Erziehung ohne Leckerlies
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Zitat
Erziehen tu ich ohne Leckerlie. Ausbilden mit (zumindest im Aufbau und in der Festigung)
Erziehung bedeutet für mich sich einfügen und anpassen zu können, Frust ertragen zu lernen, auf Dinge verzichten zu lernen, sich sozial zu verhalten.... da brauch ich nur Strafe und soziale Bestätigung für.
Für Tricks wie "Hier", "Sitz", "Platz" etc pp - ja, da nehm ich Leckerlie, Spieli oder alles, was sich als Verstärker und Belohnung eignet.
Danke, kann ich genau so unterschreiben!

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hmmm OK, dann ist eigentlich alles, was ich meinte, wo ich Leckerlies nehme Ausbildung und keine Erziehung?
Erzogen haben sich meine beiden dann von allein, weil bewusst hab ich das nicht gemacht

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Zitat
Danke, kann ich genau so unterschreiben!

Ich auch

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Ich mach keinen Unterschied zwischen Erziehung und Ausbildung, auch wenn das hier gerade ziemlich unpopulär ist.
Wenn mein Hund sich sozial zurücknimmt ( was für eine Bezeichnung) belohne ich das genauso, wie wenn er wartet, bis er das Apportel holen darf, oder mir anzeigt, dass er den Hasen gesehen hat.
Ich glaube, diese Unterscheidung ist nur in den Köpfen der Menschen, ich glaube nicht, dass ein Hund den Unterschied erkennt. Aber es hört sich viel besser an, zu sagen ich erziehe ohne Leckerli, aber bilde aus mit.
So wie weiter oben Wonder schrieb, es kommt auf den Hund an, was er als Belohnung empfindet.
Was hier als Erziehung definiert wird, wird bei uns genauso aufgebaut, wie was hier als Trick verstanden wird. Warum sollte es für einen Hund natürlich sein, an der Leine zu laufen, auf einem ihm zugewiesenen Platz zu bleiben, nicht den Zaun zu bewachen, sich nicht mit jedem interessanten Geruch auseinanderzusetzen? Hierfür habe ich Kommandos und Verhalten mit Hilfe von Belohnung\Leckerli etabliert. Wer an dieser Stelle lieber blockt und straft und körperlich agiert, bitte, soll er. Ist halt nicht mein Ding.
Für mich gibt es da kein besser oder schlechter. Und ein Danke, ich mach das auch so, kann ich da gar nicht verstehen. Wieso Danke? Egal.

