dafür eine Belohnung zu erhalten.
Die Schleppleine schleift bei mir so schnell wie möglich hinterher und wenn alles gut klappt, kürze ich die Schleppleine und wenn das gut klappt, wird wieder etwas mehr gekürzt, um so den Hund langsam von der Schleppleine zu entwöhnen und um dem zu entgehen, dass der Hund genau weiß, dass die Leine nicht mehr dran ist, wenn man die Schlepp einfach so irgendwann weglässt.
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Zitat
Das weiter Rumschnüffeln hat oft gar nichts mit dreist, absichtlichem ignorieren wegen Unwilligkeit o. Ä. zu tun. Ein Hund schnüffelt in solch einer Situation oft aus Unsicherheit heraus. Er will ablenken um der Situation zu entgehen, nicht um den Menschen zu ärgern.
Stimmt, gibt es auch. Den Unterschied – finde ich – sieht man aber recht deutlich. Aber auch da ist meine Erfahrung: lieber klar und deutlich (nicht laut und ruppig
) werden, als selber zögerlich zu werden. Auch wenn es aus menschlicher Sicht vielleicht nicht angebracht oder gar unfair ist. Ich merke es immer wieder bei mir selbst, werde ich zögerlich oder vorsichtig, kann ich gleich einpacken.Viele Grüße
Frank -
Zitat
Aber lernt der Hund so nicht, dass er nicht auf das erste Kommando hören muss, weil er ja weiß, dass noch ein zweites folgt und es noch reicht, wenn man dann reagiert?

Nicht wenn dazwischen einige Minuten liegen.
Das Kommando "Komm" (oder was sonst so benutzt wird) unterstützt mal ja meistens noch mit der eigenen Körperhalten. Viele Leute haben ein Handzeichen dazu, ob bewusst oder unbewusst.
Der Blick und die Körperhaltung beim Kommando wird ja solang gehalten, bis der Hund kommt. Normalerweise hält er die Aufmerksamkeit, auch wenn er irgendwo rumschnuffelt. Er kann schon ein paar Minuten das Kommando im Kopf behalten. Nach ein paar Minuten jedoch setzt irgendwann das Vergessen ein. Wir wissen ja alle, dass Hunde kein besonders gutes Langzeitgedächtnis haben und hauptsächlich über Wiederholungsübungen lernen.
Also kann man ruhig EINMAL das Kommando wiederholen.Wenn natürlich einer andauernd "Komm heeer-------------------na komm schooooon-----------Kommst du jetzt--------Komm hier heeeeer------" wiederholt, dann merkt sich das der Hund natürlich irgendwann. Das kann man wunderbar bei ganz vielen Hundebesitzern draußen beobachten, die wie verrückt den Hund rufen, während der aber erstmal Zeitung lesen geht, um dann irgendwann nach gefühlten hundermal rufen zu reagieren.
Ich finde das immer sehr lustig.
Ich rufe einmal, und warte ab. Nach ca. 2 Minuten (wenn der Hund noch nicht gekommen ist) rufe ich nochmal, und drehe mich bei Nichtreaktion um und mache drei Schritte in die andere Richtung. Allerspätestens dann kommt meine Süße angeschossen wie ne Kanonenkugel.
Sollte sie sich nach dem ersten Rufen zwar auf den Weg zu mir machen, aber zwischendurch nochmal kurz schnuffeln wollen, dann hock ich mich hin und animier sie mittels einer kleinen Party schneller zu mir zu laufen.
Das klappt jedenfalls bis jetzt recht gut. -
Vergessen zu erwähnen:
Mittlerweile reagiert Ashanti sofort, wenn ich rufe. Die Zeit bis sie von allein kommt, hat sich so nach und nach automatisch verkürzt. Sie hat halt gelernt, dass ablenken, oder blöd in der Gegend rumglotzen das eigentliche Kommando nicht aufhebt, sondern sie es trotzdem ausführen muss. Da ist quasi irgendwann ihr Wille was anderes machen zu wollen, "gebrochen", weil sie weiß, sie kommt nicht um die Kommandoausführung rum.
Ich hab den längeren Atem
Meine Schleppleine schleift auch mittlerweile ohne anfassen auf dem Boden. Ich achte darauf, dass die Leine immer in meiner Fußnähe, also nie mehr als die 15m ausgefahren und max einen Meter vom Fuß weg ist. Ich achte darauf, dass Ashanti auf dem Weg bleibt, und nicht im Wald oder weit im Feld rumläuft. Ist grad jetzt, wo die Bauern ihre Felder düngen und einsääen einfacher, als sich dauernd mit nörgelnden Bauern auseinander zu setzen.
Ashanti darf maximal einen Meter ins Feld rein, eben soweit, wie ich noch bequem mal mit dem Fuß auf die Schlepp steigen kann, wenn sie "gebremst" werden muss.
