Wie mache ich Spielzeug interessant?

  • Zitat

    Lernt der Hund dann nicht, dass man was bekommt, wenn man lang genug mit Frauchen drum streitet? Und dann wird es doch bestimmt noch schwerer mit dem Apportieren weil sie es mir noch weniger geben will... Vielleicht lieg ich ja auch völlig falsch :???:

    Wenn Du´s falsch machst, schon ;-)

    Ich zergel z.B. mit Bossi, lasse ihn mir das Teil bringen - das macht er aber nur, weil er weiß, das Ding fliegt gleich wieder, und er darf seine Beute wieder holen und kann weider damit angeben (rennt über die Wiese, schüttelt es etc....).

    Mit dem erneuten Werfen lernt er, daß es sich lohnt, Beute abzugeben. Kannst auch mit Futterdummy machen: Dummy bringen lassen, und wenn er´s Dir gibt, gibt´s ein paar Häppchen daraus.

    Letzten Endes bist Du als Halter ja bei solchen Spielen immer derjenige, der das Spiel beendet. DU sagst irgendwann, es reicht, und nimmst das Teil mit, steckst es ein. Kannst ja danach noch ne Runde mit dem Hund toben oder rennen, damit er nicht verknüpft, daß die Abgabe des Spielzeugs auch gleichzeitig das Ende vom Spaß ist - sonst hast dann auf Dauer das Problem, daß es natürlich nimmer bringt. Aber solange der Spaß überwiegt, und Du das Teil deutlich öfter dem Hund überläßt, als Du es ihm wegnimmst, wird er drauf einsteigen, das auch abzugeben.

    Und solange der Hund das Ding abgibt, und Du das Spiel beendest (wenn ers net abgibt, egal - Du zerrst ja dann einfach nimmer und ignoriest ihn, dann läßt er´s relativ schnell liegen, weils uninteressant wird. Tote Beute - wen interessiert das schon....), ist doch alles ok. Er streitet ja nicht mit Dir, sondern DU spielst mit IHM.

  • Zitat

    Wenn Du´s falsch machst, schon ;-)

    Ich zergel z.B. mit Bossi, lasse ihn mir das Teil bringen - das macht er aber nur, weil er weiß, das Ding fliegt gleich wieder, und er darf seine Beute wieder holen und kann weider damit angeben (rennt über die Wiese, schüttelt es etc....).

    Mit dem erneuten Werfen lernt er, daß es sich lohnt, Beute abzugeben. Kannst auch mit Futterdummy machen: Dummy bringen lassen, und wenn er´s Dir gibt, gibt´s ein paar Häppchen daraus.

    Letzten Endes bist Du als Halter ja bei solchen Spielen immer derjenige, der das Spiel beendet. DU sagst irgendwann, es reicht, und nimmst das Teil mit, steckst es ein. Kannst ja danach noch ne Runde mit dem Hund toben oder rennen, damit er nicht verknüpft, daß die Abgabe des Spielzeugs auch gleichzeitig das Ende vom Spaß ist - sonst hast dann auf Dauer das Problem, daß es natürlich nimmer bringt. Aber solange der Spaß überwiegt, und Du das Teil deutlich öfter dem Hund überläßt, als Du es ihm wegnimmst, wird er drauf einsteigen, das auch abzugeben.

    Und solange der Hund das Ding abgibt, und Du das Spiel beendest (wenn ers net abgibt, egal - Du zerrst ja dann einfach nimmer und ignoriest ihn, dann läßt er´s relativ schnell liegen, weils uninteressant wird. Tote Beute - wen interessiert das schon....), ist doch alles ok. Er streitet ja nicht mit Dir, sondern DU spielst mit IHM.


    das mit dem Futterdummy finde ich persönlich sinniger. Meinen hat denk ich mal gestörrt, dass während des Spiels nicht klar war, wer das jetzt haben darf und wer nicht....
    Heute nimmt er nichtmal mehr nen Schweineohr, solang ich nicht: Nimms sage..... Da sind die Fronten jetzt klarer.

  • Ich hab das auch immer selber abgebrochen und er hats auch gegeben... aber dieses zergeln an sich scheint da die Strukturen verwischt zu haben.

    Muss aber ja nicht für jeden Hund gelten. Ist nur eine kleine Warnung, damit man, falls der Hund sich in diese Richtung verändert, es in Verbindung bringt....
    Bin ich damals nämlich nicht alleine drauf gekommen ;-)

  • BieBoss:
    Eigentlich ganz einfach deine Methode. Hab es auch schon öfter so gemacht aber eher unbewusst. Ich werd mir da mal Gedanken drüber machen. Find gerade die Idee mit der schwächeren und stärkeren Belohnung gut. Auf so einfache Sachen kommt man nie von allein :lol:
    Das mit dem Trainingsfluss stimmt. War quatsch, der wird dadruch genauso gestört, weiß nicht wie ich dadrauf gekommen bin :lol:

  • Zitat

    .....
    das mit dem Futterdummy finde ich persönlich sinniger. Meinen hat denk ich mal gestörrt, dass während des Spiels nicht klar war, wer das jetzt haben darf und wer nicht....
    Heute nimmt er nichtmal mehr nen Schweineohr, solang ich nicht: Nimms sage..... Da sind die Fronten jetzt klarer.

