Anknurren
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Hallo liebe Foris,
ich war gestern sehr erschrocken, Lilly jetzt 16 Wochen alt hat mich angeknurrt als ich sie hochgehoben habe. Sie sollte mit ins Wohnzimmer kommen damit ich die Türe schließen konnte, sie schaute mich aber nur an und machte keine Anstalten sich zu bewegen, so nahm ich sie hoch und schon motzte sie los (bin i.M. etwas lädiert durch Sturz in den Schnee, kann mich schlecht bewegen, nur zur Info warum ich sie hochgenommen habe).
Ich habe mit ihr geschimpft, kenne so ein Verhalten von meinen anderen Hunden nicht und bin darum etwas ratlos wie ich darauf reagieren soll
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Von Hundehaltern aus dem Ort bekam ich zu hören, ich könne sie ruhig härter rannehmen, solle sie am Nacken packen, auf die Seite drehen und kurz fixieren.
Ich bin mir da aber unsicher, ob ich nicht das Vertrauen zum Hund zerstöre, denn um das Händebeißen zu unterbinden, kam der Rat, Schnauzgriff oder in die Seite buffen
, dies hab ich mit lautem "Aua" und "Aus" in den Griff bekommen.
Das mit in die Seite buffen hatte ich mal ausprobiert als Lilly so aufdrehte im Spiel, aber da hat sie sich nur einen Spaß drauß gemacht, hier wird dann kommentarlos abgebrochen und gut ist.Wie verhalte ich mich richtig oder ist das bei einem 16 Wochen alten Hund noch nicht ernst zu nehmen
?Noch etwas, wenn mein Mann Lilly von der Couch runtersetzt weil sie zu wild ist, dreht sie sich um und will nach der Hand schnappen
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Bei den Tipps der HH bei dir im Ort...da schalte die Ohren mal auf Durchzug, bzw. frag erst gar nicht! Und mit dem Anknurren..., das würde ich erst mal nicht überbewerten. Nimm sie einfach mal ab und an hoch und teste, woran es lag. Allein deine derzeitige Einschränkung in der Bewegung kann sie schon verunsichert haben. Bei Balu wäre das der Fall. Und das Hochheben ist ja nicht einfach nur wo ein Akt, sondern für einige Hunde nicht so angenehm. Und betreff der Couch...austesten. Erst den Hund beruhigen und dann den Befehl für runter geben. Macht sie dann noch Zicken, würde ich sie erst mal nicht auf die Couch lassen. Alles Gute fürs "Zusammenfinden"!

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Hallo!
dass sie dich angeknurrt hat, heißt einfach, dass sie es nicht wollte, dass du sie hoch nimmst. ihr war es unangenehm. dass sie dich angeknurrt hat, war schon die 2. warnstufe. zuerst zeigen die hunde beschwichtigungszeichen, damit zeigen sie, dass sie etwas nicht möchten und um uns eben zu beschwichtigen. du hast ihre grenzen verletzt, die hat sie einfach verteidigt und dies durch knurren gezeigt. wenn ihr ein gutes team werden wollt, musst du in zukunft darauf achten, dass du ihre grenzen akzeptierst. wenn ein mensch deine grenzen missachtet, er etwas macht, was du nicht wolltest, hättest du ihm eine ohrfeige gegeben. das kann man in etwa mit dem knurren vergleichen.
knurren ist nichts schlimmes, im gegenteil. das ist gut, wenn er es macht. dadurch kommuniziert er mit uns. würdest du das knurren bestrafen, lernt er, dass er nicht knurren darf und beißt dann u.u. gleich zu. das ist die letzte konsequenz, wenn man nicht aufs knurren eingeht.wenn du sie öfter hoch nehmen möchtest, würde ich das schritt für schritt üben. leckerchen bieten sich da sehr gut an, wenn sie die mag. damit fütterst du das hochnehmen einfach schön. das heißt in der lerntheorie von hunden "gegenkonditionieren". schritt für schritt heißt, so weit hochnehmen, dass sie es noch okay findet, leckerchen geben! vielleicht wenn du sie schon hast, aber sie noch die beine auf dem boden hat.
wenn sie in die hände schnappt, würde ich einfach das spiel unterbrechen oder laut "aua" rufen.
alles gute,
stille88. -
stille88

