Hundetrainer oder Hundebesitzer im Recht?

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    Wann gingen denn die Probleme los? Das war doch hoffentlich nicht immer so?

    Sagen wir mal so... Leinenführigkeit und dieses Turbo-Verhalten außerhalb ist eigentlich seit ich denken kann...
    Ich habe halt auch Angst, dass es auf seine Gesundheit geht... Bis vor kurzem habe ich ja in den normalen
    Stunden in der Hundeschule mitgemacht... das war aber für Timmy und mich keine spaß... kraftintensiv für mich und er hatte da furchtbaren Stress... mittlerweile sind wir ja in den verschiedenen Stunden Zuschauer... bei manchen ruhigen Übungen machen wir zwar mit, aber hauptsächlich soll er lernen, dass andere Hunde egal sind und er bei mir entspannen kann.

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    Hast Du einen Trainer an der Seite, der sich wirklich mit der Rasse auskennt?

    Ich habe schon das Gefühl, dass die Hundeschule kompetent ist...
    Allerdings grübeln wir alle, warum er so hibbelig ist...
    Timmy ist kastriert, hat das richtige Futter und hat einen guten Tierarzt...
    Diese Dinge haben wir bereits ausgeschlossen, dass es daran liegt.

  • Zitat

    Ich habe schon das Gefühl, dass die Hundeschule kompetent ist...
    Allerdings grübeln wir alle, warum er so hibbelig ist...

    Das ist angezüchtet, damit die Hunde am Vieh schnell reagieren, allzeit bereit sind und im Fall der Fälle stundenlang durcharbeiten, wenn es mal anfällt.

    Daher trainiert man im ersten Jahr mit denen nichts als Ruhe ;)

    Hat Dich der Züchter da nicht zu beraten?

  • Zitat

    Hat Dich der Züchter da nicht zu beraten?

    Ne wenn ich ehrlich bin habe ich da 0 Beratung bekommen...
    Nur dass ich konsequent bleiben muss und wie ich am Anfang das Futter umstellen soll...
    Mehr war da leider nicht, obwohl das langjährige Züchter sind...

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    Ich habe schon das Gefühl, dass die Hundeschule kompetent ist...
    Allerdings grübeln wir alle, warum er so hibbelig ist...


    Corinna ist die BC-Spezialistin, ich sicher nicht ;) Aber mich erinnert ein Grossteil Deiner Beschreibung an meinen KHC... und der wuerde erst recht durchdrehen, wenn ich mehrmals woechentlich bei "arbeitenden" Hunden mit ihm sitzen wuerde und er zum Nichtstun verdammt waere.
    Mit dem Geordy war ich auch einige Zeit in einer... ich sag mal... hochprofessionellen Hundeschule. Die arbeiten wirklich gut dort, das mein ich schon genau so. Aber sie lag mitten in Hannover und wir wohnen auf dem platten Land. Das war fuer Landei Geordy schon viel zu viel Input. Auf seine Hibbeligkeit wurde ein soo grosses Augenmerk gelegt, dass ich mich und meinen Hund schon als _den_ Problemfall gesehen habe. Da wurde nix besser.
    Ich habe mich umorientiert. Ich bin in einen Verein gegangen, habe Geordy als Problemhund angekuendigt :hust: und wurde nach der ersten Uebungseinheit gefragt, was denn eigentlich das Problem waere... Ja, Geordy dreht schnell hoch... aber das muss im Rahmen nicht _das_ Problem sein.
    Geordy arbeitet heute auf unterschiedlichen Plaetzen konzentriert. Wo er noch nie war, braucht er vor allem vor der Uebungseinheit, Turnier, sonstwas... Zeit, um sich in Ruhe alles anzugucken. Auch Wartezeiten, wo er nicht dran ist, sind immer noch ein bisschen anspruchsvoll fuer ihn. Aber generell hat der sich in ca. 6 Wochen um mindestens 50% beruhigt.

    Waer ich Du, wuerd ich a) in der Freizeit dem Hund mehr Hundekontakt ermoeglichen, b) dran bleiben und Konzentration vom Feld, ueber das Gewerbegebiet nach Feierabend, bis hin zur Innenstadt ueben und c) mal schauen, ob ich eine andere Hundeschule oder einen Verein finde, wo es vielleicht fuer den Hund und Dich besser laeuft (das muss man einfach mal ausprobieren und sich ggf. wundern, weil man nicht genau weiss warum).