    Kommt auf den Hund an: in der Wohnung holt Dir Bossi vielleicht ein paarmal den Dummy, draußen auch - solang er dafür Leckerli kriegt. Aber sobald er satt ist, interessiert ihn das Teil nimmer. Und zum Zerren kann ich das Ding nicht nehmen - das Ding hält den Terrier net aus *gg

    Aber wenn ich Bossi mit seiner tollsten Belohnung überhaupt bestärken will (Abruf von einer sehr frischen Spur, oder wenn er die Katze nur anguckt, statt "anfassen" zu wollen *gg), dann kommt das Zerrseil raus. Weil: Spuren verfolgen oder Katzen hetzen ist Teil des Jagdverhaltens, und wenn er sich DAVON abhalten läßt, muß es schon was Tolles sein - nämlich auch aus dem jaglichen Bereich. Und Zerren um Beute und Beute totschütteln entspricht genau dem. Klar, mit einem Hund, der anfängt, Spiezeug zu verteidigen, nicht unbedingt ideal, deswegen sag ich ja, kommt drauf an.

    Aber wenn ein Hund anfängt, nur wegen eines Zerr-Spielzeugs Dinge zu verteidigen - kann es sein, daß da woanders auch ein Bißchen was im Argen liegt, oder verborgene Sachen schwelen (z.B. eine ab und an schwindende Konsequenz oder so, und in solchen Phasen dann der Versuch, was zu verteidigen?). Ist nur ne Idee, kenne ja Euren Hund net ;-) Oder es ist einfach ne Sache der Pubertät, nach Motto testen was geht ;-)

  • Es mag sein, dass es bei euch nicht geklappt hat. Aber ich kenne mehr als genug wirklich starke Hunde und keiner von denen macht wegen Zerrspielen Probleme bzgl. Dingen verteidigeno.ä.. Wenn es bei den mir bekannten Hunden da Probleme gibt, dann wegen ganz anderer Sachen als einem Zerrspiel..


  • Das mit dem Zergeln ist jetzt 1,5 jahre her.... Eigentlich hatte er sonst überall seine Strukturen, sind das damals alles durchgegangen und es war auch nicht so, dass er es richtig verteidigt hat, aber schon mal leichtes knurren oder sowas gezeigt hat. Und das ging nur 1 Woche, dann haben wir das wieder eingeschränkt....

    In der Pubertät ist und war er auch, da denke ich, hatte es auch was mit zu tun. Aber solange er da drin ist, mache ich es nicht mehr.... Ich sag ja, vielleicht machen wir es in 2- jahren wieder....
    Aber eigentlich haben wir so viele Belohnungsmöglichkeiten, da sehne ich mich jetzt nicht nach dem Tau.

    Vermutlich würde er gar nicht mehr zergeln mit mir, weil er alles immer direkt hergibt, und auch alles apportiert, worauf ich zeige .... Das kann der ewig machen.... Satt ist er auch nie, daher ists für uns wohl das Beste. Es gibt bei uns aber auch mal wildere Spielchen. z.B. spiel ich mit dem Felldummy rum und lass den am Bändchen übern Boden "flitzen" bevor ich ihn werfe und er hinterher darf....

  • Zitat

    Es mag sein, dass es bei euch nicht geklappt hat. Aber ich kenne mehr als genug wirklich starke Hunde und keiner von denen macht wegen Zerrspielen Probleme bzgl. Dingen verteidigeno.ä.. Wenn es bei den mir bekannten Hunden da Probleme gibt, dann wegen ganz anderer Sachen als einem Zerrspiel..

    Deswegen meine ich auch: KANN aber MUSS nicht....

    Ich hatte ja schon beschrieben, dass es vielleicht auch das Alter war, und dazu kam dann noch das Zergeln, obwohl er vorher alles hergegeben hatte.... Und das hat ihn scheinbar verunsichert und daraus hat es sich dann entwickelt, dass er doch mal mehr ausprobieren wollte....

    Wie gesagt, ich wollt es nur ansprechen, damit man sowas im Hinterkopf hat, falls sich ähnliche Marotten einschleichen. Wir haben damals erst nach einem Gespräch in der Hundeschule gemerkt, dass es durchaus davon kommen kann, und es war wie weggeblasen, als wir das Zergeln einstellten.

  • Meine beiden Hunde durften von Anfang an zergeln. einer ist jetzt 3 Jahre und eine 10 Monate. Keiner der beiden ist durch das Zergeln irgendwie auffällig. Ich glaube ja, dass dann schon auch noch was anderes im Argen liegt, weil nur wegen dem zergeln wird ein Hund sich nicht unbedingt verändern. Meine beiden Hunde haben von Anfang an auch untereinander ihre Rangordnung, dennoch zergeln sie gern. Es gewinnt sogar meistens die Rangniedrige, das ändert an ihrer Rangordnung nix. Warum sollte das bei einem Spiel mit mir anders sein?

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!