Erziehung ohne Leckerlies
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ich hab meine dicke ohne leckerchen, spielzeug und verbalen lob..ohne von irgendwelchen lerngesetze ne ahnung zu haben, erzogen bekommen.
wenn ich so drüber nachdenk wie..dann über verbale verbote mitt ggf. körperlicher einwirkung wie festhalten, in den weg stellen oder mit dem fuss wegschieben.
auf irgendwelche positiven sachen hat sie anfangs gar nicht reagiert. futter wurde gar nicht genommen, spielzeug war das erste jahr fast ausschliesslich uninteressant und verbales loben führte dazu, dass die dann eher unsicher und ängstlich wurde. ahso und irgendwelche streicheleinheiten gingen auch nicht...
nach dem muster hab ich mehr oder weniger gleich alle anderen pflegehunde auch erzogen..
jetzt knapp 4 jahre später funktioniert es einigermassen gut mit leckerchen (es gibt tage da spuckt sie die dinger trotzdem aus oder mag erst gar keine haben) und spielzeug, auch mit verbalen lob oder mal nem klopfen auf die schulter etc.
ich hätte es gern von anfang an so einfach haben wollen...ging bei diesem hund aber nicht (und als hundeneuling war es echt teilweise harte arbeit).mein hund hat weder angst vor mir, noch ist unsere bindung irgendwie kaputt noch sonst irgendwas...man muss wie bei allen dingen einfach schauen worauf der einzelne hund eher anspringt und dann eben damit arbeiten.
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Nach wie vor die Frage ... Redest Du von ERZIEHUNG oder von AUSBILDUNG?
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ich rede von erziehung...sie auszubilden hab ich erst vor paar wochen angefangen, mit kleinen fortschritten.
der unterschied ist mir schon klar

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Hui was ist denn hier los?
Ich hab auch den Eindruck, viele denken, Kekse seien grundsätzlich Bestechung. Seh ich nicht so. Denn hier kommt es aufs richtige Timing an.
Und solange ich den Keks nicht als Bestechung, sondern als Belohnung verwende, wüsste ich nicht, wo ein Problem ist.
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Zitat
Und ich will den Hund sehen, der einem Reh hinterherrennt und sich beim Ertönen des Rückrufs denkt "Oooh, ich habe mein Herrchen soo lieb, ich renn lieber schnell zurück, dann werde ich bestimmt geknuddelt". Hunde sind immernoch Tiere und die haben einen Instinkt. Und wenn mein Hund , der gerade hinter dem Reh herrennt , beim Rückruf denkt "Hm, bei Frauchen könnte es was besseres als das hier geben" und das Bessere in diesem Fall nunmal ein halbes Kilo Fleischwurst ist, dann ist es eben so. Und mir echt lieber, als Rehrücken zum Abendbrot.
Sorry, aber zu glauben, dass ein ernsthaft jagender Hund wegen der Aussicht auf ein halbes Kilo Fleischwurst von einem Reh ablässt, dass 3 Meter vor ihm rennt, während im die Hormone nur so durch den Körper pfeifen, ist in meinen Augen genau so auf dem Holzweg wie derjenige, der glaubt, dass das Unterlassen der Jagd etwas mit Bindung und Liebe zu tun hat. Die Wahl der richtigen Belohnung für den befolgten Rückruf ist ein Baustein, aber in meinen Augen beileibe nicht der wichtigste. Zumal man bedenken sollte, dass der Hund dann trotzdem bereits gejagt hat.
Ich finde das Wort "Belohnung" auch immer etwas problematisch. Aus meiner Sicht ist man da schnell an dem Punkt, an dem man glaubt, dass ich den Hund für erbrachte Leistungen aktiv mit einem Gegenstand bezahlen muss. Es geht aber doch vielmehr darum, dass das Verhalten sich in irgendeiner Form für den Hund lohnen muss. Auch Dinge wie Zugehörigkeit zu einer Gruppe, Sicherheit, Ruhe und Privilegien sind lohnenswert. Es gibt einfach mehr als nur Spaß, Freude und nen vollen Magen. Ich finde es schade, wenn man so faszinierende soziale Lebewesen wie unsere Hunde, auf einen dressierten Idioten reduziert, dem man mit einem Stück Wurst ein paar Nettigkeiten abringt.