  • Hy
    Das sehe ich auch so (wie schon geschrieben): Stress wird durch sitzen und "glotzen"/fixieren nicht besser- eher schlechter. Durch Bewegung kannst du besser Stress abbauen. Das heißt, du powerst deinen Hund stark aus, bevor du mit ihm im Randgebiet einer Stadt läufst (nicht im Einkaufscentrum sitzen=viel zu viel für den Anfang!). Du kannst auch in manchen Städten sehr gut eine gemäßigte Joggingrunde durch Parks und teilweise Stadtgebiet machen. Fang nicht gerade Samstag-Mittag damit an!:)
    Und was ich so rauslese...verlass dich nicht zu viel auf den Schonraum Hundeschule- übe (bei aller Peinlichkeit) im Leben. Immer wieder muss man seinen Schweinehund überwinden, mal läuft man-wenn man ehrlich ist- einfach nicht genug mit seinem Hund, mal hat man die Schn... echt voll und lässt die nervigen Städtetouren aus, oder man hat im Vorfeld Sorgen und versucht erst gar nicht, den Hund ans Fahrradfahren zu gewöhnen...
    Das geht uns allen immer wieder so- aber wir haben uns schließlich diese Hunde "angetan", also müssen wir da täglich durch!Such dir Gleichgesinnte (zur Not auf dem Land annoncieren), dann fällt es dir leichter durchzuhalten. Und es lohnt sich am Ende! Lieber Gruß

  • Vielen Dank für eure Antworten :)

    Wie ich das rauslese muss ich ihn langsam an die Ablenkung gewöhnen, das heißt Ablenkung nach und nach steigern oder?

    Wenn ja, darf ich ihn aber nicht 1x ziehen lassen oder? Was machen, wenn er es doch versucht?

    lg

  • Zitat


    Wie ich das rauslese muss ich ihn langsam an die Ablenkung gewöhnen, das heißt Ablenkung nach und nach steigern oder?


    So wuerde ich das machen, ja. Wo ich ein bisschen Probleme mit habe, ist, dass ich eigentlich denke, Du muesstest das nach annaehernd 3 Jahren Hundeschule doch laengst wissen? Da lernt man doch, dass man nicht mit dem Abi sondern der Krabbelgruppe anfaengt, oder?
    Ausserdem kann ich aus Deinen Posts momentan irgendwie nicht rauslesen, dass Dein Hund auch mal einfach Hund sein darf draussen, sich auspowern, nur Spass haben, Kontakt zu anderen Hunden haben... Mag sein, Du laesst das weg, weil Du meinst, es sei nicht relevant. Ich finde das aber wichtig. Ich hab Bauchschmerzen, wenn ich mir vorstelle, dass dieser Hund sich immer nur unter Kontrolle haben soll, aber nicht mal zum Dampf ablassen kommt.
    Ist mein KHC grad etwas kurz gekommen, dann faellt der auch gern mal in sein Muster und scannt glotzend den Horizont oder tut seinen Unmut bellend kund. Dann kann ich mir selbst erstmal in den Hintern treten, bevor ich von meinem Hund Wunder erwarte.

    Zitat

    Wenn ja, darf ich ihn aber nicht 1x ziehen lassen oder? Was machen, wenn er es doch versucht?


    So wie Du ihn beschreibst, wird er es ja versuchen... erwartest Du, oder? Der macht das seit 3 Jahren so, warum sollte es also jetzt anders sein oder ruckizucki erledigt? Und die ueblichen Spielchen a la Richtungswechsel und Co duerftest Du alle durch haben? Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es aber ablenkungsarme Orte, wo er noch ohne Gezerre bei Dir sein kann... dann musst Du da anfangen. Da wuerde ich Grundschulkram sicher machen, dass er sich wohl fuehlt mit Dir, Spass hat. Und dann ein bisschen Ablenkung drauf legen und gucken, ob er das schafft. Die Einheiten wuerd ich kurz halten, das duerfte ja einiges von Deinem Hund abverlangen. Nicht direkt davor, aber zwischen solchen Einheiten wuerd ich dafuer sorgen, dass er sich auch auspowern kann. Und direkt nach solchen Einheiten wuerd ich dafuer sorgen, dass er Ruhe haelt und das Ganze sacken laesst.

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