VG
Arnie -
Zitat
Ich glaube, diese Unterscheidung ist nur in den Köpfen der Menschen, ich glaube nicht, dass ein Hund den Unterschied erkennt. Aber es hört sich viel besser an, zu sagen ich erziehe ohne Leckerli, aber bilde aus mit.
Das sehe ich nicht so. Vieles, was für mich in den Bereich der Erziehung fällt, sind Dinge, die in jeder funktionierenden sozialen Gruppe verlangt werden. Ich glaube schon, dass beim Hund für solche Dinge ein anderes Verständnis herrscht, als wenn ich ihm ein beigebrachtes - für ihn grundsätzlich sinnfreies - Kommando gebe. Schon alleine deshalb, weil es oftmals Dinge sind, die ihm selbst wichtig sind und die er auch selbst so handhabt (zum Beispiel das Thema Beanspruchung von Ressourcen oder das Thema Individualdistanz).
Viele Grüße
Frank -
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Eigentlich ist es total einfach.
Will ich etwas lehren, dann nehme ich den leichteren Weg, wenn ich für den Lernenden eine entsprechende Motivation habe. Und da ist es völlig egal was ich lehren will, ob nun Sitz, Leinenführigkeit, Umgang mit Ressourcen, Verhalten anderen Lebewesen gegenüber, oder oder oder...
Jedes Lebewesen lernt nachhaltiger und besser, wenn es sich lohnt, wenn die Motivation die Richtige ist, ob es sich nun dabei um Leckerlies oder anderes handelt.
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Zitat
Ich glaube, diese Unterscheidung ist nur in den Köpfen der Menschen, ich glaube nicht, dass ein Hund den Unterschied erkennt. Aber es hört sich viel besser an, zu sagen ich erziehe ohne Leckerli, aber bilde aus mit.
VG
ArnieNö, das sehe ich gar nicht so. Den Unterschied gibt es ganz klar - auch für die Hunde.
Zur Erziehung gehört alles, was sie auch untereinander von einander lernen.
Ausbildung sind all die Tricks, die Menschen beibringen.
Kein Hund sagt zum anderen "Sitz" oder "Fuß". Sehr wohl sagen sie: "Das ist meins!" "Du bist zu aufgeregt!" "Back mal kleine Brötchen" oder "Beweg dich nicht". Das führt zu sozialem Verhalten untereinander - in der Gruppe, Rudel, Sozialgemeinschaft - wie man es nennen mag oder was es auch ist. Gemeint sind Hund-Hund Beziehungen.
Und genau ist auch für mich der Unterschied.
ZitatJedes Lebewesen lernt nachhaltiger und besser, wenn es sich lohnt, wenn die Motivation die Richtige ist, ob es sich nun dabei um Leckerlies oder anderes handelt.
Das denke ich kann man so pauschal nicht sagen. Wie bringt die Hündin ihren Jungen denn bei, darauf zu achten, wann sie es übertreiben? Sie sucht nicht nach einer passenden Alternativ-Motivation. Es gibt ne Ansage und ne Konsequenz. Also klar - Strafe (böööse). Ich weiß, dass hier gerne das Argument kommt, Menschen seien keine Hunde, was in dieser Formulierung ein Totschlagargument ist. Aber man darf nicht vergessen, dass es immer darum geht WAS gelernt wird, in welcher Situation und in welcher Kombination. Dann lässt sich der beste Weg für jedes Individuum individuell (wie der Name sagt) festlegen.
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Die Diskussion ist sinnlos.
Ich werde euch nicht überzeugen, ihr mich nicht.
Der Unterschied für mich ist, wenn meine Hunde untereinander klären, wem was gehört, ist die Folge Meideverhalten. Wenn ich das mit einem Hund kläre, möchte ich, dass er mir das, was er gerade hat, Schweineohr, Pansen, Tote Maus nach Möglichkeit freudig bringt.
Der Unterschied zwischen Erziehung und Ausbildung ist mit klar, ich mach nur keinen Unterschied wie ich das, was ich will, vermittele.
VG
Arnie -
Zitat
Das denke ich kann man so pauschal nicht sagen. Wie bringt die Hündin ihren Jungen denn bei, darauf zu achten, wann sie es übertreiben? Sie sucht nicht nach einer passenden Alternativ-Motivation. Es gibt ne Ansage und ne Konsequenz. Also klar - Strafe (böööse).
Was für eine Situation meinst Du denn? Wenn die Welpen sich auf den Schwanz der Mutter stürzen und dabei sehr rabait sind? Das was dann passiert, was die Mutterhündin tut, ist einfach nur ein Verhaltensabbruch - und in der Regel weniger rabiat als sich einige Hundehalter das immer gern "heranziehen" und damit ihre ruppigen Umgang mit ihren Hunden rechtfertigen. Mal ganz davon ab, dass die Mutterhündin strafen kann, im Gegensatz zu uns Menschen, die sowas nicht auf die Reihe kriegen. Das hat nichts mit lernen zu tun, denn die Welpen werden sich wieder auf den Schwanz der Mutter stürzen.ZitatIch weiß, dass hier gerne das Argument kommt, Menschen seien keine Hunde, was in dieser Formulierung ein Totschlagargument ist.
Es ist eine Tatsache, die auch endlich mal die Menschen für sich annehmen sollten - also die Menschen, die ihr Verhalten mit dem Verhalten von Hunden untereinander rechtfertigen -, die Hunde haben das längst begriffen.ZitatAber man darf nicht vergessen, dass es immer darum geht WAS gelernt wird, in welcher Situation und in welcher Kombination. Dann lässt sich der beste Weg für jedes Individuum individuell (wie der Name sagt) festlegen.
Lerngesetze sind gleich für alle Lebewesen, individuell ist die Belohnung oder die Stärke eines Strafreizes, aber nicht die Tatsache, dass sich lohnendes Verhalten vemehrt gezeigt wird. Das sind die Grundlagen, warum wir lernen und lehren können. -
Richtig. Aber mit richtiger Strafe kann man auch gut lernen.

Es heißt halt nur immer, dass Menschen nicht richtig strafen können - wie du ja auch sagst. Find ich pauschal - wie immer - schlicht falsch.
Ist ja schön, wenn du deine Meinung hast. Nur pauschal zu behaupten, nur weil du es für dich nicht kannst oder nicht willst oder dir nicht zutraust es zu können, das Menschen das nicht können, stimmt nicht.
Ja, Verhaltensabbruch. Meideverhalten. Strafe. Das ist es. Und das tu ich auch bei meinem Hund. - Ist für mich bestens okay und für meinen Hund auch.@arnie
Ich will dich nicht überzeugen. Nur was du schriebst, stimmt halt nicht. Es ist nicht nur etwas, was in den Köpfen der Menschen ist. Es ist so. Was du draus machst, bleibt allein dir überlassen und sollte von niemandem moralisch gewertet werden.
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