Mein Hund befolgt die Kommandos nicht konsequent
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Hey.
Ich habe seit Anfang Januar einen Hund. Ich versuche seither vergeblich ihm ein paar Kommandos beizubringen. Sitz und Platz steht erstmal bei mir auf dem Plan. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass mein Hund die Sache versteht, jedoch nicht 100% abruft.
Szenario 1:
Wenn ich keine Belohnung habe, ist es reine Glückssache, ob mein Hund das Kommando ausführt. Er guckt mich dann meistens nur dämlich an xD.Szenario 2:
Wenn ich als Belohnung nix Besonderes verwende, wie zb das standard Trockenfutter, klappt es am Besten. Hab hier eigentlich kaum etwas zu meckern.Szenario 3:
Wenn ich etwas super leckeres habe, wie etwa Putenbrust oder Käse, dann dreht der Hund total am Rad. Wenn ich vor ihm stehe und das Kommando sitz geben, probiert er alle Möglichen Posen aus... Er setzt sich hin, dann legt er sich hin..wenn er nicht sofort die Belohnung bekommt, setzt er sich wieder hin ... etc. Mir scheint es so, als wolle er die Belohnung unbedingt haben, und zeigt alles was dazu führen könnte diese auch zu bekommen :).Also das Ziel sollte ja sein, dass der Hund die Kommandos immer ausführt und nicht nur wenn er eine mittelgute Belohnung erwartet.
Habt ihr Tipps für mich?
- Vor einem Moment
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Hi,
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Der Trick liegt darin, zu belohnen und nicht zu bestechen. Also dem Hund nicht vorher zeigen, dass man ein Leckerchen für gute Leistungen bereithält - das wäre Bestechung. Lieber das Leckerchen erst hervorzaubern, wenn der Hund das Kommando ausgeführt hat - als Belohnung.
Ist doch super, wenn der Hund normales Trockenfutter als Belohnung akzeptiert - davon kann man doch immer schön ein paar Brocken in der Tasche haben. Und die Super-Duper-Leckerchen kannst Du Dir für die ganzganz schweren Übungen aufheben - die gibt's dann nur für Abruf aus dem Spiel, Abruf von flüchtendem Wild oder so etwas. Da kann er dann auch vor Begeisterung durchdrehen, soviel er will, das hat er dann verdient.
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ja aber wenn ich die leckerchen vorher nicht zeige, führt er die kommandos nicht bzw nur schlecht aus. wenn er sie dann doch ausführt und ein leckerchen bekommt, weiss er, dass er ein leckerchen bekommt. also läuft es irgendwie immer auf bestechung hinaus oder?
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Bestechung: ich geb dir ein Leckerchen, falls du Sitz machst. Die entscheidung liegt beim Hund
Belohnung: du hast Sitz gemacht, toll, dafür gibt es ein Leckerchen! Die Entscheidung liegt bei mir.
Der Unterschied ist, dass bei der Belohnung der Hund vorher was leisten muss. Natürlich wird er bald erwarten, dafür ein Leckerchen zu bekommen. Aber wissen kann er es nicht vorher, er spielt quasi Roulette. Und wenn mal nix kommt, wird er sich das nächste Mal doppelt anstrengen.
Man kann Bestechung/Locken anfangs nutzen, um dem Hund zu zeigen, was man von ihm möchte. Aber man sollte sie sehr schnell abbauen, und stattdessen grosszügig belohnen. Sonst passiert genau das, was bei deinem Hund passiert ist.
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aber wie bring ich den hund dazu ohne eine anstehende belohnung die kommandos zu befolgen? :)
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Zitat
Szenario 1:
Wenn ich keine Belohnung habe, ist es reine Glückssache, ob mein Hund das Kommando ausführt. Er guckt mich dann meistens nur dämlich an xD.
Kenn ich
Durchhalten und abwarten bis es schnackelt. Zitat
Szenario 2:
Wenn ich als Belohnung nix Besonderes verwende, wie zb das standard Trockenfutter, klappt es am Besten. Hab hier eigentlich kaum etwas zu meckern.
Kenn ich auch, aber mit "normalen" Leckerchen. TroFu frisst meiner ungern, und aus der Hand garnicht.Zitat
Szenario 3:
Wenn ich etwas super leckeres habe, wie etwa Putenbrust oder Käse, dann dreht der Hund total am Rad. Wenn ich vor ihm stehe und das Kommando sitz geben, probiert er alle Möglichen Posen aus... Er setzt sich hin, dann legt er sich hin..wenn er nicht sofort die Belohnung bekommt, setzt er sich wieder hin ... etc. Mir scheint es so, als wolle er die Belohnung unbedingt haben, und zeigt alles was dazu führen könnte diese auch zu bekommen :).
Jap, auch das kenn ich. Bei uns sieht das so aus:Knochen aus dem Kühlschrank in die Hand nehmen:
-sitzen
-schlecken und schmatzen
-Ohren anlegen
-fiepen
-aufspringen und herumtippeln oder umkreisen
-losrennen auf Decke
-warten
-aufspringen und in die Box poltern dass sie zu kippen droht
-hecheln
-schauen
-fiepen
-mit Rute Ventilator spielen
wenn wir dann Mund aufmachen für ein Kommando:
-aus der Box stolpern
-vor uns sitzen
-Ohren anlegen
-Männchen machen
-sitzen
-liegen
-auf den Rücken drehen
Dann sprechen wir das Kommando aus, es wird schleunigst ausgeführt, so übereifrig, dass es meist schief geht.
