Erziehe ich mir eine Klette?

  • Hallo liebes Forum,

    mich beschäftigt schon seit einiger Zeit das Problem, dass meine Kleine mir immer hinterher rennt, egal was ich mache. Ich gehe duschen - sie kommt bis zur Badtür mit (rein darf sie nicht, macht sie auch nicht) und liegt dann vor der Tür. Ich gehe Wäsche holen, sie kommt bis zum Bad mit und folgt mir dann zum Wäscheständer. Ich hole mir kurz einen Pulli aus dem Schlafzimmer, sie dackelt hinterher. Mittlerweile wird das doch etwas nervig. Sie fordert dann auch nichts ein (Schumsen oder Spielen), sondern kommt eben einfach nur mit. Alleine bleiben kann sie.
    Anfangs dachte ich, es wäre halt ein typisches Welpenverhalten, aber mittlerweile ist sie schon 7 Monate alt und da müsste das doch langsam mal aufhören...
    Kontrollieren will sie mich auch nicht, denn sie ist vom Typ her total unterwürfig und fixiert mich währenddessen auch nicht, sondern legt sich dann halt einfach in dem Zimmer, in dem ich bin, irgendwo hin.
    Manchmal frage ich mich, ob ich ihr vielleicht nicht genug Sicherheit vermittle, wobei ich mir da auch nicht vorstellen könnte, woran das liegen kann, denn eigentlich läuft bei uns alles sehr harmonisch ab und sie hat keine schlechten Erfahrungen gemacht.

    Ich würde das Verhalten sehr gerne ändern, weil es dann sowohl für mich als auch für den Hund entspannter wäre. Denn dadurch überlege ich mir halt zehnmal, ob ich jetzt vom Sofa aufstehe und irgendwas mache, wenn der Hund gerade schläft, weil ich sonst Angst habe, dass sie nicht genug Schlaf bekommt.
    Ich wäre sehr froh, wenn ihr mir sagen könntet wie ich mit dem Verhalten am besten umgehen soll, damit sie einfach in Ruhe im anderen Zimmer liegen bleiben kann.

    Danke!

  • Wenn ich das Zimmer wechsel, wechseln hier eigentlich alle Tierchen mit. Hunde und Katzen. Die wollen halt bei ihrem Halter sein (man könnte ja doch was verpassen :) ). Ich finde es nicht schlimm. Mein Rüde ist "trockener" Kontrolletti und echtes "Kletten" und Kontrollieren ist nichts im Vergleich.

    Wenn es dich stört, dann schicke sie auf ihren Platz wenn sie Anstalten macht nachzulaufen. Allerdings darf man dann auch nicht vergessen, sie in ein anderes Zimmer einzuladen, wenn sie willkommen ist.

  • Unsere Jüngste kam mit 5 Monaten zu uns. Ich kannte es nicht das ein Hund mich auf Schritt und Tritt verfolgt. Es war anfangs ganz süß, aber dann total nervig. Ständig war das kleine Ding um meine Füsse herum und nach einiger Zeit litt ich schon fast an Verfolgungswahn. Ich habe dann angefangen zu üben, schön mit dem Kommando "bleib" und viel Geduld. Es hat nicht wirklich funktioniert und das ständige Kommandogeben ist mir auf den Keks gegangen.
    Dann kam der Tag an dem ich hier einen Putzanfall bekam und stundenlang herumgelaufen bin. Mal ging es in den Keller, mal zur Mülltonne und von einem Zimmer ins andere. Ich habe sie gar nicht beachtet und leider auch ein paar mal angestossen als sie mir im Weg stand. Das kleine Ding hat mitgemacht, so an die 3 Stunden. Dann war sie platt. Sie hat sich in ihre Box gelegt und gepennt und ich habe weitergewuselt. Danach war das Thema erledigt. Jetzt ist sie nur noch um meine Füsse wenn es Richtung Küche geht und ich Futter fertig mache oder wenn es raus geht.
    Wenn du also mal viel Zeit hast, lauf deinen Hund müde.

    Grüsse Terrortöle

  • Danke für die Antworten!

    Wie gesagt - alleine bleiben kann sie und wenn ich im Bad oder in der Küche bin und die Tür zu mache, ist das auch kein Problem. Maximal fiepst sie zwei Mal und gut ist es. Manchmal geht sie sogar von sich aus mal für ein, zwei Minuten in ein anderes Zimmer (meist allerdings, um den Inhalt des Papierkorbs genauer zu inspizieren oder nach herumliegenden Strümpfen zu suchen und ähnlich tolle Aktivitäten zu starten).

    "Bleib" kann sie eigentlich auch, allerdings üben wir das noch und sie kann es nur dann, wenn ich nach ein paar Minuten wieder zurück komme und sie belohne und das ist auf Dauer noch nerviger, als wenn sie mir hinterher tapselt.

