Kastrationsfrage
-
-
Hallo,
ich bin Vanessa (20) und habe seit Oktober die kleine Amy (6 Monate). Derzeit ist sie läufig, was mich jetzt nicht großartig beunruhigt. Sie verhält sich eigentlich ganz normal. Das sie mal nicht hört ist bei ihr fast normal (Dackel-Foxterrier-Mischling).
Vor nicht allzulanger Zeit war ich mit ihr bei TA und hab sie einfach durchchecken lassen (wollte wissen ob es ihr gut geht und auch wegen ihrer futterunverträglichkeit informationen einholen).
Nja aufjedenfall hat mich die TÄ dann darauf angesprochen ob ich sie kastrieren/sterellisieren lassen will. Und hier liegt mein Dilemma.
Die TÄ meinte aufgrund des Mamatumors würde sie es nur empfehlen um diesen vorzubeugen. Meine Familie meint damit ich nicht ungewollt Jungtiere bekomme solle ich sie kastrieren lassen.
Mein Partner ist da anderer Meinung. Er ist völlig dagegen, warum genau kann er mir selbst nicht sagen. Ich persönlich finde es auch unnatürlich und ich würde ihr gern eine "unnötige" OP ersparen. Die Tiertrainerin, bei der wir in der Welpengruppe sind, ist auch dagegen sie meinte sogar, dass man mit einer Kastraktion 6 (!) andere Tumore fördert z. B. Nierentumor.
Also da auch schon viele sagten "es wäre ja zu teuer", will ich noch sagen das Geld wäre mir egal, ich will nur keinen Fehler machen.Nun zu meiner Frage:
Ich würde gerne von euch (jeder der damit Erfahrung hat oder auch nur Bekannte hat und somit mitreden kann) was euch dazu verleitet hat eine Kastraktion durchführen zu lassen oder aber auch was euch davon abgehalten hat und eure Erfahrungen mit unkastrierten bzw. kastrierten Hündinnen würden mich auch sehr stark interessieren.
Schonmal Danke im Voraus
Vanessa & Amy - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Kastrationsfrage*
Dort wird jeder fündig!-
-
Ich hatte bei meinem ersten Tierarztbesuch selbst nachgefragt, wie es mit Kastrationen aussieht. Wie es funktioniert, wann man es am besten macht, usw.
Nun haben wir gerade die erste Läufigkeit hinter uns und sollte die Scheinschwangerschaft genauso entspannt und ohne medizinische Probleme verlaufen wie die Läufigkeit, wird meine Süße ganz sicher nicht kastriert werden.
Es gibt, glaube ich, im i-net auch Statistiken, die belegen, dass die Erhöhung der Mama-Tumore nicht so signifikant ausfällt, dass es eine Kastration gerechtfertigt.
-
Huhu! Ich hab auch eine junge Hündin, allerdings steht uns die erste Läufigkeit noch bevor.
Ich habe mich in den letzten beiden Wochen recht intensiv mit dem Thems auseinander gesetzt und bin für mich zu dem Entschluss gekommen Lina nur kastrieren zu lassen wenn es medizinisch notwendig wird oder sie sehr stark leidet unter Läufigkeit und Scheinmutterschaft.
Ich kann dir die Bücher "Kastration beim Hund" von Gabriele Niepel und "Kastration und Verhalten beim Hund" von Strodtbeck/Gansloßer empfehlen. Beide Bücher haben mir vorallem die Angst vor den Erkrankungen genommen wegen denen präventiv kastriert wird und mir recht deutlich gemacht, dass auch viele Risiken in einem solchen Eingriff und dessen Folgen liegen.
Nebenbei darf eine Kastration streng genommen rein rechtlich nicht durchgeführt werden zu präventiven Zwecken. -
Erstmal danke für die beiden Antworten.

Im Moment ist Amy läufig, ich bin gespannt ob sie scheinträchig wird. Meine Mutter hatte früher eine Hündin (mit 18 Jahren verstorben), die wurde immer so schlimm scheinträchtig, dass sie kastriert wurde.
(mir ist aufgefallen ich hab Kastraktion geschrieben obwohl es Kastration heißt
)Die Mutter meines Partners hat ebenfalls eine Hündin, diese ist nicht kastriert wird aber gespritzt gegen die Läufigkeit. Da bin ich völlig DAGEGEN (!) wie kann man seinem Hund nur so eine Chemie und Hormon Bombe rein drücken. Außerdem ist die Hündin nun aufgrund des Spritzens Blind und hat starkes Diabetes!
Pillen oder Spritzen kommen für mich also auf gar keinen Fall in Frage.
-
Eine Scheinträchtigkeit ist etwas absolut normales.
Sollte Deine Hündin damit große Probleme habe, kann man sanft mit Homöopathischen Mitteln regulieren.
Eine Tierheilpraktikerin könnte Dir da weiter helfen, falls nötig.Tierärzte empfehlen sehr oft die Kastration, sie verdienen ja daran.
Mammatumore sind zum größten Teil gar nicht von Hormonen abhängig. Das wird immer behauptet, stimmt aber nicht. Nur ein sehr kleiner Prozentsatz könnte von einer Kastration beeinflusst werden. Aber nicht mal das gilt als sicher erwiesen.
Ob ein Hund Krebs bekommt, hängt in erster Linie von der Ernährung, Chemie im Körper und anderen Faktoren ab.
Hier mal etwas zum Lesen:
ZitatBei Hündinnen entscheiden sich die Halter häufig für eine Kastration, weil Sie der Meinung sind, dies beugt späteren Gesäugetumoren vor.