Viele Grüße
Frank -
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Zitat
Dein Hund himmelt Dich wenigstens an und wird als Rassehund (welche ist ja erstmal EGAL ) bezeichnet.
.... und was habe ich auf dem Spaziergang. Eine kleine Dreckstöle, die sich eher den Mäusen am Wegesrand widmet und mich nur beachtet, wenn ich etwas von ihr will und dann natürlich auch einen KEKS erwartet.Hoffe, daß es eine AKF-Gruppe in Niedersachsen gibt!
PS.: Zum Thema: Die Große habe ich mit sehr wenig Keksen erzogen aber bei dem kleinen Terriertier komme ich ohne Kekse ganz schnell an meine (unsere) Grenzen.....
.....Die AKF-Gruppe .......:denken: .....vielleicht wird da ein Schuh draus

Ist schon hart das Hundehalterleben oder?
Die Kekserwartungshaltung macht mich auch immer völlig fertig
...das wäre dann dieser Blick:Externer Inhalt www7.pic-upload.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Rinchen: Es wurde ja schon alles richtig gestellt, ich wollte auch nur der Redundanz wegen sagen: Du warst nicht mal ansatzweise gemeint....ich fühle mich leider auch (noch?) sehr oft angesprochen bei bestimmten Beiträgen. Ich habe mir angewöhnt, die betreffende Person direkt per PN zu fragen: "Sag mal, meintest du mich damit?" Zu 99% klärt sich das dann und löst sich in Wohlgefallen auf.
Wollte ich nur als Tip geben, dann schont man seine eigenen Nerven

Vielleicht sollte man das Hunde-Mensch-Leben auch nicht ganz so streng sehen...ist doch völlig egal ob mit oder ohne Leckerchen (wie Buddy-Joy schon schrieb), wichtig ist, dass man einen gemeinsamen Weg findet und diesen auch glücklich beschreitet.
Deswegen diese oder jene Methode abzuwerten oder in den Himmel zu loben, halte ich für kontraproduktiv, da es DIE Methode sowieso nicht gibt, Hunde sind trotz ihrer zum Teil mehr oder minder ausgeprägten Rassespezifitäten oder multifaktoriellen Mischeigenschaften Individualisten, genauso wie wir.
Was ich als Tip geben kann: Humor!! Der sollte immer bei der Hundeerziehung dabei sein, egal ob Alltagstauglichkeit oder Kunststücke oder ........
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Zitat
Vielleicht sollte man das Hunde-Mensch-Leben auch nicht ganz so streng sehen...ist doch völlig egal ob mit oder ohne Leckerchen (wie Buddy-Joy schon schrieb), wichtig ist, dass man einen gemeinsamen Weg findet und diesen auch glücklich beschreitet.Deswegen diese oder jene Methode abzuwerten oder in den Himmel zu loben, halte ich für kontraproduktiv, da es DIE Methode sowieso nicht gibt, Hunde sind trotz ihrer zum Teil mehr oder minder ausgeprägten Rassespezifitäten oder multifaktoriellen Mischeigenschaften Individualisten, genauso wie wir.
Danke ! Mehr wollte ich doch auch eigentlich gar nicht sagen ..
ZitatSorry, aber zu glauben, dass ein ernsthaft jagender Hund wegen der Aussicht auf ein halbes Kilo Fleischwurst von einem Reh ablässt, dass 3 Meter vor ihm rennt, während im die Hormone nur so durch den Körper pfeifen, ist in meinen Augen genau so auf dem Holzweg wie derjenige, der glaubt, dass das Unterlassen der Jagd etwas mit Bindung und Liebe zu tun hat. Die Wahl der richtigen Belohnung für den befolgten Rückruf ist ein Baustein, aber in meinen Augen beileibe nicht der wichtigste. Zumal man bedenken sollte, dass der Hund dann trotzdem bereits gejagt hat.