    Ja, genau dieses "man könnte ja doch was verpassen" ist es bei ihr glaube ich auch, PocoLoco. Echt, fühlst du dich dadurch gar nicht gestört? Ich meine - Milou nervt mich in dem Sinne ja auch nicht, sie macht ja nichts, aber trotzdem vermisse ich irgendwie das Gefühl, einfach mal irgendwo hin gehen zu können ohne verfolgt zu werden. Manchmal nenne ich sie schon meinen "Schatten" ;-)

    Terrortöle, ich glaube, diese Maßnahme muss ich auch mal irgendwann ergreifen. Das hört sich echt nach einem Erfolgsrezept an :D Zum Glück ziehen wir nächste Woche um, da kann ich dann nach den ersten Tagen Eingewöhnung mal testen, wie das bei ihr wirkt und gleichzeitig noch Kisten ausräumen.

  • Zitat

    Unsere Jüngste kam mit 5 Monaten zu uns. Ich kannte es nicht das ein Hund mich auf Schritt und Tritt verfolgt. Es war anfangs ganz süß, aber dann total nervig. Ständig war das kleine Ding um meine Füsse herum und nach einiger Zeit litt ich schon fast an Verfolgungswahn. Ich habe dann angefangen zu üben, schön mit dem Kommando "bleib" und viel Geduld. Es hat nicht wirklich funktioniert und das ständige Kommandogeben ist mir auf den Keks gegangen.
    Dann kam der Tag an dem ich hier einen Putzanfall bekam und stundenlang herumgelaufen bin. Mal ging es in den Keller, mal zur Mülltonne und von einem Zimmer ins andere. Ich habe sie gar nicht beachtet und leider auch ein paar mal angestossen als sie mir im Weg stand. Das kleine Ding hat mitgemacht, so an die 3 Stunden. Dann war sie platt. Sie hat sich in ihre Box gelegt und gepennt und ich habe weitergewuselt. Danach war das Thema erledigt. Jetzt ist sie nur noch um meine Füsse wenn es Richtung Küche geht und ich Futter fertig mache oder wenn es raus geht.
    Wenn du also mal viel Zeit hast, lauf deinen Hund müde.

    Grüsse Terrortöle

    Das kann ich nur bestätigen. Habe das unserem Hund relativ schnell durch Aufräumen abgewöhnt. Da hier einige Personen immer alles rumliegen lassen, bin ich aus Hundesicht dauernd sinnlos durch die Gegend gelaufen, immer hin und her. Er hat ziemlich schnell die Hoffnung aufgegeben, dass ich irgend etwas Interessantes machen könnte, das er er verpasst.

  • Lolique, so wie Du es schilderst, würde ich persönlich das Verhalten als nicht so schlimm empfinden, aber wenn es Dich echt nervt, dann halte Dich an Terrortöles Empfehlung. Im Prinzip entspricht das ja den Ratschlägen von Hundetrainern, die in vergleichbaren Fällem raten, mehrmals am Tag von Raum zu Raum zu latschen, bis es dem Hund zu blöde wird.

    Wenn man das dann nicht sinnfrei macht, sondern die Wohnung gleichzeitig auf Vordermann bringt, ist das allemal eine Win-Win-Situation. Da Deine Hündin ja anscheinend relativ entspannt dabei ist und nur Deine Nähe sucht, würde ich mal vermuten, dass ganz von selbst mit zunehmendem Alter diese "Verfolgung" nachlässt. So war es jedenfalls bei uns.

    Heute folgt mir Harry nur noch auf dem Fuße oder lässt sich aus dem Schlaf wecken, wenn klar ist, dass action angesagt ist.

    LG Appelschnut

  • ich hab hier auch so zwei, wobei sie irgendwie an meiner Körpersprache erkennen ob ich nur mal kurz ins Bad gehe oder was spannenderes mache. Wenn ich mich allerdings eine Zeit lang mehr mit ihnen beschäftige, tapst mir vorallem der Butzel immer hinterher. Mich stört das nicht, da ich es auch mal abstellen kann. Wenn ich zum Beispiel nur aufstehe um mir eine Wasserflasche zu holen, gebe ich ihm unser Handzeichen zum bleiben und er pennt entspannt weiter.

    Der einzige Nachteil an der Sache: man gewöhnt sich unheimlich dran und es ist schrecklich wenn man mal ohne Hund unterwegs ist :lol:


    Wenn es dich also nicht stört und kein zwanghaftes Kontrollieren ist, finde ich das nicht schlimm. Wenn es dich allerdings doch stört, würde ich ihn immer wieder auf seinen Platz schicken.

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