Z.B. "peng" bedeute liegen und nicht bewegen. Also schmeißt er sich auf den Boden, dreht sich mit Schwung auf den Rücken, rollt rüber bis auf die andere Seite, stößt sich wieder ab und wackelt hin und her, als läge er auf einer Hängematte...
Den Knochen gibts natürlich erst, wenn er sich wieder beruhigt hat und ordentlich arbeitet
Zitat
Also das Ziel sollte ja sein, dass der Hund die Kommandos immer ausführt und nicht nur wenn er eine mittelgute Belohnung erwartet.Habt ihr Tipps für mich?
Die Gradwanderung zwischen Belohnen und Bestechen ist schwierig.
Unsere Trainerin in der Welpenschule sagte, wir sollen Leckerlies im Futterbeutel oder Hosentasche haben, aber erst in die Hand nehmen wenn das Kommando zufriedenstellend ausgeführt wurde. So weiß der hund zwar irgendwann, dass in Taschen leckere Sachen versteckt sein können, weiß aber nie, ob und was er fürs ausführen bekommen wird. -
versuch mal zu klickern.
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Zitat
Also das Ziel sollte ja sein, dass der Hund die Kommandos immer ausführt und nicht nur wenn er eine mittelgute Belohnung erwartet.Nö, warum sollte er keine Belohnung erwarten oder bekommen. Das muß ja nicht unbedingt Futter sein, es gibt noch mehr Möglichkeiten einem Hund zu sagen, dass
er was richtig gemacht hat.Mit der Zeit erfolgt dann ein Umstieg auf variable Belohnung. Ausführungen eines
Kommandos in für den Hund einfache Situationen, da reicht ein freundlicher Blick von
dir als Anerkennung. In schwierigen Situationen wird stärker belohnt.Wie wichtig ist es denn für dich ihm Kekse zu geben. Ich meine, kannst du dir vorstellen
weitgehend darauf zu verzichten? -
Du musst das Lockmittel ganz langsam ausschleichen.
Beispiel Sitz: Du lässt ihn am Anfang Sitz machen und zeigst ihm dabei das Leckerchen mit der Hand, die auch das Handzeichen gibt. (Ich nehme an, so machst du es bereits)
Um das Lockmittel auszuschleichen, musst du dir kleine Schritte überlegen, wie du von dieser Situation hinkommst zu der Situation, dass du ihm Sitz sagst, danach das Leckerli aus der Hosentasche holst, um ihn zu belohnen. Wichtig ist, dass dein Hund zu Anfang, wenn du das sichtbare Leckerli ausschleichst, trotzdem immer belohnt wird. Er muss sich darauf verlassen können: "Ich kriege mein Leckerli, auch wenn ichs nicht sehe" Wenn du da nachlässig bist, so nach dem Motto "Er hats ja gemacht, nun muss ich ihm ja nix geben" wird dein Hund zu Recht wieder dazu übergehen, nur zu arbeiten, wenn er auch wirklich das Leckerli sehen kann.
Mögliche Wege zum Ausschleichen:
(1) Du gibst ihm als Belohnung ein anderes Leckerli aus der anderen Hand, die er bisher nicht sehen konnte, statt aus der, mit der du ihn gelockt hast. Nun kannst du nach und nach die Lock-Hand immer weiter von ihm entfernen und danach das Leckerli in der Lockhand immer weniger sichtbar machen, während er sich daran gewöhnt, dass er mit einem anderen, für ihn vorher nicht sichtbaren Leckerli belohnt wird.
oder
(2) Du tust nur so, als hättest du ein Leckerli in der Lockhand. Das geht am besten, wenn du schon ein paar Übungen durchgeführt hast, und deine Hand schon nach Leckerli riecht. Wenn er dann die Übung gemacht hast, holst du blitzschnell ein Leckerli hervor und er merkt, dass er getäuscht wurde, gleichzeitig aber trotzdem etwas bekommt.
Viel Erfolg! :)
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Zitat
aber wie bring ich den hund dazu ohne eine anstehende belohnung die kommandos zu befolgen? :)
Üben und üben und üben und .............................. im richtigen Moment belohnen.
Mein Rüde hat über ein Jahr für das PLATZ gebraucht. SITZ hatte er nach einem halben Jahr drin.
Wunder habe ich von ihm nicht erwartet.
Er braucht eben etwas länger und trotzdem war ich stolz auf ihn. Später hat er oft nur reagiert wenn ich den richtigen Ton anschlug und mich so manches Mal einfach ignoriert. Ohne Belohnung war es schwer mit ihm. Ich habe mit oft gedacht das ich ja auch nicht ohne Bezahlung arbeite.
Er hatte halt Charakter und konnte genau abschätzen ob ich es ernst meinte oder nicht.Du hast den Hund erst ein paar Wochen und erwartest das alles klappt? Vergleich das mal mit Schule. Da sitzen auch nicht nur Genies.
Gruß Terrortöle
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