Sehr guter Beitrag, ich stimme 100%ig zu.Nur weil Knurren ein Warnzeichen ist, ist es nicht gleichzeitig böse. Ein Hund kann dir nun Mal nicht diplomatisch erklären, warum er dies und das jetzt nicht möchte; aber da ein Hund eben kein Kuscheltier ist, das sich alles gefallen lassen muss, knurrt er. Daran sehe ich absolut nichts Schlimmes.
Sei froh, dass sie eben nur warnt und dir für deinen (aus ihrer Sicht) distanzlosen Faux-Pas nicht die Hand getackert hat. Mal heftig ausgedrückt.Deswegen solltest du ihr das auch nicht verbieten oder sie dafür schimpfen, denn nur, weil du ihr das Äußern eines Problems verbietest, verschwindet das Problem nicht.
Hochnehmen ist für die meisten Hunde sehr unangenehm, was doch auch nachvollziehbar ist. Normalerweise verliert er nicht alle Nase lang die Bodenhaftung. Und die meisten Menschen nehmen ihre Hunde auch völlig falsch hoch, da wird gezogen und nicht gehoben, die Beine hängen in der Luft, usw.
Stell dir mal vor, da käme jemand, würde dir eine Riesenhand unter den Bauch legen, mit der anderen die Füße stützen und dich einfach 5m in die Luft heben. Das ist... zumindest für mich... eine sehr gewöhnungsbedürftige Situation

Deswegen:
Üb mit ihr, wie schon gesagt, sanft das Hochnehmen (oder lass es am besten, wenn es nicht absolut nötig ist) und mach dir wegen ein paar Knurrlauten keinen Kopf. Alles im normalen Bereich.Liebe Grüße
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Danke für die Antworten,
aber ich habe sie nicht zum ersten Mal hochgenommen, ich habe ihr auch nicht weh getan und das war auch nicht die 2. Stufe, denn sie hat mich angeschaut.
Das sie knurrt weil ihr es nicht passte, weiß ich ja, aber Lilly wird jeden Tag mehrmals hochgenommen, denn wir wohnen im 2. Stock und sie darf die Treppen nicht laufen, darum war ich auch so entsetzt. -
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Was bereitet dir nun Sorgen?
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Zitat
Danke für die Antworten,
aber ich habe sie nicht zum ersten Mal hochgenommen, ich habe ihr auch nicht weh getan und das war auch nicht die 2. Stufe, denn sie hat mich angeschaut.
Das sie knurrt weil ihr es nicht passte, weiß ich ja, aber Lilly wird jeden Tag mehrmals hochgenommen, denn wir wohnen im 2. Stock und sie darf die Treppen nicht laufen, darum war ich auch so entsetzt.Vor der Treppe rechnet sie damit, das ist der Unterschied.
Kündige das Hochnehmen einfach an, dann wird sie es akzeptieren: Mit einem Wort, z. B. Hopp oder mit Arm hinhalten. Dann weiß sie was kommt.Wie die anderen schon geschrieben haben, ist Knurren ein Ausdrucksmittel!
Sie sagt evtl.: Hey, was hast Du mit mir vor. -
Naja, dass sie sich zum ersten Mal dazu "geäußert" hat, muss ja nicht heißen, dass es ihr bisher nicht unangenehm war. Nur war es vielleicht heute einfach zu viel.
Wie nimmst du sie denn hoch, wenn ich fragen darf?
Als Alternative, wenn du es aus körperlichen Gründen momentan nicht richtig hin bekommst, könntest du eine Tasche zum Tragen nehmen, das ist vielen Hunden angenehmer, weil sie noch irgendeinen Boden unter den Füßen haben und nicht so haltlos sind.
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Gewöhn dir einfach an die Hochnehmaktionen anzukündigen, dann fühlt sich der Hund nicht so hilflos. Ankündigung, Hund hochnehmen, verbal loben und fertig.
Vielleicht hast du sie in dem Moment auch einfach etwas ungünstig angefaßt und es war ihr unangenehm.
Für Hunde ist das eine relativ hilflose Situation, weil ihnen einfach mal so der Boden unter den Füßen weggezogen wird, deshalb ist es sinnvoll und fair dem Hund mitzuteilen was man da grade tut. Mache ich z.B. auch beim Pfoten putzen :) .
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Zitat
ich habe ihr auch nicht weh getan und das war auch nicht die 2. Stufe, denn sie hat mich angeschaut.
ob du ihr körperlich weh getan hast, weiß nur deine hündin selbst. das sieht man in den wenigsten fällen direkt, sondern man muss genauer hinschauen, eine gute beobachtungsgabe haben, den hund gut kennen oder die schmerzen sind so groß, dass das verhalten schon sehr auffälig anders ist als sonst oder sie eben stark aufheult.dass sie dich angeschaut hat, heißt nicht, dass es ihr nicht unangenehm war. es gibt ja viele beschwichtigungszeichen. da muss man den ganzen hund betrachten und ich finde selbst da muss man gut geschult sein, so dass man sie wahrnimmt.
einen hinweis einführen, wenn du sie hochnehmen willst, finde ich eine gute idee. kannst du gut machen, wenn du sie an der treppe hochnimmst. dann einfach "ich nehm dich jetzt hoch" oder ähnliches sagen. natürlich jedes mal das gleiche sagen. nach einen paar mal (10 mal vielleicht, je nach hund) hat sie das verknüpft.
find das, was die anderen schreiben, auch gut.
alles gute,
stille88. - Vor einem Moment
- Neu
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