Das erlegte Reh & das halbe Kilo Fleischwurst waren (mit Absicht) natürlich etwas übertrieben, ich meinte ja nur :
Wenn ich (oder wer auch immer, mein Hund tut auch was für mich wenn ich mich einfach nur tierisch darüber freue, dass er es tut) einen Hund mit Leckerlies erziehe und mir dadurch das Leben einfacher mache bzw es in brenzlichen Situationen funktioniert - so what?! Dann kommt der Hund halt nur des Leckerchens wegen aber lässt dafür von einer Unart ab.
Klar kann man immer wieder Hunde sehen, die ohne Leckerlie in der Tasche gar nichts mehr tun oder die Bettler vor dem Herrn sind, aber deswegen kann man die Methode "Mit Leckerlie erziehen" nicht gleich verurteilen... -
Zitat
Das erlegte Reh & das halbe Kilo Fleischwurst waren (mit Absicht) natürlich etwas übertrieben
Ok. Dann habe ich dich da missverstanden.
Ich stimme dir schon zu, dass der Weg über Kekse in vielen Bereichen ein sehr kluger und effektiver Weg ist. Dennoch sehe ich die Keksbeziehung (ich liebe dieses Wort schon jetzt
) durchaus kritisch. Ich sehe es auch so, dass man zwischen Ausbildung und Erziehung unterscheiden sollte. Und gerade im Bereich der Erziehung stehen sich in meinen Augen viele Menschen mit dem Keksbeutel selbst im Weg. Da wird dann auf Teufel komm raus in jeder Unart etwas belohnenswertes gesucht, obwohl in meinen Augen ein knackiges "Lass den Scheiß" wesentlich angebrachter wäre.Viele Grüße
Frank -
Zitat
Ich sehe es auch so, dass man zwischen Ausbildung und Erziehung unterscheiden sollte.
Würdest du das für mich nochmal kurz erklären, bitte?

Ich unterscheide ja zwischen Grundgehorsam in Alltagssituationen und dann quasi alles just for fun (Tricks lernen, auch Agility gehört für mich dazu (für MICH!), Flyball...was auch immer)
Eine richtige Ausbildung (Hüten, Rettungshund, Jagdhund.....) gibt es ja bei mir.
Meinst du mit Ausbildung jetzt z.B. die Ausbildung zum Jagdhund und Erziehung wäre dann der Alltag?
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Zitat
Ok. Dann habe ich dich da missverstanden.
Ich stimme dir schon zu, dass der Weg über Kekse in vielen Bereichen ein sehr kluger und effektiver Weg ist. Dennoch sehe ich die Keksbeziehung (ich liebe dieses Wort schon jetzt
) durchaus kritisch. Ich sehe es auch so, dass man zwischen Ausbildung und Erziehung unterscheiden sollte. Und gerade im Bereich der Erziehung stehen sich in meinen Augen viele Menschen mit dem Keksbeutel selbst im Weg. Da wird dann auf Teufel komm raus in jeder Unart etwas belohnenswertes gesucht, obwohl in meinen Augen ein knackiges "Lass den Scheiß" wesentlich angebrachter wäre.Viele Grüße
Frankjup so ist es...
ich finde ja die keksbeziehungsleute ja nicht schlimm...
mit nerven aber diese ganzen "wir erziehen nur gewaltfrei ohne leckerchen blabla" leute/hundeschulen und dann sieht man, wie genau die leute ihren hunden irgendwelche büchsen/schlüssel/ketten an den kopf schmeissen oder mit sprühflaschen den spielenden hunden hinterher jagen.
oder wie man hunden das stop beibringt, mit rufen und anlocken bringt man den hund dazu loszurennen nur damit man ihn in die schleppleine knallen lässt und stop schreien kann.das geilste was ich bis jetzt gesehen habe ist, junghundegruppe kriegt agility beigebracht. statt das den hunden mal vernünftiges an der leine gehen und gehorchen beigebracht wird, werden die an der leine über hindernisse gezerrt.
aber ja wir sind ja toooootaal gewaltfrei...dann hab ich echt die keksbeziehungsleute lieber.
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