Ich muss sagen, ich finde es gut, dass Ashanti genau merkt, dass die Leine dran ist. So kann ich in aller Ruhe eine Laufradius-Begrenzung trainieren, und hoffentlich bald so nach und nach die Schlepp kürzen und ausschleichen. -
Zitat
Vergessen zu erwähnen:
Mittlerweile reagiert Ashanti sofort, wenn ich rufe. Die Zeit bis sie von allein kommt, hat sich so nach und nach automatisch verkürzt. Sie hat halt gelernt, dass ablenken, oder blöd in der Gegend rumglotzen das eigentliche Kommando nicht aufhebt, sondern sie es trotzdem ausführen muss. Da ist quasi irgendwann ihr Wille was anderes machen zu wollen, "gebrochen", weil sie weiß, sie kommt nicht um die Kommandoausführung rum.
Ich hab den längeren Atem
Ich habe hier das Gegenteil neben mir liegen
Nach dem Prinzip habe ich versucht das Platz durchzusetzen, weil ich mir anfangs nicht zu helfen wusste. Das Ende vom Lied war, dass ich immer länger warten durfte.Viele Grüße
FrankPS: ich weiß nicht, dass Hunde kein besonders gutes Langzeitgedächtnis haben und zweifle das auch mal stark an

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Anfangs haben wir noch eine Art Aufmerksam machen bzw Nachdruck verleihen benutzt.
Kling jetzt nicht schön, hat aber geholfen.
Unsere Trainerin sagte, dass wir bei Nichtbefolgen ruhig mal den Hund an der Schulter oder am Po leicht anstupsen sollen zusammen mit einem Warnton. Wenn Ashanti also neben mir stand und sich nicht sofort bzw nach einer kleinen Wartezeit hinsetzen wollte, kam ein bestimmtes "EY" von mir gefolgt von dem leichten Stubser.
Ich rede hier nicht von hart anfassen, oder Hund richtig anschubsen, sondern lediglich von einem leichten Stubser um ihr zu sagen "Hallo? hast du mich gehört?". Hintergrund soll sein, dass ihr klar gemacht wird, dass mir das Nichtbefolgen des Kommandos eben nicht gefällt. Mittlerweile reich ein "EY" aus, falls sie doch mal nicht sofort hört.
In der beschriebenen Traingsphase haben wir aber noch kein Sitz oder Platz auf Entfernung geübt. Das kam erst später, als wir den leichten Stubser nicht mehr brauchten.
Man sollte natürlich das Loben nicht vergessen.
Viele vergessen das gerade am Anfang ganz oft. Ich habe zu Anfang immer Party gefeiert, wenn sie das Kommando befolgte, auch wenn ich ne gefühlte Ewigkeit warten musste, bis es passierte.
So nach und nach habe ich dann das Lob reduziert auf sofortiges Befolgen. Gleiches mit Leckerchen.
Anfangs gabs oft ihre gesamte Mittagsration, weil ich immer Leckerchen gegeben habe. Jetzt bekommt sie nur eines, wenn sie direkt ohne Umwege zügig zu mir kommt.
Eine direkte Bestrafung musste ich nie anwenden.
Der leichte Stubser war das einzige, was so ähnlich wie "Bestrafung" anmutete, aber eigentlich keine war.Ich muss dazu sagen, dass wir eine sehr sensible Hündin haben, die sehr gut auf körpersprachliche Dinge reagiert.
Beispielsweise reagierte sie sehr gut drauf, wenn wir bei Leinenführigkeitsübungen einfach mal den Fuß rausstellten um sie am zu weit Vorlaufen zu hindern. Andere Hunde würden das evtl ignorieren, oder drum herum gehen wollen. Ashanti ließ sich davon schon so beeindrucken, dass sie relativ schnell begriffen hat, auf welcher Höhe sie bei Fuß gehen soll.
Auch auf solche Kleinigkeiten wie Nach-vorn-beugen, direktes Anschauen und Blick halten usw reagiert sie sehr feinfühlig. Das allein reicht meistens schon aus um ihr klar zu machen, dass ich gerade etwas nicht so gut finde.
Vielleicht habe ich da einfach nur Glück mit dem Wesen meiner Süßen gehabt. Was die Sache aber am Ende auch nicht unbedingt einfacher macht. Den Jagdtrieb hat sie eben trotzdem. Ist halt n Jagdhund. -
Zwischen-Bär-icht

Ich habe die Schlepp nicht länger als nen halben Tag ertragen (einfach ätzend) Milo ist aber genau bei den Dingen, die mich störten (Vögel, andere Hunde, jucheee) jeweils einmal ordentlich in die Schlepp gelaufen, nachdem er meinen "Superrückruf" zu spät hören wollte (sehe noch drei Meter von von der Leine, rufe, er rennt rein, überschlägt sich, ja ich hatte Geschirr drann) Beim Rückweg gestern Vormittag war er dann irgenwie nicht mehr interessiert am sofortigen Losfetzen, wenn er Vögel, Eichhörnchen, oder andere Hunde entdeckt hat, sondern schaute erstmal zu mir. Er stand da, hat die Objekte erkannt, ich "natürlich" die Objekte schon vor ihm entdeckt, und in dem Moment, als er losspurten wollte "Superrückruf", alles paletti, riesen Party gemacht. Dann hat es den restlichen Tag gestern, sowie heute, zu 110 % funktioniert.