Mammatumore sind jedoch längst nicht so häufig wie es oftmals behauptet wird. Zudem wirkt sich die Kastration auf die Bildung von Mammaturmoren nur dann aus, wenn vor der ersten Hitze kastriert wird. Frühkastrationen sind jedoch nicht ganz risikolos. Hier möchte ich die Zahlen und Ausführungen aus der Bielefelder Kastrationsstudie von Dr. Gabriele Niepel zitieren:...“Bei unkastrierten Hündinnen erkranken zwischen 1,98 und 2,8 (maximal 18,6) von 1000 Hündinnen, ( je nach Alter und Rasse ), das entspricht einen Prozentanteil von 0,2 bis maximal 1,8%. Frühkastrierte Hündinnen haben demgegenüber ein Risiko von 0,0093% nach der ersten Läufigkeit kastrierte Hündinnen tragen ein Risiko von 0,1488%. Entartungen treten zudem in der Regel im späten Lebensabschnitt auf, mit einem Durchschnittsalter von 10-15 Jahren (Stolla 2001). Angesichts dieser Wahrscheinlichkeit der Erkrankung muss die Frage erlaubt sein, ob der medizinischen Prophylaxegedanke gerechtfertigt ist. Diese Frage drängt sich um so mehr auf, wenn man sich die Wahrscheinlichkeiten der unerwünschter - auch gesundheitlicher - Folgen der Kastration anschaut. -
-
Ich musste meine Hündin vor zwei Wochen kastrieren lassen und kann dazu nur sagen, es ist schon ein recht großer Eingriff in der Bauchhöhle, den man nicht einfach mal so riskieren sollte.
Meine Polly hatte leider sehr viele Probleme, sie war innerhalb von 7 Monaten drei mal läufig, die letzten Läufigkeiten endeten jeweils mit einer Gebärmutterentzündung. Das wollte ich ihr nicht weiter antun.
Ansonsten hätte ich mich definitiv gegen eine Kastration entschieden! -
Gerade tut sich ein unbeholfenes Gefühl in mir auf.
Amy sitzt seit etwa 30 Min. vor mir rum und "singt" also winselt mich an.
Hin und wieder tut sie das sonst auch, aber normal hört es nach ein paar Min. wieder auf.Es kann nicht sein das ihr langweilig ist oder sie spielen will, wir haben zuvor getobt und auch etwas trainiert. Auch wenn ich sie ignoriere hört sie nicht auf.
Kann es sein das sie irgendwelche Schmerzen haben könnte?? Also sie sieht jetzt nicht leident aus *zu ihr hinguck* sie guckt mir in die Augen und winselt. Normalerweise schläft sie auch bei uns im Bett (ich weiß da gibt es verschiedene Meinungen) aber sie will auch nicht zu mir ins Bett.
Wahrscheinlich mache ich mir nur viel zu viele Sorgen aber lieber frag ich bevor ich sie leiden lasse.

-
Mach Dir mal keine Sorgen.
Wenn sie in die Stehtage kommt, kann es schon sein, dass sie etwas spinnt. -
Ich klink mich hier gerne auch mal rein.
Bei uns ist das jetzt noch nicht so Thema aber in drei bis vier Monaten könnte ja die erste Läufigkeiten eintreten. Als ich bei der Tierärztin war für die zweite Impfung hat mir eine Broschüre zum Thema Kastration mitgegeben und mir wärmstens empfholen den Hund vor der ersten Läufigkeiten zu kastrieren, da dann das Riskio an Mammatumoren nur noch sehr gering sei. Ich war da natürlich schon sehr eingeschüchtert, vor allem weil das mein erst Hund ist, wahrscheinlich werde ich hier eine andere Tierärztin suchen, da sie mir wirklich den Eingriff fast schon auffschwatzen wollte.Aufjedenfall habe ich den obigatorischen Kurs gemacht, da war die Kursleiterin eine anerkannte Tierheilpraktikerin, sie war der Meinung, dass ich mir da nicht so grosse Sorgen mache müsse und ich nach meinem Gefühl handlen solle, so wie es für mich stimme. Wenn eine Hündin eine Veranlagung zu Tumoren hat und man sie kastriert, kann es sein das Tumore an einer anderen Stelle kommen.
-
Genau das wurde mir ja eben auch gesagt das man andere damit fördern kann.
es kommen auch mittlerweile solche kommentare wie "mal sehen wie lange du auf deinen hund aufpassen kannst".
Ich mein ich hab ja jetzt auch mitbekommen das sie läufig wurde, und das sogar ab der ersten blutung (nun 3 tage her) warum sollte ich es dann nicht immer mit bekommen? ich lasse sie in der zeit bis das ganze rum ist auch nicht ohne leine laufen und völlig fremde hunde lasse ich generell ungern an meinen hund.. dazu sage ich nur kurz folgendes mein erster hund (spitz-dackel-mischling) wurde mir an der Leine (!) von einem schäferhund vor meinen augen tod gebissen, als ich eingreifen wollte biss mir dieser sogar noch in die hand! da war ich 16, nun 4 jahre später habe ich mich entschlossen einen neuen versuch zu starten, bis jetzt läuft alles prima nur habe ich selbst halt noch keine erfahrung mit hündinnen deswegen weiß ich auch nicht ob ich sie kastrieren lassen soll.
Aber durch die kommentare hier fühle ich mich bestätigt sie nur kastrieren zu lassen, wenn sie schmerzen oder probleme haben sollte
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!