Also, wenn ne Schlepp, dann nie wieder ne Nylon, das ist ja unerträglich!!! Alle paar Meter das verhädderte Gestrüpp aus der Leine fieseln......geschweige denn, die Kacke von den anderen Hunden, die ja nicht weggeräumt wird
Die Alukatze hats gebracht!!! Tausend Dank an denjenigen, der mich auf diesen Trichter gebracht hat. Und angenehmer Nebeneffekt: Seitdem das mit der Schlepp passiert ist, geht Milo absolut gar nicht mehr auf Zug an der normalen Leine........war zwar harte Schule, aber er korrigiert sich seit dem besser als je zuvor
Hoffen wir mal, dass das so bleibt, ich gebe mein Bestes mit Party und Leckerchen 
Viele Grüße,
Frollein
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Zitat
Er stand da, hat die Objekte erkannt, ich "natürlich" die Objekte schon vor ihm entdeckt, und in dem Moment, als er losspurten wollte "Superrückruf", alles paletti, riesen Party gemacht.
Mal ne andre Idee, ich hatte bisher bei 8 von 10 Hunden Erfolg damit:
Er sieht die Jagdobjekte, Du sagst "Alles klar" und rufst ihn leise zu Dir, Party!
Auf diese Weise haben Meine mir das Wild angezeigt, nach einiger Zeit kamen sie bei Wild- oder Hundesichtung von alleine zu mir, um es mir zu zeigen.
Wenn Du wartest, bis er lossprintet, verpasst Du vielleicht mal den Moment und alles war für die Katz. -
Zitat
Mal ne andre Idee, ich hatte bisher bei 8 von 10 Hunden Erfolg damit:
Er sieht die Jagdobjekte, Du sagst "Alles klar" und rufst ihn leise zu Dir, Party!
Auf diese Weise haben Meine mir das Wild angezeigt, nach einiger Zeit kamen sie bei Wild- oder Hundesichtung von alleine zu mir, um es mir zu zeigen.
Wenn Du wartest, bis er lossprintet, verpasst Du vielleicht mal den Moment und alles war für die Katz.Hey, danke für den Tipp!!!! Ja, so hab ich mir das gedacht. Noch bevor er lossprinten möchte, also genau in dem Bruchteil der Sekunde, wo er etwas entdeckt, hab ich ihn zu mir gerufen. Da war bei ihm gar kein Abwägen mehr da, sondern mein Ruf mit der Aussicht auf Superleckerli, hat mich interessanter gemacht.
Weil, wenn ich ihn ja vor seiner Entdeckung zu mir rufe, ist es ja ein normaler Rückruf und da kommt er ja zuverlässig... Er soll ja schon sehen, WAS er für das Superleckerlie stehen lässt (denke ich), sonst verknüpft er das nicht richitg.......ja....ja.....ja..... bin einfach gerade so voller Euphorie

Viele Grüße,
Frollein
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Das in die Leine rennen bzw springen hatte ich auch drei mal insgesamt.
Einmal habe ich dabei auch eine so blöde Welle gemacht, da hats mich auf schnee-eis-glattem Untergrund so heftig von den Füßen gehauen, dass ich ne schöne Rolle über meine rechte Schulter gemacht habe.
Ashanti hatte aber in der Situation auch die vollen 15 m zum Beschleunigen (sie wiegt 35 kg), dass ich schon im Anlauf gesehen hab, dass ich gleich nicht mehr auf den Beinen sein werde trotz Winter-Arbeitsschuhen mit tiefem Profil an den Sohlen *lol*
Ashanti hat sich bei meinem Sturz so erschreckt, dass sie schneller als n Kugelblitz neben mir stand und mich beschwichtigend abgeschleckt hat. Also Ziel erreicht, Karnickel war von jetzt auf sofort egal, ich hatte die Leine trotzdem noch in der Hand, und Ashanti kam zügig zurück
Und das war das letzte Mal, dass sie in die Leine gerannt ist. Seit dem ist sie kuriert *lol*
Im Übrigen trainieren wir gerade ihren Radius auf Kommando einzuschränken. Dazu haben wir das Kommando "Ende" für das Ende der Leine, bzw des Radiuses eingeführt. Mittlerweile bleibt Ashanti bei dem Kommando kurz stehen, oder verlangsamt ihren Gang so (und schaut dabei zu mir) , dass ich ein bissl aufschließen kann.
Immer kurz bevor die Leine, egal welche Länge, auf Zug kommt, gabs das Kommando. Mit dem vollen Zug auf die Leine hatte Ashanti automatisch eine "mechanische" Begrenzung erzeugt. Durch die Erfahrung des in die-Leine-rennens ist sie genügen sensibilisiert, und deshalb klapptes es von Anfang an ganz gut.
Zu weit raus bis die Schlepp auf vollen Zug kommt, gibts jetzt nicht mehr. Und beim vollständigen schleifen lassen der Leine funktioniert das Kommando auch super. Jetzt gehts an die Feinheiten, nämlich trainieren unter stärkerem Reiz. - Vor einem Moment
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